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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2025

Fand ich gut, aber nicht überwältigend

Dreams Lie Beneath
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Clementine und ihr Vater sind Wächter und beschützen die Bewohner in den Neumondnächten vor wahr gewordenen Albträumen. Die Brüder Phelan und Lennox machen ihnen überraschend den Platz in ihrer Kleinstadt ...

Clementine und ihr Vater sind Wächter und beschützen die Bewohner in den Neumondnächten vor wahr gewordenen Albträumen. Die Brüder Phelan und Lennox machen ihnen überraschend den Platz in ihrer Kleinstadt streitig. Clementine ist bestürzt, das sie daraufhin ihre Heimatstadt verlassen müssen.

Hervorzuheben ist schon mal, dass das Buch ein Stand-Alone ist, was bei den vielen Buchreihen heutzutage, gerade in dem Genre Fantasy, schon fast eine Seltenheit geworden ist.
Das Buch ist in 3 Teile unterteilt, was aber nicht wirklich relevant ist. Es wird nur aus Sicht von  Clementine in der Ich-Form erzählt, doch das hat mir gut gefallen.

Ich finde die Fantasyelemente und das Worldbuilding sehr gelungen, jedoch konnte mich die Geschichte insgesamt nicht so fesseln wie es manch anderer Romantasyroman bisher vermochte. Der Schreibstil ist gut und flüssig. Die Emotionen und Gefühle konnten mich trotzdem nicht so richtig erreichen. Ich glaube, man hätte aus der ganzen Story um einen Fluch, den Albträumen und den verschiedensten Magie-Arten viel mehr machen können.

Ich gebe insgesamt 3,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Das Ministerium der Zeit
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Sie arbeitet für das Ministerium und hat sich für eine sehr geheime Stelle beworben. Sie soll Graham Gore, einen Mann, den das Ministerium aus der Vergangenheit geholt hat, in seiner ersten Zeit in London ...

Sie arbeitet für das Ministerium und hat sich für eine sehr geheime Stelle beworben. Sie soll Graham Gore, einen Mann, den das Ministerium aus der Vergangenheit geholt hat, in seiner ersten Zeit in London zur Seite stehen. Dabei lernen sie sich natürlich auch näher kennen. Doch wie sieht ihre Zukunft aus?

Ich mag Geschichten, die von Zeitreisen handeln, sehr gern. Deshalb hat mich das Buch und das Thema sehr angesprochen. Die Story finde ich gelungen. Die Figur Graham Gore finde ich sehr sympathisch und es ist sehr spannend zu erfahren, wie er in der Gegenwart zurechtkommt. Die Geschichte wird aus Sicht der Ministeriumsangestellten erzählt. Ich weiß nicht mal Ihren Namen. Mir ist zumindest gar nicht bewusst, ob er im Buch mal genannt wird. Ihr Charakter ist manchmal recht schwierig, daher ist sie mir nicht so sympathisch wie Graham.

Das Genre ist eine Mischung aus Roman und Literatur, daher fand ich den Schreibstil manchmal etwas philosophisch und poetisch. Jedoch ging es mir nicht die ganze Zeit so, stellenweise liest sich der Text sogar sehr gut. Zum Ende hin gibt es dann einen unerwarteten Plottwist, der die gesamte Handlung nochmal sehr spannend macht. Insgesamt finde ich das Buch trotz des teilweise schwierigen Schreibstils lesenswert. Ich gebe dafür 3,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Das Leben einer geschiedenen Frau in den 20er Jahren

Ex-Wife
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Bewertet mit 3,5 Sternen.
Das Vorwort liest sich sehr interessant und zeigt die autobiographischen Parallelen zwischen dem Leben der Autorin und der Protagonistin. Noch faszinierender ist, dass der Roman ...

Bewertet mit 3,5 Sternen.
Das Vorwort liest sich sehr interessant und zeigt die autobiographischen Parallelen zwischen dem Leben der Autorin und der Protagonistin. Noch faszinierender ist, dass der Roman bereits 1929 erstmals veröffentlicht wurde. Wenn man das Buch liest, könnte man sich die Geschichte auch sehr gut in der heutigen Zeit vorstellen.  Auch sprachlich ist der Text gut ausgearbeitet.

Das Buch beginnt sehr kurzweilig und recht spannend. Der Handlungsort ist New York. Man lernt die junge Frau Patricia kennen, die nach nur wenigen Ehejahren von ihrem Mann verlassen wird. In den 20er Jahren ist es für eine geschiedene Frau nicht gänzlich leicht, allein klar zu kommen. Doch Patricia findet ihren Weg. Beruflich kommt sie gut voran und privat teilt sie sich eine Wohnung mit einer anderen geschiedenen Frau. Abends sind sie auf Partys und treffen andere Männer. Doch eine neue Liebe ist schwer zu finden. Denn Patricia kommt nicht wirklich von ihrem Mann los.
Große ständige Themen in dem Buch sind Fremdgehen, Eifersucht, Alkohol und Tabak. Der Mittelteil kam einem daher wie eine Endlosschleife vor und wirkte etwas fad und langatmig. Zum Ende hin hat mir die Geschichte dann wieder besser gefallen, weil in der Handlung nochmal Wesentliches passiert. Patricia wird wieder glücklich, doch auch das Schicksal schlägt zu.

Gut gefunden habe ich die berufliche Entwicklung von Patricia. Frauen konnten in den 20er Jahre bereits etwas aus sich machen und mussten nicht nur von ihrem Mann anhängig sein. Diese Möglichkeit bestand wohl eher noch nicht allzu lange und galt gewiss nicht für viele Frauen.

Insgesamt konnte mich das Buch trotz allem nicht komplett mitnehmen, denn ich fand besonders den Mittelteil sehr monoton und langatmig. Deshalb 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2024

Abenteuer mit einem lila Monster

Ungeheuer lieb (Band 1)
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Ludwig entdeckt in der Mülltonne ein kleines lilafarbenden Wesen: Hund? Katze? Eichhörnchen? Oder doch eher Monster? Ludwig ist sich nicht sicher, jedoch kann das Tier tatsächlich reden! Da er Wissenschaftler ...

Ludwig entdeckt in der Mülltonne ein kleines lilafarbenden Wesen: Hund? Katze? Eichhörnchen? Oder doch eher Monster? Ludwig ist sich nicht sicher, jedoch kann das Tier tatsächlich reden! Da er Wissenschaftler werden möchte, nutzt er die Gelegenheit, um dieses Tier näher zu beobachten und zu erforschen.

Erstmal finde ich es toll, dass am Anfang des Buches die Hauptpersonen mit Foto und Kurztext vorgestellt werden. So kann man sich gleich einen ersten Eindruck verschaffen und für das lesende Kind ist das bestimmt auch eine kleine Hilfe. Danach folgt ein Inhaltsverzeichnis mit 10 Kapiteln.

Von Sonja Kaiblinger kenne ich bereits Bücher und die Aufmachung bzw. Gestaltung von "Ungeheuer lieb" erinnern mich auch daran. Die Bilder sind recht witzig, aber der Text überwiegt im Buch. Die Sprache ist dabei kindgerecht und trotzdem spannend und meist lustig. Die Geschichte ist insgesamt sehr fantasievoll, teilweise schon echt abgefahren und abstrus. Ich weiß nicht, ob das alle 8-jährigen Leser:innen wirklich so gut finden.

Schön finde ich, wie Ludwig und seine Schwester, die ganz angetan von dem kleinen lila Monster ist, durch dieses gemeinsame Geheimnis zusammenrücken. Geschwister können manchmal nervig sein, doch da halten sie zusammen und verstehen sich sehr gut.

Aber das offene Ende geht eigentlich gar nicht für ein Kinderbuch. Gerade als es so richtig spannend wird, endet die Geschichte. So ist man genötigt, auf den zweiten Band zu warten. Schade finde ich auch, dass sich die Bilder im Buch teilweise wiederholen und manchmal nicht so richtig zum Text passen.

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Veröffentlicht am 11.04.2024

3,5 Sterne

The Love Code. Wenn die widersprüchlichste Theorie zur großen Liebe führt
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Ich habe eine Lovestory á la Ali Hazelwood erwartet, da das Buch auch explizit für Fans von ihr empfohlen wird. Der lange Titel lässt schon mal darauf schließen, dass ein wenig von Ali Hazelwoods Art abgekupfert ...

Ich habe eine Lovestory á la Ali Hazelwood erwartet, da das Buch auch explizit für Fans von ihr empfohlen wird. Der lange Titel lässt schon mal darauf schließen, dass ein wenig von Ali Hazelwoods Art abgekupfert wurde.

Insgesamt hat mir die Geschichte schon ganz gut gefallen, obwohl ich laut Klappentext eine etwas andere Handlung erwartet hätte. Die Autorin Susannah Nix geht zum Beispiel nicht sehr stark auf den wissenschaftlichen Beruf der Protagonistin Melody ein. Ihr MINT Abschluss ist eher nebensächlich.

Obwohl Melody in der Vergangenheit eine wichtige Person verloren hat, habe ich gar keine emotionale Veränderung bei Melody spüren können. Dieser Aspekt aus Ihrer Vergangenheit wurde eben mal eingeworfen, fand ich aber irgendwie nicht relevant für die Story und hätte ebenso weggelassen werden können.

Die Autorin wollte hier viele Themen unter einen Hut bekommen (MINT- Frauen, Draufgänger-Bad Boy, Verlust von nahestehenden Personen, soziale Klassenunterschiede) und hat sich damit meiner Meinung nach etwas übernommen.

Wie oben bereits erwähnt, hat mir das Buch trotzallem gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und kurzweilig. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Nur hätte die Handlung gern etwas tiefgründiger sein können.

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