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Veröffentlicht am 30.04.2024

Wege aus der Angst

Herr G. hat Angst
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Die Erzählerfigur in diesem Buch, Herr G., hat wirklich eine ganze Vielzahl an Ängsten, die sein Leben stark beeinflussen. Also nimmt er uns mit auf eine Reise, bei der er mit verschiedensten Mitteln versucht, ...

Die Erzählerfigur in diesem Buch, Herr G., hat wirklich eine ganze Vielzahl an Ängsten, die sein Leben stark beeinflussen. Also nimmt er uns mit auf eine Reise, bei der er mit verschiedensten Mitteln versucht, diese Ängste zu besiegen.

Ich finde gerade die Breite an Themen hier total interessant. Herr G. versucht es mit Psychotherapie, wobei man erfährt, wie schwer es ist, einen solchen Therapieplatz überhaupt zu bekommen. Er beschäftigt sich mit Biologie, um herauszufinden, wo seine Ängste überhaupt herkommen. Er sucht nach Lösungen in der Philosophie, der Spiritualität und im Buddhismus.

Der Autor hat einen sehr flüssigen und witzigen Schreibstil, was die doch etwas anspruchsvolle Lektüre deutlich erleichtert. Der philosophische Teil war nicht so meins. Da konnte ich einfach nichts damit anfangen. Die Kapitel zu Achtsamkeit und Spiritualität haben mich deutlich mehr angesprochen. Interessant war aber wirklich alles. Vor allem aber war es verständlich geschrieben, ohne ins Fach-chinesisch abzudriften. Die Tipps sind praxisnah und man kann sich gut in die verschiedenen Situationen hineinversetzen. Gut fand ich auch die Hinweise auf weiterführende Literatur, falls man sich mit einem bestimmten Thema näher auseinandersetzen möchte.

Insgesamt kann ich diesen Ratgeber jedem, der sich mit dem Thema Angst und Wegen aus der Angst näher beschäftigen möchte, wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Das Abenteuer geht weiter

Bildspringer (Band 2)
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Endlich gibt es einen zweiten Band und wir können mit Vincent und seinen Freunden wieder in die Welt der Kunst eintauchen. Auch diesmal wird die Geschichte aus der Sicht von Vincent erzählt und es geht ...

Endlich gibt es einen zweiten Band und wir können mit Vincent und seinen Freunden wieder in die Welt der Kunst eintauchen. Auch diesmal wird die Geschichte aus der Sicht von Vincent erzählt und es geht direkt unterhaltsam los. Wie schon beim ersten Band werden wieder verschiedene Künstler und Gemälde erwähnt und es gibt auch wieder die Auflistung der Kunstwerke am Ende. So lernen Kinder beim Lesen gleich noch ganz spielerisch etwas dazu.

Das Buch ist wirklich durchweg spannend. Es passiert so viel, dass man es kaum aus der Hand legen möchte und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Schön finde ich, dass man von Anfang an miträtseln kann und dass es auch immer wieder lustige Passagen gibt. Insgesamt hat mir auch das Tempo der Geschichte gut gefallen.

Es gibt ein Wiedersehen mit den Charakteren aus Band eins, aber es kommen auch ein paar Neue dazu. Mein Highlight waren auch diesmal wieder die Grandpas. Die beiden sind einfach klasse. Besonders im Zusammenspiel mit Vincents Oma. Durch diese bekommt man auch einen kleinen Einblick in die indische Kultur, was ich ebenfalls sehr interessant fand.

Am Ende wird alles gut und glaubhaft aufgelöst. Das Buch ist schön in sich abgeschlossen, aber man sollte Band 1 gelesen haben, um alles zu verstehen.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Liebe und Intrigen in orientalischem Fantasy-Setting

Der Geschmack von Gold und Eisen
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Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, in diese Geschichte hineinzufinden. Die Autorin hat hier eine ganz eigene, sehr faszinierende Welt geschaffen. Allerdings wird man quasi in diese Welt hineingeworfen ...

Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, in diese Geschichte hineinzufinden. Die Autorin hat hier eine ganz eigene, sehr faszinierende Welt geschaffen. Allerdings wird man quasi in diese Welt hineingeworfen und bekommt gerade im ersten Kapitel so einiges vorgesetzt, was man nicht unbedingt auf Anhieb versteht. Später wird dann vieles erklärt und auch sehr gut erklärt. Sehr gut in die Geschichte eingebunden erklärt, vor allem. Trotzdem ist mir der Einstieg schwergefallen und ich hätte gerne schon zu Anfang etwas mehr Informationen gehabt.

Ein echtes Highlight an diesem Buch sind die wunderbaren Charaktere. Man merkt wirklich, wie viel Zeit und Arbeit die Autorin investiert hat. Die Protagonisten, allen voran natürlich Kadou und Evemer, sind sehr gut ausgearbeitet. Ich fand es auch sehr gelungen, wie sie sich im Verlauf der Geschichte entwickeln und wie man langsam immer mehr über sie erfährt. Auch das Zusammenspiel der Charaktere war super. Das Tempo, mit dem sich die Beziehung von Kadou und Evemer entwickelt, fand ich perfekt. Es hat sich sehr natürlich angefühlt.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und sehr bildhaft. Man kann sich alles wirklich gut vorstellen. Allerdings hat sie es für meinen Geschmack an manchen Stellen übertrieben. Da wurde die Umgebung so ausführlich beschrieben, dass es für mich einfach zu langatmig war. Das hat den Lesefluss etwas gestört und das Ganze unnötig in die Länge gezogen. Um der Geschichte folgen zu können, muss ich nicht den genauen Grundriss des Badehauses und jede Facette der Einrichtung kennen. Das hätte man deutlich kürzen können. (Um nur mal ein Beispiel zu nennen.) Zum Glück wurden diese langatmigen Passagen meist sehr schnell von interessanten oder spannenden abgelöst.

Das Ende fand ich alles in allem gut gelungen. Ein bisschen zu abrupt, vielleicht. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass die Autorin es jetzt endlich zu Ende bringen wollte. Hier hätte ich mir noch ein weiteres Kapitel gewünscht, da auch einiges offen bleibt. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen. Und die wichtigsten Dinge wurden immerhin am Ende geklärt.

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Veröffentlicht am 10.04.2024

humorvolle Geschichte zum Miträtseln in winterlicher Landschaft

Wolkenschloss
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Bisher konnte mich jedes Buch von Kerstin Gier überzeugen und das Wolkenschloss ist hier keine Ausnahme. Auch wenn ich es nicht ganz so gut fand wie ihre Fantasybücher.

Das Wolkenschloss ist ein historisches ...

Bisher konnte mich jedes Buch von Kerstin Gier überzeugen und das Wolkenschloss ist hier keine Ausnahme. Auch wenn ich es nicht ganz so gut fand wie ihre Fantasybücher.

Das Wolkenschloss ist ein historisches Hotel in den Schweizer Bergen und man begleitet hier Jahrespraktikantin Fanny bei ihren Abenteuern rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Fanny ist eine sehr sympathische Protagonistin. Manchmal vielleicht ein bisschen naiv, aber mit dem Herz am rechten Fleck und jeder Menge Mut.

Ich fand das Setting wirklich toll gewählt und konnte mich gut in diese winterliche Welt reinversetzen. Auch die (teilweise recht skurrilen) Figuren, die im Hotel arbeiten oder dort Gäste sind, haben mir gut gefallen. Manche wirken undurchsichtig, andere wiederum einfach sympathisch. Aber nicht alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Der Schreibstil ist typisch Kerstin Gier - locker und sehr humorvoll. Ich fand es sehr spannend, mit Fanny mitzurätseln und muss gestehen, dass ich erst relativ spät auf die Lösung gekommen bin. Wirklich gut fand ich, dass man auch erst zum Ende hin erfährt, für welchen Jungen sich Fanny denn nun entscheidet.

Das große Finale war ein wenig übertrieben, aber dadurch nicht minder spannend und unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

ungewöhnlicher, sehr fesselnder Erzählstil

Der Rabengott
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Das Besondere an "Der Rabengott" ist ohne Zweifel der sehr ungewöhnliche Erzählstil. Anfangs war ich ein wenig verwirrt, wer denn nun der Erzähler ist. Ich glaube, gerade dieser Einstieg dürfte einige ...

Das Besondere an "Der Rabengott" ist ohne Zweifel der sehr ungewöhnliche Erzählstil. Anfangs war ich ein wenig verwirrt, wer denn nun der Erzähler ist. Ich glaube, gerade dieser Einstieg dürfte einige abschrecken. Aber wer sich auf das Buch einlässt, wird sehr schnell von der Geschichte gefesselt sein. Mir zumindest ging es so.

Ann Leckie hat mit diesem Buch eine ganze eigene Welt geschaffen, die durch die bildhafte Sprache absolut lebendig wird. Die Charaktäre sind sehr sympathisch und gut durchdacht. Gerade die Götterwelt hat mich total fasziniert. Das Buch hält einige, überraschende Wendungen bereit und wird keine Sekunde langweilig. Ich konnte es tatsächlich kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert.

Eine weitere Besonderheit, neben der Erzählweise, sind die zwei parallelen Zeitstränge, die erst zum Ende hin zusammengeführt werden.

Mein Fazit: Ein anspruchsvolles High Fantasy Abenteuer, das sicher nichts für jeden ist. Wer etwas außergewöhnliches sucht, ist hier aber genau richtig.

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