Isabelle, Kommissarin in Fragolin und frühere Leiterin einer Antiterroreinheit, hat sich entschlossen, die von ihrem ehemaligen Geliebten geerbte Villa in eine Zuflucht für misshandelte Frauen und ihre ...
Isabelle, Kommissarin in Fragolin und frühere Leiterin einer Antiterroreinheit, hat sich entschlossen, die von ihrem ehemaligen Geliebten geerbte Villa in eine Zuflucht für misshandelte Frauen und ihre Kinder zu verwandeln. Die Mütter sollen dort einige schöne Urlaubswochen genießen. Als der erste Bus aus Paris eintrifft scheint sich ihr Wunsch zu erfüllen, jedoch ist bald darauf eine der Frauen mit ihrem drei Jahre alten Sohn abgängig. Nachforschungen bei Eltern und Bruder verlaufen im Sand, jedoch zeigt sich, dass die junge Frau früher in einer Bar gearbeitet hat und vor ihrem damaligen Liebhaber, in dem Isabelle auch den Vater des Kindes vermutet, geflohen ist.
Tatsächlich findet sich die Leiche der jungen Frau, allerdings ist das Kind verschwunden. Zahlreiche Nachforschungen verlaufen im Sand, doch als der ehemalige Geliebte der Verstorbenen gefunden wird, gerät Isabelle selbst in höchste Gefahr. Mit Hilfe ihres Assistenten Appolinaire scheint der Täter bald gefasst, als eine zweite Leiche entdeckt wird….
Mit Madame le Commissaire und die Villa der Frauen hat Pierre Martin einen spannenden und stimmigen Kriminalfall geschrieben, der die Figuren sehr lebendig zeichnet und immer wieder Platz für kleine Skurrilitäten bietet. Durch viel direkte Rede wirken die Protagonisten authentisch und kompetent. Pierre Mertin ist das Pseudonym eines Autors, der mit Madame le Commissaire und die Villa der Frauen bereits den neunten Roman dieser äußerst erfolgreichen Serie vorgelegt hat. Das Cover ist sehr passend und weckt Fernweh nach der idyllischen Provence.
Diesmal konzentriert sich das Geschehen fast ausschließlich auf Kommissar Jennerwein. Der macht Urlaub, auf Wunsch seiner Gattin und seines Teams, denn die Symptome ...
Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
Diesmal konzentriert sich das Geschehen fast ausschließlich auf Kommissar Jennerwein. Der macht Urlaub, auf Wunsch seiner Gattin und seines Teams, denn die Symptome seiner Bewegungsblindheit haben sich verschlechtert. Auch wenn einige Andeutungen bezüglich der Hochzeit gemacht werden: Das Inkognito von Frau Jennerwein wird nicht gelüftet.
Von Wassertreten und Erholung wird Jennerwein aber mehrfach abgehalten: Einerseits von aufdringlichen Hotelgästen, die sogar den Umzug in eine andere Bleibe erfordern wie auch von zwei Menschen, die ihm nach dem Leben trachten-eine Stalkerin und ein Auftragskiller, ein absoluter Meister seiner Zunft. Engagiert haben ihn die Ganoven, die Jennerwein einmal hinter Gitter gebracht hat. Und dann ist da noch der Teufel im Beichtstuhl oder woher stammt der Schwefel an der Kirchenwand?
Letztlich aber wird sein Urlaub von einem Vertreter eines fernöstlichen Kulturkreises unterbrochen, in dessen gigantischem Mischkonzern ein Mitarbeiter spurlos verschwunden ist. Jennerwein lässt sich letztlich auf den Auftrag ein, da eine enorme Summe winkt- für eine wohltätige Organisation. Erst ermittelt er mit Hilfe von augmented Reality, später vor Ort, aber wo ist das? Er trifft dort kaum auf Menschen, aber auf sehr freundliche, höfliche und auskunftsfreudige Roboter, die letztlich aufgrund der über ihn gesammelten Daten mehr über Jennerwein wissen als er selbst. Als der Kommissar der Lösung des Falles auf die Spur kommt, stellt er sich immer wieder die Frage, ob KI lügen könne oder ob sie imstande sei, Menschen anzugreifen. Und wirklich gerät Jennerwein in Lebensgefahr, der er -ebenso dank der Technik -entkommt. Doch noch sind Auftragskiller und Stalkerin hinter ihm her….
Das Cover des Buches wirkt düster, aber das ist die Geschichte nicht. Jörg Maurer schreibt wieder liebevoll-skurril, phantasievoll und ideenreich. Und immer kommt das Unerwartete. Wer ein Fan von Kommissar Jennerwein ist, den wird die Story zwar etwas verwirrt, nachdenklich ob mancher ethisch-moralischer Fragen, aber auch glücklich zurücklassen.
Die bekannte Autorin Stepha Quitterer hat mit “Freiheit für die Waldwiesel” ein Buch vorgelegt, das neben einer spannenden Geschichte auch ein Plädoyer für Umwelt- und Naturschutz sowie Tierrechte hält. ...
Die bekannte Autorin Stepha Quitterer hat mit “Freiheit für die Waldwiesel” ein Buch vorgelegt, das neben einer spannenden Geschichte auch ein Plädoyer für Umwelt- und Naturschutz sowie Tierrechte hält. Das einprägsame und farblich eindrucksvoll gestaltete Hardcover zeigt schon den Held der Geschichte, Piet Wiesel, auf dem Weg zu seiner Mission, die Befreiung seiner Familie aus der Wieselfabrik. Die phantasievollen Illustrationen, die sich auch im Buch wiederfinden, stammen von Barbara Jung.
Piet hat es nicht leicht. Er lebt mit seiner Mutter und Schwester Cilli im Wald, der Vater ist tot. Piet, der an einem Kletterwettbewerb teilnimmt, um einen Ausbildungsplatz in der Stadt zu gewinnen, verletzt sich dabei schwer. Sein bester Freund ist schuld an seinem Absturz. Ebenso auch daran, dass alle Wiesel eingefangen und in die Stadt zur Wieselfabrik deportiert werden. Nun macht sich Piet auf den Weg, um seine Familie zu retten. Unterstützung erhält er nicht nur von Krähe Achim, sondern auch von einem Siebenschläfer, Hugo, der gerne Opernsänger wäre. Hugos Freunde, die Ratten, die den Gesang von Hugo so lieben, helfen tatkräftig bei der Befreiungsaktion mit.
Piet Wiesel hat mit vielen Schwierigkeiten auf seinem Weg in die große Stadt zu kämpfen, beinahe wäre er in der Wieselfabrik gelandet. Dabei erkennt er auch, dass angebotene Hilfe nicht immer gut gemeint sein muss. Die Stadt erscheint ihm laut, schmutzig und gefährlich. Allerdings erhält er Hilfe von mutigen Freunden. Auch der Einfallsreichtum der Ratten lässt nichts zu wünschen übrig. Die Situation in der Fabrik, in der die Wiesel gefangen gehalten werden, zeugt davon, dass auch Mitglieder der selben Art, also Wiesel, bereit sind, andere Wiesel zu unterdrücken und zu quälen. Doch gibt die Autorin ihrem Buch einen versöhnlichen und positiven Schluss, sodass die schlimmen Ereignisse auch von den Kindern gut eingeordnet werden können. Das Buch wird für Kinder ab elf Jahren empfohlen.
“Freiheit für die Waldwiesel” ist ein Roman, der schwierige Themen kindgerecht anspricht: Die Gefahr, falschen Freunden zu vertrauen; den Wunsch, nach immer mehr Wohlstand zu streben; die Leichtigkeit, mit der Wiesel von Wieseln gequält werden; Drogen, Ausbeutung und letztlich auch kaltblütiger Mord, wenn man dem verbrecherischen Anführer nicht gehorcht. Möglicherweise könnten Kinder damit überfordert sein, daher eignet sich dieses Buch besonders gut dazu, gemeinsam mit Erwachsenen gelesen und besprochen zu werden, vielleicht auch im Unterricht. Erwachsene werden möglicherweise zeitgeschichtliche Prallelen erkennen, auch hier bietet sich ein Dialog mit den Kindern an.
Trotz dieser schwierigen Themen spart das Buch nicht mit humorvollen Szenen, der positive Ausgang der Geschichte soll Kinder ermutigen, zu erkennen, dass Zusammenarbeit, Mut, Freundschaft und gegenseitiges Vertrauen auch aus schwierigen Situationen heraus helfen können. Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem elf Jahre alten Enkel gelesen, es hat Anlass zu guten Gesprächen geboten und er hat Wiesel Piet sehr gemocht. Kindern, die spannende ebenso wie tiefgründige Geschichten lieben, können wir “Freiheit für die Waldwiesel” empfehlen.
In ihrem ersten Roman, “Berchtesgaden”, hat sich die bekannte Drehbuchautorin Carolin Otto der unmittelbaren Nachkriegszeit angenommen. Der Krieg ist zu Ende, das Führer- Hauptquartier auf dem Obersalzberg ...
In ihrem ersten Roman, “Berchtesgaden”, hat sich die bekannte Drehbuchautorin Carolin Otto der unmittelbaren Nachkriegszeit angenommen. Der Krieg ist zu Ende, das Führer- Hauptquartier auf dem Obersalzberg verwaist, die amerikanischen Besatzer übernehmen die Macht. Auf dem ausdrucksstarken Cover findet sich das gut gewählte Sujet einer jungen Frau in der Kleidung der damaligen Zeit.
Der Schauplatz des Romans ist Berchtesgaden im südöstlichen Zipfel Oberbayerns. Zwei junge Mädchen, Sophie und Magda, bestaunen das verlassene Haus von Albert Speer, Hitlers Architekten. So viel Wohlstand! Nach einigem Zögern beschließen die Mädchen zu plündern, wie so viele andere auch. Als Sophies geliebter Bruder Max das Beutegut sieht, wirft er der Familie Verrat vor, denn Max ist überzeugter Nationalsozialist und Mitglied der SS. Spät wird Sophie mit den ungeheuerlichen Verbrechen der SS konfrontiert werden, die begangenen abscheulichen Untaten werden von Max lapidar damit gerechtfertigt, dass Krieg war und töten sein Geschäft. Seine Schilderungen werden das, was Sophie bereits als Schreibkraft beim amerikanischen Military Government erfahren hat, an Gräuel weit übertreffen. Max schreckt auch nicht davor zurück, Magda, die ihn bis zur Besessenheit liebt, auszunutzen.
Der Autorin ist es gelungen, ein detailliert recherchiertes Geschichtspanorama darzustellen, ein umfangreiches Quellenverzeichnis findet sich am Ende des Buches. In ihrem Nachwort betont Carolin Otto, dass viele ihrer Charaktere historisch belegt sind, so Dr. Kriss, von den Nazis zum Tode verurteilt, der unter amerikanischer Besatzung Bürgermeister von Berchtesgaden wurde. Mehrere historische Kriegsfotografinnen dienten als Vorbild für die Figur die amerikanischen Reporterin Meg, die erschütternde Bilder macht und in ihr Heimatland sendet, jedoch auch an Raubkunst Interesse hat.
Das Buch beschreibt, wie leicht Schuld verdrängt wird, wie sehr sich die Menschen nach dem Krieg die Normalität zurückwünschten. Sophie ist das Beispiel einer jungen Frau, die sich lange nicht mit dem Kriegsgeschehen auseinander gesetzt hat und die hoffnungsvoll und anfänglich auch naiv in die Zukunft blickt. Sie verliebt sich in den schwarzen GI Sam, der lieber als Sieger in Deutschland bleibt, als die Rassendiskriminierung in Amerika zu erleben. Dennoch verstößt die Beziehung gegen das Fraternisierungsverbot.
Der Halbjude Frank Rosenberg, aus Deutschland geflohen und nun als Besatzer zurückgekehrt, ist für die Verhöre der ehemaligen Nationalsozialisten zuständig. Nur wenige bekennen sich schuldig, die meisten Menschen berufen sich auf Befehlsnotstand. So wie fast alle Familien hat auch Frank eine Tote zu betrauern, allerdings hofft er, dass seine Nichte noch am Leben ist.
Auch die weiteren handelnden Personen sind lebensnah beschrieben. Magda ist mit Mutter und Tante vor den Russen geflohen; Ali, eine Schauspielerin, hat ein Verhältnis und ein Kind mit einem ranghohen deutschen Soldaten; Dr. Kriss versucht, das Leben für die Einwohner von Berchtesgaden zu verbessern.
So findet sich in den parallel laufenden, jedoch auch miteinander verwobenen Handlungssträngen des Buches die Schilderung der damaligen Lebensrealität, die Täter und Opfer, Mitläufer und weiterhin überzeugte Nationalsozialisten zusammenbringt.
Der Schreibstil von Carolin Otto ist beobachtend, erzählend, fast plakativ. Die Stofffülle des Buches und die Vielzahl der handelnden Personen bewirkt jedoch auch, dass die Lesenden zwar einen guten Überblick über die Nachkriegszeit in diesem Lieblingsort des Führers erhalten, allerdings gibt es nur einige Szenen, die tatsächlich berühren. Dennoch ist es die Intention des Romans, aufzuzeigen, wie leicht Unrecht verdrängt wird und wie schwierig die Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse auch heute noch ist. Leider bleiben im Roman viele Handlungsfäden unverknüpft, hier wäre ein zweiter Band wünschenswert.
Carolin Otto hat mit “Berchtesgaden” ein ausgezeichnet recherchiertes Buch geschrieben, das als Plädoyer für die Demokratie verstanden werden soll und das Geschehnisse wieder ins Gedächtnis ruft, über die zu schweigen unerträglich wäre.
Der bekannte Autor Arne Jensen hat mit “Eine vergessene Schuld” einen bewegenden Roman vorgelegt, der sich mit der Auswirkung von Verbrechen beschäftigt, die von Vorfahren begangen wurden, jedoch bis heute ...
Der bekannte Autor Arne Jensen hat mit “Eine vergessene Schuld” einen bewegenden Roman vorgelegt, der sich mit der Auswirkung von Verbrechen beschäftigt, die von Vorfahren begangen wurden, jedoch bis heute nachwirken. Schon das stimmungsvolle Cover weist auf einen der Handlungsstränge hin, der in der Kriegszeit und unmittelbaren Nachkriegszeit spielt.
Zwei große Themen beherrschen den Roman. Im Jahr 2023 veröffentlicht der pensionierte Verfassungsrichter Dr. Rudolf Heppner über die sozialen Medien polarisierende Thesen, die sich mit Bürgerpflichten und juristischen Grenzfragen beschäftigen. Eine dieser Fragen ist, ob man den Wehrdienst verweigern dürfe und ob im Kriegsfall Militärgerichte eingeführt werden sollten. Da Heppner selbst nicht präzise Stellung bezieht, reagieren sowohl rechte wie linke Randgruppen mit Kommentaren. Dann wird auf Heppner ein Farbbeutel-Attentat verübt.
Nunmehr schalten sich LKA, BKA und Staatsschutz ein, ein politischer Hintergrund wäre möglich. Daher soll eine junge Psychologin, Jasina Behrens, ein Persönlichkeitsprofil des Richters erstellen. Bei den Gesprächen, die zunehmend privat werden, stößt Jasina auf Ereignisse, die in der Familiengeschichte und Jugend von Heppner liegen und bis heute sein Handeln zu bestimmen scheinen. Doch auch Jasina quält sich mit Schuldgefühlen.
Der zweite Handlungsstrang umfasst die Zeit ab 1942 bis kurz nach Kriegsende 1945. Er ist historisch belegt und wurde vom Autor akribisch recherchiert, nur die Namen wurden im Roman geändert, sind aber im Nachwort nachzulesen.
Raimund Bach ist Marinemaat, halbjüdisch, in Holland stationiert. Als Angehöriger der Marine sind er und seine Familie bisher von den Repressalien der Nationalsozialisten verschont geblieben. Als seine Mutter deportiert wird und er den Marschbefehl an die Front erhält, desertiert Bach. Doch bei Kriegsende hält hin nichts mehr in seinem Versteck. Mit einem weiteren Deserteur, Bernhard Döpper, stellt er sich den kanadischen Besatzern. Jedoch gilt in Holland für deutsche Truppen noch immer das Recht der NS- Zeit. Bach und Döpper werden einige Tage nach Kriegsende vor ein Militärgericht gestellt, der Marinerichter, der die Anklage vertritt, heißt Hans- Friedrich Heppner…….
“Eine vergessene Schuld” behandelt tiefgreifende gesellschaftspolitische und zutiefst menschliche Themen. Welche Rolle darf der Staat spielen, wieweit darf er die Rechte des Einzelnen einschränken? Wäre es in einer Diktatur legitim, den Wehrdienst zu verweigern? Wie weit schuldet man einem Unrechtsstaat Gehorsam? Trifft die Nachkommen derjenigen, die in der Nazi-Zeit Verbrechen begangen haben, noch persönliche Schuld? Tragen sie Verantwortung für das Tun ihrer Vorfahren?
Der Roman berührt die Lesenden durch die Schilderung von ausweglosen, bitteren Schicksalen, man fühlt die Angst und Bedrängnis der Protagonisten, Mitleid und Abscheu wechseln einander ab. Der vom Autor gesetzte Rahmen spiegelt sowohl die gesellschaftlichen Vorgänge wie die Wertesysteme der Vergangenheit und Gegenwart.
Arne Jensen zeichnet hervorragend die Charaktere seiner Figuren. Bach, verängstigt und in seinem Versteck seiner Freiheit und Menschenwürde beraubt, vertraut darauf, dass er durch das Kriegsende den Nazi- Häschern entgangen ist. Ebenso ungläubig wie sein Freund Döpper muss er erfahren, dass Deutsche auch nach der Kapitulation in den holländischen Lagern noch Kriegsrecht anwenden können. Dr. Rudolf Heppner, der in seiner Laufbahn klare Entscheidungen basierend auf bestehenden Rechtsgrundlagen fällen konnte, kann mit der Vergangenheit nicht abschließen. Sein Gefühl ist es, Verantwortung dafür zu tragen, dass die Geschehnisse der Kriegszeit nicht vergessen werden, denn über sie zu schweigen wäre unerträglich. Die Psychologin Jasina Behrens ist aufgrund ihrer Flucht aus Syrien traumatisiert, ihre professionelle Distanz zu Richter Heppner wird im Verlauf der Gespräche immer schwieriger. Auch die Darstellung der involvierten Behörden einschließlich ihrer Zuständigkeitsstreitigkeiten ist lebendig und realitätsnah. Leider wird nur sehr kurz über den Täter berichtet, da hätte ich mir gewünscht, mehr über seine Person und seine Motive zu erfahren. Somit liegt der Schwerpunkt der Gegenwartserzählung auf Heppner.
Arne Jensen hat mit “ Eine vergessene Schuld” einen eindrücklichen und wirkmächtigen Roman geschrieben. Er widmet ihn den Opfern von Gewalt, Verfolgung und Entrechtung. Gleichgültigkeit und Schweigen lässt die Erinnerung an die Opfer immer mehr verblassen. Dieser Roman mahnt uns, nicht zu vergessen.