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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2017

kommt erst langsam in Fahrt

Intrige
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Die Geschichte entfaltet sich zu Beginn recht langsam, wenn nicht zäh.
Aber wenn man einmal in das Geflecht von Lügen eingetaucht ist und Oberstleutnant Picquart bei seinen Untersuchungen begleitet, kann ...

Die Geschichte entfaltet sich zu Beginn recht langsam, wenn nicht zäh.
Aber wenn man einmal in das Geflecht von Lügen eingetaucht ist und Oberstleutnant Picquart bei seinen Untersuchungen begleitet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Der historische Hintergrund ist gut recherchiert und wirft einen weiten Blick auf die Atmosphäre in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Veröffentlicht am 13.10.2025

Humorvolle Spannung

Über die Toten nur Gutes
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Das Cover verspricht schon große Gegensätze. Im Mittelpunkt steht ein schwarzer Sarg - allerdings vor sonnengelbem Hintergrund. Auf den zweiten Blick sieht man dann einen kleinen weißen Hund ...

Das Cover verspricht schon große Gegensätze. Im Mittelpunkt steht ein schwarzer Sarg - allerdings vor sonnengelbem Hintergrund. Auf den zweiten Blick sieht man dann einen kleinen weißen Hund der sein Beinchen gegen den Sarg hebt.
Man erwartet also eine Mischung aus schweren, dunklen und hellen, lustigen Begebenheiten - und wird nicht enttäuscht.
Mads Madsen ist Trauerredner. Das klingt nach einem langweiligen Beruf. Wenn man aber von einem Kindheitsfreund, den man seit Jahrzehnten nicht gesehen hat, den Auftrag bekommt, bei seiner wahrscheinlich bevorstehenden Beerdigung zu sprechen, kann das aufregender werden, als einem lieb ist.
Andreas Izquierdo verbindet einen unverwechselbaren humorvollen Schreibstil mit regionalen Bezügen aus Flensburg und der Jagd nach Hinweisen auf das plötzliche Ableben des Freundes. Dies führt zu mafiösen Strukturen und bringt nicht nur Mads in tödliche Gefahr.
Empfohlen für alle, die gut geschriebene Cosy-Crime mögen.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Abschluss der Triologie

Wir sehen uns wieder am Meer
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In diesem Buch lernen wir die Freundinnen von Tekla aus "Als Großmutter im Regen tanzte" kennen.
Birgit ist Krankenschwester. Nach dem Tod von Ilja, ihrem Russischlehrer, geht sie Anfang 1944 ...

In diesem Buch lernen wir die Freundinnen von Tekla aus "Als Großmutter im Regen tanzte" kennen.
Birgit ist Krankenschwester. Nach dem Tod von Ilja, ihrem Russischlehrer, geht sie Anfang 1944 nach Bodo im Norden von Norwegen - um zu vergessen, um neu anzufangen.
Annelise hingegen verpflichtet sich als Frontschwester und geht auf den Kontinent.
Später kommt noch Nadia hinzu, eine ukrainische Zwangsarbeiterin, die in Bodo in einer Fischfabrik arbeiten muss.
Trude Teige erzählt gewohnt fesselnd von den Jahren 1944 bis 1953. Im Mittelpunkt steht Birgit, die aufgrund ihrer Sprachkenntnisse in die Arbeit im norwegischen Widerstand gerät, da sie sowohl mit den Zwangsarbeitern als auch mit geflohenen Kriegsgefangenen Kontakt halten kann.
Aber auch nach dem Krieg bestimmen diese Russischkenntnisse ihre berufliche Laufbahn und bringen sie immer wieder in Gefahr. Die Schilderung dieser Ereignisse ab 1947 fand ich teilweise etwas überzogen, als hätte man noch Seiten im Buch füllen müssen. Daher ein Stern Abzug (4 von 5 Sternen).
Dagegen wurden Nadias und Annelises Leben nur nebenher erzählt, da hätte man auch noch genaueres schildern können.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Modernes Zusammenleben

Wohnverwandtschaften
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Das Cover erinnert farblich an die letzten Romane von Isabel Bogdan (Der Pfau, Laufen), inhaltlich ist es wieder ein ganz neues Feld. Gemeinsam ist den Romanen die Leichtigkeit, mit denen die ...

Das Cover erinnert farblich an die letzten Romane von Isabel Bogdan (Der Pfau, Laufen), inhaltlich ist es wieder ein ganz neues Feld. Gemeinsam ist den Romanen die Leichtigkeit, mit denen die Autorin an ernste Themen herangeht. Wie nebenbei erzählt sie, wie in eine Wohngemeinschaft der besonderen Art eine schwere Krankheit Einzug hält.
Jörg ist Rentner und vermietet leer stehende Zimmer in seiner Wohnung - an Anke, eine Schauspielerin, die aufgrund ihres Alters keine Aufträge mehr bekommt und an Murat, der gerne für alle kocht. Aufgrund einer Trennung zieht die Zahnärztin Constanze mit ihrem Klavier ein.
Aus wechselnden Perspektiven erfahren wir Alltägliches aus dieser WG. Zwei Jahre erleben wir Höhen und Tiefen, Liebe und Eifersucht und den Zusammenhalt, der zwischen diesen vier Menschen entsteht. Als klar wird, dass Jörg nicht mehr ohne Hilfe auskommt, wird ihre "Wohnverwandtschaft" auf die Probe gestellt.
Ich fand den Roman nicht so intensiv wie den Vorgänger (Laufen), eher ein nettes Buch für nebenher. Ich frage mich auch, was alle Autoren in diesem Jahr mit dem Thema Demenz umtreibt...

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Zweiter Weltkrieg im Indischen Ozean

Und Großvater atmete mit den Wellen
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Trude Feige erzählt nach der Geschichte von Tekla (der Großmutter der fiktiven Rahmenerzählerein) nun das Schicksal von Konrad, ihrem Stief-Großvater.
Diesmal ist der Rahmen allerdings sehr schmal, ...

Trude Feige erzählt nach der Geschichte von Tekla (der Großmutter der fiktiven Rahmenerzählerein) nun das Schicksal von Konrad, ihrem Stief-Großvater.
Diesmal ist der Rahmen allerdings sehr schmal, der gesamte Roman spielt in der Vergangenheit, und schildert mir bisher unbekannte Ereignisse des zweiten Weltkrieges im Indischen Ozean.
In dieser turbulenten Zeit sind Konrad und sein Bruder Sverre auf einem Handelsschiff unterwegs, das von den Japanern angegriffen wird. Sie werden voneinander getrennt. Während Sverre in japanische Gefangenschaft gerät, landet Konrad nach einer Odysee mehr tot als lebendig auf Java. Dort wird er von der Krankenschwester Sigrid gepflegt. Als die Japaner alle europäischen Bewohner der Insel in Lager zwingen, wird ihre junge Liebe auf eine harte Probe gestellt, da es Frauen- und Männerlager gibt.
Sehr detailreich schildert der Roman die unmenschlichen Zustände in diesen Lagern. Viele Menschen sterben an Hunger und Krankheiten.

Leider wusste man ja von Anfang an, dass Sigrid und Konrad nicht zusammenbleiben werden, da er ja Tekla heiratet. Das hat mich ein bisschen gestört, da man die ganze Zeit nur darauf wartet, wann und warum ihre Liebe scheitert.

Insgesamt aber ein gut geschriebener historischer Roman.

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