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Veröffentlicht am 18.02.2025

Krimiklassiker aus Großbritannien

Campion. Tödliches Erbe
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"Campion - Tötliches Erbe" ist ein Krimiklassiker aus dem Jahre 1931 aus Großbritannien. Er erzählt die Geschichte des mittellosen Albert Campion, welcher in ein verwirrendes Abenteuer um den Kelch der ...

"Campion - Tötliches Erbe" ist ein Krimiklassiker aus dem Jahre 1931 aus Großbritannien. Er erzählt die Geschichte des mittellosen Albert Campion, welcher in ein verwirrendes Abenteuer um den Kelch der Familie Gyrth stürzt. Campion erfährt, dass der Kelch gestohlen werden soll. Nun setzt er alles daran, diesen und die Ehre der Familie zu retten.

Margery Allingham (1904 - 1966) gehört lt. Buch zu den "Queen of Crime" und somit zu den wichtigsten Kriminalautorinnen neben Agatha Christie, Dorothy l. Sawyers und Ngaio Marsh. Bis zu diesem Buch war sie mir komplett unbekannt und ich war froh durch die Neuauflage von ihr zu erfahren.

Es handelt sich um einen Kriminalroman ganz ohne Mord und Totschlage, welche gut, aber nicht immer auf dem Höhepunkt der Spannung geschrieben ist. Er hat doch die ein oder andere Länge, die ich mir anders umgesetzt, ein wenig besser hätte vorstellen können. Alles in allem handelt es sich aber um einen klassischen Roman, wie wir ihn auch von den anderen drei Ladys of Crime kennen.

Man findet sich schnell in einer anderen Zeit wieder, in einem London der frühen Jahre (was ich persönlich sehr liebe). Die Uhren ticken hier doch noch etwas anders und darauf muss man sich einlassen können.

Eine Leseempfehlung für alle, die auf die guten alten Krimis aus Großbritannien stehen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Magie im alten Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Wir begleiten Inez, welche 1884 bei ihrer Tante und ihren zwei Cousinen in Buenos Aires lebt. Hier wartet sie immer wieder auf die geliebten Briefe ihrer Eltern. Diese forschen im antiken und magiebehafteten ...

Wir begleiten Inez, welche 1884 bei ihrer Tante und ihren zwei Cousinen in Buenos Aires lebt. Hier wartet sie immer wieder auf die geliebten Briefe ihrer Eltern. Diese forschen im antiken und magiebehafteten Ägypten. Doch ein Brief soll das Leben von Inez komplett verändern. Der letzte Brief kommt nicht wie erhofft von ihren Eltern, sondern von ihrem Onkel. Inez Eltern sind in der Wüste verschollen und werden für tot gehalten. Hier beginnt eine Reise ins ferne Ägypten, um herauszufinden, was wirklich passiert ist. Angekommen in diesen Land beginnen die Probleme, die Magie in ihrem Ring, welchen sie von ihrem Vater erhalten hat erwacht, Geheimnisse werden immer präsenter und dann ist da noch dieser White, mit welchem sie immer wieder aneinander gerät.

"What the river knows" hat mich bereits vom Cover total verzaubert. Ein echter Hingucker war dann definitiv der tolle Farbschnitt. Beides zeigte sofort wo die Reise hingehen wird. Vollkommen überzeugt war ich dann schon nach den ersten Seiten. Es handelt sich um einen Fantasyroman, welcher immer wieder mit historischen und geschichtlichen Details versetzt wurde. Es geht um Grabräuberei, Korruption und Macht. Man fühlt sich super in die damalige Zeit und die Gepflogenheiten versetzt. Die Szenarien werden einfach super beschrieben.

Ich hatte persönlich ein paar Probleme mit den anfänglichen fallenden spanischen Worten umzugehen. Das hat sich aber gelegt. Mit Inez als starker Frau, welche ihrer Zeit weit voraus ist kommt man auch super ins Buch hinein. An der ein oder anderen Stelle wirkt sie für mich allerdings sehr naiv, was aber auch ihrem Alter durchaus geschuldet ist (sie ist ja noch nicht einmal 20 Jahre alt). Das Buch hat an der ein oder anderen Stelle kleiner Längen, aber das hat mich nicht davon abgehalten, das Buch zu verschlingen.

Alles in allem hat mir das Buch super gefallen. Es war für mich mal etwas anders, ein neues Setting, welches ich so noch nicht gelesen habe. Für mich eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Abtauchen in eine mystische Zeit

Sisters in Blood - Der Schwur
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Wir begleiten in dem Buch Gunnhild und ihre zwei Freundinnen Oddny und Signy auf ihrer Reise durch Norwegen. Noch als Kinder leisten die drei einen Blutschwur immer füreinander da zu sein. Als Oddny von ...

Wir begleiten in dem Buch Gunnhild und ihre zwei Freundinnen Oddny und Signy auf ihrer Reise durch Norwegen. Noch als Kinder leisten die drei einen Blutschwur immer füreinander da zu sein. Als Oddny von ihrer Schwester getrennt wird steht für sie fest, dass sie alles dafür geben wird, ihre Schwester nach Hause zu holen. So auch für ihre Schwurschwester Gunnhild. Eine wilde Reise durch die Zeit der Wikinger mit ihrer ganzen Mystik und Mythologie.

Das Buch hatte mich schon vom Cover total überzeugt. Liest man das Buch, so stellt man fest, dass es nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch perfekt zum Inhalt passt. Lasst euch überraschen, welche Rolle eine Schwalbe noch spielen wird.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Bei den Namen aus der nordischen Region habe ich mich anfangs etwas schwer getan bis ich rein gefunden habe. Ab und an hat mir da ein Blick an das Ende des Buches geholfen, wo viele Protagonisten noch einmal mit ein paar kurzen Sätzen aufgeführt waren. Auch ein paar Begriffe aus der Zeit und der Region werden hier noch einmal erklärt. Auch die Kapitellänge ist angenehm gewählt. Sicher hat man Stellen, wo man denkt "das hat sich etwas gezogen", aber für mich war es vollkommen okay und tut alles auf lang oder kurz zur Handlung beitragen.

Die Personen erhalten mehr oder weniger schnell die Sympathien. Die Handlungen sind weitestgehend auch nachvollziehbar. Ein paar kleine Widersprüche gab es, über die konnte ich aber gut hinwegsehen und es hat für mich nichts an der Meinung zum Buch geändert.

Alles in allem fand ich es ein sehr spannendes Buch und ich konnte es mir schwer aus der Hand legen. Ein Buch für Freunde der Mythologie und historischen Geschichten. Eine klare Leseempfehlung.

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  • Handlung
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  • Charaktere
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Veröffentlicht am 06.05.2024

Willkommen im Spindrift! Tee oder doch lieber etwas Blut mit Kokosnuss?

A Tempest of Tea
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Mir ist zuerst das tolle Cover ins Auge gesprungen. Es versetzt einen schon etwa in die Zeit in der das Buch spielt und deutet auch die Lage der Handlung vor. Auch wenn Ettenia nicht wirklich real ist, ...

Mir ist zuerst das tolle Cover ins Auge gesprungen. Es versetzt einen schon etwa in die Zeit in der das Buch spielt und deutet auch die Lage der Handlung vor. Auch wenn Ettenia nicht wirklich real ist, so erinnert es doch sehr an das London der 1920er-Jahre. Eine Zeit und auch eine Gegend die mich so schon unglaublich anlockt. Vampire und Tee dann noch dazu? Einfach eine super Kombination. Die kleine Karte ist auch für die Orientierung einfach ziemlich hilfreich und lockert das Buch ein wenig auf.

Am Anfang habe ich mich echt ein wenig quälen müssen. Ich hatte das Gefühl nicht wirklich voran zu kommen. Der Schreibstil ist halt doch ein wenig anders als man es gewöhnt ist. Aber ab Kapitel 3 oder 4 hab ich es dann wirklich gut lesen können und man hat sich daran gewöhnt, dass die Autorin auch mal Wörter verwendet, die im normalen Sprachgebraucht jetzt nicht alltäglich sind.

Ein kurzes Wort für zu unseren Protagonisten. Die Charaktere sind alle super, man versteht die Handlungen von Arhtie und ihrem Wahlbruder Jin. Sie sind nachvollziehbar und untermalen die beiden perfekt. Schon allein die beiden Gimmicks, welche sie mit sich tragen. Wer hat nicht auch immer eine Pistole namens Calibore und einen Regenschirm dabei. Mit der Zeit stehen den beiden immer wieder Charaktere zur Seite, die mal mehr oder weniger hilfreich sind. Wir lernen einen Künstler, eine Fälscherin und natürlich den Auftraggeber für die ganze Unternehmung kennen. Durch die Geschichte bekommen wir auch einen kleinen Einblick in Vergangenes. Alles wichtig für den Aufbau unserer Helden.

Die Autorin hat im gesamten Buch einen roten Faden beibehalten, der einen super hindurch führt. Sicher ist der Anfang erst einmal etwas schwierig, aber ich glaube das braucht das Buch auch um die Geschichte einzuleiten und einen Grundstein zu bauen.

Im ganzen finde ich das Buch sehr gelungen. Die Welt zieht einen in ihren Bann. Man fühlt sich, als wäre man direkt selbst in Ettenia. Es hat Irrungen und Wirrungen, die ein oder andere Wendung und kommt zu einem tollen Abschluss, welcher definitiv die Neugier auf Band 2 weckt.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Die Magie hängt an dünnen Fäden

Threads of Power
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Der vierte Teil von V. E. Schwab in den vier Londons und der erste Teil einer doch neuen Reihe.

V. E. Schwab entführt uns erneut in die vier Londons gezeichnet von Magie und Zauberei. Wir begleiten die ...

Der vierte Teil von V. E. Schwab in den vier Londons und der erste Teil einer doch neuen Reihe.

V. E. Schwab entführt uns erneut in die vier Londons gezeichnet von Magie und Zauberei. Wir begleiten die junge Tes, welche nicht nur die dünnen Fäden des Magischen sehen kann, sondern mit ihnen arbeitet, sie neu verknüpft und sie repariert. In ihrer kleinen Werkstatt versucht sie sich durchzukämpfen, ohne das die Leute mitbekommen sollen, dass diese überhaupt ihr gehört. Doch bald ändert sich alles und vielleicht ist ja Tes diejenige, welche das Gleichgewicht der Londons in neue Bahnen lenkt.

Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist schlicht und zeigt trotzdem irgendwie genau das, worum es in dem Buch geht. Fäden die sich ändern, mal zusammenlaufen, aber auch wieder Teilen.
Die Figuren sind wunderbar aufgebaut, handeln schlüssig und man kann sich wunderbar in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist gerade am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Ich musste mich ein wenig durch die ersten Kapitel kämpfen, da doch sehr zwischen den Protagonisten gesprungen wurde und man sich immer wieder in neuen Anfängen des Handlungsstrangs befand. Das Buch ist aber so detailgetreu geschrieben, dass es einfach nur Spaß macht es zu lesen, auch wenn es mit seinen knapp 736 Seiten ein ganz schöner Brummer ist. Eine Buchstärke, die auch ein wenig Zeit beansprucht.
Ich kannte die Weltenwanderer-Reihe von den Klappentexten und vom in der Hand halten aus der Buchhandlung, habe diese Bücher aber noch nie selbst gelesen. Es wäre vielleicht ein wenig hilfreich gewesen, um vielleicht einen noch besseren Einblick in die Charaktere zu bekommen, man kommt aber auch super ohne die Reihe klar und kann auch mit diesem Buch anfangen.

Meiner Meinung nach ein Buch, was super viel Spaß macht zu lesen, allerdings keine Lektüre für Zwischendurch ist.

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