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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2024

Kurzweilig, original und mit Tiefe

Frieda, Nikki und die Grenzkuh
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Das lustige Cover mit der Kuh gibt den Ton für das Buch an. In einem Dorf namens Elend herrscht seit immer Streit zwischen den Nordelendern und Südelendern. Der Streit wurde verschärft, als eine Kuh genau ...

Das lustige Cover mit der Kuh gibt den Ton für das Buch an. In einem Dorf namens Elend herrscht seit immer Streit zwischen den Nordelendern und Südelendern. Der Streit wurde verschärft, als eine Kuh genau auf der Grenze ihr Kalb auf die Welt bringt.

Im Buch werden Themen wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt besprochen. Die Handlung bezieht sich auch auf ernste politische Themen wie Krieg, die Umwelt und die Wirtschaft. Die Geschichte ist aber witzig erzählt und passend für das Zielalter (ab 9) geschrieben. Vom Standpunkt eines Kindes aus gesehen, ist diese eine Kinder-gegen-Erwachsene Geschichte, wo Kinder versuchen die Erwachsenen zur Vernunft zu bringen. 

Ich mag, dass dieses Buch nicht nur recht unterhaltsam ist, sondern es auch einen Einblick in den komplizierten Strukturen gibt, die das Erwachsenenleben regieren. Für die Zielgruppe sind die Themen sehr zutreffend und in eine kurzweilige, gut lesbare und originale Geschichte verpackt. 

Ein lesenswertes Buch!

Veröffentlicht am 21.04.2024

Schönes Conni-Abenteuer

Abenteuerspaß mit Conni 2: Conni und der Segelausflug
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"Conni und der Segelausflug" ist der 2. Band der neuen Conni-Reihe, empfohlen für Kinder ab 8 Jahren. Die Reihe ist für fortgeschrittene Leseanfänger gut geeignet: der Text ist einfach und lässt sich sehr ...

"Conni und der Segelausflug" ist der 2. Band der neuen Conni-Reihe, empfohlen für Kinder ab 8 Jahren. Die Reihe ist für fortgeschrittene Leseanfänger gut geeignet: der Text ist einfach und lässt sich sehr gut lesen und die Handlung ist nicht zu kompliziert. 

Die Geschichte finde ich interessant. Sie ist ein bisschen wie ein Mini-Thriller: auf dem Segelboot passieren seltsame Sachen und die Kinder versuchen herauszufinden, was los ist. 

Wie oft in den Conni-Büchern, geht es um soziale Beziehungen. In diesem Band lernt sie auch ein taubes Mädchen kennen. Ich finde es gut, dass die Conni-Bücher immer wieder neue Situationen vorstellen. Die jungen Leser können dadurch viel lernen. 

Die Themen werden allerdings sehr vereinfacht. Das taube Mädchen Yuna wird im Grunde wie ein normales Kind behandelt. Conni teilt ab dem ersten Tag eine Kajüte mit Yuna und es wird zum Beispiel nie besprochen, wie man sich gegenüber Yuna verhalten sollte, wenn es einen Notfall auf dem Boot gibt. Auch die Auflösung fühlt sich zu einfach an. Mit einem einfachen Ratschlag löst Conni tiefsitzende Frustrations- und Unsicherheitsgefühle auf.

Veröffentlicht am 18.04.2024

Süße Geschichte

Tilda und Pony Törtchen
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Tilda wohnt mit ihren zwei Großmüttern (Omi und Oma) auf einem Bauernhof. Sie wünscht sich ein Pony und eines Tages bekommt sie eins! Doch das Pony ist ziemlich eigensinnig und macht nur, was es will. ...

Tilda wohnt mit ihren zwei Großmüttern (Omi und Oma) auf einem Bauernhof. Sie wünscht sich ein Pony und eines Tages bekommt sie eins! Doch das Pony ist ziemlich eigensinnig und macht nur, was es will. Genauso ist Tilda. Im Laufe der Geschichte lernen die Beiden miteinander umzugehen. 

Das Buch ist süß und lebendig geschrieben. Der Schreibstil ist ein bisschen karikaturistisch und somit klingt die Geschichte kindlich und phantasievoll. Man fragt zum Beispiel nicht, was für eine Beziehung die zwei Großmütter haben. Es ist einfach so, es wird im Buch auch nicht darauf eingegangen. Das machen sie halt, warum nicht?

Das Buch ist durch viele große Bilder illustriert. Die Bilder haben auch was Karikaturistisches und sehen lustig aus. 

Die Darstellung der Figuren finde ich sehr passend für das Zielalter. Mein Kind ist genauso bockig wie Tilda und will immer das Sagen haben. Im Buch lernt Tilda aber, dass man seine Freunde nicht herumkommandieren darf und dass Andere auch machen dürfen, was sie machen wollen. Mein Kind muss das noch lernen.

Veröffentlicht am 12.04.2024

Schönes Buch für Kinder und Erwachsene

Himmelwärts
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"Himmelwärts" ist ein tiefsinniger und berührender Kinderroman über das Leben und den Tod. Im Buch versucht die zehnjährige Protagonistin, "Toni-Peperoni", Kontakt mit ihrer verstorbenen Mutter aufzunehmen. ...

"Himmelwärts" ist ein tiefsinniger und berührender Kinderroman über das Leben und den Tod. Im Buch versucht die zehnjährige Protagonistin, "Toni-Peperoni", Kontakt mit ihrer verstorbenen Mutter aufzunehmen. Mithilfe ihrer besten Freundin YumYum und eines selbstgebastelten Radios schaffen sie es stattdessen, die ISS zu erreichen. 

Der Schreibstil ist bemerkenswert: nachdenklich, ein bisschen umgangssprachlich, manchmal philosophisch und manchmal humorvoll. Er hat schon was Poetisches dabei, insbesondere mit den ungewöhnlichen visuellen Darstellungen des Textes, die ab und zu auftreten. Der Stil würde vielleicht nicht allen Kindern gefallen und für ein zehnjähriges Kind könnte das Buch auch herausfordernd sein, aber ich finde den schön.

Die Figuren sind liebevoll und liebenswert und man kann die Trauer der Hauptfigur gut nachvollziehen. Ein sehr schönes Buch, nicht nur für Kinder.

Veröffentlicht am 29.03.2024

Tolle Geschichte über Elfen und Beziehungen zwischen Geschwistern

Hummelbi – Der geheime Elfenzauber
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Hinter dem bunten Cover mit der lustigen, pummeligen Elfe steckt ein wunderschönes und tiefsinniges Kinderbuch. Ich war am Anfang ein bisschen skeptisch, weil Kinderbücher mit kleinen, geflügelten Wesen ...

Hinter dem bunten Cover mit der lustigen, pummeligen Elfe steckt ein wunderschönes und tiefsinniges Kinderbuch. Ich war am Anfang ein bisschen skeptisch, weil Kinderbücher mit kleinen, geflügelten Wesen nicht wirklich meins sind, aber ich bin von diesem Buch sehr begeistert!

Die Handlung der Geschichte ist relativ unkompliziert: die Protagonistin, Florentine, macht ein Ritual, um Elfen zu sehen, und es gelingt ihr! Sie trifft die Elfe Hummelbi, die sie nach Hilfe bittet, um ihr Volk zu retten. Mithilfe von ihrer Zwillingsschwester schafft Florentine, die Elfen von ihrem Winterschlaf zu wecken. 

Die Beziehung zwischen den Zwillingsschwestern ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Die Rivalität und Neid zwischen ihnen wird thematisiert und aufgelöst. Die Mädchen lernen, über sich hinauszuwachsen und ihre Gefühle und Gedanken zu äußern. Dadurch schaffen es sie, nicht nur die Beziehung zwischen einander zu verbessern, sondern auch ihr Verhältnis zu ihren Eltern. 

Die Geschichte ist schön erzählt und der Konflikt zwischen den Geschwistern verleiht Tiefe und Komplexität zu einer sonst relativ simplen Geschichte.