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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2024

Spannender Input

Unlearn Patriarchy 2
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Unlearn Patriarchy 2 wurde von Emilia Roig, Alexandra Zykunov und Silvie Horch herausgegeben und beinhaltet insgesamt dreizehn Essays verschiedener Autorinnen zu verschiedenen Schwerpunktthemen, u.a. Körper, ...

Unlearn Patriarchy 2 wurde von Emilia Roig, Alexandra Zykunov und Silvie Horch herausgegeben und beinhaltet insgesamt dreizehn Essays verschiedener Autorinnen zu verschiedenen Schwerpunktthemen, u.a. Körper, Erziehung, Mental Health, Medizin und Literatur.
Je nach Schwerpunkt konnte mich ein Essay mehr oder weniger persönlich ansprechen, allen gemein ist jedoch, dass wichtige Aspekte diskutiert und aufgezeigt werden. Somit konnte ich als Leserin aus allen Essays einige Aspekte und Denkanstöße mitnehmen. Je nach schreibender Person ist der Schreibstil und die gewählte Sprache mal leichter und flüssiger, mal etwas umständlicher zu lesen, insgesamt sind jedoch alle Essays durch ihre Kürze und Übersichtlichkeit gut lesbar. Die Kürze bedeutet auch, dass nicht immer in die Tiefe gegangen werden konnte, was in dieser Veröffentlichungsform auch nicht erwartet werden sollte. Umso schöner ist das Literaturverzeichnis, durch das ich mich in einigen Themengebieten durchgearbeitet habe, um mehr Hintergründe zu verstehen.
Einige Essays machen wütend, betroffen oder konsterniert - keines jedoch mutlos. Deutlich wurde, dass jede schreibende Person Expert
in für das jeweilige Thema ist, so wurde sehr viel Wissen vermittelt und Glaubwürdigkeit erreicht. Das gefällt mir an diesem Buch besonders gut.
Ich finde dieses Buch liefert einen wichtigen Aspekt um patriachale Strukturen im Alltag zu benennen und sich bewusst zu machen, eine Änderung dieser bestehenden Missstände braucht Mut und Entschlossenheit und wird vermutlich viel Zeit benötigen...

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Veröffentlicht am 27.03.2024

unfreiwillig jung

Wir werden jung sein
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"Wir werden jung sein" ist der zweite Roman, den ich von Autor Maxim Leo gelesen habe. Nachdem ich "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" vor allem auch wegen des humorvollen Schreibstils, dem interessanten ...

"Wir werden jung sein" ist der zweite Roman, den ich von Autor Maxim Leo gelesen habe. Nachdem ich "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" vor allem auch wegen des humorvollen Schreibstils, dem interessanten Protagonisten und moralischen Überlegungen sehr gelungen fand, hatte ich ähnliche Ansprüche an dieses Buch - und sie wurden nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen, passt sich den Eigenheiten der verschiedenen Protagonist:innen jedoch nur mäßig an. Dennoch war der Lesefluss ungestört.
Die Handlung des Buches wird größtenteils aus fünf verschiedenen Perspektiven geschildert: vier Patient:innen, die unwissentlich durch eine Medikamentenebenwirkung verjüngt wurden, und der zugehörige Arzt. Einige wenige Male wird auch die Perspektive eines Mitglieds des Ethik-Beirates geschildert. Diese unterschiedlichen Perspektiven haben das Lesen sehr kurzweilig und abwechslungsreich gemacht, was mir gut gefallen hat.
Andererseits waren dadurch für jede Perspektive nur beschränkt Möglichkeiten für tiefergehende Ausführungen, so dass einige Handlungsstränge für mein Empfinden zu oberflächlich oder rasant dargestellt wurden. Ich hätte mich über mehr Zeit mit den vier Personen und damit auch mit mehr Auseinandersetzung mit den individuellen Folgen der unfreiwilligen Verjüngung gefreut. Das ist für mich der größte Kritikpunkt an diesem Buch.
Der Autor spricht sehr viele interessante Verwicklungen, sowie ethische Übrlegungen an, die dem geschilderten Szenario folgen könnten. Dies waren auch für mich spannende Gedankenspiele über Werte und Normen der Gesellschaft.

Besondere Erwähnung muss natürlich auch das liebevoll gestaltete und gut zu Buch und Titel passende Cover finden. Der Gesamteindruck ist sehr harmonisch.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Leuchtfeuer

Leuchtfeuer
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Zugegebenermaßen hat mir das Cover von "Leuchtfeuer" gar nicht gefallen - ich finde das Blumenmotiv äußerst nichtssagend und es scheint auf den ersten Blick nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun zu haben. ...

Zugegebenermaßen hat mir das Cover von "Leuchtfeuer" gar nicht gefallen - ich finde das Blumenmotiv äußerst nichtssagend und es scheint auf den ersten Blick nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun zu haben. Dennoch hat mich der Klappentext ausreichend neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht.
Dani Shapiro erzählt die Story in verschiedenen Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Zeitebenen folgen nicht linear aufeinander, sondern springen ohne erkennbares System hin und her. Wechsel der Zeitebene und Perspektive sind sehr gut gekennzeichnet und somit nachvollziehbar. Schreibstil und Sprache haben mir sehr gut gefallen, sind flüssig und leicht zu lesen.
Auch wenn es in "Leuchtfeuer" um Auswirkungen von unausgesprochenen und verdrängten Geheimnissen geht, ist die Freundschaft zwischen Ben Wilf und Waldo Shenkman mein unumstrittenes Highlight dieses Buches. Die Handlung selbst ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert, spielt in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Autorin Dani Shapiro schafft es in einer unaufdringlichen, stillen und dennoch eindringlichen Art und Weise die Geschichte zweier Familien zu erzählen, dabei zugleich große Sinnfragen und die kleinen Momente zu beleuchten. All das in einem sehr amerikanischen Vortort-Setting. Hier und da sind mir jedoch einige Handlungsstränge zu sprunghaft, wenig erklärliche Lücken zwischen Zeitebenen oder eine etwas oberflächliche Abhandlung.
Insgesamt konnte mich das Buch jedoch völlig in den Bann ziehen, ich habe es gern gelesen, hatte dabei einige Charaktere mehr ins Herz geschlossen als andere und war schlussendlich wirklich traurig, dass das Buch zu Ende war.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Book Lovers

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Trotz des meiner Meinung nach nicht ganz so gelungenen Covers (ich mag einfach keine Darstellung von Personen auf Buch-Covern - es schränkt mein Kopfkino ein), haben mich Titel und Klappentext sofort für ...

Trotz des meiner Meinung nach nicht ganz so gelungenen Covers (ich mag einfach keine Darstellung von Personen auf Buch-Covern - es schränkt mein Kopfkino ein), haben mich Titel und Klappentext sofort für dieses Buch begeistern können. Hier wurde eine wunderbare Enemies-to-Lovers RomCom versprochen und genau das hat Autorin Emily Henry mit "Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen" auch geliefert. Ich hatte die Hoffnung, dass die Hoffnung nicht übermäßig kitschig und unrealistisch wird, und das ist in Ansätzen auch gelungen.
Der Schreibstil der Autorin hatte mich ab der ersten Seite an völlig an das Buch gefesselt, die Seiten sind nur so dahin geflogen und es las sich wirklich sehr flüssig. Charlie und Nora sind dabei sehr gegensätliche und doch gleiche
Charaktere, die ich beide sehr mochte. An einigen Stellen hat mir etwas Tiefgang gefehlt und mir blieben die Charakterdarstellungen zu oberflächlich.
Die Handlung war mal ereignisreicher, mal fad - Charlie und Nora haben mich durch ihr harmonischen Zusammenspiel darüber hinwegtrösten können. An mehreren Stellen habe ich die Handlung für mich als unaushaltbar kitschig empfunden, was dem Buch einen kleinen Dämpfer verliehen hat... Bei dem Genre leider scheinbar unausweichlich...
Insgesamt habe ich dieses Buch jedoch sehr sehr gern gelesen, vor allem wegen der humorvollen Protagonisten und dem eingängigen Schreibstil. Die Handlung an sich hat ihre Schwächen, die meinen Lesespaß jedoch nur minimal beeinflusst haben.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Hoffnungsschimmer

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen?
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Nachdem ich das Buch "Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?" des Autors als unfassbar relevantes und zugängliches Buch erlebt habe, habe ich mich sehr auf sein neustes Werk "Hab ich noch ...

Nachdem ich das Buch "Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?" des Autors als unfassbar relevantes und zugängliches Buch erlebt habe, habe ich mich sehr auf sein neustes Werk "Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen?" gefreut. Die Aufmachung der beiden Bücher sind sehr ähnlich und ich hatte für dieses Buch auch die Hoffnung auf kurzweilige aber inhaltsschwere Kapitel, die eher in sich abgeschlossene Kollumnen sind. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Das aktuelle Buch von Autor Till Raether gliedert sich in 13 kurze Kapitel, die allesamt direkt aus dem Leben gegriffen scheinen. Dabei greift er vielschichtige und komplexe Themen auf und kann sie in einer ganz eigenen Leichtigkeit darstellen. An der ein oder anderen Stelle waren mir seine Ansichten etwas zu kurz gegriffen, bzw. hätte ich mir ausführlichere Auseinandersetzungen gewünscht. Andererseits lässt die Kürze des Buches viel Raum für eigene Gedanken, Weiterdenken und Sinnieren.
Till Raether hat mit diesem Buch ein relevantes Thema behandelt, das vermutlich viele Menschen in der aktuellen Zeit umtreibt - mich hat er mit diesem Buch auf jeden Fall ansprechen und mitnehmen können.

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