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Veröffentlicht am 23.10.2017

Neuanfang in Neuseeland

Tangata Whenua - Fire of Love
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Mit ihrem Roman Tangata Whenua Inferno der Herzen entführt die Autorin Christel Siemen die Leser nach Neuseeland. Chiara hat gerade ihrem Mutter verloren und der Vater hat die Familie schon vor Jahren ...

Mit ihrem Roman Tangata Whenua Inferno der Herzen entführt die Autorin Christel Siemen die Leser nach Neuseeland. Chiara hat gerade ihrem Mutter verloren und der Vater hat die Familie schon vor Jahren verlassen, dann ist auch noch ihr Job weg. Da kommt es gerade richtig, dass sie ihre Tante Maggie in Neuseeland auf deren Farm besuchen kann. Schnell fühlt sich Chiara in der neuen Umgebung wohl und das liegt nicht nur an Tante Maggie sondern auch an Rindermanager Marc. Marc hat jedoch ein düsteres Geheimnis und dann gibt es noch Sabotageakte gegen die Farm. Das ist noch nicht genug Dramatik und so lässt die Autorin auch noch Chiaras Leben in ernste Gefahr geraten. Insgesamt eine gelungene Mischung für einen Liebesroman.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig lesbar, die Geschichte gut aufgebaut und die Charaktere stimmig. Der Leser kennt von Anfang an das Geheimnis von Marc, aber das macht auch einen Teil des Charmes aus, der Leser weiß warum sich Marc so verhält und hält ihn wegen seiner schroffen und unnahbaren Art nicht gleich für einen unangenehmen Zeitgenossen. Was ich nicht so gelungen fand, war die Schiene eines zweiten Verehrers für Chiara, das war für mich überflüssig und trug nichts für die Geschichte bei, sondern löste bei mir eher negative Gefühle gegenüber Chiara aus. Tante Maggie war herzerfrischend und ich hätte liebend gerne so eine Tante.

Insgesamt war der Roman lesenswert und ich fühlte mich gut unterhalten. Die Spannung, wer hinter den Sabotageakten steckte, wurde erst recht spät gelöst und dem Roman fehlte es weder an Romantik noch an Spannung, die Erotik war dezent vorhanden und stand nicht im Vordergrund. Ich werte den Roman auch nicht ab wegen der Schiene des zweiten Verehrers, da dies nur einen sehr kleinen Teil einnahm und eine Abwertung, dem ansonsten gut geschriebenen und unterhaltsamen Romans, nicht gerecht werden würde.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Die Aufgabe von Kaija Neran

Tabula Rasa
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Mit dem Roman Tabula Rasa nimmt uns der Autor Ryek Darkener in eine Welt fast 500 Jahre nach dem Großen Krieg. Die Gesellschaft hat sich in drei Gruppen aufgeteilt, Städter, Helfer und Jäger. Diese Gruppen ...

Mit dem Roman Tabula Rasa nimmt uns der Autor Ryek Darkener in eine Welt fast 500 Jahre nach dem Großen Krieg. Die Gesellschaft hat sich in drei Gruppen aufgeteilt, Städter, Helfer und Jäger. Diese Gruppen sollen sich im Laufe der Generationen, gemäß den Regeln der Stifter, zu einer Einheit verbinden. Dies trifft jedoch nicht auf die Gegenliebe aller Menschen. Dazwischen steht Kaija Neran, die das Erbe ihres kürzlich verstorbenen Vaters antreten soll, der einen Weg gefunden hat, dass sich der Wunsch der Stifter erfüllen könnte. Kaija's schwere Weg wird auf gute Art erzählt und der Autor vermag auch immer eine gewisse Grundspannung aufrecht zu erhalten, bis es zum furiosen Ende kommt.

Vieles ergibt sich erst im Verlauf der Erzählung und manches bleibt in der Schwebe. Vermeintlich Nebensächliches spielt auf einmal eine große Rolle und dem Leser zeigen sich die verschiedenen Stränge die ineinanderlaufen auf. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Das Ende des Buches war ein wenig abrupt und verlangt in meinen Augen eine Fortsetzung, da ich wissen möchte wie der Autor die Geschichte weiter laufen lässt und ob sich alles so ergibt, wie es sich abzeichnet. Insgesamt ein Buch das auch ein wenig nachdenklich stimmt, da es in der Gesellschaft Abstufungen gibt und nicht jeder gleich viel wert ist und ich mich gefragt habe, wie es so weit kommen konnte. Dabei erhebt der Autor in keinem Fall den mahnenden Finger, sonder lässt seine Charaktere für sich sprechen und der Leser kann sich gut ein eigenes Urteil über diese Gesellschaft bilden.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Undurchsichtig und spannend bis zur letzten Seite

Spreewaldgrab (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 1)
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Spreewaldgrab von der Autorin Christina Diekerhoff ist ein Kriminalroman der bis zur letzten Seite spannend bleibt. Der eigentliche Täter bleibt bis kurz vor Schluss unbekannt und erst im Nachhinein erkennt ...

Spreewaldgrab von der Autorin Christina Diekerhoff ist ein Kriminalroman der bis zur letzten Seite spannend bleibt. Der eigentliche Täter bleibt bis kurz vor Schluss unbekannt und erst im Nachhinein erkennt man als Leser die leichten Spuren die zum Täter führen. Verstörende Kapitel über eine unbekannte Frau die gefangen gehalten wird wechseln sich ab mit der eigentlichen Geschichte. Wer ist die Frau die sich selber nicht mehr kennt und die versucht ihre Welt zusammen zu halten? Weder von Täter noch vom Opfer erhält man wesentliche Informationen, so dass ich mich gefragt habe wie beide Stränge zusammen gehören, bis es die überraschende Aufklärung gibt. Die Charaktere sind gut angelegt und man erfährt durch die Gedankenwelt von Klaudia Wagner warum sie in die Provinz gezogen ist. Die Lösung des ersten Mordfalles in dem es um den Unternehmer geht ist mir zum Schluss etwas zu kurz gekommen, dafür wird gut auf die Geschichte der toten jungen Frau, die im Wald gefunden wird,eingegangen. Insgesamt spannend und gut lesbar mit schlüssigen Charakteren.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Ein spannender Jugenthriller

Seelenlicht
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Mit Seelenlicht ist der Autorin Daniela Arnold ein Jugendthriller gelungen der ohne Blut auskommt und durch seine prägnanten Charaktere eine spannungsgeladene Geschichte erzählt.

Der Spannungsbogen bleibt ...

Mit Seelenlicht ist der Autorin Daniela Arnold ein Jugendthriller gelungen der ohne Blut auskommt und durch seine prägnanten Charaktere eine spannungsgeladene Geschichte erzählt.

Der Spannungsbogen bleibt durchgehen erhalten und die Autorin streut geschickt Andeutungen und Informationen für den Leser und führt diesen bis zum überraschenden Ende. Die Charaktere sind mit Ecken und Kanten ausgestattet und wirken glaubwürdig. Der Schreibstil selber ist flüssig und gut lesbar, so dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann, möchte man doch gerne wissen wie die Geschichte endet.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Ein Stein sie zu fangen

Saphirherz
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Saphirherz von Narcia Kensing handelt von Lilly, deren Lebend gerade nicht gut läuft. Ihre Mutter wurde in New York getötet als sie sich mit einem Mann getroffen hat den Lilly nicht kennt. Bei einem Besuch ...

Saphirherz von Narcia Kensing handelt von Lilly, deren Lebend gerade nicht gut läuft. Ihre Mutter wurde in New York getötet als sie sich mit einem Mann getroffen hat den Lilly nicht kennt. Bei einem Besuch auf dem Friedhof hat Lilly eine seltsame Begegnung und von da an verläuft ihr Leben noch chaotischer. Sie verlässt ihr kleines Heimatstädtchen und  nimmt eine Stelle in New York an. Dort begegnet sie Mason, Jordan und Violet welche sich alle auf ihre Art in ihr Leben einmischen. Lilly findet langsam heraus warum sich alle drei um sie kümmern und welche Absichten dahinter stecken. Letztendlich muss sich Lilly entscheiden und ihr Leben in die Hand nehmen.
Narcia Kensing hat hier eine schöne Liebesgeschichte geschrieben, die mich vom ersten Moment an gefangen nahm. Der Schreibstil ist locker und ohne unnötige Spielereien. Die Visionen von Lilly sind gut in die Geschichte eingebunden und man nimmt allen Charakteren die Handlungen ab und die Gefühle wirken glaubwürdig. Es gibt einige Wendungen im Buch und Charaktere wechseln von Gut zu Böse oder umgekehrt und tauchen dann am Ende der Geschichte ganz überraschend an der zuletzt richtigen Stelle auf. Die unterschiedlichen Zeitschienen machen es spannend und ich wollte gerne wissen, wer sich hinter dem jeweiligen Erzähler verbirgt und welche Geheimnisse es zu entdecken gibt. Gerade das macht für mich ein gutes Buch aus, mich, den Leser gefangen zu nehmen und das ich mit Bedauern das Buch aus der Hand lege, wenn ich keine Zeit mehr habe weiter zu lesen oder zum Ende wenn ich eigentlich noch mehr lesen möchte. Den Schluß des Buches fand ich sehr schön und er entspricht meinen Erwartungen. Gut aber nicht schmalzig und jeder hat Verluste zu tragen, aber die Zukunft sieht nicht düster sondern hell aus.