Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt
Das Lied des WolfesDas Lied des Wolfes von T. J. Klune ist ein gefühlvoller Einstieg in die Green-Creek-Saga, der mit einer interessanten Grundidee und einer emotionalen Hauptfigur punktet - mich allerdings nicht fesseln ...
Das Lied des Wolfes von T. J. Klune ist ein gefühlvoller Einstieg in die Green-Creek-Saga, der mit einer interessanten Grundidee und einer emotionalen Hauptfigur punktet - mich allerdings nicht fesseln konnte und leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat.
Die Geschichte rund um Oxnard Matheson beginnt stark: Die Perspektive eines Jungen, der sich ungeliebt und fehl am Platz fühlt, ist berührend erzählt. Auch die Begegnung mit der charismatischen Familie Bennett und der Entdeckung, dass sie Werwölfe sind bringt frischen Wind in die Erzählung. Besonders schön ist die Art, wie Themen wie Zugehörigkeit, Familie und Selbstfindung behandelt werden. Klunes Stil ist eigentlich für jeden super zugänglich und gefühlvoll, aber in diesem Buch hapert es ein wenig. Nach meinem Befürworten verstrickt sich der Autor in vielen Wiederholungen und eh es erstmal so richtig los geht, sind die ersten 300 Seiten schon gelesen, was ich sehr schade finde.
Die Beziehung zwischen den Figuren, vor allem zwischen Ox und den Bennetts, entwickelt sich teilweise unglaubwürdig schnell und wirkt manchmal überladen mit Klischees. Was allerdings gut gelingt, ist die Atmosphäre: Green Creek als Schauplatz ist lebendig, und das Zusammenspiel von Magie, Familie und queerer Repräsentation bietet viele schöne Momente. Jedoch wirkt auch hier die Werwolfstory eher wie ein Abklatsch, als hätte man es schon irgendwo einmal gehört oder gelesen.
Das Lied des Wolfes hat mich leider sehr enttäuscht und ich kann es leider auch nicht weiter empfehlen.