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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2024

Leichte Krimi-Kost

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Und wieder stecken Judith, Suzie und Becks so ganz ohne ihr Zutun mitten in einem neuen Fall. Eigentlich sollte es eine schöne Feier zur bevorstehenden Hochzeit von Sir Peter Bailey mit Jenny Page werden, ...

Und wieder stecken Judith, Suzie und Becks so ganz ohne ihr Zutun mitten in einem neuen Fall. Eigentlich sollte es eine schöne Feier zur bevorstehenden Hochzeit von Sir Peter Bailey mit Jenny Page werden, bis es zu einem folgenschweren Ereignis kommt, bei dem plötzlich Judith und ihre Mitstreiterinnen mal wieder beweisen können, wie viel kriminalistisches Gespür in ihnen steckt. Ganz im Sinne von Agatha Christies Poirot oder Miss Marple begleitet man nun die Drei, die mit Ausdauer, Raffinesse und Ehrgeiz und trotz vieler Verdächtiger, den Täter zu überführen gedenken. Dass sie dabei der Polizei immer wieder in die Quere kommen und so manchem auf die „Füße treten“, schreckt sie jedoch nicht von ihrem Vorhaben ab. So kommt es neben ihren „diskreten“ Ermittlungen auch zu komischen Szenen, die aber eben auch in so einem CosyCrime nicht fehlen dürfen.

Will man als Leser mitraten, sollte man aufmerksam lesen. Die Vielzahl an Verdächtigen, die auch wirklich alle ein nachvollziehbares Motiv hätten, und die verzwickte Erzählstruktur machen dieses Unterfangen gar nicht so leicht. Doch langsam aber sicher kann man, genau wie das pfiffige Trio, dem Täter auf die Spur kommen.

Fazit: Wer also einem CozyCrime mit typisch englischem Humor, einer durchaus vertrackten Krimihandlung und einem ungewöhnlichen Ermittlertrio nicht abgeneigt ist, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 22.09.2023

Schöne Weihnachtslektüre

Eine wundersame Weihnachtsreise
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Dieses Buch ist definitiv dazu geeignet, im Vorweihnachtsstress für ein paar Stunden mal abzuschalten und sich zu entspannen.

Was Anna auf ihrer Reise ins heimische Berlin alles widerfährt ist dabei ...

Dieses Buch ist definitiv dazu geeignet, im Vorweihnachtsstress für ein paar Stunden mal abzuschalten und sich zu entspannen.

Was Anna auf ihrer Reise ins heimische Berlin alles widerfährt ist dabei unterhaltsam und kurzweilig erzählt – so dass man die Geschichte locker an einem Nachmittag verschlingen kann. Die Aneinanderreihung der unterschiedlichen Begebenheiten wirken zwar hin und wieder schon arg konstruiert, aber es ist ja auch kein tiefgründiger Roman bei dem man „mitdenken“ soll. Die einzelnen Episoden sollen einen aufmuntern und kurzzeitig den Alltag vergessen lassen und genau das haben sie bei mir auch geschafft.

Die verschiedenen Figuren fand ich gut beschrieben und durch den leichten und angenehm zu lesenden Schreibstil wurde ich wirklich gut unterhalten.
Also wer sich im Weihnachtsstress selbst mal beschenken will, dem kann ich diese schöne Lektüre ans Herz legen. Also heizt den Kamin an, gönnt euch ein Getränk eurer Wahl dazu und entspannt bei diesem Buch – bei mir hat es geklappt.

Veröffentlicht am 17.09.2023

Unterhaltsamer Schmöker

Die Sturmrose
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Wie bereits in anderen Romanen der Autorin muss/will die Hauptfigur, hier Annabel, auch in „Die Sturmrose“ ein Geheimnis aus der Vergangenheit lüften und wird dabei mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte ...

Wie bereits in anderen Romanen der Autorin muss/will die Hauptfigur, hier Annabel, auch in „Die Sturmrose“ ein Geheimnis aus der Vergangenheit lüften und wird dabei mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte konfrontiert. Auch in diesem Roman funktioniert diese Konzept wieder. Diesmal nimmt sich Corina Bomann der jüngeren deutschen Geschichte – die der Flüchtenden aus der DDR in die BRD – an. Die in die Story eingearbeiteten historischen Fakten sind realistisch eingebaut und geben dem Roman Glaubwürdigkeit. Auch die Situation mit dem Lebensweg der Hauptfigur Annabel und ihre damit tiefverwurzelten traumatischen Gefühle selbst jetzt, Jahre später, sind überzeugend erzählt. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig zu lesen, jedoch hätte man an manchen Stellen die Handlung etwas raffen können. So entstanden einige unnötige Längen, die es nicht gebraucht hätte. Aber liest man einmal darüber hinweg, ist „Die Sturmrose“ zwar keine epochal neue Geschichte, die mit unbekannten Erkenntnissen daherkommt, aber doch ein Roman der zu unterhalten vermag.

Veröffentlicht am 10.09.2023

Gemächlich erzählter Krimi

Toter Mann (Ein Erik-Winter-Krimi 9)
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„Toter Mann“ ist der 9. Teil in der Erik Winter Reihe. Im typischen Edwardson Schreib- und Erzählstil wird hier ein Setting entfaltet, bei dem sich die Spannung daraus entwickelt, dass mögliche Tatverdächtige ...

„Toter Mann“ ist der 9. Teil in der Erik Winter Reihe. Im typischen Edwardson Schreib- und Erzählstil wird hier ein Setting entfaltet, bei dem sich die Spannung daraus entwickelt, dass mögliche Tatverdächtige erst einmal namenlos sind und man als Leser die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Figuren erst durchblicken muss.
Auf dramatische und temporeiche Wendungen wird mancher auch vergebens warten. Dafür werden aber die auftretenden Charaktere intensiver gezeichnet. Auf die ausdrucksstarke Sprache des Autors muss man allerdings auch in diesem neuen Band nicht verzichten. Seine bildlichen Umschreibungen so mancher Szene, die kurz gehalten, aber dadurch besonders bezeichnend sind, lassen einem diese förmlich vor dem inneren Auge sehen.
Was als gemächlich erzählter Krimi daherkommt, nimmt zum Ende noch mal an Fahrt auf und schließt mit einem dramatischen Finale. Mich hat dieser Teil auch wieder gut unterhalten. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.09.2023

Routinierter Thriller

Der Todesspieler
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Mit „Der Todesspieler“ etabliert Jeffery Deaver nach seinem gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme einen neuen Hauptprotagonisten im Thriller-Universum. Auch dieser Colter Shaw ist alles andere als „gewöhnlich“. ...

Mit „Der Todesspieler“ etabliert Jeffery Deaver nach seinem gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme einen neuen Hauptprotagonisten im Thriller-Universum. Auch dieser Colter Shaw ist alles andere als „gewöhnlich“. Er ist in einem einsam gelegenen Teil Kalifornien aufgewachsen und kann mit den neuen Kommunikationstechniken wie Handy, TV etc. und vielen Menschen um sich herum nicht viel anfangen. Dafür versteht er sich auf das Spurenlesen und arbeitet mit viel Akribie um seine Fälle zu einem positiven Abschluss zu bringen. Und an dem Punkt setzt nun die Geschichte ein. Durch seinen neuen Auftrag verschlägt es ihn ausgerechnet nach Silicon Valley, in eine Welt, die so grundverschieden zu seiner eigenen ist, das gerade diese Gegensätze wiederum den Reiz der Story ausmachen.
Routiniert beschreibt Jeffery Deaver nun, wie Colter Shaw sich auf die Suche macht. Da der Fokus sehr stark auf diesem Colter Shaw liegt, war mir manchmal die Story zu „eindimensional“. Ein paar andere Sichtweisen hätten dem Ganzen noch mal einen anderen Schub gegeben. Aber durch geschickt gesetzte Wendungen sorgt der Autor immer wieder für neue Spannung und man muss einfach weiterhören.
Mein Fazit: Auch wenn ich diesen Thriller eher als routiniert geschrieben bezeichnen würde, ist die Hauptfigur interessant und bietet für Folgebände noch einiges an Potential. Der Erzählstil ist wie bei anderen Büchern des Autors modern und flüssig. Mir hat das Hörbuch gut gefallen auch wenn es mich nicht durchgängig fesseln konnte. Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.