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Veröffentlicht am 27.06.2024

Eingeschleust auf Schloss Wondringham

Die erste Braut
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Es geht weiter - Julianna Grohe erzählt in ihrem zweiten Band die Geschichte von Prinz Alexander und seiner Brautschau.

Elaine ist das Wohlergehen ihrer Schwester das wichtigste Gut. Deshalb geht sie ...

Es geht weiter - Julianna Grohe erzählt in ihrem zweiten Band die Geschichte von Prinz Alexander und seiner Brautschau.

Elaine ist das Wohlergehen ihrer Schwester das wichtigste Gut. Deshalb geht sie zur Brautschau nach Schloß Wondringham. Doch leicht hat sie es nicht, denn zu Beginn ist sie eine einfache Gärtnerin, wobei sie doch auf gutem Hause kommt. Auch den Prinzen lernt sie schnell kennen - und lieben? Hat er dieselben Gefühle?

Band 2 erzählt die Brautschau aus einer anderen Perspektive: dieses Mal aus der Sicht von Elaine - Kandidatin für den Kronprinzen. Besonders zu Beginn gibt es eine ausführliche Einleitung zu ihren Beweggründen. Das ist schön, um in die Handlung einzusteigen, aber ich muss gestehen, dass mich die ersten Seiten nicht so sehr gefesselt haben, wie in Band 1.

Über die Hauptfigur Elaine erfährt man sehr viel, sie wirkt als sei sie eine schüchterne Persönlichkeit, ist aber in ihrem Inneren eine starke und witzige Frau. Der über die Handlung hinweg aufblitzende Witz macht das Lesen sehr angenehm, vor allem die Dialoge mit Alexander sind klasse.

Ich musste die ganze Zeit beide Bücher miteinander vergleichen: Die Liebesgeschichte ist viel seichter, aber nicht weniger romantisch.

Die Wendungen waren spannend und teilweise unvorhersehbar(zumindest für mich). Ich muss nur sagen, das für mich manchmal die Geschichten beider Bücher nicht ganz zusammengepasst haben. SPOILER: Die Entführung von Mayrin in Band 1 wurde in diesem Buch als „Krankheit“ genannt und für mich persönlich stark relativiert.

Ich fand es klasse, dass es zwei Erzählstränge gibt. Ein Großteil der Handlung wird aus Elaine’s Perspektive (als Ich-Erzähler) beschrieben. Einzelne Kapitel sind aus der Perspektive von Prinz Alexander geschrieben (allerdings in der Erzählperspektive). Die unterschiedlichen Erzählstile sind sehr interessant, wobei ich es mir mehr gewünscht hätte, auch bei Alexander die Ich-Perspektive zu haben, um noch mehr eintauchen zu können.

Trotz allem ist es ein wunderschönes Buch mit einer tollen Liebesgeschichte und etwas Spannung - ein würdiger Nachfolger.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Packendes Finale von America und Maxon

Selection – Der Erwählte
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„Der Erwählte“ - Band drei der Selection Reihe führt und wieder ins Königreich Illea. Das Casting zur Prinzessin läuft weiterhin. Vier Kandidatinnen wetteifern um die Gunst und Liebe des zukünftigen Königs ...

„Der Erwählte“ - Band drei der Selection Reihe führt und wieder ins Königreich Illea. Das Casting zur Prinzessin läuft weiterhin. Vier Kandidatinnen wetteifern um die Gunst und Liebe des zukünftigen Königs Maxon. Weder die Anwärterinnen noch der Prinz selbst sind sich ihren Gefühlen 100%ig bewusst. Zu allem Übel zeigen sich die Rebellen immer häufiger und werden aggressiver - aber wirklich alle?

Kiera Cass schafft es, mich wieder in die Welt von America und Maxon eintauchen zu lassen. Ich habe die ersten drei Selection-Bücher verschlungen und bin nach wie vor sehr angetan von der (Liebes)Geschichte von den beiden. Weiterhin sind die Dialoge mit Witz und viel Vertrautheit hinterlegt. Ich konnte die zunehmende Zusammengehörigkeit sehr gut nachvollziehen.

Ich fand es klasse, dass die Geschichte mit und um die Rebellen noch mehr thematisiert wurde. Auch kam in dem Buch deutlich mehr Dramatik und Spannung vor. Es war für mich von Anfang an klar, wie die Geschichte enden wird, aber die ganzen Twists waren dann doch sehr schön. Bei einigen Seiten ist mir buchstäblich der Mund offen stehen geblieben. Das hätte ich so nicht erwartet.

Auch die dargestellten Entwicklungen von America und Maxon waren großartig. Ich habe viel über bei erfahren und gelesen, wie sie noch reifer und selbstbewusster geworden sind.

Mir persönlich war dann das ganze Hin und Her von „wir gehören zusammen“ und „wir hassen uns” teilweise doch etwas zu viel. Die Entwicklung der Liebe war für mich teilweise schwierig nachzuvollziehen. Zum einen hadern beide immer, lassen sich schnell von ihren Gefühlen abbringen und zum anderen sehen sie sich als die wahre Liebe des anderen. Das war etwas frustrierend. Für mich hat die Beziehung der beiden auch etwas zu wenig Platz eingenommen.

Trotz einiger Höhen und Tiefen muss ich sagen: Es ist ein tolles Buch und ein packendes Finale von America, Maxon und Aspen.

P.S. Ich finde es spannend, dass das Buch “Der Erwählte” und nicht “Die Erwählte” heißt.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Weiter geht die Brautschau

Selection – Die Elite
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Die Fortsetzung von Selection nimmt uns mit ins zukünftige Königreich Illea, was einmal Amerika war. America Singer, noch immer Kandidatin beim bedeutendsten Casting, ist hin- und hergerissen zwischen ...

Die Fortsetzung von Selection nimmt uns mit ins zukünftige Königreich Illea, was einmal Amerika war. America Singer, noch immer Kandidatin beim bedeutendsten Casting, ist hin- und hergerissen zwischen den beiden Männern in ihrem Leben: Maxon oder Aspen? Für wen schlägt ihr Herz höher. Will sie die Krone oder ein friedlicheres Leben in Ruhe? Zu allem Übel erlebt sie Unfassbares und Zweifel regen sich - in beide Richtungen.

Kiera Cass lässt uns wieder eintauchen in die Brautsuche von Maxon. Zwischen ihm und America Singer hat sich viel entwickelt, doch nicht nur positiv. Auch in diesem Buch sind die Dialoge mit viel Witz und einer großen Vertrautheit geschrieben. Aber auch Aspen nimmt wieder einen größeren Teil in Americas Leben ein.

Durch die Erzählperspektive der Hauptperson konnte ich sehr gut in die Gefühls- und Gedankenwelt von America eintauchen. Allerdings waren mir einige Entscheidungen doch recht spontan und weniger nachvollziehbar vorgekommen.

Im Buch gibt es einige Spannungsbögen, die ich wirklich gut fand. Ich finde es auch sehr angenehm, dass sich die Mädchen untereinander “bekriegen”, dies aber auf eine recht angenehme und zivilisierte Art machen. Auch gibt es mehr Raum für die politischen Themen. Das ist auf eine Art super, da die Handlung viel tiefgründiger wird. Allerdings gehen dadurch Seiten verloren, die die Liebesgeschichten erzählen könnten.

Dennoch habe ich das Buch verschlungen - an einem Tag. Es war sehr erfrischend, die ganzen Neuigkeiten einzusaugen und ich saß doch des Öfteren lächelnd oder lachend auf dem Sofa. Das Buch hat mich komplett in die Geschichte eintauchen lassen.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Prinzessinensuche á la “Der Bachelor”

Selection
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Kiera Cass entführt uns in ein Königreich weit nach unserer Zeit. Nach dem vierten Weltkrieg gibt es im ehemaligen Amerika ein Kastensystem. America Singer, Kaste 5, wird ausgewählt an dem Casting zur ...

Kiera Cass entführt uns in ein Königreich weit nach unserer Zeit. Nach dem vierten Weltkrieg gibt es im ehemaligen Amerika ein Kastensystem. America Singer, Kaste 5, wird ausgewählt an dem Casting zur neuen Prinzessin teilzunehmen. Gemeinsam mit 34 jungen Damen aus dem ganzen Königreich kämpft sie um die Gunst des Prinzen Maxon. Doch ganz auf ihn konzentrieren kann sie sich nicht, gibt es da noch jemand anderen in der Heimat.

Der Roman von Kiera Cass könnte man gut mit dem Format „der Bachelor“ vergleichen, nur nicht ganz so intrigant und körperlich.
Sowohl die Figur America Singer als auch Prinz Maxon werden für mich sehr sympathisch beschrieben. Da es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erhielt ich einen wunderbaren Eindruck in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Maxon ist noch sehr rätselhaft, wirkt aber im Umgang mit Frauen zurückhalten und schüchtern. Die Dialoge zwischen den beiden sind voller Vertrautheit und Witz, was das Lesen noch viel angenehmer gemacht hat.

Ich finde es sehr interessant, dass die Brautschau nicht das einzige Thema des Buches ist, sondern auch politische Aspekte aufgegriffen werden. Das macht die Handlung für mich viel tiefgründiger. Allerdings muss ich sagen, da ich einen „richtigen“ Liebesroman erwartet hatte, hatte ich am Anfang Probleme in die Story einzutauchen. Es ging nicht immer nur um das Casting und die Beziehungen zwischen den Kandidatinnen und dem Prinzen.

Dennoch hat mich das Buch dann doch gefesselt und ich habe es verschlungen. Band 2 habe ich dann auch gleich gekauft - es ist spannend und gleichzeitig richtig schön zu erfahren, wie es mit beiden (und den anderen Figuren) weitergeht.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Wenn Tote helfen einen Mord aufzuklären

Der Freund der Toten
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Jess Kidd zeigt in ihrem Roman "Der Freund der Toten", dass längst verstorbene noch auf der Erde sind (egal ob Mensch oder Tier) und ausgewählte Personen diese sehen und mit ihren reden können.

Genauso ...

Jess Kidd zeigt in ihrem Roman "Der Freund der Toten", dass längst verstorbene noch auf der Erde sind (egal ob Mensch oder Tier) und ausgewählte Personen diese sehen und mit ihren reden können.

Genauso geht es dem Gelegenheitsdieb Mahony, welcher in seinen Geburtsort zurück kommt, um seine Geschichte und die seiner Mutter aufzudecken. Gemeinsam mit Mrs. Cauley, Shauna und einigen anderen Dorfbewohnern versucht er hinter das Verschwinden seiner Mutter zu kommen. Wurde sie vielleicht sogar ermordet?

Dies ist mein erstes Buch von Jess Kidd und ich war von Anfang an gefesselt. Zu aller erst muss ich sagen, dass sich das Buch sehr gut lesen lässt. Es gibt zwei Erzählstränge: 1950 und 1976. Ersteres umfasst das Verschwinden von Mahonys Mutter. Letztes ist die "aktuelle Zeit", in der der Großteil der Handlung passiert und Mahony seine Vergangenheit aufdecken möchte. Die Kapitel sind dabei immer recht kurz, was ich persönlich immer sehr schön finde (so kann ich das Lesen immer gut unterbrechen).

Die Hauptperson Mahony wird im Laufe der Geschichte näher vorgestellt, allerdings bleiben viele Aspekte verborgen. Auch über die Nebenfiguren (für mich Shauna und Mrs. Cauley) wird nicht viel erzählt. Dennoch habe ich einen sehr guten Eindruck von allen Persönlichkeiten bekommen können. Das nicht alles bekannt war, bzw. aufgeklärt wurde, hat sehr gut zur eigentlichen Handlung gepasst.

Das Buch war durchgehend spannend, denn die "Ermittlungen" sind immer weiter voran geschritten und haben weite Kreise gezogen. Ich fand es super, dass nicht nur die Aufklärung der Vergangenheit thematisiert wurde, sondern auch darüber hinaus Dinge angesprochen wurden, z.B. (Liebes)-Beziehungen.

Manchmal gab es für mich zwischen den Kapiteln größere Sprünge, sodass ich manchmal einen kurzen Moment brauchte, um es einordnen zu können. Vor allem am Ende hatte ich das "Problem". Das Ende war daher für mich auch nicht ganz nachvollziehbar und auch ein wenig überstürzt. Mir hat vor allem die Spannung gefehlt.

Alles in allem kann ich dieses Buch aber sehr empfehlen. Es ist eine schöne, stimmungsvolle Geschichte, die man nicht mehr weglegen möchte.

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