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Veröffentlicht am 16.04.2024

Ein wunderschöner Liebesroman

Liebe kann doch jedem mal passieren
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„Liebe kann doch jedem mal passieren“ ist ein Liebesroman von Anne Sanders und der Auftakt der neuen Buch-Reihe „Das Haus in der Chestnut-Road“.
Ein halbes Zimmer zur Miete? Julie Cooper traut ihren Augen ...

„Liebe kann doch jedem mal passieren“ ist ein Liebesroman von Anne Sanders und der Auftakt der neuen Buch-Reihe „Das Haus in der Chestnut-Road“.
Ein halbes Zimmer zur Miete? Julie Cooper traut ihren Augen nicht, als sie bemerkt, dass sie ihren Mietvertrag hätte besser studieren sollen, bevor sie sich für dieses Wohnarrangement in der wunderschönen Küstenstadt Brighton entschieden hat. So steht sie nun mit ihrem neuen Mitbewohner - dem angehenden Anwalt Alex Logan - bei ihrer Vermieterin Mrs. Gastrell in dem 25 qm großen Zimmer, welches sie sich für die kommenden Monate teilen müssen. Das Problem daran ist, dass die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten und sofort Vorurteile gegeneinander hegen. Den ersten Impuls umgehend wieder auszuziehen, lässt das Wohnungsangebot und der Umstand, dass Julie vor ihrem derzeitigen Leben geflohen ist, nicht zu. Ein Glück sind die Bewohner der Chestnut Road herzlich und die anfängliche Skepsis gegenüber ihrem Mitbewohner wandelt sich schnell in eine ganz andere Richtung…
Der Schreibstil von Anne Sanders hat mich sofort für diesen Roman eingenommen. Von Beginn an war ich gefangen von den Charakteren und dem mitschwingenden Humor.
Man liest die Geschichte dabei abwechselnd aus den Perspektiven von Julie und Alex und erfährt so auch von beiden intensiv die Gefühls- und Gedankenwelt.
Julie und Alex als Hauptprotagonisten sind sehr authentisch – sie sind sympathische Charaktere, die ihre Berufswahl hinterfragen und somit an einem Punkt in ihrem Leben stehen, an dem sie entscheidende Weichen stellen.
Sehr schön fand ich die langsame und unaufdringliche Annäherung der beiden, bei der ich immer wieder ein Lächeln auf den Lippen hatte, aber bei der es auch nachdenkliche Momente gab.
Die Nebencharaktere sind liebevoll gestaltet und für die Geschichte wichtig.
Auch die tiefgründigeren Themen wie Altersdemenz haben im Buch einen sehr angenehmen Platz gefunden und mir sehr gut gefallen.
Die Atmosphäre der Stadt Brighton mit ihrer wunderschönen Seepromenade hat ihr Übriges getan, um den hohen Wohlfühcharakter dieses Liebesromans noch zu verstärken.
Natürlich ist das Ende wohl jedem direkt am Anfang klar, aber das tut hier der Geschichte keinen Abbruch. Sie ist so schön und leicht geschrieben, dass man sich einfach für ein paar angenehme Lesestunden fallen lassen und genießen kann!
Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung und ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Chestnut-Road!!!

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Veröffentlicht am 02.04.2024

Die Suche nach der Vergangenheit führt zum Glück

Liebe von Meer zu Meer
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„Liebe von Meer zu Meer“ ist ein Roman aus der Feder von Heike Denzau.
Die alleinerziehende Pastorin Paula Ahmling zieht mit ihren 3 Kindern für ein Jahr auf die Nordseeinsel Föhr. Dort möchte sie sich ...

„Liebe von Meer zu Meer“ ist ein Roman aus der Feder von Heike Denzau.
Die alleinerziehende Pastorin Paula Ahmling zieht mit ihren 3 Kindern für ein Jahr auf die Nordseeinsel Föhr. Dort möchte sie sich im Andenken an ihren verstorbenen Mann Tom auf die Suche nach einer kleinen Kate am Deich machen, in der ihr Mann als Kind war und welche sie nur von einem Foto kennt.
Zusammen mit dem etwas muffeligen Reisebegleiter Richard begeben sich Paula und die Kinder im Wohnwagen auf eine abenteuerliche Reise entlang der Nordseeküste. Doch wider Erwarten wird sich Paula nicht nur ihren Erinnerungen stellen müssen.
Das Cover des Romans lädt einen direkt ans Meer ein.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel sind dabei mit sehr schönen und liebevoll ausgewählten Überschriften versehen, welche mich immer wieder innehalten ließen.

Die Protagonistin Paula hat mir von Anfang an gefallen. Ihr verständnisvoller Umgang mit ihren Kindern, ihr fest verankerter Glaube, der sich im Buch an vielen Stellen wiederfindet, aber nie aufdringlich wird, aber auch ihre Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit anderen Menschen gegenüber war schön zu beobachten.
Der Journalist und Autor Richard, der Paula und ihre Kinder aufgrund fehlenden Führerscheins von Paula als Chauffeur begleitet, ist zunächst noch sehr abgeneigt und genervt, legt jedoch im Laufe des Romans eine angenehme Wandlung hin, die mir sehr gefallen hat.
Die Nebencharaktere haben mir aufgrund ihrer Vielschichtigkeit ebenfalls sehr gut gefallen und mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht.
Die geschaffene Atmosphäre und bildliche Sprache haben mich dazu gebracht, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen wollte und schon fast ein wenig traurig war, als ich am Ende angelangt war.
Es war eine perfekte Mischung aus Humor, Leichtigkeit und emotionaler Tiefe und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.03.2024

Der 2. Kriminalfall für Himmel und Holle

Orkantief
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„Orkantief“ ist der zweite Band rund um das findige Hobby-Ermittlerduo Himmel und Holle aus der Feder von Susanne Bergstedt.
Die beiden älteren Damen Telse Himmel und Wanda Holle leben in freundschaftlicher ...

„Orkantief“ ist der zweite Band rund um das findige Hobby-Ermittlerduo Himmel und Holle aus der Feder von Susanne Bergstedt.
Die beiden älteren Damen Telse Himmel und Wanda Holle leben in freundschaftlicher Nachbarschaft in Schilksee, einem kleinen Örtchen in der Kieler Bucht. Hier sind vor 3 Jahren der kleine Kalli und auch seine Mutter Anne spurlos verschwunden. Nach einem heftigen Sturm, der zumindest das grausame Schicksal des Jungen ans Tageslicht bringt, bleibt nun die Frage offen, was aus der Mutter geworden ist. Da die Polizei keinen Anlass zu weiterer Recherche sieht, fackeln die beiden Hobbyermittlerinnen nicht lange und begeben sich selber auf die Suche.
Bereits im 1. Band sind die beiden charakterlich doch sehr unterschiedlichen Damen mir sehr ans Herz gewachsen. Sie sind in ihrer nordischen Art sympathisch und lustig und verfolgen ihr Ziel sehr konsequent, worunter vor allem ihr Nachbar Kriminalhauptkommissar Olaf Wuttke so manches Mal zu leiden hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Ich konnte mir wieder sehr gut die landschaftlichen Begebenheiten vorstellen. Durch kleine touristische Einlagen habe ich sogar richtig Lust bekommen, die Kieler Bucht selber mal zu besuchen und mir alles vor Ort anzuschauen.
Der Spannungsbogen steigt langsam und kontinuierlich an und man kann als Leser/in die ganze Zeit über mitraten, was damals passiert sein könnte; wer der oder die Täter/in war.
Die Lösung des Kriminalfalles ist dabei glaubhaft und authentisch und hat einige kleine Wendungen in petto.
Sehr gefallen hat mir, dass man auch die Entwicklung im Leben der beiden Protagonistinnen mitbekommt. Es handelt sich zwar jeweils um unabhängig voneinander lesbare abgeschlossene Fälle, aber ich liebe es, wenn ich Protagonisten über mehrere Bücher begleiten darf und ich mich jetzt schon auf weitere Schritte im nächsten Band freuen kann.
Auch das Einfließen von brandaktuellen Themen wie der Klimabewegung und vor allem unterschiedlicher Meinungen hierzu hat mir sehr gefallen. Die Nutzung neuer Techniken im Alltag wird ganz nebenbei erwähnt.
Dieses Buch vermittelt einem im Gesamten ein angenehmes Lesevergnügen und ich hatte Spaß am Lesen.
Ich hoffe sehr, den beiden Damen bald wieder bei ihren Alleingängen über die Schulter schauen zu dürfen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Einblick in die abwechslungsreiche Geschichte der seligen Insel Reichenau

Reichenau - Insel der Geheimnisse
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Mitten im westlichen Bodensee findet man die berühmte Welterbe-Insel Reichenau. Vor 1300 Jahren gründete dort der Wandermönch Priminius ein Benediktinerkloster. Seit dieser Zeit haben die Insel und deren ...

Mitten im westlichen Bodensee findet man die berühmte Welterbe-Insel Reichenau. Vor 1300 Jahren gründete dort der Wandermönch Priminius ein Benediktinerkloster. Seit dieser Zeit haben die Insel und deren Bewohner sowohl Glanzzeiten als auch Aufruhr erlebt.
Tanja Kinkel hat zu Ehren des Jubiläums der seligen Insel, wie die Mönche ihre Heimat nannten, eine Geschichtensammlung herausgegeben, in der insgesamt 8 beliebte Bestsellerautorinnen historischer Romane wie Sabine Ebert, Iny Lorentz oder Juliane Stadler ihre Geschichten beisteuern.
Auch die Herausgeberin selbst trägt mit 2 Kurzgeschichten zu dieser außergewöhnlichen Sammlung bei.
Das kleine Büchlein beeindruckt bereits durch eine hochwertige Bindung und eine angenehme Handhabung.
Im Einband findet man eine Übersichtskarte der Insel und wird mit Hilfe einer Chronologie der Insel direkt in die Geschichte eingeführt. Die im Buch befindlichen 10 Kurzgeschichten werden dabei in die Chronologie wunderbar eingebettet, welche sich über einen Zeitraum von 724 bis 1540 zieht.
Den Autorinnen gelingt es dabei durch ihre durchweg eindringliche Schreibweise, den Leser sofort in die jeweilige Erzählung hineinzuziehen und so habe ich das Gefühl gehabt, mit dem Gelesenen die Geschichte der Insel Reichenau, aber auch ein Stück der jeweiligen Weltpolitik mitzuerleben. Dies geschah sowohl aus dem Blickwinkel der Mönche und Äbte bis hin zu den einfachen Bauern und Fischern, die die Insel im Laufe der Jahre bewohnt haben.
Mir selber war die Insel bis zum Lesen dieser Geschichtensammlung weitgehend unbekannt, doch nun habe ich große Lust bekommen, diese mit eigenen Augen zu sehen.
Fazit:
Mir hat die Geschichtensammlung „Reichenau – Insel der Geheimnisse“ sehr gut gefallen und mir Einblicke in das Leben auf der Insel, aber auch die damaligen Lebens- und politischen Verhältnisse gegeben.
Durch die in sich geschlossenen Kapitel konnte man mit jeder neuen Kurzgeschichte in einen anderen Abschnitt der Zeitgeschichte eintauchen.
Von meiner Seite gibt es hierfür eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Gelungener Auftakt einer spannenden Trilogie

In einem Land nach unserer Zeit 1: Die Erwachte
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Mit „In einem Land nach unserer Zeit – Die Erwachte“ ist Teil 1 der neuen Trilogie aus der Feder von Anette Schaumlöffel erschienen.
Regina wird 500 Jahre nach einem missglückten Geo-Engineering-Projekt, ...

Mit „In einem Land nach unserer Zeit – Die Erwachte“ ist Teil 1 der neuen Trilogie aus der Feder von Anette Schaumlöffel erschienen.
Regina wird 500 Jahre nach einem missglückten Geo-Engineering-Projekt, welches die Erde in einen Schneeball verwandelt und Menschen, Tiere und Pflanzen dem Untergang geweiht hat, von einer Katze aus ihrer Schlafkapsel geweckt. Gerade noch rechtzeitig, bevor sie im Schlaf verhungert wäre.
Fast ohne Erinnerungen macht sie sich auf die Suche nach ihrer Aufgabe in der neuen Welt, die nach der Klimakatastrophe entstanden ist. Immer an ihrer Seite ihre neue Freundin.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und flüssig zu lesen, sodass man von Beginn an das Gefühl hat, mit Regina und ihrer Wegbegleiterin, der kleinen Katze, die neu entstandene Welt außerhalb der Station zu entdecken. Mir persönlich war Regina sofort sympathisch und ihre Handlungen und Gefühle zu jeder Zeit authentisch.
Mir hat die Idee sehr gefallen, einen Zukunftsroman nach einer großen Klimakatastrophe zu lesen, der in seinem Kern die Hoffnung verbreitet, dass nicht nur der Untergang auf uns wartet, sondern auch ein Neustart möglich ist, wenn nicht nur der Egoismus, sondern vor allem der Zusammenhalt obsiegt.
Die Beschreibungen der verwendeten Technik, die Art der Kommunikation, aber gleichzeitig auch die Schönheit der Natur waren gelungen.
Die gewählte Thematik ist sehr lebensnah und aktuell.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt, welcher eine spannende Fortsetzung verspricht!

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