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SaintGermain

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Dark secrets

He Sees You When You´re Sleeping
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Die erfolgreiche Schmuck-Influencerin Chloe Hallman kann sich seit dem Unfall-Tod ihrer Eltern nicht mehr an Weihnachten erfreuen. Schon bald lernt sie den Feuerwehr Jack kennen, der ihr seitdem nicht ...

Die erfolgreiche Schmuck-Influencerin Chloe Hallman kann sich seit dem Unfall-Tod ihrer Eltern nicht mehr an Weihnachten erfreuen. Schon bald lernt sie den Feuerwehr Jack kennen, der ihr seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Jedoch ist Jack ihr persönlicher Stalker, der sie seit dem Tod ihrer Eltern beobachtet. Aber auch Chloe hat ihre Geheimnisse, die sie im Internet auslebt.

Das Cover ist sehr düster gehalten, passt aber - auch durch den Weihnachtsbaum - sehr gut zum Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist primär gut; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

Allerdings haben sich doch auch Fehler, Wiederholungen und Logikfehler eingeschlichen, wobei ich aber auch sagen muss, dass ich die noch nicht fertig korrigierte deutsche Übersetzung gelesen habe.

Trotzdem einige der oben genannten Auffälligkeiten:

- Zuerst ist das T-Shirt lang; 2 Sätze später dann sehr kurz.

- Bei den expliziten Szenen muss Jack gefühlt in jedem 2. Satz das Tempo anpassen.

- Warum merkt Chloe nicht, dass ihr Rauchmelder plötzlich wieder hängt?

Der Plot ist ausgezeichnet gewählt, ebenso die Charaktere. Auffällig auch, dass schon am Anfang sehr viel verraten wurde, auch weil die Kapitel zwischen Chloes und Jacks Sicht wechseln. Dies hat zwar viele Vorteile, wie z.B., dass man als Leser schnell merkt, dass Jack kein typischer Stalker ist, andererseits nimmt man damit allerdings auch Spannung raus, da man ja schon nach wenigen Seiten weiß, dass Jack der Stalker ist und eben dann auch ein anderes Pseudonym benutzt.

Die vielen expliziten Szenen waren mir dann fast auch schon zu viel.

Fazit: Insgesamt guter Plot, aber verbesserungswürdig. 3,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 30.06.2025

4x Peter 2 - Das Mädchen auf dem Fahrrad

Dunkles
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Während in Fürth ein Mädchen verschwindet, wird in Nürnberg ein Auto gestohlen und wenig später ausgebrannt vorgefunden. Friedo Behütuns und sein Team (die alle Peter heißen - wie auch Friedo mit 3. Vornamen) ...

Während in Fürth ein Mädchen verschwindet, wird in Nürnberg ein Auto gestohlen und wenig später ausgebrannt vorgefunden. Friedo Behütuns und sein Team (die alle Peter heißen - wie auch Friedo mit 3. Vornamen) übernehmen die Ermittlungen, die aber erschwert dadurch sind, dass die Tatorte in Nürnberg, Fürth und Erlangen sind und somit 3 Zuständigkeitsbereiche. Als schließlich die Leiche der Vermissten gefunden wird, können die Ermittlungen endlich beginnen.

Das Cover passt zum Titel des Buches; absolut passend finde ich ihn nicht, obwohl es natürlich auch doppeldeutig ist. Zudem gibt es das Cover eben auch mit einer Halle, was etwas besser zum Buch passt, obwohl dunkles Bier ja auch eine große Rolle spielt.

Der Schreibstil des Autors ist gut; Orte werden gut dargestellt; die Personen eher weniger, was aber sicher daran liegt, dass es der 2. Teil einer Reihe ist.

Ansonsten stört es aber nicht, wenn man den 1. Teil (wie ich) nicht kennt.

Der Plot ist kreativ und gut durchdacht; allerdings nehmen die Ermittlungen nur einen geringen Teil der Handlung ein. Wenn man alles, was nicht den Fall betrifft weglassen würde, blieben geschätzt 100 von den 201 Seiten (im E-Book-Format) übrig.

Der Rest wird dann von langwierigen geographischen Beschreibungen oder der Suche von Friedo danach wo er Bier trinken kann. Den Großteil allerdings nehmen philosophische Betrachtungen über verschiedene Dinge ein. Meist ist es Friedo selbst oder aber auch Peter Janczek. Dies wiederum fand ich oft sehr interessant und brachte einen auch zum Nachdenken. Ob dies in dieser Menge allerdings wirklich in einem Krimi notwendig ist, lasse ich jedem selbst überlassen.

Auf der anderen Seite finde ich die Charaktere der 4 Ermittler und dazu Fr. Klaus sehr interessant.

Die Spannung litt hingegen durch dieses Auf und Ab, wenn mal wieder die Ermittlungen unterbrochen wurden; auf der anderen Seite aber konnte ich das Buch aber auch kaum weglegen.

Fazit: Zu sehr abweichend vom Thema, sonst eigentlich gut. 3,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Der Puzzlespieler und der Mafioso

Wackelkontakt
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Franz Eschers Steckdose hat einen Wackelkontakt, deshalb ruft er eine Elektriker. Der Elektriker werkt und Escher liest ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo, der in den Zeugenschutz kommt. Dieser ...

Franz Eschers Steckdose hat einen Wackelkontakt, deshalb ruft er eine Elektriker. Der Elektriker werkt und Escher liest ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo, der in den Zeugenschutz kommt. Dieser liest ebenfalls ein Buch - über Franz Escher. Escher tötet unabsichtlich den Elektriker und liest weiter in seinem Buch, was der Ex-Mafioso ebenfalls tut.

Das Cover ist sehr auffällig und passt mit seiner psychedelischen Wirkung gut zum Buch.

Der Schreibstil des Autors ist wie in seiner Brenner-Reihe. Orte und Personen werden gut dargestellt.

Die Handlung selbst ist wohl etwas wirr - so auch meine Inhaltsangabe. Ich war hin- und hergerissen von dem Buch, das so absurd eigentlich war. Kapitel gibt es nur 2, sonst geht es nahtlos zwischen den beiden Handlungen hin und her - immer wenn der andere das jeweilige Buch in die Hand nimmt.

Die Handlung wirkt so, als ob der Autor auf Drogen oder aus der Psychiatrie schreibt und trotzdem hat es seinen Charme. Auch Spannung und Überraschungen sind gegeben.

Das Ende selbst gefiel mir gut, außer ganz am Schluss, wo es für mich noch unglaubwürdiger wurde.

So tue ich mir auch schwer bei dieser Rezension und Bewertung. Einerseits war ich fasziniert, andererseits verwirrt und abgestoßen.

Fazit: Hin- und hergerissen von der Handlung. 3,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Humoristisches der letzten Jahre vom Mann mit der Mütze

Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein
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In den letzten Jahren hat der Comedian einiges gemacht. In diesem Buch erzählt er dies in Kurzgeschichten nach.

Das Cover ist mit Torsten Sträter selbst am Cover natürlich passend und gut gelungen.

Der ...

In den letzten Jahren hat der Comedian einiges gemacht. In diesem Buch erzählt er dies in Kurzgeschichten nach.

Das Cover ist mit Torsten Sträter selbst am Cover natürlich passend und gut gelungen.

Der Schreibstil an sich ist ausgezeichnet.

Schon im Vorwort weist der Autor darauf hin, dass hier nichts Neues erzählt wird, sondern eben Kurzgeschichten, die er bereits vorgestellt hat (meist im TV).

Da ich aber noch nicht viel von ihm gesehen habe, ist dies aber kein Problem.

Allerdings wirkt das Buch teilweise langatmig; dadurch bedingt, dass der Humor nicht auf einem hohen Level bleibt, sondern dazwischen oft abfällt.

Möglicherweise (oder wahrscheinlich) wäre das Hörbuch hier die bessere Version gewesen; oder natürlich, den Autor live oder im Fernsehen dies vortragen zu sehen. So war ich leider etwas enttäuscht, fühlte mich aber doch über einen Zeitraum unterhalten.

Positiv sind natürlich die Bilder (die eine Rolle spielen) zu sehen, auch wenn manche in der E-Book-Version etwas unscharf erscheinen.

Fazit: Leider nicht durchgehend humorvoll. 3,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 06.05.2024

Drogen, Kunst und Tod

INTOXIKATION
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Die Künstlerin Kara Kowalski tötet ihren Ex-Freund im Drogenrausch irrtümlich. Mithilfe von Natronlauge lässt sie seine Leiche verschwinden. Doch sie wird dabei beobachtet und gefilmt - und damit erpresst. ...

Die Künstlerin Kara Kowalski tötet ihren Ex-Freund im Drogenrausch irrtümlich. Mithilfe von Natronlauge lässt sie seine Leiche verschwinden. Doch sie wird dabei beobachtet und gefilmt - und damit erpresst. Kara will sich rächen, doch als sie die angehende Schriftstellerin Malina trifft, ändert sich alles in ihrem Leben - ebenso wie für Malina.

Das Cover des Buches ist sehr künstlerisch, daher passt es auch zum Buch - wie auch relativ am Ende des Buches beschrieben wird. Wirklich überzeugen kann es mich trotzdem nicht.

Der Schreibstil ist eigentlich gut; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Allerdings wirkt das ganze Buch wie unter Drogeneinfluss geschrieben.

Es beginnt mit der Drogeneinnahme von Kara, die sehr ausschweifend erzählt wird - wie auch bei allen weiteren Drogeneinnahmen der Protagonisten. Hier wird oft auch die Erkenntnis dieser beschrieben und das seitenlang.

Nach diesem psychedelischen Teil geht es dann eigentlich ausgezeichnet weiter; spannend und ein Psychothriller: Kara tötet ihren Ex-Mann und versucht die Leiche verschwinden zu lassen und wird erpresst.

Dann allerdings kommt der 2. Teil - in dem Malina (wie auch im 3. Teil) die Hauptrolle spielt. Hier ist es neben Belletristik vor allem dann Fantasy (unendliches Buch, dunkler Bibliothekar) das hier vorherrscht, bevor es zum Treffen mit Kara kommt, wo zuerst etwas Thriller, dann aber eher Dark Romancy und wieder der nächste ausschweifende Drogenrausch kommt (auch in literarischer Form).

Auch im 3. Teil geht es in dieser Tonart weiter, wobei die psychedelischen Erfahrungen auf über 10 Seiten geschrieben werden, während sowohl Malinas als auch Karas Verhaftung und Prozess viel weniger Seiten gewidmet werden.

Das Ende dann ist dann einfach nur noch schwachsinnig und hat mit Psychothriller dann absolut nichts mehr zu tun. Diese Wende war dann das Tüpfelchen auf dem i, dass das Buch noch schlechter machte.

Fazit: Belletristik im Drogenrausch mit Fantasyelementen - aber definitiv kein Psychothriller. 3,5 von 5 Sternen, wenn man es nicht als Psychothriller liest und mit solchen Erwartungen rangeht.

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