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Veröffentlicht am 26.05.2024

Für mich ein absolutes Highlight

In den Augen meiner Mutter
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In "In den Augen meiner Mutter" von Jo Leevers lernen wir Georgie kennen, eine junge Frau, die gerade mit ihrem ersten Kind hochschwanger ist. In diesem letzten Abschnitt der Schwangerschaft erfährt unsere ...

In "In den Augen meiner Mutter" von Jo Leevers lernen wir Georgie kennen, eine junge Frau, die gerade mit ihrem ersten Kind hochschwanger ist. In diesem letzten Abschnitt der Schwangerschaft erfährt unsere Protagonistin durch die Medien, dass ihre Mutter, die die Familie vor vielen vielen Jahren verlassen hat, in einem entfernten Winkel Schottlands aufgetaucht ist. Die junge Frau macht sich gemeinsam mit ihrem Bruder Dan, zu dem sie in den letzten Jahren nach dem tragischen Tod eines Freundes der beiden eher weniger Kontakt hatte, auf die Suche nach der Mutter, um endlich zu erfahren, was hinter dem Verschwinden der Mutter während Georgies und Dans Kindheit steckte. Hierbei kommen tragische Dinge ans Licht, mit denen keiner, auch ich als Leser nicht gerechnet hatte. Mich hat diese Familiengeschichte extrem bewegt, ich habe mit den Protagonisten gelitten und mir gewünscht, sie wären endlich ehrlich zueinander, weil alles andere nur zu weiteren Dramen führen konnte. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, mich von Anfang an in die Story hinein katapultiert und mich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen lassen. Die Beziehungen der Hauptfiguren untereinander waren zum Teil toxisch und haben anderen Familienmitglieder dadurch schweres Leid zugefügt, das alles war teilweise harter Tobak, aber spannend zu lesen. Die Autorin hat mir viele Denkanstöße gegeben, zur Mutterschaft insgesamt, zu familiären Beziehungen, vor allem auch dazu, dass es so wichtig ist, ehrlich miteinander umzugehen. Für mich war es das erste Buch von Jo Leevers, aber mit Sicherheit nicht das letzte! Ich hoffe sehr, dass wir noch viel von dieser interessanten Autorin lesen dürfen! An dieser Stelle von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Unbedingt lesen!!!

Windstärke 17
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Nach "22 Bahnen" von Caroline Wahl finden wir nun hier in ihrem neuen Roman "Windstärke 17" eine der Hauptfiguren aus der Vorgängergeschichte, die kleine Ida, wieder. Ida ist eine junge Frau, die nach ...

Nach "22 Bahnen" von Caroline Wahl finden wir nun hier in ihrem neuen Roman "Windstärke 17" eine der Hauptfiguren aus der Vorgängergeschichte, die kleine Ida, wieder. Ida ist eine junge Frau, die nach dem Tod der alkoholkranken Mutter allein da steht, und nachdem sie es nicht geschafft hat, zur Beerdigung zu gehen, die Flucht aus ihrem Zuhause antritt. Sie steigt planlos in den Zug, nur weg, einfach weg. Die junge Frau landet auf der schönen Insel Rügen. Hier trifft sie auf ein älteres Ehepaar, Marianne und Knut, die Ida bei sich aufnehmen. Knut ist der Besitzer der Dorfkneipe, Ida findet dort einen Aushilfsjob. Im Haus der beiden findet sie endlich eine Art Zuhause, fühlt sich angenommen und aufgehoben. Und sie trifft auf Leif, der bei seinem dementen Großvater lebt und sich ebenfalls, ähnlich wie Ida, mit dem Leben derzeit recht schwer tut. Die beiden freunden sich an und geben sich Halt. Doch dann ereilt Ida ein weiterer Schicksalsschlag...... Caroline Wahl erzählt all dies in einem schnörkellosen Stil, der seines gleichen sucht, keinesfalls sentimental, sondern klar, manchmal fast abgehackt, und dabei so eindringlich und authentisch, dass es eine Freude ist! Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen, habe mit Ida gelitten und mich gefreut, wenn sie es doch wieder schafft, sich ins Leben zu kämpfen, an Kleinigkeiten zu erfreuen. Caroline Wahl ist für mich eine der Stimmen in der aktuellen deutschen Literaturlandschaft, ich bin schon jetzt auf weitere Bücher von ihr gespannt! An dieser Stelle gibt es natürlich erstmal fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Spannender Thriller im Influencer Milieu

Die Auszeit
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Im extrem spannenden Thriller "Die Auszeit" von Emily Rudolf nimmt uns die Autorin mit in ein in den Alpen gelegenes Luxus-Retreat. Hier macht eine erfolgreiche Influencerin mit ihren fünf besten Freunden ...

Im extrem spannenden Thriller "Die Auszeit" von Emily Rudolf nimmt uns die Autorin mit in ein in den Alpen gelegenes Luxus-Retreat. Hier macht eine erfolgreiche Influencerin mit ihren fünf besten Freunden einen kostenfreien Urlaub, um durch ihre Posts Werbung für die Anlage zu machen. Zwar ist es tatsächlich nicht neu, in diesem Milieu einen Thriller anzusiedeln, mich hat das Setting trotzdem von Beginn an extrem fasziniert. Gleich von Anfang an merkt man zwischen den Zeilen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass die jungen Leute nicht annähernd so harmonisch miteinander auskommen wie sie vorgeben. Aus Freundschaft, Harmonie und Wellness wird schnell Neid, Hass und Lebensgefahr. Als es eine Leiche gibt, fängt jeder an, jedem zu misstrauen. Es brechen Konflikte, Geheimnisse auf, und der geplante Luxusurlaub droht ein Desaster zu werden. Auch das Mitarbeiter Team um den charismatischen Besitzer Pierre ist dabei nicht unverdächtig. Ich fühlte mich großartig unterhalten, konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert, wie alles zusammenhängt. Von mir gibt es hierfür die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung. Auf jeden Fall möchte ich noch mehr von Emily Rudolf lesen!

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Veröffentlicht am 13.04.2024

Sommerlicher Wohlfühlroman

Liebe kann doch jedem mal passieren
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Im neuen Roman:Liebe kann doch jedem mal passieren" lernen wir die Protagonistin Julie kennen, eine Zahnärztin, die aus ihrem Heimatort Newcastle in den Küstenort Brighton flüchtet, um dort eine Auszeit ...

Im neuen Roman:Liebe kann doch jedem mal passieren" lernen wir die Protagonistin Julie kennen, eine Zahnärztin, die aus ihrem Heimatort Newcastle in den Küstenort Brighton flüchtet, um dort eine Auszeit zu nehmen. Die junge Frau hat zu diesem Zweck ein Zimmer angemietet, doch versehentlich im entsprechenden Vertrag überlesen, dass sie dieses mit jemandem teilen muss. Ihr Mitbewohner ist ausgerechnet der arrogant und distanziert wirkende Rechtsanwalt Alex, mit dem Julie zu Beginn überhaupt nicht warm wird. Wie sich die Geschichte nach und nach entwickelt, ist eigentlich ziemlich vorhersehbar, doch hat mich das verrückterweise an keiner Stelle irgendwie gestört. Im Gegenteil, hier trifft einmal mehr das bekannte Motto: "Der Weg ist das Ziel". Wir verfolgen, wie sich Julie und Alex einander annähern, was es für Komplikationen gibt, und vor allem, was für sympathische und authentische Nebencharaktere die beiden Protagonisten in dieser Geschichte begleiten. Damit bietet Anne Sanders leichte und dennoch fesselnde Leseunterhaltung, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließ. Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber mit diesem nicht mein letztes von ihr! Mit großer Freude habe ich gesehen, dass es offenbar der erste Teil einer Reihe ist, so dass ich bereits jetzt die Vorfreude auf eine Fortsetzung genießen kann. An dieser Stelle aber erstmal die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung für wohl vor allem weibliche Fans von leichten sommerlichen Wohlfühlromanen.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Ein großes und wichtiges Stück Literatur

James
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Da ich bereits als Kind ein großer Fan von Mark Twains Geschichten rund um Tom Sawyer und Huckleberry Finn war, musste ich dieses neue Buch von Percival Everett selbstverständlich lesen! Zumal ich bisher ...

Da ich bereits als Kind ein großer Fan von Mark Twains Geschichten rund um Tom Sawyer und Huckleberry Finn war, musste ich dieses neue Buch von Percival Everett selbstverständlich lesen! Zumal ich bisher vom Autor noch nichts kannte, bin ich nun extrem neugierig auf seine Werke geworden! Hier erzählt Everett einen Teil der Abenteuer um Huck und den Sklaven Jim neu, allerdings diesmal völlig ungewohnt aus der Perspektive des Schwarzen. Dieser ist, ganz entgegengesetzt zu Twains Büchern, hochintelligent und verstellt sich nur, gibt sich dumm und einfältig, um möglichst dem Bild zu entsprechen, das die Weißen von ihm haben und unauffällig zu bleiben. Er bedient sich hierzu sogar einer eigenen Sprache, einer Art Slang, die grammatikalisch teilweise falsch war. Der Autor gibt dies sehr gut wieder, auch wenn es für mich teilweise nicht einfach zu lesen war, doch bekommt man dadurch auch einen großartigen Eindruck, wie schräg und abartig das Verhältnis zwischen den Sklaven und ihren Besitzern war, dass sich die einen so viel dümmer stellen mussten als sie waren, nur um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten. Die Geschichte liest sich leicht und spannend wie ein Abenteuerroman u. ist doch so viel mehr. Sie berührt, unterhält und zeigt all den Schrecken, der Rassentrennung, des Rassismus, der ganzen Grausamkeit, die Menschen bereit sind, anderen, schwächeren anzutun. Percival Everett hat damit ein sehr wichtiges Buch geschrieben, das ich jedem ans Herz lege, es wäre in meinen Augen auch eine großartige Schullektüre. Hierfür gibt es von mir natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Danke an den Autor für dieses Werk! Ich werde nun mit Sicherheit noch mehr von Percival Everett lesen!

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