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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2024

Bloß nicht zu ernst nehmen!

Arsch voll Geld
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Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass ich diese Serie als Buch nie gelesen hätte, da ich Bücher in Ich-Form so gar nicht mag. Die Hörbücher jedoch liebe ich vom ersten Teil an. Es ist einfach ...

Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass ich diese Serie als Buch nie gelesen hätte, da ich Bücher in Ich-Form so gar nicht mag. Die Hörbücher jedoch liebe ich vom ersten Teil an. Es ist einfach unvergleichlich, wie Christoph-Maria Herbst jedem einzelnen Charakter die unverwechselbaren Stimmen verleiht und Betonungen hineinlegt, dass man sich fast wie mitten dabei fühlt.

Dieser Teil spielt nur ganz am Anfang im Brandenburger Wald, wo Natalie und Greta gerade eine kleine Sinnkrise durchmachen. Da kommt es Ray und Rufus gerade recht, dass Phil einen Anruf von Interpol bekommt, dass ein gesuchter Verbrecher gefasst werden soll. Auch wenn Phil sich erst bitten lassen muss, reist das Dreierteam an die Côte d'Azur, wo es als Attraktion bei einer Hochzeitsfeier eingeschleust wird. Niemand weiß, wie "Samtpfote" aussieht, doch die drei setzen alle Hebel und alles Können in Bewegung, um dies herauszufinden. Dabei geraten sie natürlich auch wieder in Lebensgefahr und es bedarf einiger Tricks und Kniffe (und natürlich dem schlauen Hirn von Rufus), um mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln das Überleben zu sichern.

Am Anfang zog sich das Hörbuch ein klein wenig, doch nach und nach wurde es immer spannender und ich habe mitgefiebert, ob und wie die drei aus ihren brenzligen Situationen wieder herauskommen. Ein nicht ganz ernst zu nehmender Krimi mit viel Humor. Am besten, man hört die neun Teile alle von Anfang an, es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Spannender Krimi

Blutroter Main
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Dies ist der zweite Teil mit der Kommissarin Mira Streitberg. Wenn man den ersten Teil gelesen hat, kennt man die Kollegen schon, aber wenn nicht, kommt man glaube ich trotzdem ganz gut rein.

Der Schreibstil ...

Dies ist der zweite Teil mit der Kommissarin Mira Streitberg. Wenn man den ersten Teil gelesen hat, kennt man die Kollegen schon, aber wenn nicht, kommt man glaube ich trotzdem ganz gut rein.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Protagonisten gut beschrieben. Es sind sympathische und unsympathische Charaktere dabei, auch manche, die man noch gar nicht einordnen kann. Im Laufe der Geschichte passiert so einiges, ohne dass man sich einen Reim drauf machen kann. Es gibt Verdächtige aber doch nicht so eindeutig, als dass die Fälle schnell gelöst werden könnten. Mira und ihr Team müssen da ganz schön vielseitig ermitteln, um alle Fäden zusammenzuführen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es von vorne bis hinten spannend und nicht gleich offensichtlich war. Auch die Beziehung zwischen Mira und Nils wurde zwar immer mal erwähnt, blieb aber doch relativ im Hintergrund. So gefällt mir das, wenn es zwar private Hintergründe gibt, die aber nicht über den Kriminalfall gestellt werden. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Schlechte Zeiten für Frauen

Im Nordwind
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1912 waren nicht gerade gute Zeiten für Frauen. Männer durften sie schlagen, sie aber nicht zurückschlagen, um sich zu wehren. Scheiden lassen geht gar nicht, und wenn ausnahmsweise doch, bleibt das Kind ...

1912 waren nicht gerade gute Zeiten für Frauen. Männer durften sie schlagen, sie aber nicht zurückschlagen, um sich zu wehren. Scheiden lassen geht gar nicht, und wenn ausnahmsweise doch, bleibt das Kind selbstverständlich beim Mann, weil die Frau es ja nicht allein ernähren kann. Und diese Unterdrückung geht ja noch jahrzehntelang weiter, wie man weiß. Egal, in welcher sozialen Schicht man lebt...

Alice Bloom hat so ein prügelndes Exemplar und möchte sich scheiden lassen. In der Sozialsprechstunde trifft sie auf den Anwalt John Reeven, der sie vertreten soll. Irgendwie spürt man schon beim Lesen das Knistern im Raum...

Miriam Georg versteht es wunderbar, ihren Charakteren Leben einzuhauchen, ohne zu übertreiben. Alles ist nachvollziehbar, sei es der aufopfernde Bruder von Alice, oder der leichtlebige Bruder von John in einer unglücklichen Ehe. Aber auch die Nachbarschaft von Alice konnte ich mir beim Lesen richtig gut vorstellen.

Etwas verwirrt war ich dann jedoch, als es einen Zeitsprung zurück ins Jahr 1896 gab. Mit dem Mädchen, welches in Ich-Form erzählt, konnte ich anfangs so gar nichts anfangen, wurde aber nach und nach schlauer, je häufiger die Zeitsprünge kamen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht so spannend wie ein Krimi ist, hat mich doch die Handlung rund um Alice und John in den Bann gezogen. Mit über 500 Seiten war das für mich nach längerer Zeit mal wieder ein "dicker Wälzer", den ich aber ratzfatz durchgelesen hatte. Und nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung...

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Die Vergangenheit holt einen irgendwann ein...

Potsdamer Intrigen
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Dieser mittlerweile 5. Teil um Enne Lilienthal las sich wieder sehr spannend. Zwei Morde und das Rätsel, ob und wie sie zusammenhängen. Hier wird viel DDR-Vergangenheit in die Geschichte eingeflochten, ...

Dieser mittlerweile 5. Teil um Enne Lilienthal las sich wieder sehr spannend. Zwei Morde und das Rätsel, ob und wie sie zusammenhängen. Hier wird viel DDR-Vergangenheit in die Geschichte eingeflochten, was mir sehr gut gefiel. Auch die Charaktere waren sehr lebendig beschrieben, so dass ich mir gut vorstellen konnte, wie manche Gespräche und Diskussionen abliefen. Da gab es schon den einen oder anderen Disput zwischen Kollegen oder auch in der Familie. Für mich war das Buch nicht nur wegen der schönen Beschreibungen von Potsdam schön zu lesen. Auch wurde mir erst ganz zum Schluss klar, wie alles zusammenhing und wer nun wirklich der Täter war. Verdächtige gab es zwischendurch einige...

Das Buch kann man auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen. Mir war bisher auch nur Band 4 bekannt, bin aber schnell in die Geschichte reingekommen und hatte auch mit den Personen keine Schwierigkeiten.

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Veröffentlicht am 09.04.2024

Tolle Fortsetzung

Blankenese - Zwei Familien
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Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, tut sich hier vielleicht mit den Personen etwas schwer, für alle anderen ist es bestimmt so, wie für mich: es fühlt sich ein bisschen an wie Heimkommen.
Gefiel mir ...

Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, tut sich hier vielleicht mit den Personen etwas schwer, für alle anderen ist es bestimmt so, wie für mich: es fühlt sich ein bisschen an wie Heimkommen.
Gefiel mir der erste Teil schon sehr gut, konnte Michaela Grünig dies sogar noch toppen. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Herzblut erzählt sie die Geschichte der Hamburger Familien weiter. Von Kindern, die nach England geschickt wurden, von vielen schrecklichen Kriegserlebnissen der in Deutschland verbliebenen. Nicht alle mir lieb gewonnenen Protagonisten erleben das Ende des Buches, was natürlich sehr traurig ist, aber der damaligen Zeit geschuldet ist.
So ganz nebenbei erfährt man auch noch von den vielen kleinen Grausamkeiten der Nazis, die ja nicht nur die Juden drangsaliert und später getötet haben, auch unschuldige Kinder waren Opfer. Sei es, weil sie nicht ganz gesund waren, oder weil sie „arisch“ aussahen und ihren nicht arischen Eltern weggenommen wurden, um ein regimetreues Ehepaar damit zu beglücken. Eigentlich alles Tatsachen, die man irgendwann schon einmal gehört hat, aber im Kontext dieser Geschichte nochmal besonders berührend.
Auch die Schilderungen von Kurt, der ja als Kind nach England geschickt wurde und dort später zum RAF-Piloten ausgebildet wurde, haben mich tief bewegt. Was ist bloß für ein toller Kerl aus diesem einst schüchternen jüdischen Jungen geworden! Er ließ sich ja wirklich durch nichts aus der Bahn werfen.
Ich könnte jetzt noch ewig so weiterschreiben, z. B. über Fanny und Sonja, die es auch nicht immer leicht hatten, aber dann verrate ich bestimmt zu viel aus dem Buch. Also unbedingt lesen, es lohnt sich!!!

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