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Veröffentlicht am 30.04.2017

Was uns fehlt, macht uns stärker...

Die Vergessenen
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Die Vergessenen ist der erste Teil einer Science-Fiction-Trilogie der jungen Autorin Ivy Owens, erschienen im Oktober 2016 beim neobooks-Verlag.

2130 – Die Welt wie sie die Menschen einst von Ellerboe ...

Die Vergessenen ist der erste Teil einer Science-Fiction-Trilogie der jungen Autorin Ivy Owens, erschienen im Oktober 2016 beim neobooks-Verlag.

2130 – Die Welt wie sie die Menschen einst von Ellerboe Crest kannten existiert nicht mehr. Den Bürgern wurde von der Regierung weisgemacht, dass die alte Welt nach einem angeblichen Giftunglück wieder neu aufgebaut werden musste und hierbei ein vollständig neues System geschaffen wurde. Den überwiegenden Teil der Bevölkerung wurde die Erinnerung mittels eines Genimpfstoffes genommen. Andere die das sogenannte "Abkommen des Wiederaufbaus" angenommen haben, durften ihre Erinnerungen behalten. Doch nicht alle scheinen ahnungslos zu sein, bei einigen schlägt die Medizin nicht an und kennen den Unterschied so auch die verschiedenen Welten. Der neue Staat wird zudem in verschiedenen farbliche Bezirke aufgeteilt. Die Rede ist bisher von dem Blue, dem Green, dem Black und dem White.

Die Hauptprotagonistin ist die 17-jährige Neyla, die in diesem neuen System als eine Blue aufwächst. Schon nach kurzer Zeit ist sie mit ihrer Zwillingsschwester Bruna nach dem plötzlichen Tod der Eltern auf sich allein gestellt. Als weiteren Schicksalsschlag muss sie die Trennung von ihrer große Liebe Nathan verkraften. In allem hat die Regierung natürlich ihre Händen im Spiel.
Mit dem 18. Geburtstag erhalten alle Einwohner eine Chip unter die Haut implantiert, bekommen eine Arbeit und eine Aufgabe im Staatssystem zugewiesen und dürfen sich nun offiziell als Bürger von Ellerboe Crest bezeichnen.
Neyla lässt sich jedoch nicht unterkriegen und lernt neue Weggefährten und Freunde kennen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und entdecken dabei Unglaubliches.

Zum Beispiel erhalten sie einen Zugang zum Gang der Vergessenen. Das ist der Ort unter der Stadt, an dem die Menschen verwahrt werden, die noch nicht in die Welt eingesiedelt worden sind. Sie werden die Vergessenen genannt, weil sich niemand an sie erinnern kann, außer diejenigen die ihre Erinnerungen nicht verloren haben.

Eine tolle, spannende und kurzweilige Dystopie. Gespickt mit Geheimnissen und Geschehnissen, die hoffentlich in den nachfolgenden Teilen alle aufgeklärt werden.
Das Cover sieht schlicht aus, jedoch sobald man die Handlung versteht, ergibt alles zusammen ein großartiges Gesamtpaket. Der Schreibstil ist einfach und man kommt schnell in die Story rein.

Mit dem Genre habe ich sonst noch nicht so viel zu tun gehabt, bin jedoch froh, dieses Buch gelesen zu haben und bleibe dieser Art von Dystopie auch in Zukunft treu.

Wer ein Freund von Tribute von Panem und die Bestimmung ist, sollte sich dieses Buch hier nicht entgehen lassen. Und zum Glück steht die Gewalt hier auch weniger im Vordergrund.

Mein Fazit: wunderbares Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 06.02.2026

Neue Wege mit Zwischenstopp in Honeywell

Eine Sugarloaf-Überraschung
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Es geht direkt hinein in die Handlung zu Olivia, die mit einer Autopanne unweit von Honeywell gestrandet ist. Sie ist aus London, ihrem alten Leben oder einfach vor alles ausgebrochen und nun auf der Durchreise. ...

Es geht direkt hinein in die Handlung zu Olivia, die mit einer Autopanne unweit von Honeywell gestrandet ist. Sie ist aus London, ihrem alten Leben oder einfach vor alles ausgebrochen und nun auf der Durchreise. Gerettet wird sie von Will, der als Fotograf gerade in Honeywell seine Aufträge erledigt. Der erste Weg führt natürlich in die Sugarloaf-Bakery. Isabella ist nicht müde, sofort ihre Chance zu ergreifen und sich Olivia als Aushilfe zu schnappen. Olivia blüht in Honeywell neu auf, knüpft Kontakte, organisiert eine Überraschungsgeburtstagsparty und überdenkt ihre bisheriges Leben. Sie wird sich dabei endlich selbst klar, was sie wirklich noch erreichen möchte und wo die künftige Reise hinführen soll.

Honeywell ist eine typische englische Kleinstadt, so wie man sie liebt, vor allem mit eigenwilligen, lebhaften und neugierigen Charakteren. Die einzelnen Szenen, die Dialoge und bildlichen Vorstellungen sind sehr gut und vor allem humorvoll herausgearbeitet und machen stetig neugierig auf den Fortgang der Story. Auch merkt man den Zusammenhalt der Bewohner und alle, die sich um die kleine Bäckerei herum versammeln. Die Handlung ist von kurzer Dauer, zieht sich aber unmerklich über ein paar wenige Wochen und Monate. Was mir wiedereinmal gefehlt hat, war etwas mehr Romantik und das typische Gefühl des verliebt seins. Dafür ist der Humor und der gegenwertige Schlagabtausch in allen Richtungen unschlagbar.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, es ist locker, leicht, zum schmunzeln, mit gezielter Ironie und Sarkasmus zwischen den Zeilen und man fühlt sich direkt bei jeder Szene mit vor Ort. Es ist erfrischend direkt und mit einem dezent leichten Gefühl versetzt. Die einzelnen Szenen, die Dialoge und bildlichen Vorstellungen sind sehr gut dargestellt und machen stetig neugierig auf den Fortgang der Story. Die einzelnen Kapitel haben eine unterschiedliche Leselänge. Olivia erzählt ihre Geschichte in der Ich-Perspektive. Das Buchcover passt passt treffend zum Inhalt.

Mein Fazit: Es ist eine abermals kurzweilige Geschichte rund um die Sugarloaf-Bakery und ihre urigen Bewohnern von Honeywell. Die Liebe ist dabei eher ein kleiner Nebenschauplatz. Von mir gibt es 3,5 - 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Zu Kämpfen lohnt sich immer wieder...

Perfect Redemption
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„Perfect Redemtion“ ist eine heiße Enemies to Lovers-Romance über Leidenschaft und Vergebung. Diesmal bekommt Jax seine eigene Story mit Blaire. 

Über einen Prolog geht es direkt in die gegenwärtige Story ...

„Perfect Redemtion“ ist eine heiße Enemies to Lovers-Romance über Leidenschaft und Vergebung. Diesmal bekommt Jax seine eigene Story mit Blaire. 

Über einen Prolog geht es direkt in die gegenwärtige Story zu Jax, der nach Los Angeles geflüchtet ist. Dort lebt auch sein Vater, jedoch hält er sich lieber fern von ihm. Jedoch bringt sich Jax einmal mehr in Schwierigkeiten und sein Vater holt ihn dort heraus, bevor er schlimmeres anstellt. Er setzt ihm die Pistole auf die Brust und stellt im Blaire an die Seite. Diese hat zwar ihre eigenen Sorgen, dennoch soll sie auf Jax aufpassen und ihn von den schlechten Dingen ablenken. Nach den ersten Fehlpässen schließen die beiden einen Pakt aufeinander aufzupassen. Was beide da noch nicht wissen, das sie einander gut tun, auch wenn das Chaos um sie herum ausbricht. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung selbst spielt sich über mehrere Wochen ab. Die Kampfsport MMA (Mixed Martial Arts) tritt hier zwar in den Hintergrund, aber sie ist nicht weg und findet auch ihren Weg zurück. Die Charaktere haben diesmal ihre Kämpfe auf einen anderen Weg auszutragen und zu besiegen. Die Anziehungskraft zwischen den Protagonisten ist zu spüren, dennoch nicht sie eher eine Lauerstellung ein, da sie vielmehr mit sich selbst auszutragen haben. Es wird wieder dramatisch und schonungslos. Es ist nicht die typische Locestory, aber sie entwickelt zu etwas viel tieferen.

Den Schreibstil habe ich wieder als ist sehr angenehm empfunden. Auch die Gefühlslage sowie die Zerrissenheit der Protagonisten war immer zum greifen nah, auch wenn mich diese beiden Protagonisten weniger berührt haben. Es gibt aufregende und auch humorvolle Momente. Die einzelnen Kapitel haben unterschiedliche Leselängen. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive aus den beiden Sichtweisen von Jax und Blaire im sichtbaren Wechsel wiedergegeben.
Das Buchcover wechselt diesmal zum rötlichen Hintergrund und passt sich dennoch zu seinem Vorgänger an.

Mein Fazit: Auf die Fortsetzung und die eigene Story von Jax habe ich mich sehr gefreut. Dennoch kann diese Geschichte nicht mit dem Vorgänger mithalten oder hat mich nicht so sehr berührt. Dennoch waren es gute Lesestunden und vergebe 3,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Das Nolan-Rudel und seine Geschichte...

Das Geheimnis des Penglais Hill
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„Das Geheimnis des Penglais Hill“ ist der Debütroman der Autrorin Haylie Parker und der Beginn einer Buchreihe, die eindeutig Neugierde erweckt.

Mit einem erklärenden und ausführlichen Prolog startet ...

„Das Geheimnis des Penglais Hill“ ist der Debütroman der Autrorin Haylie Parker und der Beginn einer Buchreihe, die eindeutig Neugierde erweckt.

Mit einem erklärenden und ausführlichen Prolog startet man direkt in die Handlung und in die Geschichte der Küstenstadt Aberystwyth in Wales und in die Werwolfgeschichte des Nolan Rudels, welche spannend und tragisch zugleich ist. Es ist ebenso der Beginn der Story von Claire, die ihre wahren Wurzeln gar nicht kennt und doch zufällig und wissbegierig auf die trifft. So bekommt sie die Chance die nächsten drei Jahre in Wales zu verbringen, dort zu arbeiten, zu forschen und auf den Spuren ihrer Mutter zu treffen. Dort trifft sie auf den Schlossherren Elijah, der nicht nur ihr Blut in Wallung bringt, ihr neuer Boss ist ein einziges Geheimnis und es reizt sie sehr, dieses zu entschlüsseln. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung ist sehr einnehmend und spannend aufgebaut. Die geschichtlichen Hintergründe und die Geheimnisse hinter der Handlung haben mich dabei fasziniert. Auch die ganze Entstehung und der Familienzusammenhalt um ein Rudel ist aufschlussreich und sehr interessant erzählt. Was mich persönlich etwas störte, sind die doch auftauchenden textlichen Fehler, die einem im Lesefluss stören. Dazu kommt, dass es natürlich unvermeidlich um einen Kampf gehen wird, doch dieser wurde mir zu einfach und zu schnell gelöst. Im Vorfeld geht es viel um die Anziehungskraft und die Seelenverwandtschaft. Dieses Feld wurde umfassend ausgeschöpft und gerne hätte ich hier auch noch etwas mehr Gefühl gespürt, als nur die pure Anziehungskraft. Die knisternden Momente, die eine erotische geladene Dauerstimmung erzeugen geben Würze, jedoch würde mich zum Ende hin noch viel mehr zum Hintergrund und Fortgang interessieren. Jedoch hoffe ich hier auf die Fortsetzung, die sich zwar um ein anderes Paar dreht, jedoch auch diese Story hier weitererzählen soll.

Claire (22) ist Doktorandin der Geschichtswissenschaften und bisher bei ihrem Vater aufgewachsen. Sie ist naturverbunden und ein innerer Drang zwingt sie in die Heimat ihrer Mutter zu reisen. Dort war sie gern gesehen, doch was wirklich damals geschehen ist, scheint ein unausgesprochenes Geheimnis zu sein. Sie ist ehrgeizig genug dieses lösen zu wollen. Es dauert auch nicht lange, das sie erste Veränderungen an sich wahrnimmt, die endlich die vergangenen Rätsel lüftet.

Elijah (25), Alpha seines Rudels, Beschützer, Alpha durch und durch und immer auf das Wohl der anderen bedacht. Er ist ein charismatischer und beeindruckender Charakter. Seine Seelenverwandte hat er noch nicht gefunden und alles drängt darauf hin einen Thronfolger zu zeugen. Als er dann auf Claire trifft, benimmt er sich untypischer Weise entgehen seiner Prinzipien und die Regeln des Rates.

Der Schreibstil ist angenehm und einladend, durch seine Hintergründe und teils neckende Erzählweise. Es liegen Temperament und Emotionen in der Luft. Passend zum Genre in seiner Gestik, Sprache und Darstellung sehr eindeutig und stimmig. Die einzelnen Kapitel haben eine unterschiedliche Leselängen In der Ich-Perspektive mit sichtbaren Charakterwechsel wird die Geschichte von Claire und Elijah wiedergegeben.
Das Buchcover zeigt einen heulenden Wolf bei Vollmond in einer mystischen und wunderbaren Atmosphäre. Für mich passt es sehr gut zur Grundstory.

Mein Fazit: Eine Werwolfgeschichte die definitiv neugierig auf mehr macht und ein gutes Debüt zeigt. Jedoch ist hier noch jede Menge Luft nach oben und freue mich auf mehr von der Autorin. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Philly im Wandel

Falling in Philly / Saving ground
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"Saving ground" ist Teil 1 der Reihe "Falling in Philly". Die Autorin empfiehlt für das volle Lesevergnügen sollten die Romane in der richtigen Reihenfolge gelesen werden und um mit der abgeschlossenen ...

"Saving ground" ist Teil 1 der Reihe "Falling in Philly". Die Autorin empfiehlt für das volle Lesevergnügen sollten die Romane in der richtigen Reihenfolge gelesen werden und um mit der abgeschlossenen Handlung zu enden, sollte der Epilog ausgelassen werden.

Wie bereits oben erwähnt, empfiehlt die Autorin, für eine Ende zum 1. Teil gegebenenfalls den Epilog wegzulassen. Dieser ist aber genauso geheimnisumworben um macht gerade neugierig auf mehr wie auch schon der Prolog. Leider löst sich dieses Rätsel auch noch nicht auf und wird in der Buchreihe weiter behandelt. Es geht um das Immobilienimperium von Maxwell Harrington. Auch sein mittlerer Sohn William ist teil des Harrington Real Estates und bekommt ein neues Projekt übertragen. Hierfür engagiert er die Architektin Arianna Blossom, die sogar von New York nach Philadelphia umzieht und vor vorne neu beginnt. Sie hat einen Schlussstrich von ihrem alten Leben gemacht und ist so auch wieder näher an ihrer Familie dran. William ist alleinerziehender Vater und hat der Liebe bisher keine neue Chance gegeben, zu weit ist er noch in seinen eigenen Gedanken gefangen. Aber er ist auch ein Arbeitstier und beide stürzen sich gemeinsam in ihre neue Aufgabe, mit erfolgt und kommen sich so unweigerlich näher. Doch dafür muss man sich auch frei von alten Zwängen fühlen.

Die erste Hälfte des Roman plätschert vor sich hin, zieht sich für mich auch etwas, bevor es so richtig los geht. Man lernt jedoch einiges zu den den verschiedenen mitwirkenden Charakteren. Diese mochte ich auch alle recht gerne nur das Oberhaupt der Familie ist eine ganz besondere Persönlichkeit und schwierig zu verstehen. Die Handlung kommt ohne großen Drama aus, das was da ist wird genutzt und auch wieder in Harmonie gebracht. Die zweite Hälfte war dadurch auch etwas rasanter und griffiger mit einigen Hürden. Auch wenn es sich zum Ende so dreht wie es sich ein jeder wünscht, bleiben dennoch ein paar Aspekte offen, nicht relevant für dieses Ausgang, aber für eine gute Symbiose hätte es sich für mich runder angefühlt. Sehr positiv, dass sich mal eine Stadt genommen wird, über die man so sonst nicht liest und ihre Brennpunkte auch wo anders hat.

Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm, es ist lebendig, es gibt etwas zum schmunzeln, skurrile Situationen, aber auch Zeit für Romantik und eine neue Liebe. Die fesselnde Spannung, die zu Beginn und am Ende hervorgerufen wird, hätte ich mir auch noch mehr mittendrin gewünscht. Die einzelnen Kapitel habe eine unterschiedliche Leselänge. Arianna und William erzählen aus der Ich-Perspektive ihre Sicht der Dinge.
Das Buchcover ist dunkel gehalten und passt sehr gut zu dieser Boss-Romance mit Blick auf die Stadt und einem Boss im Vordergrund.

Mein Fazit: Durch den Prolog habe ich die ganze Zeit auf etwas Bestimmtes gewartet und letztlich steht doch die Liebesgeschichte und ein Brennpunkt in Philly im Vordergrund. Es liest sich super, doch mich konnte der Roman nicht voll und ganz einnehmen.

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