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Veröffentlicht am 07.08.2017

Aufregender zweiter Sommer

Sommer unseres Lebens
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Schon das Cover hat mich für das Buch eingenommen. Gut, der orangefarbene Aufkleber "Werbehilfe von einer bekannten Autorin?"
Nachdem ich das Buch durch habe, kann ich aber die Aussage von Monika Peetz ...

Schon das Cover hat mich für das Buch eingenommen. Gut, der orangefarbene Aufkleber "Werbehilfe von einer bekannten Autorin?"
Nachdem ich das Buch durch habe, kann ich aber die Aussage von Monika Peetz voll unterschreiben. Auch ich möchte sofort los, nur die Freundinnen machen nicht unbedingt mit.
Die Geschichte läßt die Atmosphäre toll empfinden, sowohl die von 1989, als auch die jetzige. 1989 war ein wildes und gefährliches Erleben für alle Drei. Jede hatte in diesem Jahr ihren 25.Geburtstag und wollte aus verschiedenen Gründen raus aus dem Alltagstrott. So haben sie sich unterwegs getroffen und sind zusammen in Portugal gelandet, wo sie den Sommer ihres Lebens verbrachten und sich versprachen, in 25 Jahren sich wieder genau hier zu treffen.
Hanne, kurz vor ihrem 50. Geburtstag, freut sich sehr, daß es wieder losgeht, nur Claude und Miriam zieren sich ein bißchen. Startpunkt ist Lissabon!
Alle Drei mssen sich wieder aneinander gewöhnen und entdecken viel Neues, aber auch alt bekanntes kommt wieder zum Vorschein. Das Interessante, jede hat ein Geheimnis, daß so langsam zum Vorschein kommt. Hanne sucht zum Beispiel den Vater ihrer Tochter, der wie sich herausstellt auch eine Beziehung zu einer von den beiden Anderen hatte. Alle drei machen eine Entwicklung durch, wobei die von Miriam, der Karrierefrau, mir am besten gefällt.
Geschichte:
Drei junge Frauen Miriam, Claude und Hanne treffen sich 1989 auf dem Weg nach Portugal, wo sie den Sommer ihres Lebens verbringen und sich versprechen zum 50. Geburtstag, also in 25 Jahren wieder am gleichen Ort zu treffen.
Hanne organisiert, aus einem bestimmten Grund, den man im Buch herausfindet und reißt Miriam und Claude aus ihrem Alltag. Es wird spannend. Schläft die Karrierefrau Miriam wirklich mal in einem Zelt, findet Hanne den Vater ihrer Tochter und kann Claude endlich Nähe zulassen? Nebenbei kriegt man eine ganze Menge von Portugal mit. Bei mir ist auf jedenfall die Lust einen Urlaub in Portugal zu verbringen "bedenklich" angewachsen!
Ein superschönes, inspirierendes, toll lesbares Buch, für den Sommer.

Veröffentlicht am 03.09.2025

Wirklich ein Geschenk?

Das Geschenk des Meeres
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Das Geschenk des Meeres! Schon alleine Titel zieht einen ins Buch. Was könnte das Meer schenken...Fische, Muscheln, Nixen?
Die Geschichte handelt vom Leben auf Skerry, einer Insel vor Schottland in Jahr ...

Das Geschenk des Meeres! Schon alleine Titel zieht einen ins Buch. Was könnte das Meer schenken...Fische, Muscheln, Nixen?
Die Geschichte handelt vom Leben auf Skerry, einer Insel vor Schottland in Jahr 1900. Julia Kerry schreibt so atmosphärisch, man hat sofort Verbindung zu der Insel und ihren Bewohnern, vor allem zu Joseph und Dorothy den Hauptcharakteren. Ich war so verbunden, wäre am liebsten selbst dabei gewesen.
Dorothy fängt als junge Lehrerin auf der Insel an, sehr unsicher Dank der Erziehung ihrer Mutter. Eines Tages bleibt ihr Sohn Moses verschwunden. Er wollte ans Meer.
Wer der Vater ist wird man erst später erfahren. Nach außen findet sie sich damit ab, kann aber ihren Sohn nicht vergessen. Da bringt Joseph der Fischer eines Tages einen leblosen Jungen vom Meer mit, der Dorothys Sohn sein könnte. Den spannenden Rest müssen sie selber lesen.
Die Geschichte hat soviel zu bieten. Sie ist ein Krimi, eine tolle Naturschilderung, eine Liebesgeschichte. Sie erzählt vom loslassen können und müssen. Jemand stirbt, weil er so nicht mehr leben möchte. Ist der Junge vielleicht doch ihr Sohn oder findet man seine Eltern? Wer ist William? Wie sind Dorothy und Joseph verbunden oder auch nicht? Das und noch einiges mehr sollten Sie unbedingt lesen. Sie müssen ja für sich entscheiden, war das jetzt wirklich ein "Geschenk" vom Meer.
Viel Spaß mit der unbedingten Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Erfüllung

Die Töchter der Ärztin
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Ein gelungener Abschlußband, leider!
Das Setting besticht wieder, die Karten im Inneren der Klappdeckel, der Stammbaum und eine Liste der wichtigsten Personen.
Henny lebt mit Victor und ihren 2 Kindern ...

Ein gelungener Abschlußband, leider!
Das Setting besticht wieder, die Karten im Inneren der Klappdeckel, der Stammbaum und eine Liste der wichtigsten Personen.
Henny lebt mit Victor und ihren 2 Kindern in USA. Victor verkehrt mit den Größen der Filmbranche und Henny erfährt immer mehr Anerkennung.
Toni hat die Praxis in Berlin übernommen zusammen mit Celia und ihrem Partner Guntram. Auch sie kann Punkte sammeln indem sie anfängt Frauen ihren langersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. Für ein eigenes kann sie sich noch nicht entscheiden.
Ihre Mutter lebt inzwischen hauptsächlich auf Gut Freystetten und kümmert sich um ihre Mutter und um ihren Mann Siegfried.
Es ist eine spannende Zeit, die Jahre 1930-1932. Kurz bevor Hitler die Macht übernimmt. Die Einflüsse spürt man hauptsächlich in Berlin, sie spielen aber auch in das Leben der "Freystettens" hinein. Das wird im Buch sehr deutlich geschildert. Es gibt viele kleine und größere Probleme zu lösen.
Gegen Ende der Geschichte treffen sich alle in Freystetten. Victor bekommt ein Angebot, eine Feier findet statt und die Familie gerät in große Trauer, eine Hauptperson stirbt.
Es war ein Supererlebnis nochmal von Ricarda, ihren Töchtern, den Verwandten etwas lesen zu können.
Sehr schade, daß es zu Ende ist.
Ich werde Ricarda, ihre Töchter und die Freystettens so schnell nicht vergessen.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Wann wieder und wie lange?

Man sieht sich
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Ich habe eine sehr schöne Geschichte vom Treffen und wieder auseinandergehen gelesen. Julia Karnick schreibt sehr authentisch. 1988 kann man sich absolut in die eigene Schulzeit versetzen, sie schreibt ...

Ich habe eine sehr schöne Geschichte vom Treffen und wieder auseinandergehen gelesen. Julia Karnick schreibt sehr authentisch. 1988 kann man sich absolut in die eigene Schulzeit versetzen, sie schreibt jugendlich flott. Anfang 2000 geht einem das Gefühl nicht weg dabei zu sein, auch wenn man die Protagonisten manchmal nicht versteht. In der Jetztzeit angelangt, liest sich vieles anders, erwachsener, lebenserfahrener, eine alte Sehnsucht schwebt zwischen den Zeilen. Es ist alles wieder oder noch da! Wird es diesmal ein längeres, vielleicht sogar langes Treffen?

Friederika und Robert fühlen sich zu einander hingezogen. Sie blödeln, flirten, bewältigen ihren schwierigen Tagesablauf. Robert verliebt sich. Nach dem Abitur schockt sie Robert mit einem Jahr ins Ausland zu wollen. Er zieht auch weg und startet eine Musikerkarriere. In Hamburg Treffen sie sich wieder. Frie wie sie sich nennt, studiert ist Mutter einer kleinen Tochter und findet Robert cool. Warum sie ihr fehlendes Puzzleteil zum gemeinsamen Leben nicht finden weiß keiner. Dann kommt der Abitreff und alles ist wieder anders.
Wird es zum dritten Mal man sieht sich oder? Den Rest müssen sie selber lesen.
Ein überzeugendes Buch mit immer überzeugenden Protagonisten!
Warum das Entenmädchen so heißt wird auch im Buch verraten.

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Vida lernt leben

Was das Meer verspricht
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Sehr eindrucksvoll, atmosphärisch geschrieben. Die Charaktere sind herrlich dargestellt, so daß man durchaus Vida nachfühlen kann. Das Leben auf ihrer Insel ist halt eben so, alles geht seinen Gang, nicht ...

Sehr eindrucksvoll, atmosphärisch geschrieben. Die Charaktere sind herrlich dargestellt, so daß man durchaus Vida nachfühlen kann. Das Leben auf ihrer Insel ist halt eben so, alles geht seinen Gang, nicht jeder hat die Chance wie Zander ergriffen. Jemand muß auch für die Eltern und Alten dasein.
Doch plötzlich ist alles anders, Marie taucht im wahrsten Sinn des Wortes auf und stellt Vidas Leben auf den Kopf. Sie ist all das was Vida plötzlich begehrenswert findet. Vida verliebt sich und kann es selber kaum glauben. Sie will, ja sie muß weg von der Insel mit Marie. Mit ihr und der wenigen Zeit, die sie haben, erlebt sie Freiheit. Sie mißbrauchen ohne große Bedenken Vidas Hochzeitskleid und genießen es.
Doch dann kommt ihr Bruder Zander zurück und plötzlich steht Marie zwischen Geschwistern! Es wird sehr emotional.
Das Ende hätte ich mir anders gewünscht, aber so bleibt Platz zum Nachdenken. War sie vielleicht doch eine Meerjungfrau?
Ich hab den Schreibstil sehr gemocht, er hat das Leben auf der Insel und die einzelnen Charaktere gut vermittelt, aber auch "die Meerjungfrau" Marie war sehr lebendig in meinem Kopf.

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