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Veröffentlicht am 18.06.2024

Mord ohne Leiche? Capitaine Blanc ermittelt auf einem Weingut...

Unheilvolles Lançon
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Capitaine Roger Blanc ermittelt … aber was eigentlich? Eine Kameradrohne überfliegt routinemäßig ein Weingut um die Reben zu kontrollieren. Am Ende des Flugs nimmt die Drohne zufällig eine Frau auf, die ...

Capitaine Roger Blanc ermittelt … aber was eigentlich? Eine Kameradrohne überfliegt routinemäßig ein Weingut um die Reben zu kontrollieren. Am Ende des Flugs nimmt die Drohne zufällig eine Frau auf, die in einer Senke auf dem Bauch liegt. Die Winzerin alarmiert die Polizei, doch niemand wird vermisst und schließlich ist es ja nicht strafbar, dort zu liegen. Aber Blancs Misstrauen ist geweckt, denn die Personen auf Château Richelme verhalten sich merkwürdig: Der Seniorchef liegt im Sterben, seine deutlich jüngere Frau will das Gut verkaufen, der zornige Sohn will es unbedingt behalten, ist aber enterbt. Der Makler möchte seine Provision verdienen und der Vorarbeiter scheint schon wegen seiner Herkunft verdächtig. Die Frau bleibt nicht das einzige Opfer, und Blanc benötigt mal wieder sein ganzes Team um endlich Licht ins Dunkel zu bringen und festzustellen, wer da über Leichen geht.
Meine Meinung: Auch der elfte Band rund um den nach Südfrankreich zwangsversetzten Capitaine Blanc ist mal wieder spannend, sehr unterhaltsam, toll zu lesen und das reine Lesevergnügen. Die Geschichte ist anfangs nebulös, denn wie und was soll man ermitteln, wenn es keine Leiche gibt? Dazu die Weiterentwicklung all der privaten Handlungsstränge rund um Blancs neue Beziehung, seine alte Affäre, seine Kolleginnen und Kollegen – all das ergibt Lesespaß auf höchstem Niveau und bedeutet von mir fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Ist der Pontem-Code ersteinmal entschlüsselt, droht das Ende der Menschheit

Divinus: Der Pontem-Code
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Das Ende der Menschheit in Freiheit ist nah – die Geheimorganisation „Insurgents“ hat die letzten Reserven Divinus – einer außerirdischen Energieform – in ihrer Gewalt. Sie wollen ein Portal zu einem fremden ...

Das Ende der Menschheit in Freiheit ist nah – die Geheimorganisation „Insurgents“ hat die letzten Reserven Divinus – einer außerirdischen Energieform – in ihrer Gewalt. Sie wollen ein Portal zu einem fremden Planeten errichten und mit dessen Hilfe den Außerirdischen mit ihrer fortgeschritteneren Technologie die Herrschaft über die Erde ermöglichen. Eine kleine Gruppe Widerständler setzt sich dem entgegen, doch zum einen sind sie arg geschwächt, zum anderen könnte der Feind auch in den eigenen Reihen lauern. Wem kann man unter diesen Umständen noch trauen? In einer atemlosen Hetzjagd geht es über verschiedene Schauplätze weltweit, hin zum finalen Showdown in einem stillgelegten Stahlwerk. Der letzte Code ist entschlüsselt, das Portal kurz davor, zur Invasion der Erde genutzt werden zu können. Schaffen die Widerständler es, es wieder zu schließen? Wie hoch ist der Preis dafür und wer ist bereit, in zu bezahlen? Antworten finden sich in diesem – mal wieder – überaus spannenden Buch des österreichischen Autors Roland Hebesberger.
Meine Meinung: Wie schon oft zuvor geschrieben – man sollte die vorherigen Bücher des Autoren auch gelesen haben! Einerseits, weil man ansonsten hier oftmals die Zusammenhänge nicht versteht. Vieles wird zwar erklärt, aber BESSER ist es, wenn man die Erfahrungen aus den vorigen Bänden bereits hat. Und andererseits weil auch die vorigen Bände überaus spannende Bücher sind! Denn alles hängt hier mit allem zusammen – alle Bücher die Roland Hebesberger bislang geschrieben hat, beschreiben einen zusammenhängenden Kosmos und bauen aufeinander auf. Alle Protagonisten der zuvor veröffentlichen Reihen tauchen hier im zweiten reihen-übergreifenden Band auf und bekommen kapitelweise ihren Platz. So setzt sich Puzzlestück für Puzzlestück das Bild weiter fort, bekommt die Geschichte einen unglaublichen Sog und wird zum echten Pageturner. Ich habe bislang alle Bücher von Hebesberger gelesen und werde trotzdem jedes Mal aufs neue überrascht, wie komplex, ineinander schlüssig und unglaublich spannend der Fortgang der Geschichte als Ganzem ist. Wenn ich einen Hut hätte, ich würde ihn vor dieser Leistung ziehen! Somit vergebe ich – selbstverständlich – auch für dieses Meisterwerk wieder die volle Punktzahl und bin schon extrem gespannt wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

SPANNENDE Story plus sehr viel kretisches Flair = der sechste Band der Buchreihe ist ein echtes Highlight!

Kretisches Rätsel
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Michalis Charisteas, Kommissar der kretischen Hafenstadt Chania, ist kurz vor der Hochzeit mit seiner deutschen Freundin Hannah – die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, die Ankunft seiner zukünftigen ...

Michalis Charisteas, Kommissar der kretischen Hafenstadt Chania, ist kurz vor der Hochzeit mit seiner deutschen Freundin Hannah – die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, die Ankunft seiner zukünftigen deutschen Verwandten steht unmittelbar bevor. Damit er sich bloß nicht in irgendwelche Art von Gefahr begibt, wird er zusammen mit seinem Kollegen Koronaios von aufwändigen Ermittlungen ferngehalten. Und so erscheint es zunächst als Lappalie, als in einem Kloster auf der Halbinsel Akrotiri ein bewusstloser Mann von den Mönchen gefunden wird. Der behauptet zunächst, es sei ein Unfall gewesen, doch kurze Zeit später ist der Archäologe Markos Papastamatakis tot – gefunden auf dem Palastgelände von Knossos. Erneut „nur ein Unfall“? Die örtliche Polizei will die Akten schnell schließen, denn ein Mord könnte ja Touristen verschrecken. Doch zwei weitere Todesfälle treiben Michalis und Koronaios nicht nur quer über die ganze Insel, sie bringen sie selbst auch in tödliche Gefahr. Denn eine mysteriöse Tonscheibe, die vielleicht das Rätsel um den Diskus von Phaistos lösen könnte, ist offenbar Grund genug, dafür über Leichen zu gehen. Als dann die deutschen Verwandten eingetroffen sind und der leibliche Vater von Hannah auch noch eigene Wege geht, überstürzen sich die Ereignisse für Michalis – und nicht nur seine zukünftige Ehe steht auf dem Spiel …

Meine Meinung: Dies ist der sechste Krimi von Nikos Milonás und bislang derjenige mit den größten Entfernungen von Chania – denn die Schauplätze sind nicht nur dortselbst, sondern reichen unter anderem bis nach Kato Zakros im äußersten Osten der Insel. Als Kreta-Liebhaber sind mir alle Schauplätze aus eigener Erfahrung bekannt – was das Lesevergnügen natürlich deutlich steigert. Man merkt aber auch mit jeder Zeile, wie sehr der Autor selbst die Insel und seine Bewohner liebt. In Verbindung mit der spannenden, manchmal dramatischen und emotionalen Story, ergibt dass das perfekte Lesevergnügen. Und wer dann nach Kreta reist, kann auf einer ausgedehnten Rundfahrt die Schauplätze abfahren und feststellen: Alle Orte sind so, wie der Autor sie beschreibt. Für mich ist der sechste Fall rund um Michalis Charisteas ein weiterer Höhepunkt in einer tollen Buchreihe. Ich vergebe nicht nur sehr gerne fünf von fünf Sterne, ich freue mich auch jetzt schon auf einen folgenden Band im kommenden Jahr…

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Veröffentlicht am 04.03.2024

Spannender Psychthriller mit schockierendem Ende

Die Gruppe der Acht - Dark King:
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Richard Langberger lebt ein Leben am Rande der Gesellschaft: Er arbeitet nicht, hat aber trotzdem ein regelmäßiges Einkommen, da er durch einen Computerhack als Mitarbeiter bei einem Unternehmen geführt ...

Richard Langberger lebt ein Leben am Rande der Gesellschaft: Er arbeitet nicht, hat aber trotzdem ein regelmäßiges Einkommen, da er durch einen Computerhack als Mitarbeiter bei einem Unternehmen geführt ist. Er lebt in den Tag hinein in einer viel zu großen Wohnung, da seine drei Mitbewohner vor einiger Zeit ausgezogen sind. Zwei Konstanten gibt es in seinem Leben: Sein wöchentlicher Besuch in einem Café um dort den besten Kaffee der Stadt zu genießen und die Bedienung anzuhimmeln, und der wöchentliche Besuch in einer Selbsthilfegruppe. Diese „Gruppe der Acht“ ist vollkommen anonym, jeder hat seine Probleme, schildert diese in der Gruppe und eröffnet anschließend die Diskussion in der Gruppe. Dort gibt es immer Donuts, Richard nimmt sich immer den letzten bevor er den Raum verlässt. Dabei verspürt er oftmals eine „Präsenz“, etwas unheimliches, dass er nicht näher bezeichnen kann. Als auch noch Erinnerungslücken hinzukommen, die Nachbarin sich über den Lärm am Wochenende beschwert obwohl er doch gar keine Party veranstaltet hat, sieht auch Richard es ein: Er benötigt professionelle Hilfe bei einer Psychologin! Die ersten Termine sind ermutigend, doch je mehr er sich seinen eigenen Dämonen stellen muss, desto mehr verzweifelt er an seinem Verstand. Der Moment, an dem dann die Wahrheit ans Licht kommt, ist umso schockierender und hinterlässt nicht nur Richard fassungslos.
Meine Meinung: In der Tat: Der Moment an dem sich alles auflöst, ist schockierend und hat mich an „The 6th Sense“ oder Fitzeks „Die Therapie“ erinnert – alles wird einmal auf den Kopf gestellt! Umso beeindruckender und verwirrender: Alles ist stimmig, man hätte die Zeichen erkennen können, man hätte ahnen können wie die Dinge liegen. Hätte, hätte – ich habe es zumindest nicht, mir wäre mein E-Book beinahe aus der Hand gefallen! Wer die anderen Bände von Roland Hebesberger kennt, wird den „Dark King“ bereits kennen – hier lernen wir seinen Background kennen. Auch dieses Buch fügt sich also nahtlos in das vom Autoren geschaffene Universum ein … und auch das ist beeindruckend. Ich fühle mich extrem gut unterhalten, das Buch erzeugt eine atemlose Spannung, man mag es – einmal angefangen – kaum noch aus der Hand legen. Somit vergebe ich sehr gerne die volle Punktzahl = fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

warmherzig, skurill, immer mit einem liebevollen Grinsen = einfach wunderbar

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
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Heinz Labensky hatte es zeit seines Lebens nicht leicht: in den 40er-Jahren in einem kleinen Kaff in Brandenburg geboren und aufgewachsen, war er immer ein Außenseiter: in der Schule aussortiert weil minderbegabt, ...

Heinz Labensky hatte es zeit seines Lebens nicht leicht: in den 40er-Jahren in einem kleinen Kaff in Brandenburg geboren und aufgewachsen, war er immer ein Außenseiter: in der Schule aussortiert weil minderbegabt, Sohn einer alleinerziehenden Mutter, der Vater in Russland im Krieg gefallen - da hat man nicht viele Freunde im Ort. Eines Tages kommt eine weitere Außenseiterin: Rita Warnitzke wuchs die ersten Jahre ihres Lebens in einem Kinderheim auf, bevor sie doch zu ihrem leiblichen Vater zog. Die beiden werden besten Freunde, beschützen sich und helfen sich gegenseitig. Sie hilft ihm beim Lesen lernen, er hilft ihr wenn die Jungs mal wieder zu aufdringlich werden. Doch Rita will sich aus der Dorfenge befreien, will was erleben - und zieht nach Berlin. Heinz ist untröstlich, sucht sie, findet sie, und verliert sie endgültig aus den Augen. Viele Jahre später, als alter Mann, lebt er in einem Seniorenheim in Erfurt - und bekommt dort Post, die sein Leben noch mal vollkommen auf den Kopf stellen kann. Er, der vermeintliche Schwachkopf, setzt sich in einen Reisebus nach Warnemünde. Denn er hat einen Brief bekommen von Ritas Tochter, die ihn kennenlernen möchte. Auf der Fahrt kommt er mit mehreren Mitreisenden ins Gespräch, erzählt ihnen in Rückblenden sein Leben, von Rita und ihm. Aber ist auch wirklich alles so passiert, wie er es in seiner Phantasie in Erinnerung hat? Ritas Tochter ist da in einigen Punkten anderer Meinung...
Meine Meinung: mich erinnerte Heinz Labensky in seiner tumben Einfältigkeit oftmals an Forrest Gump. Auf der Fahrt erzählt er von einer skurrilen Begebenheit nach der Anderen, wie er Wolf Biermann, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof kennenlernt, sich auf die Suche nach dem Bernsteinzimmer begibt und den Ost-Berliner Nahverkehr aufmischt. All das ist so liebevoll und mit einem so breiten Grinsen erzählt, dass sich selbiges automatisch auf die Leser überträgt. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen in Erwartung der nächsten Wendung... und ist doch überrascht vom finalen Twist. Wer Michael Tsokos bislang nur als Professor für Rechtsmedizin und Thriller-Autor kennt, wird bei diesem Buch überrascht sein. Zusammen mit seiner Frau Anja haben sie gemeinsam ein warmherziges, vergnügliches und durch-und-durch begeisterndes Buch geschrieben. Ich habe mich blendend unterhalten und vergebe selbstverständlich die vollen fünf von fünf Sterne.

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