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Veröffentlicht am 01.05.2024

Bewegender Nachkriegsroman mit viel Lokalkolorit

Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks
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„Die Telefonistinnen“ spielt im Köln des Jahres 1948 nach der Währungsreform. Wiederaufbau, beginnendes Wirtschaftswunder und viele Frauen müssen arbeiten, um die Familie durchzubringen. So auch Gisela, ...

„Die Telefonistinnen“ spielt im Köln des Jahres 1948 nach der Währungsreform. Wiederaufbau, beginnendes Wirtschaftswunder und viele Frauen müssen arbeiten, um die Familie durchzubringen. So auch Gisela, die mit ihrem Sohn Peter noch immer auf die Rückkehr des Ehemannes und Vaters hofft und Hanni, deren tyrannischer Vater das Geld lieber in der Wirtschaft durchbringt. Zu den beiden Freundinnen gesellt sich bald die junge Julia, die viele gute Ideen hat, aber auch ein dunkles Geheimnis verbirgt.
Die Telefonistinnen sind durchweg sympathische Charaktere, und es gibt einen Einblick in den Arbeitsalltag und das tägliche Leben. Leider ist mir dies in der ersten Hälfte des Buches zu ausführlich gewesen, wodurch die Handlung nicht so recht in Schwung kam und eher gemächlich vor sich hin dümpelte. Aber dann gehen die Freundinnen gemeinsam durch Höhen und Tiefen, unterstützen sich gerade auch in schlechten Zeiten und machen sich immer wieder Mut.
Das Buch hat mich gut unterhalten und neugierig auf eine Fortsetzung gemacht, denn noch sind einige Fragen offen geblieben.

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Gute-Laune-Roman

Liebe kann doch jedem mal passieren
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„Liebe kann doch jedem mal passieren“ ist nicht nur der Titel sondern auch das Fazit dieser unterhaltsamen kleinen Geschichte der Autorin Anne Sanders.
Zahnärztin Julie und der Jurist Alex befinden sich ...

„Liebe kann doch jedem mal passieren“ ist nicht nur der Titel sondern auch das Fazit dieser unterhaltsamen kleinen Geschichte der Autorin Anne Sanders.
Zahnärztin Julie und der Jurist Alex befinden sich ungewollt in der Situation, sich ein Zimmer teilen zu müssen. Aus der anfänglichen Abneigung entwickelt sich dann aber nach einiger Zeit eine erste Sympathie, denn beide haben eine Gemeinsamkeit. Ob und was daraus wird wird hier nicht verraten.
Julie und Alex sind schon zwei sehr gegensätzliche Charaktere, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, aber im Laufe der Handlung offenbaren sich Seiten an ihnen, die ich so gar nicht erwartet hätte. Das Ganze wird noch angereichert mit einigen witzigen und sehr unterhaltsamen Hausmitbewohnern, so dass es auch viele Situationen zum Schmunzeln gibt.
Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und ich bin nur so von Kapitel zu Kapitel geflogen. Ein sehr charmanter und amüsanter Roman für zwischendurch, der gute Laune versprüht.

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Gelungene Fortsetzung

Das Opernhaus: Rot das Feuer
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Das Cover hat Wiedererkennungswert und sticht sofort ins Auge. Anne Stern hat es auch in diesem Roman wieder sehr schnell geschafft, mich in die Geschichte in und rund um die Semper-Oper hineinzuziehen ...

Das Cover hat Wiedererkennungswert und sticht sofort ins Auge. Anne Stern hat es auch in diesem Roman wieder sehr schnell geschafft, mich in die Geschichte in und rund um die Semper-Oper hineinzuziehen und am Leben von Elise teilhaben zu lassen.
Elise hat sich mit der Ehe mit dem Komponisten Adam Jacobi arrangiert. Glücklich ist sie nur über ihre Adoptivtochter Netty und die Möglichkeit, ab und zu Konzerte geben zu dürfen. Als ihr dann zufällig ihre große Liebe Christian über den Weg läuft, steht ihr mühsam über Jahre unterdrücktes Gefühlsleben wieder Kopf. Aber nicht nur die innere Aufruhr macht ihr zu schaffen, denn auch in Dresden kocht die Unzufriedenheit über. Als sich die Lage zuspitzt muss sich Elise entscheiden, auf welcher Seite sie steht…
Schon bereits in Band 1 hat mich diese besondere Atmosphäre in und um das Opernhaus begeistert. Anne Stern hat auch im 2. Teil wieder gekonnt die historische Vergangenheit Dresdens mit fiktiven Elementen verbunden. Obwohl die politischen Ereignisse der Mairevolution zum Teil recht dramatisch geschildert worden sind und durchaus informativ waren, hätte ich mir mehr Raum für die wieder auflebende Liebesbeziehung zwischen Christian und Elise gewünscht.
Nun fiebere ich dem 3. Teil entgegen.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Das Leben bestimmt, wo es lang geht...

Was die Dünen verheißen. Die St.-Peter-Ording-Saga
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„Was die Dünen verheißen“ ist der 2. Band der der St. Peter-Ording – Saga und spielt Ende der 70er Jahre. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die 17-jährigen Zwillinge Achim und Julia, die Kinder von Sabine ...

„Was die Dünen verheißen“ ist der 2. Band der der St. Peter-Ording – Saga und spielt Ende der 70er Jahre. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die 17-jährigen Zwillinge Achim und Julia, die Kinder von Sabine und Tom aus Band 1.

Während für Achim klar ist, dass er einmal das Strandhotel weiterführen wird, träumt Julia vom Beruf einer Stewardess, denn sie will die Welt sehen. Ob sie ein Praktikum im Reisebüro ihrer Tante im Ruhrgebiet davon abbringen kann? Und dann ist da noch ein gutaussehender Fotograf namens Björn, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will….

Ich habe schon einige Bücher der Autorin Tanja Janz gelesen und sie schafft es immer wieder, mich in kürzester Zeit Teil der Geschichte werden zu lassen. Dieses Mal war das vielleicht noch ein wenig leichter, denn als Kind der 60er Jahre habe ich einen wunderbaren Rückblick in meine Teenagerzeit erlebt.
Die Geschichte liest sich flüssig, und in Anbetracht des traumhaften Ortes SPO lässt die Urlaubsstimmung auch nicht lange auf sich warten. Die Handlung beinhaltet aber auch einige Schicksalsschläge. Diesen gegenüber war mir das Ende fast ein bisschen zu schmalzig, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Der Roman hat mich wieder gut unterhalten und ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 03.12.2023

Frauenpower mit viel Rhythmus

Lindy Girls
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Mit ihrem neuen Roman „Lindy Girls“ nimmt uns die Autorin Anne Stern wieder mit in das Berlin der goldenen 20er Jahre. Im Innenteil des Covers befindet sich bereits eine Playlist, die gute Laune verbreitet. ...

Mit ihrem neuen Roman „Lindy Girls“ nimmt uns die Autorin Anne Stern wieder mit in das Berlin der goldenen 20er Jahre. Im Innenteil des Covers befindet sich bereits eine Playlist, die gute Laune verbreitet. Die Menschen wollen wieder leben und Spaß haben, und in kürzester Zeit hat mich diese faszinierende Stimmung mitgerissen.
Im Mittelpunkt dieses Romans stehen 8 junge Tänzerinnen und ihre Choreografin, die einen gemeinsamen Traum haben: sie wollen auf die große Bühne der Tanzpaläste. Die kurzen Kapitel sind jeweils auf eine Person zugeschnitten und man erhält einen ersten Einblick in ihr Leben, auch auf die Schattenseiten mit Hunger und bitterer Armut. Obwohl dadurch nicht viel Raum bleibt, tiefer in die einzelnen Lebensgeschichten einzusteigen, gefällt mir diese Art und Weise, passt sie doch gut zu der damals recht schnelllebigen Zeit.
Anne Stern hat die pulsierende Atmosphäre des Berlins vor 100 Jahren wieder so realistisch beschrieben, dass sich mein Kopfkino gleich in Gang gesetzt hat. Gerade bei den Tanzproben und Auftritten hat mich die Musik förmlich mitgerissen und beschwingt durch die Seiten getragen. Diese Frauenpower mit viel Rhythmus hat mir vergnügliche Lesestunden beschert.
Gerne würde ich noch mehr von den Lindy Girls lesen.

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