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Veröffentlicht am 10.08.2025

Zwischen Schicksal und Selbstbestimmung

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Vor einigen Jahren habe ich Saskia Louis über die „Baseball Love“ Reihe kennengelernt. Sie war damit auch die erste, die mich in die Welt der Sportler-Romanzen entführt hat. Eine Welt, in die ich nun immer ...

Vor einigen Jahren habe ich Saskia Louis über die „Baseball Love“ Reihe kennengelernt. Sie war damit auch die erste, die mich in die Welt der Sportler-Romanzen entführt hat. Eine Welt, in die ich nun immer wieder zurückkehre. Ihr lockerer Schreibstil, die detaillierten Charaktere und die Fähigkeit, mich immer wieder durch ihre Dialoge zum Lachen zu bringen, haben mich direkt verzaubert. Ein paar Jahre habe ich bewusst kein anderes Buch von ihr gesehen, sodass ich mich sehr gefreut habe, ihren Namen mit „How to Fight Fate“ wieder auf den Listen der Neuerscheinungen zu sehen. Dieses Mal entführt sie die Leser allerdings nicht in Welt der Sportler, sondern in eine fantastische Welt.

In dieser Welt ist es das wichtigste Ziel eines jeden Menschen den eigenen Seelenpartner im Rahmen einer Seelenzeremonie zu finden. Denn alle, die keinen Partner finden, werden an die Front geschickt und müssen in einem Krieg kämpfen, in dem es aussichtslos erscheint. Als Kiana nach der Zeremonie ihren Partner direkt wieder verliert, gilt sie trotzdem als ungebunden und muss sich auf der Flucht wiederfinden. Dabei ist sie allerdings nicht lange alleine.

Auch wenn das Setting ein ausgedachtes, so konnte ich hier viele parallelen zu unseren heutigen Welt wiederfinden. Auch im 21. Jahrhundert scheinen viele noch der Meinung zu sein, dass es das höchste Ziel ist einen Partner zu finden, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Es darf zwar jeder sein Leben gestalten, wie er oder sie möchte, allerdings darf man sich trotzdem auf Fragen aus dem Umfeld einstellen. Dass diese Ziele nicht für jeden erstrebenswert sind, wird hier außer Acht gelassen. Allerdings nicht in dieser Geschichte. Hier wird das Konstrukt der Seelengefährten immer wieder hinterfragt, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und auch mit den Charakteren habe ich mich direkt angefreundet. Zeitweise hatte ich im Verlauf der Geschichte den Eindruck, dass sich ein paar Informationen häufiger wiederholt haben. Im Mittelteil hätte es aus meiner Sicht etwas mehr Action geben können, aber ansonsten war es eine rundum schöne Geschichte. Das Ende ist wie zu erwarten offen gewesen, da es sich um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Die Fortsetzung wird im Januar 2026 erscheinen, was zum Glück nicht mehr allzu lange dauert. Ich freue mich jetzt schon darauf zu erfahren, wie Kianas Reise enden wird.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Komplexes Sci-Fi Abenteuer mit vielen Sichten, aber auch einigen Längen

Star Bringer
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Auch wenn die Crave-Reihe von Tracy Wolff mit vielen anderen Büchern verglichen wurde und mit Sicherheit nicht perfekt ist, so hat sie mich dennoch in ihren Bann gezogen und zum Weiterlesen motiviert. ...

Auch wenn die Crave-Reihe von Tracy Wolff mit vielen anderen Büchern verglichen wurde und mit Sicherheit nicht perfekt ist, so hat sie mich dennoch in ihren Bann gezogen und zum Weiterlesen motiviert. Auf eine ähnlich fesselnde Storyline hatte ich mich auch bei Star Bringer gefreut, obwohl mir natürlich bewusst war, dass es sich hier um ein anderes Genre handelt und eine Kooperation mit der Autorin Nina Croft. Zunächst einmal bin ich begeistert, dass dies wohl eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit war, da ich nicht sagen konnte, welche Abschnitte von welcher Autorin geschrieben wurden. Was den Spannungsbogen angeht, so war die Zusammenarbeit von nicht ganz so viel Erfolg gekrönt. In meinen Augen gab es hier zu viele Länge und die Handlung war an vielen Stellen ziemlich zäh.

Zu Beginn habe ich relativ lange gebraucht, um mich in der Geschichte zurecht zu finden. Die ganzen Sichten konnte ich zunächst nicht auseinander halten. Vielleicht wäre dies besser gewesen, wenn ich das Buch gelesen und nicht gehört hätte, sodass ich mir zumindest auch die Namen hätte besser merken können. So habe ich einige Kapitel benötigt, bis ich die Stimmen und damit auch die Charaktere auseinander halten konnte. Mit der Zeit habe ich jedoch die unterschiedlichen Sichten immer mehr gemocht. Jeder Charakter ist wirklich individuell ausgearbeitet und hat eine komplexe Hintergrundgeschichte. Eigentlich mochte ich auch alle Figuren, bis auf Kali. Leider war sie die Hauptperson und am häufigsten Zentrum des Geschehens.

Kali mochte ich an vielen Stellen nicht, da sie für mich unauthentisch war. Sie ist mit dem goldenen Löffel geboren worden und musste sich nie um etwas kümmern. Somit ist es nur nachvollziehbar, dass sie es schwierig hat sich in ein Leben außerhalb des Palastes einzufinden. In einer Situation ist sie sehr unselbständig und in der nächsten spült sie gerne an. Das passt in meinen Augen nicht zusammen. Kali hat zu schnell neue Fähigkeiten gelernt und sich richtig zum Übermenschen entwickelt. Dass hat mir nicht gefallen.

Es ist zwar ein Reihenauftakt mit einem relativ offenem Ende. Allerdings konnte mich diese Roman so wenig fesseln, dass ich diese Reihe nicht weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Was sich liebt, das neckt sich

Infinity Falling - Change My Mind
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Holly und Ruben sind genauso wie das Sprichwort beschreibt. Was sich liebt, das neckt sich. Bereits nach einem gemeinsamen Abend auf einer Gala wissen sie, dass zwischen ihnen die Funkeln sprühen können. ...

Holly und Ruben sind genauso wie das Sprichwort beschreibt. Was sich liebt, das neckt sich. Bereits nach einem gemeinsamen Abend auf einer Gala wissen sie, dass zwischen ihnen die Funkeln sprühen können. Allerdings können die beiden eine Beziehung nicht zulassen, da sie Einfluss auf ihre Zusammenarbeit hätte. Durch den Auftakt der Serie weiß der Leser, dass die beiden als Manager für die beiden Schauspieler Avend und Hayes arbeiten. Sie müssen somit häufig zusammenarbeit und da dürfen keine Gefühle dazwischen kommen.

Diesen zweiten Teil könnte man wahrscheinlich unabhängig vom Auftakt lesen, allerdings hilft es dieses Buch zu kennen. Das Schauspielerpärchen hat immer noch eine große Rolle und ihre Probleme haben einen Einfluss auf die Handlung. So problemgeladen wie der erste Band ist dieser nicht mehr. Das fand ich allerdings etwas Schade, da er so weniger komplex oder tiefgründig war. Die Auswahl der Themen hatte mir in Vorgänger besonders gefallen. So ist es immer noch eine nette Geschichte, die jedoch nicht an die Emotionalität und Vielschichtigkeit anknüpfen kann.

Die Dialoge zwischen Holly und Ruben sind sehr gelungen. Die Kratzbürstigkeit der beiden lockert die Handlung auf und bringt eine gute Brise in das Geschehen. Außerdem hat der Leser das Vergnügen einige Mails der beiden mit einer aufgesetzten Höflichkeit zu lesen. So fließt auch noch etwas britischer Humor in den Roman ein. Sprachlich würde ich wieder nichts an dieses Buch kommen lassen. Die beschrieben Atmosphäre nimmt den Leser direkt mit und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Alles in allem kam in meinen Augen dieses Buch nicht an den Vorgänger heran. Allerdings hat es mich trotzdem gut unterhalten, sodass ich es gerne gelesen habe. Es gibt in jedem Fall schlechtere Romane, mit denen man seine Zeit verbringen kann.

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Wenig weihnachtlich, aber ansonsten ein schöner Liebesroman

Winterzauber in der kleinen Traumküche in Cornwall
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Wenn ein Roman bereits „Winter“ im Titel hat und mit einer verschneiten Landschaft wirbt, dann gehe ich davon aus, dass mich dieses Buch in eine schön gemütliche, weihnachtliche Stimmung versetzt. Das ...

Wenn ein Roman bereits „Winter“ im Titel hat und mit einer verschneiten Landschaft wirbt, dann gehe ich davon aus, dass mich dieses Buch in eine schön gemütliche, weihnachtliche Stimmung versetzt. Das war zumindest meine Erwartung als ich mit der Reise in ein kleines Dorf in Cornwall begonnen habe. Der Leser kann in jedem Fall ein ausgefallenes Dorfleben mit vielen neugierigen Nachbarn, viel Zusammenhalt und einigen Veranstaltungen erwarten. Allerdings lässt die Magie der kalten Jahreszeit auf sich warten. Es geht viel mehr um das Dorfleben, die Bewohner und die Renovierung des Stargazey Cottage. Der Roman beinhaltet eine schöne Liebesgeschichte, allerdings sollte jeder Leser, der gerne in Weihnachtsstimmung kommen würde, zu einem anderen Weihnachtsroman greifen.

Gwen benötigt einen Neustart und eine Aufgabe, um über den Verlust ihres Bruders hinweg zu kommen. Es gibt zu viele Aktivitäten, die sie nicht mehr erlaubt zu machen, da diese sie zu sehr an ihren Bruder erinnern. Mit der Lüge, dass sie eine begnadete Inneneinrichterin ist, ergattert sie mit ihrer besten Freundin Ella das renovierungsbedürftige Cottage Stargazey und hat nun die Aufgabe sich ins tapezieren und streichen einzulesen, um weiteren den Schein zu wahren. Dabei sind die Freundinnen nicht die einzigen Neuankömmlinge, die das Dorfleben durcheinander bringen.

Obwohl der Roman überwiegend auf einer Baustelle spielt, vermittelt er eine heimische Atmosphäre und strahlt eine Gemütlichkeit, die ich nicht erwartet hätte. Diese Gemütlichkeit spiegelt sich an einigen Stellen allerdings auch in dem Tempo des Romans wieder. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die leider in vielen Momenten vorhersehbar ist und wenige Überraschungen bereithält. Bei der ein oder anderen Situation musste ich auch hinterfragen, ob das Geschehen wirklich realistisch. Dennoch hat mich der Schreibstil und vor allem die Dialoge gut genug unterhalten, sodass ich jede Seite gerne gelesen habe. Der Leser sollte nur keine großen Überraschungen oder tiefgründige Charakterentwicklungen erwarten. Es ist wie eine Kutschfahrt im Schnee, wenig actionreich, aber dennoch gemütlich und schön.

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Ein Wettbewerb à la Ocean’s Eleven

Thieves' Gambit
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Was wäre, wenn es einen Wettbewerb für den besten Dr. No aus James Bond oder den gerissensten Joker in Batman geben würde? Rosalyn ist eine Teenagerin, die ganz anders als andere Altersgenossen groß geworden ...

Was wäre, wenn es einen Wettbewerb für den besten Dr. No aus James Bond oder den gerissensten Joker in Batman geben würde? Rosalyn ist eine Teenagerin, die ganz anders als andere Altersgenossen groß geworden ist. Sie ist die Tochter der erfolgreichsten Diebin Amerikas. Ihre Bestimmung war es immer irgendwann in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten. Allerdings ist das nicht unbedingt ihr Traum. Sie würden so viel lieber an eine Highschool gehen und Freunde treffen.

Im Herzen dieses Jugendromans steht ein Wettkampf zwischen der nächsten Generation an Dieben. Es ist eine spannende Herausforderung mit echt ausgefallenen Aufgaben und vor allem Lösungen. Das Buch hat mich wirklich häufiger überrascht und ich habe viele Wendungen nicht kommen sehen. Mit einigen Teilnehmern und mehren Diebstählen, die geplant werden müssen, legt die Handlung ein starkes Tempo vor. Dabei stehen keine Emotionen und zur Abwechslung auch einmal keine Liebesgeschichte im Vordergrund. Der Leser sollte somit auch keine tiefgründige Charakterentwicklung erwarten, die auf einer komplexen Gefühlswelt basiert. Es geht um einen rücksichtslosen Kampf um den erfolgreichsten, jungen Dieb.

Der Schreibstil ist ebenfalls mitreißend. Von der ersten Seite an bin ich in die Handlung gesogen worden und habe häufig mitgerätselt, wie man den ein oder anderen Gegenstand klauen könnte. Auch wenn die anderen Teilnehmer spannende Perspektiven einnehmen könnten, ist der gesamte Roman aus Rosalyns Sicht geschrieben. Da sie jedoch nicht immer überall sein kann, gibt es manchmal ein paar Lücken, was den Leser ebenfalls im Ungewissen lässt. Für mich wäre es auch spannen gewesen, wenn man mehr Sichten mitbekommen hätte, um so noch mehr über die geplanten Raubzüge zu erfahren, aber ich konnte nachvollziehen, warum die Autorin sich nur für den einen Erzähler entschieden hat.

Zum Ende hin war ich etwas enttäuscht, da ich nicht darauf eingestellt war, dass dies nur der Auftakt einer Geschichte ist. Es gibt kurz vor Ende noch schnell zwei krasse Wendungen und dann ist die letzte Seite erreicht. Leider gehen mit den Wendungen auch noch recht viel Drama einher. Von der dicke des Buches her, hätte hier auch das Gambit zu Ende sein können, aber der Leser darf Rosalyn noch länger begleiten. Ich schätze, dass leider auch mehr Drama in der Fortsetzung wartet. Darauf habe ich leider wenig Lust, da diese im ersten Teil ziemlich stereotypisch waren. Ich bin mir somit nicht sicher, ob ich wirklich diese Karriere als erfolgreiche Diebin weiterverfolgen möchte.

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