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Veröffentlicht am 06.05.2024

Dark-Romance // Menage a trois // London // Royal-Romance

Dark Prince
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Dark Prince ist der Auftakt der sechsteiligen Royalen Reihe von J.S. Wonda.
Zu Handlung//Klappentext:
London. Heute. Abseits vom Piccadilly Circus. Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft ...

Dark Prince ist der Auftakt der sechsteiligen Royalen Reihe von J.S. Wonda.
Zu Handlung//Klappentext:
London. Heute. Abseits vom Piccadilly Circus. Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft und nichts getan, das diese gefährden könnte. Doch als ihr jüngerer Bruder in die Drogenszene gerät, sieht sie sich gezwungen, ihn mit allen Mitteln daraus zu befreien. Dabei trifft sie auf einen gefährlichen Unbekannten, der den gesamten Londoner Schwarzmarkt beherrscht.
Er ist jung – und verdammt gutaussehend – und passt so gar nicht in die düstere Welt der Vorstädte rund um London, in der sie aufgewachsen ist. Was ist sein Geheimnis? Welche Rolle spielt sein treuer Freund Davies? Und was geschieht, wenn sie der dunklen Anziehungskraft des Dark Prince' verfällt und dabei in einen Strudel aus Gefahr und Lust gerät? Wird sie ihrem Bruder helfen können?
»Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Sie beginnt mit einem Geheimnis, das England bis ins Königshaus erschüttern könnte, und endet mit einem noch viel Größeren. Du denkst, ich sei nichts weiter als ein Gangster, der mit Drogen und Kartellen spielt. Und dabei gewinnt. Du denkst, ich besäße nur meinen Club und ein paar Leute, die mir gehorchen. Du glaubst, meine Kontakte reichten nicht um die Welt, und du glaubst, mein Blut sei so rot wie deines. Aber du täuschst dich. Du hast keine Ahnung, wen du wirklich vor dir hast.«
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir. Der Roman ließ sich sehr einfach und zügig lesen.
Die Charaktere waren sehr lebendig beschrieben, auch die gesamte Umgebung konnte ich mir sehr genau vorstellen. Ob Szenen im vollen Club, dunkle Straßen Londons oder in Bezug auf räumliche Ausstattung, die Beschreibung war für mich immer sehr präzise, sodass das Eintauchen in die jeweilige Szenerie mühelos möglich war.
Der Wechsel der Perspektiven war sehr interessant gewählt, denn es wird nicht nur aus der Perspektive der Protas erzählt (Ich-Perspektive), die Perspektive des allwissenden Erzählers kommt hinzu und gibt dem Roman eine ganz spezielle Note und Wendung. Das war überraschend und aufschlussreich.
Der Dark Romance-Vibe war im gesamten Roman allgegenwärtig. Die Protagonistin Florence, deren innerer Zwiespalt von unbestimmten Gefühlen, Lust und Neugier und auch Wut durchflutet ist, versucht in den Abgründen Londons zu überleben und ihren Bruder zu schützen. Leider hat sie dabei wesentlich weniger Glück als sowieso schon. Denn beim Versuch ihren Bruder zu schützen, gerät sie ins Visier den Prinzen. Nur hatte der Prinz sie bereits seit 5 Jahren, seit ihrer ersten Begegnung, nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Der Prinz verlangt ihr einiges ab und ist dabei wenig zimperlich. Dabei stellt er sie immer wieder vor die Situation instinktiv Entscheidungen treffen zu müssen, aber meistens ist ihre Neugier größer als die Angst. Sie ist jung aber forsch, geprägt durch ihr unmittelbares Umfeld – eine Kämpferin durch und durch, anpassungsfähig, aber trotzdem trotzig, wenn es darauf ankommt.
Es ist eine Dark Romance, also werde ich auf den Spice nicht näher eingehen. Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Man sollte nicht romantisieren und mit etwas Abstand lesen. Diese Szenen haben aber viel mit Vertrauen und der Entwicklung der Protagonisten zu tun. Zudem sind sie nicht im Übermaß vorhanden.
Die Entwicklung in der Story ist interessant und ich kann den Prinzen immer noch nicht wirklich einschätzen. Ich kann mir gut vorstellen wohin die Reise geht und wer er zu sein scheint, trotzdem erschließen sich mir einige Details nicht. Aus diesem Grund gibt es auch fünf weitere Bände (?). Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, finde ich wirklich gut, aber der gesamte Roman ist dann doch etwas langatmig, obwohl er sich leicht lesen lässt.
Einige Szenen waren spannend und haben dem Roman noch etwas Würze verliehen, aber es hat mich nicht so mitgerissen, wie ich es erhofft hatte. Könnte man halbe Punkte vergeben, wären es 3,5.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Ich habe etwas anderes erwartet...

When The Moon Hatched
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Ich habe ganz viele gemischte Gefühle.
Vorweg all jenes, das mir gut gefallen hat:
Reave ist eine absolut starke Protagonistin, die mich manchmal mit ihrem Stursinn in den Wahnsinn getrieben hat. Ihre ...

Ich habe ganz viele gemischte Gefühle.
Vorweg all jenes, das mir gut gefallen hat:
Reave ist eine absolut starke Protagonistin, die mich manchmal mit ihrem Stursinn in den Wahnsinn getrieben hat. Ihre scharfe Zunge wird ihr eher zum Verhängnis, als zu einer guten Sache.
Aber Reave hat unglaublich viel Herz und hat bereits so viel gelitten, dass sie niemanden an sich heranlassend will und es nicht einmal wagt solche Gedanken auszusprechen, aus Angst, ihre Lieben wieder und wieder auf grausame Art zu verlieren.
Bis zu einem Gewissen Punkt ist das verständlich, aber so richtig aufgeklärt wird das nicht.
So.. nach ungefähr unzähligen Seiten trifft sie nun auf Kaan und ich freute mich schon, dass nun endlich die epische Liebesgeschichte beginnt.. Aber es passiert irgendwie nicht.

Die Geschichte nimmt auf für Reave tragische Weise ihren Lauf, in Wut und Zorn will sie den Mörder ihrer Freundin finden und töten.
Und da taucht Kaan wieder auf. Aber irgendwie passiert weiterhin nichts..

In etlichen IG-Beiträgen wird Kaan mit Cassian verglichen.. Aber ich kann bei aller Liebe einfach keine Verbindung zwischen den beiden Herstellen.
Cassians Verbindung mit Nesta ist episch, mit Leidenschaft und durch bedingungslose Liebe auf allen Ebenen gezeichnet. Nesta würde für Cassian aber auch durchs Feuer und den größten Schmerz gehen.

Ich verstehe Kaans Beweggründe, aber ich hab das irgendwie nicht richtig gefühlt.
Er kam mir zu sporadisch vor.
Seine Gefühle sind offen, ehrlich. Aber Reave hat meiner Meinung nach nicht die Möglichkeit sich wirklich ehrlich mit Kaan auseinander zu setzen. Dazu bekommen beide in ihren gemeinsamen Momenten zu wenig Raum. Während der Erzählung sind sie beinahe nur 1/4 gemeinsam.
Den Rest verbringt Reave mit ihrem Rachefeldzug und dem Ausbruch aus der Hütte. Für eine Romantasy war mir das zu wenig.

Um in der gesamten Welt erstmal klarzukommen muss man sich das Glossar ansehen. Anfangs hat mich das schon stark verwirrt.

Der Schreibstil ist klasse, keine Frage.
Aber am Ende hat mir einfach das Gefühl einer epischen Liebe gefehlt. Teil 2 kommt noch, also mal sehen...

Veröffentlicht am 29.08.2024

Interessanter Aufbau mit einer großen Menge an Charakteren

Sandover Prep - Der Außenseiter
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Der Außenseiter ist der erste Band der Sandover Prep Reihe und auch für mich der erste Roman der Autorin.


Ich habe mir das Hörbuch des ersten Bandes angehört und muss sagen, dass ich mir etwas schwer ...

Der Außenseiter ist der erste Band der Sandover Prep Reihe und auch für mich der erste Roman der Autorin.


Ich habe mir das Hörbuch des ersten Bandes angehört und muss sagen, dass ich mir etwas schwer tat. Die einzelnen Sprecher haben immer nur die Kapitelnummer angesprochen, aber nie den Charakter, der in diesem Kapitel folgte. Anfangs war es also etwas schwierig sich in das Hörbuch reinzuhören.
Wir haben Sprecher für RJ, Sloane, Fenn und zwei weitere Charaktere. Das machte für mich die Verwirrung etwas groß. Am Ende, nachdem man sich beinahe 12 Stunden eingehört hat, war es kein Problem mehr.

Meine Meinung zum Buch:

Leider hat sich die Geschichte für mich stark in die Länge gezogen und irgendwie wurde ich mit all den Charakteren nicht richtig warm. Ich vermute, dass das an den vielen Charakteren lag, denn dadurch konnte ich die Tension zwischen RJ und Sloane nicht richtig spüren. Für mich waren zu viele Nebenhandlungen störend für die Geschichte. Dass Fenn in der Geschichte vorkam, ja das machte für mich noch Sinn, aber die beiden anderen Charaktere, die eingearbeitet waren, zogen die Geschichte meiner Meinung nach unnötig in die Länge. Einige der Szenen hätten aus RJs oder Sloanes Perspektive erzählt werden können, dann hätten auch beide Charaktere mehr Tiefe bekommen.
Vermutlich ging es auch darum, die Situation auf dem Campus näher zu beleuchten und auf weitere Bücher vorzubereiten, aber.. irgendwie hat mich das nicht wirklich ergriffen.
Der Schreibstil der Autorin ist gut, keine Frage. Aber mir hat in der Geschichte die Tiefe gefehlt.
Dabei ist Sloane, auch wenn sie irgendwie innerlich doch sehr zart ist, eine starke Person. Sie hat Biss und Kraft und setzt sich für ihre Lieben ein. Vor allem für ihre Schwester.

Ich werde dem zweiten Band eine Chance geben, weil ich wirklich gern wissen möchte, wie es zu Caseys Unfall kam und in wie weit hier einer der Charaktere eine Rolle spielt.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Gut, aber mit einigen Schwächen - der zweite Band der Seasons-Reihe

A Winter to Resist
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A Winter to resist von Morgane Moncomble ist der zweite Band der Seasons-Reihe, die aus insgesamt vier Bänden besteht.

Zum Inhalt:
Lily hat im Paareiskunstlauf nur ein Ziel, sie will Gold bei den olympischen ...

A Winter to resist von Morgane Moncomble ist der zweite Band der Seasons-Reihe, die aus insgesamt vier Bänden besteht.

Zum Inhalt:
Lily hat im Paareiskunstlauf nur ein Ziel, sie will Gold bei den olympischen Spielen gewinnen und den Rekord ihres Idolen Orion Williams brechen. Als ihr Partner jedoch nicht mehr in Frage kommt, weil er sich verletzt muss ein neuer Partner gefunden werden. Und ihr neuer Partner wird – wie das Schicksal es will – Orion Williams. Und Orion wirkt anfänglich nicht wirklich kooperativ, doch langsam aber sicher, mit viel Zeit und Training ändert sich ihr Verhältnis. Und das Ziel Gold scheint nicht mehr so entfernt, oder?
Meine Meinung:
Orion und Lily habe ich als Charaktere sehr gemocht. Ihre Interaktionen waren witzig, teilweise auch etwas kindisch, wenn man die Anfänge bedenkt, wandelten sich dann aber zu gefühlvoll, besorgt, zu authentisch. Den Veränderungsprozess habe ich mehr bei Orion beobachten können als bei Lily, und das fand ich etwas schade. Ohne hier großartig spoilern zu wollen, hätte sich meiner Meinung nach die Autorin auf einen Charakter fokussieren sollen, weil mir die Ausarbeitung der einzelnen Geschehnisse einfach nicht tief genug ging. Für mein Gefühl war die Aufarbeitung bestimmter Dinge zu oberflächlich, gegen Ende beinahe nicht mehr „erwähnenswert“ und insofern für die Geschichte eigentlich nicht weiter relevant. Das fand ich sehr schade, weil das Geschehen selbst einfach so lebenseinschneidend war/ist.
Zudem fand ich es etwas schade, dass die Charaktere des ersten Bandes nicht so oft vorkamen. Vielleicht bin ich aus anderen Bänden gewohnt, dass Charaktere und Geschichten miteinander verbandelt sind und eine fortlaufende, aber eigenständige Geschichte beschreiben, das hatte mir gefehlt. Ich empfand deren Erwähnung lediglich sinnvoll für die fortlaufenden Bände.
Ich glaube, dass man den ersten Band nicht mit dem zweiten vergleichen darf. Der erste hatte mich gefangen, er war düster auf besondere Weise und hatte einen Plot Twist, der sich gewaschen hatte. Deswegen war die Freude natürlich groß, auch den zweiten Band zu lesen und hier wieder auf etwas Unerwartetes zu treffen. Davon hätte ich mich vielleicht lösen sollen. (Obwohl auch hier einige Dinge nicht ganz in die Tiefe gingen).

Fazit:
Ich fand die Geschichte an sich gut, aber irgendwie hat sie mich dann doch nicht ganz mitgenommen. Es fehlte meiner Meinung nach in bestimmten Bereichen an Tiefe und Aufarbeitung von Traumata. Das Buch ließ sich auch, wie Band 1, gut und flüssig lesen – keine Frage. An Band 1 kommt dieser Band aber nicht heran.

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Veröffentlicht am 16.05.2024

Langatmig - die Idee ist super, hat mich aber nicht ganz abgeholt

Dare Me
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Harlow und Rem sind ein spezielles Paar.
Erst ab der Hälfte des Romans hat mir die Geschichte angefangen zu gefallen.
Bis dahin war es etwas langatmig, ein Roman, den ich normalerweise in zwei Tagen lesen ...

Harlow und Rem sind ein spezielles Paar.
Erst ab der Hälfte des Romans hat mir die Geschichte angefangen zu gefallen.
Bis dahin war es etwas langatmig, ein Roman, den ich normalerweise in zwei Tagen lesen würde, was aber hier nicht passiert ist.
Die wenigen Kapitel aus Rems Perspektive haben mir wenig über seine Gefühle verraten. Die Tension zwischen den beiden war erst ab der Mitte des Buches wirklich erkennbar.
Die Auflösung/Der Cliffhanger war für mich auch irgendwie random - wieso? Für eine Fortsetzung? Das hätte ein guter Plot Twist werden können..
Der Schreibstil ist trotzdem super.
Auch die Idee, die hinter den Dares steckt, ist klasse.
Harlow hat noch einige Baustellen, vielleicht erfahren wir in der Fortsetzung mehr.

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