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Veröffentlicht am 16.11.2024

Auf der wilden Wiese ist einiges los

Humbi und Mohna auf der wilden Wiese
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Meine erste Kinderbuch Rezension 🥳
Und was soll ich sagen... Schee wars und wirklich unterhaltsam.
Wir begleiten in dem Buch 'Humbi und Mohna auf der wilden Wiese' von Carina Lendl, die Steinhummelkönigin ...

Meine erste Kinderbuch Rezension 🥳
Und was soll ich sagen... Schee wars und wirklich unterhaltsam.
Wir begleiten in dem Buch 'Humbi und Mohna auf der wilden Wiese' von Carina Lendl, die Steinhummelkönigin Humbi auf den Weg raus aus Ihrem Winterschlaf und lernen dann auch kurz darauf die kleine Mohnbiene Mohna kennen.
Die zwei geflügelten Mädels freunden sich schnell an und genießen das gemeinsame umherfliegen und genüsslich Nektar schlürfen.
Aber alleine sind die zwei auf der wilden Wiese nicht.
Alles was so kreucht und fleucht wird vorstellig und vorallem der lustige Igel Ignatz mit dem seltsamen Dialekt gefiel mir und komplettiert das Trio.
Zusammen sind sie das Team mit 'Herz, Hirn und Stachel'.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg um das Geheimnis um diese mysteriösen 'Trampler' (Menschen) zu erforschen.
Ein sehr süßes Buch mit ganz tollen Illustrationen und einer Menge interessanter Informationen rund um Flora und Fauna.
Ich würde der Altersempfehlung ab 8 Jahren folgen.
Es gibt nämlich auch einiges zu lernen und vieles was nochmal Stoff für ein genaueres nachschlagen und zusammen angucken bietet. Zum Beispiel Humbis Entwicklung von der Larve zur ausgewachsenen Steinhummel, die verschiedenen Pflanzen, Infos zu den Wiesenbewohnern und wo spricht man eigentlich so lustig wie Ignatz.
Ein wirklich schönes, informatives, lustiges und auch ehrliches Kinderbuch bei dem ich mir eine Fortsetzung sehr gut vorstellen kann.
Die perfekte Lektüre für eine tolle (gemeinsame) Lesezeit.

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Freundschaft

Der Bademeister ohne Himmel
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Wow, da nimmt uns die Autorin Petra Pellini aber auf eine wirklich emotionale Reise mit und deshalb habe ich den Roman 'Der Bademeister ohne Himmel' auch wirklich sehr gerne gelesen.
Es geht hier um die ...

Wow, da nimmt uns die Autorin Petra Pellini aber auf eine wirklich emotionale Reise mit und deshalb habe ich den Roman 'Der Bademeister ohne Himmel' auch wirklich sehr gerne gelesen.
Es geht hier um die fünfzehn jährige Linda und um ihre zwei besten Freunde die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Da ist einmal ihr gleichaltriger Kumpel Kevin der sich wirklich sehr um die Welt und deren Fortbestand sorgt. Das beschert Ihm kein wirklich unbeschwerte Teenie Zeit. Und dann ist da noch der sechsundachtig jährige Hubert. Hubert sorgt sich nicht mehr um arg viel, außer vielleicht um seine Sparbücher. Er ist schwer dement und im Laufe des Buchs schreitet seine Erkrankung rasch voran.
Linda ist auch nicht wirklich glücklich mit ihrem Leben, aber vors Auto laufen geht leider auch nicht... was wird sonst aus Kevin und Hubert.
Der Roman besticht durch Linda ihren Wortwitz und ihre entzückende Art mit Hubert umzugehen. Obwohl sie so ein junges Mädchen ist und rein intuitiv agiert, macht sie verdammt viel richtig.
Die Passagen mit Linda und Hubert haben mir am besten gefallen, obwohl sie einen auch oft nachdenklich machen.
Ewa, Huberts Pflegerin, darf ich nicht vergessen zu erwähnen. Eine so schön dargestellte Person die man sofort ins Herz schließt. Alle drei zusammen sind ein wirklich tolles Trio.
Es ist trotz der coolen Sprüche von Linda keine leichte Lektüre und einige schwere Themen werden behandelt. Erschreckend was in so jungen Menschen vorgeht denen man eigentlich nur leichte Gedanken wünscht.
Ein richtig gutes Buch das mit ganz vielen Emotionen um die Ecke kommt.
Ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Geschwister

Malibu Rising
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So, nun bin ich wohl auch Taylor Jenkins Reid angefixt...
'Malibu Rising' war wirklich die perfekte Sommerlektüre. Locker leicht zu lesen, ordentlich Partystimmung, Wellen und Surfervibes, tolle Geschwisterbande ...

So, nun bin ich wohl auch Taylor Jenkins Reid angefixt...
'Malibu Rising' war wirklich die perfekte Sommerlektüre. Locker leicht zu lesen, ordentlich Partystimmung, Wellen und Surfervibes, tolle Geschwisterbande und Familiendrama fürs Herz.
Der Roman spielt im Jahr 1956 und 1983.
1956 wird erst einmal die Geschichte des aufsteigenden Gesangssternchen Mike Riva erzählt. Wie er seine große Liebe June kennenlernt und die Entwicklung innerhalb des Familienaufbaus.
1983 lernen wir die vier mittlerweile erwachsenen Kinder von Mike Riva intensiver kennen.
Nina die Große, vernünftige Schwester die alles zusammenhält und viel für ihre Geschwister gekämpft hat und dafür einiges zurückstellen musste.
Jay der Zweitgeborene und erfolgreicher Surfer mit einem lebensveränderten Geheimnis und dazu ein absoluter Mädchenschwarm.
Sein (Zwillings)Bruder Hudson ist der Mann hinter der Kamera. Er setzt Jay gekonnt in Szene und gemeinsam sind Sie ein tolles Team. Ein guter Kerl mit einem pikanten Geheimnis.
Das Nesthäkchen Kit ist auch eine extrem gute Surferin, aber noch in ihrer Findungsphase.
Einmal im Jahr schmeißen die Geschwister eine riesen Party und dieses Jahr läuft alles etwas aus dem Ruder und am Morgen danach ist nichts mehr wie es war.
Ich hatte richtig Spaß mit diesem Roman und mochte die Mischung sehr. Ein paarmal hab ich mit diversen Personen mitgelitten, über die Party geschmunzelt und Mike Riva verflucht.
Ich werde mir auf jeden Fall noch die Geschichten über Carrie Soto, Evelyn Hugo und Daisy Jones & The Six besorgen.
Von mir gibt's für diese nette Sommerlektüre sehr gerne eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Familiengeschichte mal anders

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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So ungewöhnlich der Titel klingt, so eigenwillig entfalter sich auch dieser Roman: 'Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten' von Anna Maschik entzieht sich klassischen Erzählmustern ...

So ungewöhnlich der Titel klingt, so eigenwillig entfalter sich auch dieser Roman: 'Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten' von Anna Maschik entzieht sich klassischen Erzählmustern und hinterlässt gerade dadurch einen bleibenden Eindruck.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles vollständig - oder überhaupt richtig- verstanden habe. Und doch weiß ich: Diese Lektüre war auf ihre ganz eigene Art äußerst fesselnd und unterhaltsam.

Die Handlung beginnt auf einem Bauernhof an der Nordsee - und kehrt immer wieder dorthin zurück. Über mehrere Generationen hinweg erleben wir ein Kommen und Gehen: Menschen werden geboren, sterben, lieben einander - oder eben auch nicht. Besonders prägnant sind die Frauenfiguren, die in ihrer Unterschiedlichkeit faszinieren und zugleich wiederkehrende Muster erkennen lassen. Es ist, als würden sich bestimmte Lebensentwürfe und Schicksale wiederholen.

Maschiks Erzählweise ist dabei auffallend nüchtern, fast spröde. Immer wieder durchbrechen Listen und Aufzählungen den Fluß der Geschichte - ein zunächst irritierendes, dann aber ungemein wirkungsvolles Stilmittel, das den Blick auf Details schärft und eine gewisse Tiefe erzeugt. Zwischen diesen scheinbar sachlichen Passagen tauchen plötzlich skurrile Ereignisse auf, die Fragen aufwerfen und Raum für eigene Spekulationen lassen. Was genau will die Autorin uns damit sagen? Eine eindeutige Antwort bleibt sie bewusst schuldig - und genau darin liegt ein Teil des Reizes.

Es ist ein Roman, der sich nicht leicht greifen oder zusammenfassen lässt, einer der neugierig macht. Ich habe dieses Unkonventionelle sehr gemocht, auch wenn es mir schwerfällt, den Inhalt zu beschreiben.

Mein Fazit: Am besten selbst lesen, sich darauf einlassen und schauen, was das Buch im eigenen Kopf auslöst. Eine klare Empfehlung für alle, die Freude an ungewöhnlichen Erzählformen haben.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Weibliche Selbstbestimmung

Sie hat Bock
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Das war schon ziemlich "auf die Fresse" - im besten Sinne. 😅
Am Anfang dachte ich noch: Oha. Und ein paar Kapitel später dann: Ja, genau so.

'Sie hat Bock' von Katja Lewina lag viel zu lange auf meinem ...

Das war schon ziemlich "auf die Fresse" - im besten Sinne. 😅
Am Anfang dachte ich noch: Oha. Und ein paar Kapitel später dann: Ja, genau so.

'Sie hat Bock' von Katja Lewina lag viel zu lange auf meinem SuB. Umso schöner, dass ich es jetzt endlich gelesen habe - und enttäuscht wurde ich definitiv nicht.

Das Buch ist ein sehr ehrlicher, ungeschönter Blick auf weibliche Lust, Selbstbestimmung und die gesellschaftlichen Erwartungen, die damit verbunden sind. Dabei bringt Lewina immer wieder eigene Erfahrungen ein, was das Ganze unglaublich persönlich macht. Gerade dadurch schafft sie es, ein Stück der Scham abzubauen, die vielen von uns anerzogen wurde. Das fühlt sich beim Lesen fast befreiend an.

Wer bereits mehrere Bücher zu feministischen Themen oder weiblicher Sexualität gelesen hat, wird vielleicht nicht allzu komplett neue Gedanken entdecken. Aber genau diese persönliche Ebene macht das Buch besonders. Es liest sich ein bisschen so, als würde man mit einer guten Freundin zusammensitzen - vielleicht leicht angeheitert - und endlich mal ganz offen über Dinge sprechen, über die sonst selten so ehrlich geredet wird. Fragen stellen inklusive.

Mit allem konnte ich mich nicht identifizieren, aber das muss man auch gar nicht. Wir sind schließlich alle unterschiedlich - auch wenn wir oft für ähnliche Dinge kämpfen müssen.

Ein gutes, wichtiges Buch, das viele Menschen lesen sollten - besonders jüngere. Und zwar unabhängig vom Geschlecht. Ehrlich, direkt, manchmal witzig - und ohne um den heißen Brei herumzureden. Das muss man schon aushalten können. 😏

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