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Veröffentlicht am 30.01.2026

Viel Mystery, weniger Thriller

Ein Pakt aus Asche und Blut
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"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel bietet uns Leser/innen mehr Mystery als Thriller.

Der historische Mystery-Thriller spielt zum einen in Ratingen um das Jahr 1460 und in Ratingen als auch ...

"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel bietet uns Leser/innen mehr Mystery als Thriller.

Der historische Mystery-Thriller spielt zum einen in Ratingen um das Jahr 1460 und in Ratingen als auch der Lübecker Bucht in der Gegenwart.

Um das Jahr 1460 wird Anna der Hexerei bezichtigt. Ihre Schwester Helene muss gegenüber dem Marschall Johann verschiedene Aufgaben erfüllen, um ihre Schwester vor dem Scheiterhaufen zu bewahren.

In der Gegenwart treffen der Feuerwehrmann Mark, der bei einem Waldbrand eine Frau in den Flammen zu sehen scheint und sich bemüht, diese zu retten, die Fotografin Katharina (Cat), die immer auf der Suche nach besonders außergewöhnlichen Motiven ist, und zu einem späteren Zeitpunkt Melanie, die aus der Lübecker Bucht nach Ratingen reist, um Licht in ihre eigene Vergangenheit und das Auftreten des Schattenmannes zu erlangen, aufeinander.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Jahrhunderten und wird es Melanie gelingen, den Schattenmann zu entlarven?

Im Grunde ist mit diesen Szenarien alles für einen historischen Mystery-Thriller vorbereitet. Und dennoch gelingt es der Autorin für mein Dafürhalten nicht, die nötige Spannung zu erzeugen. Die Geschichten laufen viel zu lange unabhängig nebeneinander her und auch zu den Protagonisten fehlte mir beinahe bis zum Ende der Bezug, um ausreichende Emotionen auszulösen.

Fazit: Mysteriöses ist in dem Buch ausreichend geboten, aber für die Bezeichnung Thriller fehlt mir hier zu viel Spannung und Tempo. Schade.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Sehr vielversprechend zu Beginn, mit Längen im mittleren Teil und einem starken Ende

Blutrotes Karma
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"Blutrotes Karma" von Jean-Christophe Grangé wird uns Leser/innen als der neue große Thriller des Autors des Weltbestsellers "Die purpurnen Flüsse" angepriesen.
Das Buch beginnt auch entsprechend stark. ...

"Blutrotes Karma" von Jean-Christophe Grangé wird uns Leser/innen als der neue große Thriller des Autors des Weltbestsellers "Die purpurnen Flüsse" angepriesen.
Das Buch beginnt auch entsprechend stark. In Paris toben auf den Straßen die Studentenproteste. Währenddessen wird die Polizei zu einer weiblichen Leiche gerufen. Die tote Frau ist in einer Yogahaltung grausam hingerichtet zurückgelassen worden und entpuppt sich als eine Freundin des jungen Hervé, dessen Halbbruder Mersch die Ermittlungen leitet. Als dann die nächste Freundin von Hervé wieder in einer Yogapose aufgefunden wird, beginnen die beiden Halbbrüder zusammen mit einer jungen Frau, mit dem Namen Nicole, die möglicherweise ein nächstes Opfer werden könnte, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stossen sie auf Verbindungen bis nach Indien, so dass sie sich auf den Weg nach Kalkutta und Varanasi machen, um den Mörder zu finden.

So stark wie der Thriller beginnt, so lässt der gut aufgebaute Spannungsbogen für mich doch im weiteren Verlauf der Handlung doch sehr nach bis er völlig verflacht. Wir Leser/innen tauchen in die mystische und für uns Westeuropäer sehr befremdlich wirkende Welt der indischen Religion ein. Der Autor hat sehr gut und genau recherchiert und erklärt im Laufe der Ermittlung immer wieder sehr anschaulich die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen, die in Indien auch bedingt durch das Aufeinandertreffen der zahlreichen Nationalitäten auftreten, beleuchtet die mannigfaltigen Landschaftsbilder Indiens und beschreibt sehr authentisch seine Protagonisten. Für mein Dafürhalten verliert er sich aber zu sehr in seinen Erläuterungen auf Kosten des weiteren Spannungsaufbaus.

Mein Fazit: Alle Leser/innen, die gerne mehr über die Glaubensrichtungen Indiens, skurrile religiös anmutende Praktiken in einer laufenden Mordermittlung erfahren möchten, werden in diesem Thriller fündig.
Alle, die jedoch einen sehr spannenden rasanten Thriller erwarten, könnten wie ich am Ende enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Entspannende Krimiunterhaltung mit südtiroler Charme

Der Baron
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Auch im dritten Band der Meran-Krimireihe um die Ermittler Farner und Terranostra geht es wieder um die Ermittlung in einem Mordfall. "Der Baron" Berthold Warstein wurde mit seiner eigenen Waffe erschossen ...

Auch im dritten Band der Meran-Krimireihe um die Ermittler Farner und Terranostra geht es wieder um die Ermittlung in einem Mordfall. "Der Baron" Berthold Warstein wurde mit seiner eigenen Waffe erschossen und tot aufgefunden. Ein Suizid können die Beamten schnell ausschliessen. Aber wer trachtete Warstein nach dem Leben? Ausreichend Menschen, mit denen Warstein Probleme hatte, und Motive für eine Tat sind genügend vorhanden. Nur wer ist tatsächlich zu einer derartigen Tat fähig? Die Ermittlung beginnt.

Meran ist als Tatort wieder eine ausgezeichnete Lokalität. Und der dort beheimatete Enthusiasmus für den Pferdesport bildet einen wunderbaren Rahmen für diesen Krimi. Die Figuren, nicht nur die Hauptprotagonisten sondern auch andere Polizisten, Tatverdächtige und Zeugen, sind sehr schön dargestellt. Leider, obgleich dieser dritte Band mir erheblich besser gefallen hat als der direkte Vorgänger, kommt auch hier erneut keine große Spannung auf. Die Kapitel, die in Tagen aufgeteilt sind, beginnend mit dem 24.09. und endend mit dem 02.10., vertiefen sich größtenteils in der reinen Polizeiarbeit, unterbrochen durch kleine private Episoden und lassen einen kriminalistischen Spannungsbogen dann doch eher vermissen.

Mein Fazit:

Ein schöner Krimi für die leichte Lektüre zum geniessen des südtiroler Charmes, aber nicht unbedingt für spannungsliebende Krimi- und Thrillerfreunde.

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Veröffentlicht am 12.03.2024

Spannende Kurzgeschichtensammlung, die gerne ausführlicher ausgeführt worden wäre

Reichenau - Insel der Geheimnisse
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Mit "Reichenau - Insel der Geheimnisse" hat Tanja Kinkel eine Kurzgeschichtensammlung unter Teilnahme diverser Autorinnen herausgegeben, derer zentraler Punkt und Gemeinsamkeit das Kloster der Insel Reichenau ...

Mit "Reichenau - Insel der Geheimnisse" hat Tanja Kinkel eine Kurzgeschichtensammlung unter Teilnahme diverser Autorinnen herausgegeben, derer zentraler Punkt und Gemeinsamkeit das Kloster der Insel Reichenau im Bodensee ist.

Über einen Zeitraum von 817 Jahren - von 724 bis 1541 - werden in 10 Kurzgeschichten zuzüglich einem Vorwort verschiedene spannende und interessante Ereignisse rund um das Kloster und seine jeweiligen Zeitgenossen erzählt. Dabei gewähren die Autorinnen uns Leser/innen sehr anschaulich Einblicke in die zahlreichen Epochen, die dieses geschichtsträchtige Kloster bereits überdauert hat. Es kommt zu Intrigen, Machtkämpfen und auch Morden. Zudem gewinnt man auch einen Eindruck über Ängste und Sorgen der Bevölkerung rund um das Kloster und der Insel, die oft vom Wohlwollen der jeweiligen Klosterführung abhängig waren.

Die Idee einer Kurzgeschichtensammlung über die Insel Reichenau und ihr Kloster ist sehr interessant und spannend. Leider fehlte mir jedoch zum einen durch die großen Jahresabstände zwischen den einzelnen Geschichten und zum anderen durch die Kürze der Erzählungen der Bezug zu den Protagonisten und dem Inhalt der jeweiligen Kurzgeschichte. Wir erhalten viel Information und lernen viele Persönlichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes "kurz" kennen. Sobald dann aber so etwas wie annähernd Nähe zu den Kurzgeschichten entsteht, sind sie leider schon zu Ende.

Mein Fazit:

"Reichenau - Insel der Geheimnisse" ist eine sehr interessante Geschichtensammlung, die für mich ausführlicher und zusammenhängender hätte ausfallen dürfen. Für alle Leser/innen, die einen Ein- und Überblick über die Insel Reichenau gewinnen möchten, ist diese Sammlung eine kurzweilige und informative Lektüre.

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Erst zum Ende überzeugend.

Das Amulett der Sekhmet
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Stefanie Schürmann erzählt in ihrem Buch die Geschichte der Chirurgin Mara Wallner, die aufgrund schrecklicher Erlebnisse während der Kämpfe in Afghanistan sich nach Ägypten zurück zieht. Dort gelangt ...

Stefanie Schürmann erzählt in ihrem Buch die Geschichte der Chirurgin Mara Wallner, die aufgrund schrecklicher Erlebnisse während der Kämpfe in Afghanistan sich nach Ägypten zurück zieht. Dort gelangt sie an "Das Amulett der Sekhmet", mit dessen Hilfe sie sich in das alte Rom zur Zeit der Regentschaft von Gaius Julius Caesar begeben kann. Bedingt durch ihre medizinische Ausbildung wird sie dort Ärztin in einer Gladiatorenschule und lernt unter anderem den noch jungen Octavius und auch Brutus kennen. Was wird Mara in Rom alles erleben? Kehrt sie durch das Portal wieder zurück? Oder bleibt sie in Rom für immer?

Das Cover des Buches setzt eindrucksvoll den römischen Adler in den Vordergrund einer kargen Wüstenlandschaft. Der Klappentext macht zudem sehr neugierig und lässt Spannendes im alten Rom in Bezug auf Caesars historisch bekannten Ablebens erwarten. Leider konnte das Buch diese Erwartungen für mich nicht erfüllen. Es fehlt an Spannung und Dramaturgie. Zudem verliert die Hauptprotagonistin für mein Dafürhalten ihre Identität. Die positiv hervorzuhebenden Beschreibungen der Landschaften und der Personen, die Mara im Laufe der Erzählung kennenlernt, verschaffen den Leser/innen zwar ein sehr schönes Bild, verhelfen der Geschichte aber eher zu ungewollten Längen, so dass selbst eine zwischenzeitlich aufkommende Spannung gleich wieder im Keim erstickt wird.

Hervorzuheben bleibt für mich lediglich ein gelungenes Finale, ein sehr gut gegliedertes Glossar und das Lokalkolorit des alten römischen Reiches.

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