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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Weißte alles, weißte nichts

Poppers - Das Handbuch zur schwulen Sex-Droge
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33 / 100
Um das Prinzip der „Legal Highs“ ranken sich einige Mythen und trotz ihrer Verbreitung sind Anwender heute fast genauso schlau wie vor 20 Jahren.

Dass das Buch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel ...

33 / 100
Um das Prinzip der „Legal Highs“ ranken sich einige Mythen und trotz ihrer Verbreitung sind Anwender heute fast genauso schlau wie vor 20 Jahren.

Dass das Buch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, wird stilistisch als auch inhaltlich deutlich. Dass eine Produktpalette abgebildet ist, die in dieser Form eigentlich nicht mehr existiert – nun ja. Dass es eigentlich keinerlei wissenschaftlichen Mehrwert oder Konsens gibt – was soll das dann?

Im Buch gibt es lange Interviewpassagen, die sich nur peripher um das Hauptthema drehen – und wenn, dann nur mit schwammigen Formulierungen wie „Mir gefällt das“, „Mir gefällt das nicht“, „Ich habe gehört, dass...“ und „Ich glaube, dass...“. Fundierte Analysen, die wirklich Aufklärung gebracht hätten? Fehlanzeige. Selbst wenn klar wird, dass auf Herstellerseite niemand offen reden möchte, hätte man diese sehr wahllos zusammengeschriebene Oberflächlichkeit auch gleich sein lassen können.

Ich nehme an, dass es damals wie heute ungefähr keinen der Anwender interessiert, ob man mit dem Zeug den Videokopf seines Recorders sauber bekommt. Also: Wenn Infos gesucht werden, wendet man sich dann doch lieber an einschlägige bzw. unabhängige Seiten im Netz. Dieses heftartige Buch hilft mittlerweile jedenfalls gar nicht mehr weiter.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wie ich es schaffte, nicht lustig zu sein

Wie ich Günther Jauch schaffte
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Frei nach Frank Zander: Dies ist die tragische Geschichte eines verkorksten Buches. Ich gab damals frohen Mutes das Schlagwort „Jauch“ ein und übernahm dieses Buch in meinen Warenkorb. Doch dann ...

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Frei nach Frank Zander: Dies ist die tragische Geschichte eines verkorksten Buches. Ich gab damals frohen Mutes das Schlagwort „Jauch“ ein und übernahm dieses Buch in meinen Warenkorb. Doch dann fing ich an zu lesen und strich alle Worte, die entweder stupide oder in meinen Augen schlicht unlustig waren. Hier ist das Ergebnis: es blieb so gut wie nichts übrig.

Dass der Name „Günther Jauch“ im Buchtitel auftaucht, ist gelinde gesagt eine sehr platte Option, um den Umsatz anzukurbeln. Darüber würde ich vielleicht hinwegsehen, wären die Kurzgeschichten auch nur ansatzweise komisch, doch selbst ein Schmunzeln war mir nicht zu entlocken. Wenn der Verknüpfungspunkt mitunter nur die Anwesenheit eines Fernsehapparats ist, läuft schon die erste Sache falsch.

Es sollte witzig sein, doch das Gegenteil ist der Fall, denn es ist weder gewollt noch gekonnt, dafür sterbenslangweilig, vollkommen uninspiriert, wie Bauschaum in einer Quarkspeise und am Ende mit einem erbärmlichen Versuch verschriftlichter Selbstironie. Der Förderverein Schwäbischer Dialekt e. V. und die Stadt Reutlingen hätten ihre Förderung mal lieber in sinnvolle Projekte gesteckt, statt sie in diesem Buch zu verbrennen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Wie man die Welt zugrunde richtet

Die 4-Stunden-Woche
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Das zweite Buch, dessen letzte Seiten mir nicht über die Netzhaut gingen.
Würde jeder Mensch so leben wie der Autor propagiert: Es würde den Untergang der Zivilisation bedeuten. Diese Schande von ...

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Das zweite Buch, dessen letzte Seiten mir nicht über die Netzhaut gingen.
Würde jeder Mensch so leben wie der Autor propagiert: Es würde den Untergang der Zivilisation bedeuten. Diese Schande von Buch bedeutet vor allem Ausnutzung von unterdrückten Gruppen, Leistungsbetrug, Auslegung von Zufällen als für alle erreichbare Ziele und fördert toxisches Verhalten, das uns von einer friedlicheren Welt entfernt.

Die Texte strotzen nur so vor „American-Dream-Vibes“, dass es mir hochkommt. Und dann ist da auch noch die uferlos mangelnde Realisierbarkeit, etwa: Stell dir vor, auf irgendeiner Behörde, auf irgendeiner Müllsammeltour oder in einem Restaurant würde jemand „dank Automatisierung“ nach einer Stunde den Arbeitsplatz verlassen, nur um dann beispielsweise irgendeinen Schrott zu verkaufen, den niemand benötigt. Merkste? Der Autor anscheinend nicht.

Die Prinzipien dieses Buchs würden also zu einer weiteren Verschlechterung des Services jedweder Art, zum Verlust von grundsätzlichem Wohlstand und in letzter Konsequenz – das mutmaße ich mal freimütig – auch zu einer stärkeren Spaltung der Gesellschaft führen, weil die soziale Komponente, die uns als Menschen nicht unwesentlich auszeichnet, völlig ausradiert würde (oder werden müsste), nur damit sich ein paar Leute auf ihre vermeintliche Freiheit (deren Kosten andere tragen) oder ihre Zahlen gegenseitig einen w----en können.

No, f--k no.

Veröffentlicht am 27.05.2024

Verschwörungsmaschinerie auf Hochtouren

Glotze fatal
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Bis dato das erste und einzige Buch, dessen Lektüre ich abgebrochen habe. Eigentlich interessiere ich mich sehr für das Fernsehen, insbesondere der 2000er Jahre. Trotz gewisser Zweifel habe ich ...

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Bis dato das erste und einzige Buch, dessen Lektüre ich abgebrochen habe. Eigentlich interessiere ich mich sehr für das Fernsehen, insbesondere der 2000er Jahre. Trotz gewisser Zweifel habe ich mir diesen Schund doch vorgenommen und will zur Erklärung nur kurz zusammenfassen: In der Sendung „Wer wird Millionär?“ gibt es bei Fragen – vor allem im unteren (!!) Bereich – nahezu durchgehend Sexualbezüge und die Moderationsübergaben von Gerhard Delling an Monica Lierhaus strotzen nur so vor Anzüglichkeiten.

Dem Autor ist eine gewisse Objektivität durchaus absprechbar (schaut man mal auf seine Homepage und andere seiner Wortbeiträge im Internet); für verklärte, verzerrende und alles in allem sinnentstellende Blicke auf das Medium Fernsehen (und die Welt im Allgemeinen) habe ich weder Lust noch Zeit. Traurig, aber nach rund fünfzig Seiten wahr: Hier werde ich den Papierkreislauf wieder schließen.

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