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Veröffentlicht am 07.05.2024

Herz drangehängt!

Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen
1

Im Jahr 1974 lebt Pippa in einem wohlbehütetem Elternhaus auf und vertritt die politische Meinung ihrer Eltern.
Als sie schließlich auf den Sänger Oz trifft gerät ihre Welt ins Wanken und mit ihr auch ...

Im Jahr 1974 lebt Pippa in einem wohlbehütetem Elternhaus auf und vertritt die politische Meinung ihrer Eltern.
Als sie schließlich auf den Sänger Oz trifft gerät ihre Welt ins Wanken und mit ihr auch ihre Überzeugungen, die vielleicht nie wirklich ihre eigenen waren.

Fünfzig Jahre später ist Gillian dabei sich ein neues Leben aufzubauen. Nach einer Trennung braucht sie eine neue Wohnung und findet diese schließlich in einem älteren Mietshaus. Doch schon bald, soll sie ihr schon wieder genommen werden. Um das zu Verhindern heckt sie einen Plan aus, zusammen mit ihrem Nachbarn Owen.

Beide Geschichten in diesem Buch, haben mir so sehr gefallen und sind mir richtig ans Herz gegangen.
Wenn es ein Buch gibt, das es schon mit dem ersten Satz schafft, den Gedanken hervorzurufen, dass es ein Highlight werden könnte, dann dieses hier.
Ich war ab Satz eins überzeugt und konnte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Oder wie Gillian sagen würde "Zack, Herz drangehängt!".

Gillians Leben gehört endlich ihr allein. Anstatt in einer Beziehung zu bleiben, die sie nicht mehr glücklich macht, beendet sie diese und will fortan nicht mehr die Erwartungen anderer Menschen erfüllen, sondern nur noch ihre eigenen. Sie dabei zu begleiten war besonders. Es war nicht nur schön, ihre Fortschritte zu sehen und ihre Entwicklung, gleichzeitig konnte ich eine ganze Menge von ihr lernen und für mich mitnehmen.
Ihre Gedanken waren für mich so oft nachvollziehbar und auch inspirierend.
Ich hatte zu ihr sofort einen starken Draht und das hat sich bis zum Ende nicht geändert.

Bei Pippa sah das zuerst anders aus, aber auch sie habe ich dann doch sehr schnell ins Herz geschlossen.
Sie ist im Gegensatz zu Gillian, die in der Gegenwart schon erwachsen ist, noch eine Teenagerin und minderjährig.
Ihre Eltern haben die Kontrolle über ihr Leben und durch diesen Umstand war es Pippa lange nicht möglich, sich abseits ihrer Eltern, zu einem eigenständigem Menschen zu entwickeln, mit einer eigenen Stimme und Meinung.
Als dies nach und nach geschieht war das wunderschön mitzuerleben.
Denn zu ihrer Zeit verhielten sich viele Dinge, vor allem für junge Frauen, noch sehr anders und darüber zu lesen, hat mich richtig wütend gemacht.

Gillian und Pippa sind sehr unterschiedlich und doch versuchen beide auf ihre Art und zu ihrer Zeit, ihren Platz in dieser Welt zu finden und während Gillys Weg von ihr bestimmt wird, ist das bei Pippa nicht der Fall.
Die Entwicklungen in ihrem Leben haben mich zutiefst berührt und mitgenommen.
Auf den letzten Seiten des Buches, sind meine Augen daher auch nicht trocken geblieben.

Das die Emotionen aber so rüberkommen konnten, lag vor allem an dem Schreibstil der Autorin und an der Art, wie sie es schafft, Gefühle zu transportieren. Ich habe mir viele Stellen im Buch markiert und es ist egal, wie oft ich sie mir durchlese, sie lösen immer wieder die Emotionen aus, die ich beim ersten Mal auch hatte.
Die Worte der Autorin regen aber auch zum Nachdenken an. Über Stellungen in der Gesellschaft, Privilegien und das Erwachsen werden. Sie werden mich noch eine ganze Weile beschäftigen.

Ich kann das Buch wirklich nur von ganzem Herzen empfehlen und hoffe, dass viele Menschen danach greifen und es auch so sehr lieben werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.06.2023

Traumhotel in New York

All My Golden Memories
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Ellis lebt seit ihrer Kindheit im Hotel Van Day in New York. Für sie ist es jedoch mehr als das, es ist ihr Zuhause. Dort lernte sie auch ihren besten Freund Ryan kennen, dessen Familie das Hotel gehört. ...

Ellis lebt seit ihrer Kindheit im Hotel Van Day in New York. Für sie ist es jedoch mehr als das, es ist ihr Zuhause. Dort lernte sie auch ihren besten Freund Ryan kennen, dessen Familie das Hotel gehört.
Früher haben sie alles miteinander geteilt, doch nach einem heftigen Streit, gehen ihre Wege auseinander.
Zwei Jahre später, als das Hotel in Schwierigkeiten gerät, taucht Ryan überraschend wieder auf und bringt Ellis Welt aus dem Gleichgewicht.

Ich weiß nicht genau was ich zu diesem Buch sagen soll, außer WOW!
Es war einfach nur großartig, von vorne bis hinten.
Angefangen mit der Atmosphäre.
Die Stimmung im Hotel ist einzigartig und als Leserin habe ich sofort den Wunsch entwickelt, in das Hotel reisen zu können.
Ellis Liebe zum Hotel unterstützt das noch weiter und ist wirklich ansteckend.
Aber auch die anderen Mitarbeiter im Hotel haben das Hotel zu dem gemacht, was es ist.
Doch auch New York wird toll beschrieben und gerade die Spaziergänge durch den Central Park haben sich sehr realistisch angefühlt. Man merkt, dass die Autorin schon selber in New York war.

Neben der Atmosphäre haben mir die Charaktere sehr gefallen. Die Protagonistin Ellis kann man nur lieben. Sie ist ein sehr hilfsbereiter Mensch und bietet allen ihre Unterstützung an, sowohl den Leuten im Hotel, aber vor allem ihrer Mutter, die kürzlich in eine schwierige Situation geraten ist.
Sie hat immer ein offenes Ohr und verbreitet regelmäßig gute Laune.
Ihr Traum ist es an der Columbia University Journalismus zu studieren, doch leider musste sie diesen vorerst aufgeben.
Das hält sie jedoch nicht davon ab, sich regelmäßig selbst zu interviewen. Doch sehr zu ihrem Leidwesen, wird sie dabei häufig von ihrer Mutter erwischt.
Diese kleine "Macke" macht Ellis noch liebenswerter

Ryan ist im Gegensatz zu Ellis deutlich schwerer einzuschätzen. Es gibt zwar auch Kapitel aus seiner Sicht, jedoch spielen diese ausschließlich in der Vergangenheit und man erfährt so relativ wenig über den gegenwärtigen Ryan.
Mit der Zeit wird das jedoch leichter und die Rückblenden helfen dabei ihn zu verstehen und seine Familie besser kennenzulernen.
Denn in seiner Familie hat es Ryan nicht immer leicht. Während Ellis ein sehr enges Verhältnis zu ihren Eltern hat, ist Ryans Familie stets darauf bedacht, den guten Schein in der Öffentlichkeit zu wahren, um dem Hotel nicht zu schaden.
Das ist nicht immer leicht für ihn und er ist anderen gegenüber dadurch sehr verschlossen.
Die einzige Ausnahme dabei ist Ellis.
Doch nach ihrem Streit hat sich das geändert.

Neben Ellis und Ryan gab es noch andere tolle Charaktere, wie zum Beispiel Emory, Ellis Eltern und Freunde, aber auch viele Hotelmitarbeiter. Sie alle runden die Geschichte ab und helfen sie zu dem zu machen, was sie ist.

Die Geschichte an sich verläuft am Anfang eher ruhig. Zwar ist von Anfang an klar, dass das Hotel ein paar Schwierigkeiten hat, aber es dreht sich nicht alles ausschließlich darum. Viel eher lernt man das Hotel und die Leute erstmal kennen und begleitet Ellis auf ihrem Weg.
So erfährt man auch, dass es zwischen ihr und Ryan einen großen Streit gab und er daraufhin den Kontakt abgebrochen hat. Auch wenn man zu Beginn nicht weiß worum es ging, merkt man dass es Ellis sehr beschäftigt und mitnimmt.
Als Ryan wieder im Hotel auftaucht, nähern sie sich langsam wieder an, aber es steht dennoch etwas zwischen ihnen.

Zum Ende hin wurde es sehr spannend und es gab viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Ich hatte viele Theorien, gerade im Bezug auf das Hotel und dessen Schwierigkeiten, aber keine davon haben sich bewahrheitet.
Der Cliffhanger ist wirklich gemein und am liebsten würde ich sofort den zweiten Band lesen.

Fazit: Ein Buch mit einer einzigartigen Atmosphäre und hohem Suchtpotenzial. Die Autorin hat mal wieder etwas sehr besonderes erschaffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.06.2026

Selten so viel gelacht

If Books Could Kill
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Roxy liebt die Bücher ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews, am liebsten wäre sie selber mal die Protagonistin in einem ihrer Bücher.
Als sie schließlich die Chance hat, sich genau das zu wünschen, tut ...

Roxy liebt die Bücher ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews, am liebsten wäre sie selber mal die Protagonistin in einem ihrer Bücher.
Als sie schließlich die Chance hat, sich genau das zu wünschen, tut sie das natürlich auch.
Nur muss sie schnell erkennen, das neue Buch von Anna ist keiner ihrer Liebesromane, sondern ein Thriller, und Roxy ist schon längst mittendrin.

Ich hatte schon vor dem Lesen das Gefühl, dass mir das Buch gut gefallen würde.
Aber am Ende war es noch besser als erwartet.
Der Mix aus Liebesroman und Thriller wurde gut umgesetzt, aber was ich am meisten mochte war der Humor.
Manche Szenen waren zum Schreien komisch und ich konnte nicht aufhören zu lachen.
Noch nie habe ich beim Lesen so sehr lachen müssen, wie bei diesem Buch.
Allein deshalb ist es für mich schon ein Highlight.

Mit Roxy als Protagonistin wurde es nie langweilig.
Ihr Wunsch entwickelte sich zu einer äußerst unglücklichen Situation, aber sie hat diese Herausforderung absolut gerockt und ihre Lösungen waren stets einzigartig.
Grant an ihrer Seite, war der beste Partner in Crime, den sie hätte kriegen können, auch wenn er weitaus weniger risikobereit war als Roxy.
Die beiden zusammen haben mir den größten Spaß seit langem bereitet.
Auch alle anderen Charaktere, die ihren Platz in der Handlung gefunden haben, haben wirklich gut mit Roxy und Grant harmoniert und die Geschichte mehr als bereichert.

Fazit: Ein gelungener Mix zweier Genre und das lustigste Buch, das ich seit langem gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2026

Wenn alles zu viel wird

Pause
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Plötzlich ist Hanna im Krankenhaus, sie kann es gar nicht glauben und möchte auch so schnell es geht wieder gehen.
Natürlich ist ihr bewusst, dass sie zuletzt keine leichte Zeit hatte, aber ein Krankenhaus ...

Plötzlich ist Hanna im Krankenhaus, sie kann es gar nicht glauben und möchte auch so schnell es geht wieder gehen.
Natürlich ist ihr bewusst, dass sie zuletzt keine leichte Zeit hatte, aber ein Krankenhaus ist doch viel zu übertrieben.
Aber in ihrem Elternhaus hatte sie sich eigentlich auch nicht mehr gesehen...

Mich hat die Handlung sehr schnell fesseln können.
Hanna war nicht immer eine leichte Protagonistin, da ihre Stimmungsschwankungen auch manchmal sehr plötzlich waren, trotzdem mochte ich ihre inneren Monologe und habe mich gleichzeitig um sie gesorgt.

Nachdem Hannas Eltern sie aus dem Krankenhaus abholen, wohnt sie wieder bei ihnen und die Umstellung von Berlin nach Lüneburg und nicht mehr in der eigenen Wohnung leben, sondern wieder im alten Kinderzimmer, das mittlerweile ein Büro ist, ist gar nicht so einfach.
Der Alltag ihrer Eltern holt sie schnell ein.
Was für Hanna gar nicht lustig war, fand ich jedoch manchmal zum Schreien komisch.
Ihre Eltern verhalten sich wie richtige Eltern, ich weiß nicht wie man das besser beschreiben soll, aber wenn man das Buch liest, wird man es verstehen.

Hanna hat viel zu verarbeiten und auch wenn nicht alles klar ausgesprochen wird, versteht man nach und nach was bei ihr die letzten Monate und Jahre los war.
Sie ist überfordert und überreizt, daher auch ihre Stimmungsschwankungen, und man versteht sie.
Wie soll sie auch sonst reagieren?
Doch nicht alle in ihrem Umfeld verstehen das und manchmal auch Hanna nicht.
Sie zu begleiten war daher nicht immer leicht, aber ich wollte auch nicht damit aufhören.

Fazit: Ein oft humorvolles Buch, das aber auch schwierige Themen aufgreift, eine gelungene Mischung.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2026

Eine Party mit Schrecken

Die Dinner Party
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Als ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, ...

Als ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, wie dieser Abend verlaufen würde und das danach nichts mehr so ist wie zuvor.

Wenn man den Titel ließt, denkt man erstmal an eine fröhliche und leichte Geschichte, immerhin steckt das Wort "Party" im Titel.
Doch sobald man das Buch liest, wird man es unweigerlich anders beschreiben müssen.
Es war sehr viel tiefgründiger, als ich es erwartet hatte.
Die Themen, mit denen man sich auseinandergesetzt hat, waren teilweise schwer und traurig, aber vor allem haben sie auch zum Nachdenken angeregt.

Franca fühlt sich noch nicht angekommen im Leben.
Zwar ist sie verlobt, wohnt in einem tollen Haus und um das Finanzielle muss sie sich auch keine Sorgen machen, aber wirklich glücklich ist sie eigentlich nicht.
Aber woran liegt das? Und geht es anderen Menschen nicht viel schlechter als ihr? Darf sie sich dann überhaupt beschweren?

Man begleitet Franca sowohl in der Vergangenheit, sogar teilweise in ihrer Kindheit, aber auch in der Gegenwart, wo sie die Ereignisse der Dinnerparty rekapituliert.
Dadurch lernt man sie auf viele verschiedene Arten kennen und am Ende hat man ein großes Bild von Franca und das ist genau das, was sie von sich selbst auch hat.
Wobei man als Leser:in vielleicht zeitweise besser zwischen den Zeilen lesen kann und einem Dinge klar werden, für die Franca noch Zeit braucht, das fand ich ziemlich spannend.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, spukte es trotzdem weiter in meinem Kopf herum und ich habe über viele verschiedene Aspekte der Handlung nachdenken müssen.
Unter anderem auch darüber, wie viel ein Mensch ertragen kann, bevor Körper und Geist einfach dicht machen und man jede Kontrolle verliert.
Wo und wann fängt das an? Und könnte man es aufhalten oder ist es vielleicht sogar unausweichlich?

Ich werde defintiv noch lange an dieses Buch und an Franca denken und bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.

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