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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2026

Es ist nie zu spät zum Heimkommen und Neuanfangen

Mirabellentage
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Danke an Vorablesen und den KiWi Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Mirabellentage ist für mich das perfekte Sommerbuch und ich kann ...

Danke an Vorablesen und den KiWi Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Mirabellentage ist für mich das perfekte Sommerbuch und ich kann gar nicht aufhören, es weiterzuempfehlen (ehrlich, ich habs direkt nach dem Auslesen einer Freundin aufgedrängt und ausgeliehen, und ich weiß schon genau, wo das Buch danach hinwandert!).

Dabei wirkt das Setup erstmal gar nicht so fröhlich: der Pfarrer Josef stirbt überraschend und das Leben seiner Haushälterin Anna ändert sich von jetzt auf gleich. Es kommt nicht nur ein neuer blutjunger Pfarrer von der Nordseeküste in ihr bayrisches Dorf, der ihre Unterstützung braucht, um in die Fußstapfen von Josef zu steigen – und gleichzeitig will Anna Josefs letzten Wunsch erfüllen, und seine Asche im Meer verstreuen. Allerdings hat Anna seit vielen Jahren ihre Heimat nicht verlassen und bräuchte auch nochmal eine Auffrischung ihrer Autofahrkenntnisse – in der Begegnung mit dem Fahrleher, für den sie früher geschwärmt hat, reflektiert sie über ihre Vergangenheit und den Weg, den sie in Zukunft weitergehen (oder fahren?) will.

„Ich frage mich mit einem Mal, warum man jemanden erst vermissen kann, wenn er nicht mehr da ist. Unbeirrt lebt man sein Leben weiter. Es kommt Neues hinzu und immer seltener erinnert man sich an den Verlust, auch wenn der einst mit solcher Wucht kam, dass man dachte, er bleibe für immer.“

Bei diesem Buch ist die Atmosphäre das, was bei mir noch am meisten nachgehallt hat. Wie kann ein Buch über Tod und Trauer so warmherzig sein? Die Autorin zeigt das hier sehr eindrucksvoll. Es gibt so viele humorvolle, ja fast schon witzige Szenen, die einen glatt vergessen lassen, dass am Anfang der Geschichte ein geliebter Mensch plötzlich (still und leise) stirbt. Was bei dem Buch wichtig ist: es ist sehr anekdotisch geschrieben. Ja, es gibt einen Grundplot – Anna soll die Beerdigung von Josef organisieren und dann seine Asche ans Meer bringen. Aber drumherum erhalten wir immer wieder Rückblenden. In das Aufwachsen von Anna, von Josef, wie sie zu seiner Haushälterin geworden ist und die kleinen Dinge, die ihren Alltag ausgemacht haben - von Kaffeefahren, die nicht ganz den Erwartungen der Gruppe entsprechen, geklauten Mirabellen bis hin zu Motorrollerrennen.

„Heimkommen kann man nur, wenn man von zu Hause weggeht.“

Für mich persönlich war das Buch eindeutig ein Jahreshighlight und ich habe Anna sehr gerne auf ihrem Weg begleitet. Es tat gut zu sehen, wie sie über sich hinauswächst und selber Entscheidungen für ihr Leben trifft. Die Kulisse des Dorfes Blumfeld habe ich als sehr idyllisch wahrgenommen und zeitlich hätte das Buch irgendwo zwischen den 1950er und 2000er Jahren spielen können; das war völlig egal. Eine perfekte Alltagsflucht einfach. Von mir gibt es 5 Sterne und ich bin gespannt auf Mühlensommer, das vorherige Buch der Autorin, das wohl im selben Universum spielt.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Jahreshighlight - perfekter Reihenabschluss

Just for the Summer
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"I didn't feel abandoned. 'Cause I knew if I ever called, you'd come."

Perfektion. Dieses Buch war alles, was ich jemals von der Autorin lesen wollte, und noch mehr. Eine grandiose Sommerlektüre, und ...

"I didn't feel abandoned. 'Cause I knew if I ever called, you'd come."

Perfektion. Dieses Buch war alles, was ich jemals von der Autorin lesen wollte, und noch mehr. Eine grandiose Sommerlektüre, und so emotional. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen, und habe am Ende sogar die ein oder andere Träne verdrückt.

Wir alle verdienen jemanden, der für uns einen See auf einem Einhorn-Schwimmtier überqueren würde, wenn wir krank auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel feststecken würden. Wenn „if he wanted to, he would” eine Person wäre, dann wäre das zu 10000% Justin.

Auch die Kommunikation und das Setzen von Grenzen ist einfach unfassbar gut. Dieses Buch zeigt ein perfektes Beispiel für gesunde romantische Beziehungen, und dass es okay ist, Standards zu haben. Dieses Buch ist einfach viel mehr als „nur“ eine sommerliche Liebesgeschichte – sie behandelt auch schwierige Themen und wird dabei unfassbar emotional.

Zum Abschluss noch ein kurzer Disclaimer: hierbei handelt es sich um einen 3. Band und es ist wirklich empfehlenswert, sowohl Part of Your World als auch Yours Truly erst zu lesen, bevor ihr mit diesem Buch anfangt. Die Bücher spielen alle im selben Krankenhaus-Universum, und gleichzeitig spielt jeweils eine Person aus den anderen beiden Bänden eine große Rolle für diese Geschichte. Wenn man die Charaktere und ihre Vergangenheit schon vorher kennt (und teilweise auch die Fäden selbst verknüpfen kann), wird das Leseerlebnis deutlich besser und emotionaler.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Jahreshighlight 2024!

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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„Bis zu welchem Punkt kann man überhaupt von einer Fortsetzung sprechen, und ab wann muss man erstmal einen neuen Anfang schreiben?“

Von Franzi Kopka habe ich letztes Jahr Gameshow absolut geliebt, es ...

„Bis zu welchem Punkt kann man überhaupt von einer Fortsetzung sprechen, und ab wann muss man erstmal einen neuen Anfang schreiben?“

Von Franzi Kopka habe ich letztes Jahr Gameshow absolut geliebt, es waren für mich Jahreshighlights und ich habe die Autorin auch schon zwei Mal treffen dürfen. Auf ihre neue Geschichte, Cosy Secrets, war ich sehr gespannt, da dort ein Liebesroman mit einer Mysterygeschichte verknüpft wurde, und zwar das Ganzen in einer eher ruhigen (halt cosy) Atmosphäre, und nicht so Romantic Suspense mäßig mit viel Action.

Was soll ich sagen? Die Geschichte hat nicht enttäuscht!
Ich habe das Hörbuch, gelesen von Dagmar Bittner, gehört und finde die Sprecherin super passend. Dagmar Bittner gehört ja auch zu den bekanntesten Stimmen der deutschen Synchronwelt und verleiht Rae viel Charakter und gibt dem schottischen Dörfchen Edderton, welches ca. 1 Stunde nördlich von Inverness liegt, die richtige Atmosphäre.

Worum geht es? Nach Jahren als erfolgreiche Krimi-Autorin in Edinburgh reist Rae zurück in ihre Heimat in Nordschottland. Ihre Großmutter Fenella ist verschwunden – mal wieder. Aber dieses Mal scheinen alle Zeichen darauf zu deuten, dass Fenella nicht wieder spontan in den Urlaub gereist ist, sondern entführt wurde! Vor Ort warten viele Mysterien auf Rae, und hinter einem kleinen verschlossenen Fach in Grandmas Schreibtisch vermutet sie des Rätsels Lösung -blöd nur, dass der Schlüssel bei Eleanore ist, der besten Freundin ihrer Großmutter, und gleichzeitig die Großmutter ihres Exfreundes Archer, die maßgeblich am Ende deren Beziehung beteiligt war.

Die Geschichte wechselt ab zwischen den Erkundungen, die Rae und Co. bezüglich der verschwundenen Fenella anstellen, und Konfrontationen mit der Vergangenheit von Rae und Archer, sodass die beiden Genre-Teile (Cosy Mystery und Romance) sehr ausgewogen zum Zug kommen.

„Aber wenn ich wegen dieser Sache im Kittchen lande, erwarte ich mindestens einen Besuch pro Woche – mit Kuchen, Tee und Whisky.“

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Second-Chance Romance Geschichten, aber Rae und Archer sind ein perfektes Beispiel für „right person, wrong time“. Sie passen perfekt zueinander und wären auch eigentlich zusammengeblieben; allerdings kam das weitere Leben und die Ausbildung ihnen in die Quere. Es ist einfach super realistisch, dass 12 Jahre später bei einem erneuten Zusammentreffen in anderen Lebenslagen eine Versöhnung und eventuelle Wiederaufnahme der Beziehung möglich scheint.

Der Krimi-Aspekt hat mir ebenfalls gut gefallen, es war durchgehend spannend und man konnte gut miträtseln; ich fand es auch gut, dass die Polizei involviert war und wir hier nicht eine Laien-Protagonistin haben, die plötzlich die superschwierigsten Fälle im Alleingang lösen kann. Auch das Niveau des Falles fand ich sehr passend zum Genre cosy crime; z.B. dass die Ermittlungen im örtlichen Umfeld und über Social Media laufen, und bei der Enthüllung jetzt kein großer Mafiaring dahinter gesteckt hat, sondern auch die Auflösung dann irgendwie doch sehr schlüssig war und nicht zu abgedreht.

Am Ende des Buches will ich einfach auch nur meine Omas ganz doll in die Arme schließen; ich hatte zwischendurch echt Angst um Fenella.

Was soll ich sagen? Franzi Kopka hat es wieder geschafft, mich komplett umzuhauen und ihr großes Talent zu beweisen. Bitte lest dieses Buch bzw. die Reihe! Band 2 zu Mindy kommt nächstes Jahr raus und auf das Detektivabenteuer bin ich wirklich auch sehr gespannt. Das Hörbuch kann ich übrigens auch nur empfehlen! Ich gebe natürlich 5 volle Sterne.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Herzschmerz und Neuanfang

Funny Story
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„I feel a bittersweetness that this moment can’t last, that time will pull us along soon. But for the first time in a while, I’m excited about the unknown. I’m looking forward to the surprises.”

Emily ...

„I feel a bittersweetness that this moment can’t last, that time will pull us along soon. But for the first time in a while, I’m excited about the unknown. I’m looking forward to the surprises.”

Emily Henry, the romance queen you are.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu dem Buch sagen soll. Weil es mich so sehr begeistert hat. Ich habe alle 5 Bücher der Autorin gelesen, und wenn ich diese in eine Rangfolge bringen würde, dann wären Book Lovers und Funny Story glaube ich beides Kandidaten für Platz 1. So ganz kann ich mich da aktuell nicht entscheiden. Aber kurzgesagt: Funny Story ist eins meiner liebsten Bücher der Autorin.

Das Buch hat ein ungewöhnliches Set Up: zwei Personen, die kurz vorher jeweils von ihren Partnern verlassen wurden (nur damit diese dann zusammenkommen), die notgedrungen miteinander wohnen, und aus einer Art Witz/Racheplan/Panikanfall so tun, als wären sie ebenfalls ein Paar – um ihren Exs zu zeigen, dass sie vollkommen darüber hinweg sind. Eine „Funny Story“ halt!

Aber wie immer bei Emily Henry steckt noch so viel mehr mit drin. Familienbeziehungen, Ängste und Sorgen, sich selbst (wieder-)finden nach einer Trennung und dem Ende einer langjährigen Beziehung. All das verpackt Emily Henry in ihrem sanften Schreibstil, und sorgt für die ein oder andere lustige Szene, wie man es von ihr kennt.

Etwas unterschwelligere Themen des Buches sind Bücher bzw. Bibliotheken, sowie Essen und Wein; außerdem spielt das Buch zwischen Mai und August in einer Stadt an einem See, sodass es für mich wieder einmal die perfekte Lektüre für die wärmeren Tage ist, weil die Atmosphäre im Buch einfach stimmt.

Was ich außerdem an dem Buch mochte, war, dass die Charaktere miteinander reden. Ja, es kommt zu Missverständnissen und Streit, aber das Gespräch wird gesucht und sie geben sich immer Mühe, sich wieder zu versöhnen. Besonders die Aussprache in einer freundschaftlichen Beziehung hat mir so gut gefallen, weil es so nahbar gewirkt hat.

Eine wichtige Message, die das Buch mitgibt, ist, dass man sich nicht selbst in einer Beziehung verlieren und aufgeben soll. Protagonistin Daphne hat ihr ganzes Leben um ihren (damals noch nicht) Ex Peter sortiert; ist dorthin gezogen, wo er hin wollte, wo er ein Haus gekauft hat, hat sich seinen Hobbies und Lebensstil angepasst. Und als die Trennung kam, hatte sie nichts mehr: kein Haus, keinen Freundeskreis, keine wirklichen Hobbies. Deshalb finde ich es super schön und wichtig, dass die Autorin uns mitgibt, dass man sich auch in Beziehungen seine eigenen Ecken schaufeln muss, und immer noch als Einzelperson funktionieren sollte, falls das Duo aufbricht.

Ach, ich komme aus dem Schwärmen kaum noch raus! Dieses Buch bedeutet mir echt viel und ich kann es euch nur ans Herz legen!

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Veröffentlicht am 24.10.2023

Das neue "Tribute von Panem"

Gameshow – Das Versprechen von Glück
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Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nach dem Ende von Band 1 war mir klar, dass ...

Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nach dem Ende von Band 1 war mir klar, dass ich natürlich auch Band 2 lesen muss. Und ich würde nicht enttäuscht – meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Inhaltlich will ich gar nicht so viel sagen, um nicht zu spoilern. Aber es gibt noch mehr Spiele und natürlich endlich die heiß ersehnte große Gameshow. Das Spannungslevel ist über das ganze Buch extrem hoch, und vom Lesegefühl her hat es mich sehr an die Tribute von Panem erinnert; also genauso episch, spannend, schrecklich und unerwartet wie die Hunger Games.

Es passiert so viel, denn die Gameshow erstreckt sich nicht bis zum Ende des Buches, und danach geht nochmal so richtig die Post ab. Ich habe die ganze Reihe über auf das glückliche Wiedersehen von Eliza, Amanda und Cass gewartet. Ich konnte einfach nicht fassen, was ihre Freundinnen in der Zeit getrennt von Cass erlebt haben, und generell die vielen Enthüllungen über die Zonen, die Gamemaster, und bekannte Gesichter. Als Nebencharakter ist mir Enzo wirklich ans Herz gewachsen. Und auch Val wurde mir immer sympathischer im Laufe der Geschichte. Ebenso fand ich es gut, dass es zum Worldbuilding nochmal mehr Hintergrundinformationen gab, durch welche kleinere Lücken aus dem ersten Band gefüllt wurden.

Das Versprechen von Glück ist ein vollkommen würdiges Finale für diese Dilogie und ich bin gespannt auf alles, was Franzi Kopka noch so schreiben wird. Keine Ahnung, wie sie diese Reihe noch toppen will, aber man soll ja niemals nie sagen. Ich gebe natürlich 5 Sterne und kann die Dilogie immer noch uneingeschränkt allen Dystopie-Fans empfehlen.

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