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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2018

Hab schon bessere Bücher der Autorin gelesenen

Die Eishexe
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In Fjälllbacka ist ein kleines Mädchen von einem Hof verschwunden. Das allein ist schon schlimm genug, aber von eben diesem Hof verschwand vor 30 Jahren ebenfalls ein kleines Mädchen im gleichen Alter ...

In Fjälllbacka ist ein kleines Mädchen von einem Hof verschwunden. Das allein ist schon schlimm genug, aber von eben diesem Hof verschwand vor 30 Jahren ebenfalls ein kleines Mädchen im gleichen Alter und konnte nur noch tot geborgen werden. Jetzt gehen die Diskussionen und Verdächtigungen wieder los.

Wir haben es mit drei Erzählsträngen zu tun. Die Gegenwart handelt von der vermissten Linnea, dann geht es um Stella, die vor 30 Jahren getötet wurde und dann gibt's noch die Geschichte um Elin, die im 17. Jahrhundert angesiedelt ist. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen beteiligten Personen.

Zu Beginn haben mich die vielen verschiedenen Protagonisten aus dem Lesefluss gebracht, aber das hat sich im Verlauf der Geschichte gelegt. Wirklich genervt haben mich die vielen Wiederholungen. Ein und dieselbe Begebenheit wurde x-mal von unterschiedlichen Personen wiedergeben. Hier hätten einige Seiten gespart werden können.

Positiv bewerte ich, dass die Autorin sehr aktuelle Themen wie Mobbing unter Jugendlichen und die Folgen sowie das Flüchtlingsthema eingebracht hat.

Bei „Die Eishexe“ handelt es sich um Band 9 der Reihe um den Hauptkommissar Patrik Hedström. Für mich war es die erste Begegnung mit dem Ermittler und ich hatte keine Probleme damit. Hin und wieder werden Bemerkungen zu früheren Ereignissen gemacht die aber keine größere Bedeutung haben.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Gute Fortsetzung der bisherigen Reihe

Nachts am Brenner
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Bei „Nachts am Brenner“ handelt es sich um Band 3 der Krimiserie um Commissario Grauner. Wie in den meisten Fällen handelt es sich auch hier um eine abgeschlossene Geschichte, so dass man die Vorgänger ...

Bei „Nachts am Brenner“ handelt es sich um Band 3 der Krimiserie um Commissario Grauner. Wie in den meisten Fällen handelt es sich auch hier um eine abgeschlossene Geschichte, so dass man die Vorgänger – trotz einiger Bezüge auf diese – nicht unbedingt gelesen haben muss.
Ich lese sehr gerne Regional-Krimis, da man hier in der Regel etwas über die Eigenarten des ansässigen Menschenschlags, die landschaftlichen Gegebenheiten und die Natur erfährt. Bei diesen Krimis aus Südtirol ist es besonders ausgeprägt, da Grauner sehr heimat- und naturverbunden ist. Dies gilt ebenso für seinen neapolitanischen Kollegen Saltapepe, der immer wieder Vergleiche zwischen Südtirol und Neapel anstellt. Mir gefällt gerade diese Gegensätzlichkeit des Ermittlerduos, die trotzdem oder gerade deswegen erfolgreich ermitteln.
Bei dem aktuellen Fall reichen die Recherchen weit zurück in die Vergangenheit bis zum 2. Weltkrieg und Grauner hat noch ein persönliches Anliegen, das er zu klären versucht. Dabei zieht er sich den Unmut der übrigen Kollegen zu.
Sowohl die Charaktere als auch die Gegebenheiten am Brenner sind sehr realistisch und detailreich dargestellt, so dass man sich gedanklich direkt vor Ort und mitten im Geschehen fühlt. Das ist m. E. eine besondere Stärke des Autors.
Insgesamt ein gelungener Krimi und eine gute Fortsetzung der Reihe auch wenn mir persönlich die Vorgänger etwas besser gefallen haben. Von mir bekommt das Buch 3 ½ Sterne.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Fesselnder Beginn, aber zum Ende immer langatmiger

Die Tochter des Seidenhändlers
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Sowohl das exotisch anmutende Cover als auch die Leseprobe ließen mich auf eine interessante Lesereise in ein mir fremdes Land hoffen – Vietnam.
Die Geschichte spielt Anfang der 50er Jahre. Der 2. Weltkrieg ...

Sowohl das exotisch anmutende Cover als auch die Leseprobe ließen mich auf eine interessante Lesereise in ein mir fremdes Land hoffen – Vietnam.
Die Geschichte spielt Anfang der 50er Jahre. Der 2. Weltkrieg mit der Besetzung durch die Japaner ist vorbei und Frankreich hat erneut die Kolonialherrschaft übernommen. Die Vietminh kämpfen gegen die Franzosen für die Unabhängigkeit des Landes. Diese geschichtlichen Hintergründe waren mir gar nicht mehr so präsent. Ich mag historische Bücher mit deren Hilfe ich mein Wissen erweitern kann.
Die anschauliche Sprache ließ mich eintauchen in die Kultur dieses Landes und die Welt von Nicole – Kind eines französischen Vaters und einer vietnamesische Mutter. Sowohl die Zerrissenheit des Landes als auch Nicoles wird sehr gut dargestellt. Wobei mir ihre Entscheidungen und Handlungen oft widersprüchlich vorkamen, auch wenn man ihr ihre Jugend zu Gute halten muss.
Zu Beginn war ich sehr angetan von der Andersartigkeit, der Farbenpracht, den fremden Gerichten und Gerüchen, der wilden Natur. Das alles hat mich in seinen Bann gezogen. Auch die teilweise sehr brutalen Gräueltaten des Krieges waren sehr realistisch beschrieben und ließen mich nicht unberührt.
Leider wies das Buch nach zwei Dritteln dann aber erhebliche Längen auf und es wurde schlicht langweilig. Es passierte rein gar nichts. Der Schluss ging dafür irgendwie holterdiepolter, was mir nicht gefallen hat.
Ich habe lange mit mir gerungen wie ich dieses Buch bewerten soll. Das Buch ist nur knapp an 4 Sternen vorbei geschrammt, aber letztendlich habe ich mich aufgrund des letzten Drittels für 3 ½ Sterne entschieden.

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  • Cover
  • Atmosphäre
  • Dramaturgie
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.04.2026

Oma Käthe gibt alles

Die stummen Turteltauben von Sylt
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Auf Sylt werden zwei Leichen angespült und alles deutet auf einen gemeinsamen Suizid hin. Dem ehemaligen Hauptkommissar von Sylt, Hinnerk Rasmussen juckt es in den Fingern und da er einen Mord wittert, ...

Auf Sylt werden zwei Leichen angespült und alles deutet auf einen gemeinsamen Suizid hin. Dem ehemaligen Hauptkommissar von Sylt, Hinnerk Rasmussen juckt es in den Fingern und da er einen Mord wittert, nimmt er seine Lebensgefährtin Käthe mit ins Boot.

Dies ist bereits der 3. Fall für Oma Käthe, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Ich kannte die Vorgänger bereits und hatte bisher viel Spaß bei ihren Ermittlungen. Käthe ist für ihr hohes Alter noch erstaunlich fit an Körper und Geist. Sie weiß was sie will und lässt sich so schnell kein x für ein u vormachen. Dieses Mal schlüpft sie in die unterschiedlichsten Rollen und spielt die trauernde Schwester, eine Single-Frau auf der Suche und eine Notarin. Mehr oder minder geschickt versucht sie das Rätsel um den Tod der beiden Frischverliebten zu lösen.

Ich mag Oma Käthe wirklich, aber dieses Mal war es mir einfach einen Tick zu sehr drüber, zu unrealistisch und irgendwie zu gewollt witzig, selbst für einen Cosy-Krimi. Vielleicht war es auch jetzt gerade nicht das richtige Buch für mich. Von mir gibt es daher dieses Mal leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Flaco war nicht mein Fall

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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Bei der Jubiläumsfeier eines Hotels stirbt eine Frau quasi unter den Händen des Sicherheitsbeamten Fabio „Flaco“ Lozano. Wie sich herausstellt war es Mord und es sollte nicht die einzige Tote bleiben. ...

Bei der Jubiläumsfeier eines Hotels stirbt eine Frau quasi unter den Händen des Sicherheitsbeamten Fabio „Flaco“ Lozano. Wie sich herausstellt war es Mord und es sollte nicht die einzige Tote bleiben. Der frühere Kriminalinspektor Flaco ermittelt nun auf eigene Faust.

Ich habe mich auf einen spannenden Krimi auf Fuerteventura gefreut, aber leider fehlte es mir an Spannung. Der Spannungsbogen wurde sehr niedrig gespannt und gehalten. Ermittlungsarbeit im eigentlichen Sinne fand so gut wie gar nicht statt. Außerdem widerstrebte mir die flapsige Art von Flaco.

Auch wenn ich zum Ende hin wusste, worauf es hinausläuft, konnte mich die Auflösung und das Motiv für die Tat überraschen.

Gefallen hat mir die Karte von Fuerteventura, denn ich kenne die Insel nicht. Auch die Landschaftsbeschreibungen gefielen mir, denn so bekam ich einen kleinen Eindruck von der Insel und dem Klima.

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