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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2024

Tolle grafische Umsetzung, aber inhaltlich zu knapp

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Ganz klar ist mir die berühmte Geschichte um Mr. Darcy nicht unbekannt: Im Original, verfilmt, in verschiedenen Adaptionen - und fast immer finde ich erneut Gefallen an der Geschichte von Jane Austen. ...

Ganz klar ist mir die berühmte Geschichte um Mr. Darcy nicht unbekannt: Im Original, verfilmt, in verschiedenen Adaptionen - und fast immer finde ich erneut Gefallen an der Geschichte von Jane Austen. Aus diesem Grund war ich definitiv gespannt auf die Umsetzung als Graphic Novel.
Was mir auf Anhieb gefallen hat, war die grafische Umsetzung. Die Illustrationen fangen in Schlüsselszenen die Atmosphäre richtig gut ein. Aber auch die einzelnen Charaktere werden in ihren verschiedenen Gemütsverfassungen toll dargestellt.
Allerdings geht mir inhaltlich doch zu viel verloren, wodurch die Geschichte, die sich ja eigentlich sehr langsam entwickelt, merkwürdig holprig und sprunghaft wirkt. Dadurch verliert die wunderbare Geschichte doch einiges von ihrem Zauber.
Insgesamt würde ich sage, dass die Graphic Novel einen guten ersten Einstieg und kurzweilige Unterhaltung bietet, man aber bedenken sollte, dass die Geschichte sehr stark gekürzt wurde.

Veröffentlicht am 14.07.2024

Bleibt hinter den Erwartungen zurück

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Die Känguruh-Chroniken und Qualityland, aber auch Spurenfinder, empfand ich als äußerst gelungen, erfrischend, humorvoll und auch spannend. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf Klings neues Buch. ...

Die Känguruh-Chroniken und Qualityland, aber auch Spurenfinder, empfand ich als äußerst gelungen, erfrischend, humorvoll und auch spannend. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf Klings neues Buch. Leider muss ich gestehen, dass ich insgesamt deutlich mehr erwartet hatte und auch zu der Fraktion gehöre, die meinen: Schuster, bleib bei deinen Leisten bzw. Kling, bleib in deinem Genre.
Das Buch startet sehr humorvoll, allerdings endet das mit dem Video, um das es sich hauptsächlich dreht. Das Thema, das behandelt wird, ist schon sehr hart und auch politisch äußerst brisant.
Die Charaktere, insbesondere Chefermittlerin Yasira Saad, bleiben für meinen Geschmack doch recht blass in der ganzen Geschichte. Ich fand leider nie wirklich einen Draht zu ihr. Was mich irritiert hat, ist, dass doch einige Dinge an den Haaren herbeigezogen sind, so wirken manche Entwicklungen der Geschichte irgendwie künstlich erzwungen, und manches bleibt auch offen.
Das Buch endet recht abrupt und man hat das Gefühl, dass manche Fragen unbeantwortet bleiben. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber für mich war das hier nicht zufriedenstellend.
Alles in allem würde ich sagen, dass das definitiv nicht mein letzter Kling war, er mich aber in diesem Genre nicht packen konnte – daher leider nur 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.06.2024

Düsteres Nimmerland

Wendy, Darling – Dunkles Nimmerland (mit gestaltetem Farbschnitt)
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Die Zeit in Nimmerland liegt lange hinter ihr und mittlerweile ist Wendy eine erwachsene Frau. Doch dann kehrt eines Tages Peter Pan zurück und fliegt mit Wendys Tochter davon – und sie muss alles daran ...

Die Zeit in Nimmerland liegt lange hinter ihr und mittlerweile ist Wendy eine erwachsene Frau. Doch dann kehrt eines Tages Peter Pan zurück und fliegt mit Wendys Tochter davon – und sie muss alles daran setzen, sie vor Peter zu retten und nach Hause zurückzuholen.

Neuerzählungen und Geschichten rund um Nimmerland und Peter Pan konnten mich schon immer sehr begeistern und von daher war ich wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Die Leseprobe hatte mir bereits verraten, dass es sich um eine anspruchsvollere Erzählung handelt, was es für mich aber noch interessanter machte.

An der Seite von Wendy bzw. von Jane steigt man in die düstere Seite von Nimmerland und Peter Pan ein. Dabei wird dieses Grauen so ganz allmählich beschrieben, dass man beim Lesen wirklich Gänsehaut bekommt. Dieser Aspekt war wirklich sehr gelungen und auch der Grund, warum ich drangeblieben bin.

Ansonsten hatte die Geschichte jedoch einige Längen bzw. wollte in meinen Augen irgendwie zu viel, als dass es letzten Endes eine runde Sache wurde. Es ist definitiv ein besonderes Buch, das auch im Gedächtnis bleibt, aber mich konnte es leider nicht richtig begeistern.

Veröffentlicht am 17.05.2024

Kein Wohlfühlbuch

Der ehrliche Finder
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Jimmy hat es nicht leicht: Er fühlt sich meist allein, sei es zuhause oder in der Schule. Als Tristan, Sohn einer Migrantenfamilie aus dem Kosovo, in seine Klasse kommt, ist das der Anfang einer besonderen ...

Jimmy hat es nicht leicht: Er fühlt sich meist allein, sei es zuhause oder in der Schule. Als Tristan, Sohn einer Migrantenfamilie aus dem Kosovo, in seine Klasse kommt, ist das der Anfang einer besonderen Freundschaft. Jimmy hilft ihm und seiner Familie sich in Deutschland zurechtzufinden und gleichzeitig werden sie ein Stück weit zu seiner Familie, seinem Zuhause.
Ein Wohlfühlbuch ist die Geschichte um Jimmy und Tristan definitiv nicht, aber davon war ich bei Lize Spit bereits ausgegangen. Ihre Figuren sind nur schwer als sympathisch zu bezeichnen und handeln oft in einer für den Leser nur schwer erträglichen Weise. So ist die Freundschaft zwischen den beiden Jungs zwar für Jimmy zunächst ein großes Glück, sie kippt aber irgendwann unaufhaltsam.
Meisterhaft gelingt es der Autorin auf wirklich nur sehr wenigen Seiten den Leser in den Bann zu ziehen, was sicherlich auch an der kindlichen Perspektive liegt. Das Ende hat mich allerdings schwer aus der Bahn geworfen und mich etwas unschlüssig zurückgelassen – was wohl beabsichtigt ist.
Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall erzählerisch sehr gelungen, allerdings fand ich die Kürze und das abrupte Ende doch etwas schwierig, so dass mich der vorherige Roman der Autorin definitiv mehr überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 22.04.2024

Einfach gestrickte, aber charmante Geschichte

Kikis kleiner Lieferservice
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Zu ihrem dreizehnten Geburtstag zieht die kleine Hexe Kiki von zu Hause aus, um sich eine neue Stadt zu suchen, wie man das als Hexe so macht. In Begleitung ihres Kater Jiji, aber ansonsten ganz auf sich ...

Zu ihrem dreizehnten Geburtstag zieht die kleine Hexe Kiki von zu Hause aus, um sich eine neue Stadt zu suchen, wie man das als Hexe so macht. In Begleitung ihres Kater Jiji, aber ansonsten ganz auf sich allein gestellt, muss sie sich in der Fremde zurechtfinden und ihren Lebensunterhalt verdienen.
Als kompletter Kiki-Neuling ohne jegliche Berührungspunkte mit dem Anime-Film war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und wollte mich gerne überraschen lassen. Bekommen habe ich eine wirklich zuckersüße Geschichte rund um das erste Jahr der Hexe Kiki in der neuen Stadt. Statt einem durchgehenden Handlungsstrang gibt es eher einzelne zusammenhängende Episoden, die von ihren Erfahrungen erzählen.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Buch eher für jüngeres Publikum geeignet ist, da die Erzählungen doch recht einfach gestrickt sind. Trotz allem war die Geschichte um Kiki aber sehr charmant geschrieben und ich habe ihre Erlebnisse gerne verfolgt. Mir persönlich hat ein bisschen Tiefe gefehlt.