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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2024

Eine Sommergeschichte mit Tiefgang

Ein unendlich kurzer Sommer
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Im Mittelpunkt des Romans steht Lale, die aus ihrem Alltag flieht, indem sie den nächstbesten Zug nimmt und an der letzten Station aussteigt. Dort trifft sie auf Gustav, einen eigenwilligen Campingplatzbesitzer, ...

Im Mittelpunkt des Romans steht Lale, die aus ihrem Alltag flieht, indem sie den nächstbesten Zug nimmt und an der letzten Station aussteigt. Dort trifft sie auf Gustav, einen eigenwilligen Campingplatzbesitzer, der ihr Unterkunft gewährt. Von nun an werkelt sie mit ihm an den maroden Anlagen, bis schließlich ausgerechnet durch ein Grab neuer Schwung auf dem Platz einkehrt. Danach ist nichts mehr, wie es einmal war und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Denn dann taucht auch noch Christophe auf, der sich in Lale verliebt.

Kristina Pfister gelingt es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen tief eintauchen lässt in die Geschichte. Dazu führen die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die Gedankeneinschübe und die Detailgenauigkeit. Sie nimmt die Leserinnen und Leser mit in die bizarre Welt des Campingplatzes und gleichzeitig in eine Gefühlswelt von Liebe, Dankbarkeit und Trauer. Manche Szenen wirken geradezu filmisch. So zum Beispiel, wenn das seltsam schräge Quintett aus Lale, Gustav, Christophe, James und Flo bei einem Gewitter im Wohnzimmer sitzt und bei Kerzenschein Karten spielt.

Die Autorin brilliert in der Darstellung dieser Campingwelt und schöpft dabei gekonnt aus eigener Erfahrung, wie sich unschwer herauslesen lässt. Sie zeichnet die Hauptfiguren der Geschichte sehr klar und gleichzeitig mit all ihren Ambivalenzen. Das macht es manchmal zäh und spannend zugleich beim Lesen.

Der Buchumschlag spiegelt die Stimmung des Buches sehr gut wieder. Eine junge Frau auf dem Rücken auf dem Wasser liegend. Alles im Fluss, genauso wie die Geschichte selbst.

Ein lesenswertes Buch, das vier Sterne von mir bekommt.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Die Reise geht weiter

Zwischen heute und morgen
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Carmen Korn nimmt ihre Leserinnen und Leser in dem zweiten Teil ihrer Drei-Städte-Saga mit in die1960er Jahre. Das Figurenarsenal ist aus dem ersten Buch bereits bekannt. Man fühlt sich beim Lesen, als ...

Carmen Korn nimmt ihre Leserinnen und Leser in dem zweiten Teil ihrer Drei-Städte-Saga mit in die1960er Jahre. Das Figurenarsenal ist aus dem ersten Buch bereits bekannt. Man fühlt sich beim Lesen, als wäre man eingeladen bei alten Bekannten, die berichten, wie es Ihnen ergangen ist in den letzten Jahren. Die Autorin springt, wie auch im ersten Band, zwischen den Schauplätzen hin und her. Hamburg, Köln, San Remo. Sie verknüpft routiniert die Lebensgeschichte der Protagonisten und alles scheint sich, auf wundersame Weise zu fügen. Das Zeitgeschehen wird geschickt mit eingeflochten, von der großen Hamburger Flut über den Bau der Berliner Mauer bis hin zur Landung auf dem Mond.

Die Autorin brilliert beim Erzählen der Lebensgeschichten. Beinahe möchte man sagen, wie gewohnt. Das ist gleichzeitig auch ein kleiner Einwand. Denn wer Neues erwartet, könnte enttäuscht werden. Hier wird auf das Altbewährte gesetzt. Anfangs sogar mit einem sehr sanften Einstieg. Der Spannungsbogen baut sich eher langsam auf. Doch dann entfalten sich die Geschichten um Liebe, Eifersucht und Tod.

Den Buchumschlag ziert ein Foto aus den Sechziger Jahren und gleicht damit vom Stil dem vorherigen Band. Zum besseren Einstieg gibt es einen hilfreichen Stammbaum sowie eine Kurzbiographie der Protagonisten.

Ein lesenswertes Buch, das trotz kleinerer Kritikpunkte vier Sterne von mir bekommt.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Witzig und Authentisch!

Mathilda – Wie style ist das denn?!
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Mathilda – Wie style ist das denn?

Lustige Geschichte von zwei Schwestern

Mathilda ist genervt von ihrer älteren Schwester Thea. Die ist nämlich eine angesagte Influencerin. Als sie Mathilda in ihre ...

Mathilda – Wie style ist das denn?

Lustige Geschichte von zwei Schwestern

Mathilda ist genervt von ihrer älteren Schwester Thea. Die ist nämlich eine angesagte Influencerin. Als sie Mathilda in ihre Aktivitäten im Internet mit einbezieht, beginnen die Verwicklungen.Immer mehr Kinder- und Jugendbücher greifen das Thema „Soziale Netzwerke“ auf. Hier wird es einfallsreich umgesetzt von der Autorin, Silke Antelmann.
Auch wenn der Geschichte manchmal der Spannungsbogen fehlt, ist sie ein großer Lesespaß.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und somit eine leichte Lektüre. Besonders gelungen ist die Interaktion mit den Lesenden. Durch Ankreuzfragen fühlt man sich direkt angesprochen und kann mitmachen.
Der Buchumschlag ist gut gestaltet und passt zur Geschichte. Die Sticker und Emojis auf den einzelnen Seiten lockern den Text auf.
Von mir bekommt „Mathilda“ 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Neues Liebesglück in den schottischen Bergen

Die kleine Gärtnerei in den Highlands
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Beth verwirklicht mit der eigenen Gärtnerei ihren Traum. Zwar ist das Leben fordernd für die junge Frau mit ihren Zwillingen seit der Trennung von ihrem Mann, aber sie ist zufrieden. Doch als neben ihrem ...

Beth verwirklicht mit der eigenen Gärtnerei ihren Traum. Zwar ist das Leben fordernd für die junge Frau mit ihren Zwillingen seit der Trennung von ihrem Mann, aber sie ist zufrieden. Doch als neben ihrem Grundstück ein Outdoor-Camp für Jugendliche eröffnet, ist sie skeptisch. Als es dann gleich am Anfang zu einem Zwischenfall kommt, hat selbst Jack MacDonald, der charismatische Leiter, seine Schwierigkeiten Beth zu beschwichtigen. Doch gemeinsam stellen sie sich den neuen Herausforderungen und kommen sich dabei näher.

Den Auftakt der Familiensaga in den schottischen Highlands gab es 2023 mit „Das Winter-Cottage“. Nun werden die Leserinnen und Leser wieder mitgenommen in das kleine Dorf Applemore und treffen alte Bekannte wieder, wie die Geschwister Polly, Charlotte und Lachlan. Doch auch wer, den ersten Teil nicht gelesen hat, findet sich mühelos ein in den neuen Roman. Im Herbst erscheint dann Band 3 „Midsummer House“ ebenso beim Insel-Verlag.

Gewohnt routiniert geht die Autorin, Rachael Lucas, auch im aktuellen Buch vor. Sie beschreibt sehr einfühlsam ihre Figuren und lässt eine Atmosphäre zum Wohlfühlen entstehen. Bei der Handlung setzt die Autorin auf altbewährte Muster. Schnell ist absehbar, wer hier zu wem findet. Wobei die Geschichte insbesondere am Ende deutlich Fahrt aufnimmt.

Für Fans von Liebesromanen ist „Die kleine Gärtnerei in den Highlands“ genau das richtige Buch.

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Starke Frau

Ich bin Frida
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In dem Buch ""Ich bin Frida. Eine große Geschichte von Liebe und Freiheit" wird erzählt wie die Malerin Frida Kahlo im Sommer 1938 an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen ist. Sie möchte unabhängig ...

In dem Buch ""Ich bin Frida. Eine große Geschichte von Liebe und Freiheit" wird erzählt wie die Malerin Frida Kahlo im Sommer 1938 an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen ist. Sie möchte unabhängig von ihrem Ehemann Diego Rivera werden, der einer der bekanntesten Künstler Mexicos ist. Mit ihrer ersten Ausstellung in New York beschreitet sie neue Wege.

Für mich war es das erste Buch von Caroline Bernard. Im Verlag Aufbau-Taschenbuch ist bereits von ihr erschienen "Frida Kahlo und die Farben des Lebens". Doch auch ohne diesen erfolgreichen Roman gelesen zu haben, konnte ich problemlos einstiegen in die Welt der Malerin mit "Ich bin Frida. Eine große Geschichte von Liebe und Freiheit".

Die Autorin brilliert beim Spannungsaufbau. Ich konnte mich sofort sehr gut einfühlen in die Charaktere. Die Autorin, Caroline Bernard, zeichnet ein sehr genaues Bild der damaligen Verhältnisse. Die aufwändige Recherchearbeit ist dem Buch anzumerken.

Der Buchumschlag ist liebevoll gestaltet. Die Verzierungen um die Seitenzahl herum, machen die Optik sehr besonders.

Ein lesenswertes Buch, das trotz kleinerer Kritikpunkte vier Sterne voll und ganz verdient hat.

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