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Veröffentlicht am 21.07.2024

Dramatischer Start eines neuen Zweiteilers

Im Nordwind
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Durch die Onleihe bin ich auf Miriam Georg aufmerksam geworden.
Ihre Hörbücher Elbleuchten und Elbstürme konnten mich begeistern.
Deshalb wollte ich auch gerne den Start ihrer neueste Dilogie lesen.

Hamburg ...

Durch die Onleihe bin ich auf Miriam Georg aufmerksam geworden.
Ihre Hörbücher Elbleuchten und Elbstürme konnten mich begeistern.
Deshalb wollte ich auch gerne den Start ihrer neueste Dilogie lesen.

Hamburg 1913 und in der Nordmarsch 1896 berichten im Wechsel über das Leben des Mädchens Christina und der jungen Frau Alice, die beide ein und die selbe Person sind.
Sie gehört zu Jahrmarktleuten und kommt als Kind in einen Pastorenhaushalt in der Nordmarsch.
Hier wird die Doppelmoral der Gesellschaft dargestellt unter der die kleine Christina leiden muss.
Fast 20 Jahre später, als verheiratete Frau und Mutter einer fünfjährigen Tochter hat sie mit der Rolle der Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu kämpfen, die so gut wie keine eigenen Rechte hat.

Die Autorin schafft es gut die beiden Zeitabläufe miteinander zu verbinden.

Die Charaktere sind gut heraus gearbeitet.
Da gibt es natürlich Alice und ihre Tochter Rosa, die unter ihrem gewalttätigen Mann Henk zu leiden haben, von dem sie sich scheiden lassen will.
Ihren Bruder Jaris, der sich noch heute nicht verziehen hat, dass er ihre damals nicht helfen konnte.

Alice trifft in einer Sozialsprechstunde auf den Jungen Anwalt John. Da er ihren Fall vertreten soll lernen wir auch ihn und seine Familie näher kennen.
Sein Vater leitet ein Bankunternehmen in der zweiten Generation, das John aber nicht übernehmen will.
Sein jüngerer Bruder Julius ist ein Lebemann, der sich gerne den einfachsten Weg heraus sucht. Er ist mit Marlies verheiratet und wohnt mit ihr in der elterlichen Villa.
Ein, wie ich finde, unangenehmer Charakter, genau wie seine Frau.
Mir die liebste ist Blanche, die Tochter des Hauses, die immer auflebt, wenn ihr Mann Niklas auf Reisen ist. Dann zieht auch sie immer wieder zu Hause ein.
Gesa, Johns Mutter ist ganz Grandame. Sie herrscht über die Domestiken und den Haushalt.

Die Geschichte hat mich an vielen Stellen erschüttert und ich bin dankbar nicht zu dieser Zeit gelebt zu haben.
Alice hat es nicht leicht und doch gibt sie nie auf, was mich stark beeindruckt hat. Manch andere wäre an ihrem Leid sicher zerbrochen.

Ich bin gespannt was noch im zweiten Band auf sie wartet. Sicherlich auch der Ausbruch des ersten Weltkriegs.
Ob die Reeven ihre Bank und ihre Brauerei gut durch die unsicheren Zeiten bringen werden?
Und welche Geheimnisse, die sich bisher noch um Alice Vergangenheit ranken werden wohl noch aufgedeckt?

Am liebsten hätte ich gleich weiter gelesen, denn dieses Buch habe ich regelrecht durchsuchtet.

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Veröffentlicht am 06.07.2024

Eine gute Portion schwarzer Humor

Tea Time
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Ein Club der Spinnerinnen. Die Damen dieses Clubs haben alle eine Marotte. Egal ob jegliche Fransen, an Teppichen oder Schals richtig in Reihe nebeneinander liegen müssen, man gerne mal was einsteckt was ...

Ein Club der Spinnerinnen. Die Damen dieses Clubs haben alle eine Marotte. Egal ob jegliche Fransen, an Teppichen oder Schals richtig in Reihe nebeneinander liegen müssen, man gerne mal was einsteckt was einem nicht gehört, oder Ähnliches.

Da geht dann hin und wieder natürlich auch mal was schief. Als Nina ihre Handtasche stehen lässt und dann dem angeblichen Finder einen besonderen Finderlohn zugestehen soll läuft alles extrem falsch. Wie gut das ihre Freundin nicht zimperlich ist und sie bei der Behebung des Problems nicht im Stich lässt.
Später machen sich die beiden dann aber doch noch heftig Gedanken über ihre Tat und ob vielleicht auch andere ihres Clubs darin involviert sind.

Auf unterhaltsame Art wird diese Geschichte mit viel schwarzem Humor erzählt.
Ich fand es sehr skurril, aber auch extrem gut unterhaltend.

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Veröffentlicht am 26.06.2024

Im 18. Jahrhundert die neue Welt besiedeln

Savannah – Aufbruch in eine neue Welt
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Nellie wird vom Vater verstoßen ,als sie schwanger wird. Bei ihrem Onkel lernt sie Justus kennen, mit dem sie das Wagnis in die neue Welt zu übersiedeln angeht.

Der Roman beschreibt das Leben einer jungen ...

Nellie wird vom Vater verstoßen ,als sie schwanger wird. Bei ihrem Onkel lernt sie Justus kennen, mit dem sie das Wagnis in die neue Welt zu übersiedeln angeht.

Der Roman beschreibt das Leben einer jungen Frau zu Beginn des 18.Jahrhunderts. Sie sieht in Preussen keine Chance mehr auf ein gutes Leben und schließt sich einem Zimmermann an, der dem Aufruf Oglethorpes folgt, der South Carolina mit Europäern bevölkern will.

Auf anschauliche Weise wird Nellies Wagnis und ihr Weg beschrieben.
Eine mutige ,junge Frau , die scheinbar nichts mehr zu verlieren hat.
Leider spielt ihr das Schicksal nicht nur in der Vorgeschichte übel mit.
Neben Nellie , lernen wir ihren Onkel und seine Familie kennen, die mir sehr sympathisch waren.
Außerdem Agnes und ihre Familie, die ebenfalls den Schritt in die neue Welt wagen.
Auf dem Auswandererschiff und in South Carolina bekommt man einen guten Überblick aus welchen Gründen die Menschen Europa verlassen haben, um einen Neuanfang zu starten. Da gibt es religiös Verfolgte, Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben, andere die in der Familienhirarchie so weit hinten kamen, dass sie nichts zu erben gedachten, Alleinerziehende Mütter, oder Menschen, die einen lieben Menschen verloren haben und es nicht mehr geschafft haben damit immer wieder konfrontiert zu werden.

Alle diese Menschen wollen das selbe. Ein besseres Leben als zuvor. Doch was ist besser. Reicht es aus keine Angst mehr vor Verfolgung oder Missgunst haben zu müssen, oder muss man erfolgreicher sein und reich werden. Hier gehen die Interessen der Siedler weit auseinander und es ist ein täglicher Kampf gegen die Natur und auch gegen andere Ansichten, dem sich Nellie mit ihren Lieben dort stellen muss.

Ich finde den Alltag der Menschen sehr glaubwürdig und auch spannend geschildert. Es wird kein Heileweltschema aufgebaut , sondern aufgezeigt mit welchen Problemen die Siedler zu kämpfen hatten.
Dadurch, dass es kleinere Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel gibt, bleibt es die ganze Zeit über spannend.

Meine absoluten Lieblingscharaktere sind eindeutig Nellie und Agnes. Sie haben mein Herz erobert und ich habe mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn ich liebe historische Romane mit starken Frauenfiguren. Hier kam ich voll auf meine Kosten. Danke Malou Wilke.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Das Paralleluniversum

Albie Bright. Ein Universum ist nicht genug
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Albie ist traurig. Seine Mutter ist an Krebs gestorben.
Sein Vater versucht sich durch das Stürzen in seine Arbeit von seiner Trauer abzulenken. So lebt Albie bei seinem Großvater und versucht seinem Vater ...

Albie ist traurig. Seine Mutter ist an Krebs gestorben.
Sein Vater versucht sich durch das Stürzen in seine Arbeit von seiner Trauer abzulenken. So lebt Albie bei seinem Großvater und versucht seinem Vater nahe zu sein, indem er ein Buch von ihm liest. Hierin beschreibt dieser das es Paralleluniversen gibt. Das bringt Albie auf den Plan. Vielleicht lebt seine Mutter in einem dieser Universen noch.

Ein schönes Cover das mich gelockt hat. Und schon bei der Inhaltsangabe war mir klar, dass ich dieses Jugendbuch hören möchte.

Wir begleiten den Halbwaisen Albie bei seiner herzzerreißenden Suche nach seiner Mutter.
Mit Hilfe eines Kartons und einer vergammelnden Banane gelingt es ihm in Parallelwelten zu reisen.
Dort trifft er auf so manch sonderliches Selbst und stellt fest das sein Vater recht hatte. Bis auf einen Punkt unterscheiden sich die Welten immer und dieser eine Punkt kann von solcher Wichtigkeit sein, dass dort alles ganz anders verlief als in Albies Leben.
Bei seiner Suche nach seiner Mutter erfährt Albie so nebenbei wie wunderbar doch sein eigenes Leben verlaufen ist und das es nur einer Kleinigkeit bedurfte die solch einen Weg abändern kann.
So erfährt er viel über das Leben selbst .

Ein berührender Jugendroman, der auch für mich viel tröstliches beinhaltete.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Die Tierwandler

Nikki King: Verfuchst noch mal!
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Nikki King kann es gar nicht glauben. Plötzlich wachsen ihr Fuchsohren und sie hat Lust ihren liebsten Hamster Gurke zu fressen. Das kann doch einfach nicht wahr sein.
Doch das ist es.
Ihr Nachbarsjunge ...


Nikki King kann es gar nicht glauben. Plötzlich wachsen ihr Fuchsohren und sie hat Lust ihren liebsten Hamster Gurke zu fressen. Das kann doch einfach nicht wahr sein.
Doch das ist es.
Ihr Nachbarsjunge Jaro hilft weiter, denn auch er ist ein Tierwandler.

Dieses Buch für geübte ,junge Leser, besticht durch seine großflächige Bebilderung und eine große Schrift.Die Geschichte wird mit Hilfe kurzer Sätze erzählt und die Bilder unterstützen den Text fürs bessere Textverständnis.

Nikki passiert Unglaubliches - sie verwandelt sich nach und nach in einen Fuchs. Nicht nur das Äußere verwandelt sich, sie fängt auch an wie ein Fuchs wahrzunehmen und zu denken. Nikki ist eine Tierwandlerin und wusste es vorher nicht.
Jaro, der Nachbarsjunge besitzt die selbe Fähigkeit und hilft Nikki dabei zu verstehen was mit ihr passiert und wie sie die Verwandlung bewusst verhindern oder beschleunigen kann.

Eine wirklich spannende Sache solch eine Verwandlung in ein Tier. Der Auftakt zu einer neuen Reihe ist hier wirklich gut gelungen. Und die Andeutung von etwas Unheimlichem, Schwarzem im Gebüsch macht schon neugierig auf den nächsten Band der Serie.

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