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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Insgesamt nur okay, aber nichts besonderes oder herausragendes

Our Infinite Fates
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Auf das Buch war ich sehr gespannt, vor allem weil auf Goodreads bisher fast nur positive Stimmen zu lesen sind. Vorab kann ich schon sagen, dass ich das nicht nachvollziehen kann. Das Buch war in Ordnung, ...

Auf das Buch war ich sehr gespannt, vor allem weil auf Goodreads bisher fast nur positive Stimmen zu lesen sind. Vorab kann ich schon sagen, dass ich das nicht nachvollziehen kann. Das Buch war in Ordnung, aber absolut nichts besonderes oder originelles, was ich persönlich erwartet hätte. Es wurde irgendwie alles zu krass und groß aufgebauscht und die Wendung/Enthüllung war für mich von Anfang an sehr offensichtlich.

Evelyn ist ein sehr sympathischer Charakter, der es für mich noch echt rausgerissen hat, ich glaube hätte ich sie nicht so gemocht, hätte ich vermutlich sogar nur 2 Sterne vergeben. Sie ist absolut liebenswert und ich mochte es, wie sie sich um ihre Mitmenschen sorgt und bemüht und jede neue Familie ihr wieder gleichermaßen wichtig ist und sie sie ins Herz schließt. Trotz all der Zeit hat sie sich das Gute bewahrt und das fand ich bewundernswert.

Arden ist meiner Meinung nach recht kühl und unnahbar. Mir ist bewusst, dass er absichtlich so dargestellt wurde, aber dadurch konnte ich keine wirkliche Bindung zu ihm aufbauen und er war mir ehrlich gesagt recht egal. Die Liebe zwischen den beiden wird schon ziemlich gut transportiert und fühlt sich echt und nicht überstürzt an (das wäre nach den vielen Jahrhunderten auch schlecht :D). Ich fand es toll, wie Rückblenden als Gegenstück zur Gegenwart eingeflochten wurden. Man bekommt einen Einblick in ihr früheres Leben in Schnappschüssen, ihr herzzerreißendes Wiedersehen und ihre Todesfälle. Die Poesie im Buch war okay, für mich aber kein Highlight. Im Original auf englisch klingt es definitiv schöner.

Der Schreibstil lässt sich allerdings super und sehr locker lesen. Die Geschichte an sich ist eher gemächlich voranschreitend, bis sie dann am Ende total schnell und überstürzt voranschreitet. Das Pacing fand ich hier nicht so gelungen. Vieles hat die Autorin einem am Ende dann einfach so "hingeworfen" und nicht schön erzählt.

Insgesamt war ich also eher enttäuscht von dem Buch, weil ich nach den vielen positiven Stimmen bei Goodreads doch mehr erwartet hätte. Man kann es lesen, aber für mich war es leider nichts besonderes.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Mittelmäßig, ich hatte mehr erwartet

The Hollow Places
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Ich habe schon drei Bücher der Autorin gelesen und war mir deshalb eigentlich sicher, dass man bei ihr nicht so richtig daneben greifen kann. Dieses Buch fand ich aber leider recht langweilig und hatte ...

Ich habe schon drei Bücher der Autorin gelesen und war mir deshalb eigentlich sicher, dass man bei ihr nicht so richtig daneben greifen kann. Dieses Buch fand ich aber leider recht langweilig und hatte mir mehr davon versprochen.

Die Parallelwelt an sich ist schon etwas gruselig, allerdings verbringen Kara und ihr Gefährte Simon nur einen recht kleinen Teil der Geschichte wirklich dort. Das hat mich irgendwie irritiert und eben auch die Spannung nicht aufrecht erhalten können. Die Welt kam mir irgendwie auch etwas zu "leer" und eintönig vor. Da hätte man meiner Meinung nach echt viel mehr draus machen können. Ich will hier auch nicht zu viel verraten. Ich lese nun nicht regelmäßig Horror, aber richtig gruseln oder schocken konnte mich hier nichts. Für eingefleischte Horrorfans dürfte es deshalb recht langweilig werden.

Kara und Simon als Team fand ich super. Beide haben einen Sinn für Humor und ich fand es schön, dass es hier endlich mal "nur" eine Freundschaft gab und da keine unpassende Lovestory draus gemacht wurde. Hätte ich mir bei der Autorin aber auch nicht vorstellen können!

Am Ende bleibt die ein oder andere Frage offen, was ich ebenfalls schade fand. Deshalb ist es für mich so ein "kann man lesen, muss man aber definitiv nicht"-Buch. Es war zumindest gut und schnell zu lesen. Der Schreibstil der Autorin war hier zwar schwächer als in den anderen Büchern, die ich von ihr kenne, aber auch nicht schlecht.

Richtig empfehlen kann ich das Buch also nicht. Wer ihre anderen Bücher nicht kennt sollte lieber die lesen! :)

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Eher anspruchslos, verstehe den Hype nicht

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Äußerlich ist das Buch wirklich sehr schön aufgemacht, vor allem in der Variante mit dem hübschen Farbschnitt. Die Geschichte an sich ist leider recht anspruchslos und auch nicht so originell. Die Bezeichnung ...

Äußerlich ist das Buch wirklich sehr schön aufgemacht, vor allem in der Variante mit dem hübschen Farbschnitt. Die Geschichte an sich ist leider recht anspruchslos und auch nicht so originell. Die Bezeichnung ein Mix zwischen den Tributen von Panem und Percy Jackson passt eigentlich ganz gut, weil alles gute, was das Buch hatte, gefühlt davon geklaut wurde. Okay, das Crucible ist an sich nicht schlecht, aber die Aufgaben oftmals sehr schnell abgehandelt und irgendwie auch recht gleichförmig.

Die Charaktere sind insgesamt für meinen Geschmack ein bisschen zu blass. Lyra ist nicht unsympathisch und grundsätzliche mochte ich sie, ihr Charakter ist aber recht widersprüchlich aufgebaut. Sie glaubt ganz fest an ihren Fluch und versucht deshalb nicht einmal Freundschaften zu schließen. Obwohl nie die Rede davon war, dass sie keiner MÖGEN kann. Das erschien mir sehr unlogisch, wo sie sich doch so verzweifelt danach sehnt Kontakte zu haben. Beim Crucible lässt sie jedenfalls ihr Helfersyndrom komplett raus und will jeden retten, egal wie mies er auch zu ihr war. Das kann man auf der einen Seite sympathisch finden, ich fand es aber irgendwann too much und etwas nervig.

Hades wird als der absolute Badboy hingestellt, ist aber ein extremer Softie. Er ist einfach nur lieb zu Lyra und ich kann null nachvollziehen, wieso sich irgendwer vor ihm fürchtet. Es reicht meiner Meinung nach nicht aus, einfach nur zu sagen, dass jemand böse ist und ihn dann komplett anders handeln zu lassen. Die Chemie zwischen den beiden habe ich nicht ganz verstanden. Auf mich wirkte die Anziehung recht hölzern, wenn überhaupt dann gab es nur eine körperliche Anziehung. Am Ende erfährt man dann weshalb er sie von Anfang an so toll findet und die Erklärung fand ich etwas unkreativ.

Da haben mir fast schon die Nebencharaktere besser gefallen. Ich mochte Boone, Cerberus, Zai und Charon echt gern. Leider haben sie nicht so viel Raum bekommen.

Das Buch lässt sich wirklich leicht und gut lesen, wie schon erwähnt ist es aber nicht besonders anspruchsvoll. Ich denke erfahrene Fantasyleser:innen (und ich rede hier nicht von Romantasy!) werden sich hier etwas langweilen. Es gab viel action und die Autorin hat auch versucht Überraschungen einzubauen, mich konnte sie damit aber nicht umhauen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen möchte. Von mir gibt es knappe 3 Sterne. Diese gebe ich aufgrund der Tatsache, dass ich trotz meiner vielen Kritikpunkte auch ein bisschen Spaß beim Lesen hatte und ich das Buch im Vergleich zu 2 Sterne Büchern sehr viel lieber gelesen habe!

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Veröffentlicht am 02.04.2024

Nicht schlecht, mit sympathischeren Charakteren wäre es noch besser

Gewürzstraße
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Den Auftakt zu "Gewürzstraße" fand ich schon einmal nicht schlecht. Allerdings darf man keine Geschichte a la S. A. Chakraborty erwarten, es ist eben auch ein Debüt und dafür finde ich das Buch nicht schlecht. ...

Den Auftakt zu "Gewürzstraße" fand ich schon einmal nicht schlecht. Allerdings darf man keine Geschichte a la S. A. Chakraborty erwarten, es ist eben auch ein Debüt und dafür finde ich das Buch nicht schlecht. Der Schreibstil ist gut, könnte insgesamt noch etwas besser sein, aber es lässt sich sehr locker und flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist in Ordnung, es gab ein paar kleine Längen, aber auch einige spannendere und actionreichere Momente. Richtig toll fand ich das orientalische Setting, was ich seit der "Stadt aus Messing"-Trilogie liebe. Dieses hat die Autorin hier auch sehr gut umgesetzt.

Allerdings hatte ich wirklich große Probleme mit der Hauptprotagonistin Imani. Sie ist nicht nur extrem von sich selbst überzeugt und dadurch sehr arrogant, was wiederum unsympathisch wirkt, sie ist obendrein auch echt naiv und denkt nicht wirklich nach. Sie glaubt alles bedenkenlos und denkt halt einfach nur von der Tapete bis zur Wand. Nach und nach ändert sich das zum Glück und irgendwann checkt sie dann auch mal was in der Welt wirklich los ist, aber das dauert echt lange. Zu lange meiner Meinung nach. Vor allem wenn man bedenkt, dass ihre kleine Schwester es schon zig mal früher kapiert hat und auch noch die Augen öffnen muss. Ich hoffe Imani entwickelt sich im zweiten Teil noch mehr weiter, denn ganz verkehrt ist sie nicht. Zwar ist sie ab und an zickig (was nervt), aber sie hat auch einen großen Sinn für Gerechtigkeit und versucht den Schwachen zu helfen. Das mochte ich an ihr. Die anderen Charaktere könnten für mich auch noch etwas tiefgreifender sein. Sie sind alle recht blass und man weiß einfach zu wenig über sie. Besonders bei dem Dschinn Qayn hatte ich mir mehr erhofft. Aber wie gesagt hege ich Hoffnung, dass dies im zweiten Teil noch besser wird.

Zum Ende hin wurde es noch einmal spannender und es ist viel passiert, zwischendrin hätte ich mir noch etwas mehr erhofft. Aber dadurch habe ich auch Lust dem zweiten Teil eine Chance zu geben, die Hoffnung auf einen tollen zweiten Teil ist da! :) Man darf hier wie gesagt nicht extrem hohe Erwartungen haben, dann wird man nicht enttäuscht und bekommt eine solide Geschichte.

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Veröffentlicht am 20.02.2024

Nicht schlecht, aber hätte man besser schreiben können

Das Mörderarchiv
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Die Grundidee finde ich richtig super und ich liebe Cozy Crime Bücher. Aber die Umsetzung hätte hier wirklich besser sein können. Annie ist keine unsympathische Protagonistin, aber auch nicht übermäßig ...

Die Grundidee finde ich richtig super und ich liebe Cozy Crime Bücher. Aber die Umsetzung hätte hier wirklich besser sein können. Annie ist keine unsympathische Protagonistin, aber auch nicht übermäßig clever oder mutig. Im Gegenteil wird sie sogar bei ein bisschen Blut ohnmächtig und es reicht schon der Gedanke an Spritzen, um sie nervös zu machen. Nicht unbedingt die beste Person, um einen Mord aufzuklären. Ihr Stil der Ermittlung war nicht übermäßig spannend geschrieben. Ich bin der Meinung, dass man daraus sehr viel mehr hätte machen können. Schade, dass man Frances nur in der Vergangenheit kennenlernt, sie wäre eine sehr viel interessantere Protagonistin gewesen. Ihre Tagebucheinträge, welche immer wieder eingeschoben werden, fand ich am spannendsten. Das Mordmotiv fand ich nicht besonders sinnvoll. Irgendwie hatte ich mir erhofft, dass die Prophezeiung doch ein wenig eine Rolle spielt. Der Mord wirkte auf mich zwar nicht willkürlich, aber auch nicht besonders sinnvoll oder authentisch. Der Schreibstil ist ansonsten nicht schlecht und man kann das Buch gut "weglesen".

Schade, dass es nicht etwas spannender war. Von mir gibt's deshalb 3 Sterne

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