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Veröffentlicht am 27.05.2024

Definitiv Geschmackssache – gesellschaftskritisch, aber sehr in die Länge gezogen

Die kleinen Lügen der Ivy Lin
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Vorab: Ich bin mir nicht zu einhundert Prozent sicher, wie viele Sterne ich diesem Buch geben kann, da es sich hierbei definitiv um Geschmackssache handelt und ich die Rezension so objektiv wie möglich ...

Vorab: Ich bin mir nicht zu einhundert Prozent sicher, wie viele Sterne ich diesem Buch geben kann, da es sich hierbei definitiv um Geschmackssache handelt und ich die Rezension so objektiv wie möglich schreiben möchte.

Dieses Buch ist mit 496 Seiten recht umfangreich.
Es ist in verständliche, deutsche Sprache übersetzt worden, allerdings lesen sich einige Sätze ab und an ein wenig „geschwollen“ – es werden Wörter verwendet, die man im normalen Sprachgebrauch eher nicht verwenden würde.

Darum geht es: Während Ivys Eltern in die USA auswandern, um den großen amerikanischen Traum wahr werden zu lassen, wird die zweijährige Ivy bei ihrer Großmutter Meifeng in China zurückgelassen.
Nachdem ihre Eltern Fuß gefasst und die notwendigen finanziellen Mittel haben, holen sie die mittlerweile fünfjährige Ivy und Meifeng zu sich.
Doch schnell wird klar, dass Ivy, trotz aller Versuche, nirgends dazugehört.
Die Beziehung zu ihren Eltern ist distanziert und sie findet keine Freunde – dabei ist alles, was sich Ivy wünscht, akzeptiert zu werden.
In den ersten Kapiteln wird schnell deutlich, in welche Richtung sich Ivy entwickelt.
Sie nimmt Verhaltensmuster schnell an, leider nicht nur die Guten – sie beginnt zu stehlen und zu lügen. Schon bald basiert ihr ganzes Leben auf einer Lüge.

Die gängigen Klischees werden in diesem Buch auf jeden Fall bedient.
Ivy, die hübsche, kleine Chinesin einer Arbeiterfamilie und die privilegierten Amerikaner.
Der Autorin gelingt es in ihrem Buch aber, gesellschaftskritisch zu erzählen, ohne dabei „mit dem Finger auf andere zu zeigen“.
Inwiefern es einen zum Nachdenken anregt oder wie man die Dinge interpretiert, ist hier natürlich bei jedem unterschiedlich.

Der Schreibstil ist professionell und die Erzählperspektive auktorial - der „Erzähler“ dieser Geschichte ist allwissend und erzählt nicht nur, was bei Ivy vor sich geht, sondern zeitgleich auch beispielsweise bei Ihren Eltern.

Die Charakterentwicklung ist in sich abgeschlossen, aber überwiegend sehr zweidimensional.
Man kann sich die Charaktere zwar vorstellen, man hat aber nicht das Gefühl, diese wirklich „kennenzulernen“. Es ist schwierig, sich mit diesen zu identifizieren oder Sympathie aufzubauen.

Besonders der Anfang hat sich leider sehr in die Länge gezogen, was ziemlich ermüdend war.
Viele Wendepunkte, von denen andere sprechen, konnte ich nicht feststellen und das Ende wirkte vorhersehbar.
Einige Stellen wurden viel zu detailliert beschrieben (Beschreibung des Hauses, Bestecks, Teppichs,…) – hier hätte sich die Autorin gerne kürzer halten dürfen, da der Lesefluss so ein wenig ins Stocken geriet.
Ich habe leider zu keiner Zeit Empathie für Ivy oder die anderen Charaktere empfinden können und habe mich nicht nur einmal zum Weiterlesen zwingen müssen, da einige Kapitel wirklich sehr langwierig waren.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich wohl leider nicht zur Zielgruppe dieses Buches gehöre.
Wenn Du allerdings denkst, dass das Buch etwas für Dich sein könnte, empfehle ich, einige andere Rezensionen zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.05.2024

Fesselnde Handlung mit ausbaufähigem Romanceteil

Twisted Fate, Band 2 - Wenn Liebe zerstört
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Nachdem ich die „Midnight Chronicles“ von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl aus dem LYX Verlag gelesen habe, war ich überzeugt von dem Genre, sodass ich mehr solcher Bücher von Bianca lesen wollte. Aus ...

Nachdem ich die „Midnight Chronicles“ von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl aus dem LYX Verlag gelesen habe, war ich überzeugt von dem Genre, sodass ich mehr solcher Bücher von Bianca lesen wollte. Aus diesem Grund habe ich mit der Twisted Fate Dilogie aus dem Ravensburger Verlag gestartet.

Der zweite Band wird sowie der erste mit einem wunderschönen, limitierten Farbschnitt geliefert, welcher allerdings nur längs, aber nicht oben und unten gedruckt wurde.
Sowohl der Farbschnitt als auch das Cover des zweiten Bandes wirken sehr stimmig mit dem ersten Teil.

Die Seitenanzahl weicht mit 420 Seiten nur minimal von der Seitenanzahl des ersten Bandes, welcher 448 Seiten umfängt, ab.

Band 2 führt die Handlung des ersten Bandes nahtlos fort und behält den Spannungsbogen kontinuierlich bei.
Der Schreibstil von Bianca ist, wie auch in ihren anderen Büchern, super angenehm, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Beschreibungen sind bildhaft, sodass man sich die Welt und Figuren vor dem inneren Auge vorstellen kann – gleichzeitig bleibt jedoch Platz für die eigene Fantasie.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive, hier demnach aus Faiths Perspektive, erzählt.

Der Fantasyteil konnte mich, wie auch bereits im ersten Band, überzeugen und mich Seite für Seite in den Bann ziehen, sodass die Zeit beim Lesen nur so verflogen ist.
Dem Romanceteil hingegen wird meiner Meinung nach jedoch leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und er konnte mich nicht wirklich abholen. Das Love-Triangel wirkte teilweise leider sehr gezwungen, die Chemie zwischen den Protagonisten war nicht sonderlich spürbar – alles blieb ziemlich oberflächlich. Die gängigen Klischees wurden bedient und sind in mancher Hinsicht für mich jedoch leider nicht nachvollziehbar gewesen.

Der erste Band startete wirklich gut, Band 2 konnte mich jedoch leider nicht vollständig überzeugen.
Ich bin von Bianca Iosivoni deutlich bessere Bücher, gerade im Romance-Bereich, gewohnt, sodass ich leider nur 3,5 von 5 Sternen vergeben kann.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Deplatzierte Spicy-Szenen und fehlende Tiefe – hier blieb leider viel Potenzial auf der Strecke.

Heart Strings
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Ich hatte mich eigentlich auf dieses Buch gefreut. Das Cover und der Klappentext hatten einen guten Eindruck auf mich gemacht, ohne zu viel zu verraten. Jedoch war die Enttäuschung beim Lesen dann leider ...

Ich hatte mich eigentlich auf dieses Buch gefreut. Das Cover und der Klappentext hatten einen guten Eindruck auf mich gemacht, ohne zu viel zu verraten. Jedoch war die Enttäuschung beim Lesen dann leider groß.

Am Anfang kommt man gut in die Geschichte von Lo und Aiden rein, und ich habe mehr als einmal schmunzeln müssen. Doch dies hielt leider nicht sonderlich lange an.

Ich schätze, dass dies teilweise an der Story selbst, aber auch an einer mangelhaften Übersetzung lag, denn nicht nur einmal wurden sehr veraltete Wörter verwendet. Mein Lesefluss geriet daher mehrmals ins Stocken.

Viele Themen wurden über das Buch hinweg immer wieder angeschnitten, aber nie wirklich greifbar zu Ende geführt.

Es fehlte mir im gesamten Verlauf der Geschichte an logischen Zusammenhängen, was durch teilweise sehr deplatzierte Spicy-Szenen, die wie aus dem Kontext gerissen wirkten, noch verstärkt wurde. Immer wieder habe ich mit dem Kopf schütteln müssen.

Ein großer Kritikpunkt ist für mich aber vor allem auch die Kommunikation (oder besser gesagt das Fehlen eben dieser). Bei einem so wichtigen Thema erwarte ich Charaktere, die Tiefe besitzen und deren Handeln nachvollziehbar ist – hier blieben sie für mich jedoch leider viel zu eindimensional.

Abschließend kann ich nur nochmal betonen, dass die Idee des Buches grundsätzlich gut (und auch wichtig!) ist, die Umsetzung mir jedoch überhaupt nicht gefallen hat.

Daher bin ich froh, mich nun einer anderen Geschichte widmen zu können.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Humorvoll geschrieben, allerdings tritt die Handlung auf der Stelle

The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt
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Dieses Buch hat mir das Lesen nicht so leicht gemacht.
Anfangs war ich wirklich begeistert, vor allem aufgrund der humorvollen Schreibweise und der Sichtweise der beiden Protagonisten.
Gegen Mitte des ...

Dieses Buch hat mir das Lesen nicht so leicht gemacht.
Anfangs war ich wirklich begeistert, vor allem aufgrund der humorvollen Schreibweise und der Sichtweise der beiden Protagonisten.
Gegen Mitte des Buches fiel es mir jedoch zunehmend schwerer weiterzulesen und nicht zu einem anderen Buch zu greifen.
Die Handlung trat auf der Stelle - irgendwie passiert etwas, aber gleichzeitig geht es nicht voran. Und der Slow Burn ist wirklich sehr sehr sloooow. Wer sich hier etwas Romantik erhofft, könnte eventuell enttäuscht werden.

Ich habe das Buch ein paar Tage pausiert, dann aber doch weitergelesen, weil ich es definitiv nicht abbrechen wollte. Sprachwitz blieb top, die Geschichte allerdings blieb blass und nahm erst zum Ende hin an Fahrt auf.

Mit Aurienne bin ich leider nicht wirklich warm geworden, mit Osric dafür umso mehr, seinen Charakter mochte ich echt gerne und er hat mich nicht nur einmal laut zum Lachen gebracht.

Abschließend muss ich jedoch sagen, dass ich mir mehr von der Geschichte erwartet hätte, weshalb ich die Fortsetzung wahrscheinlich nicht lesen werde.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Interessantes Katz-und-Maus-Spiel, jedoch mit Luft nach oben

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Heartless Hunter war das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Aufgrund des Hypes hatte ich recht hohe Erwartungen, welchen das Buch jedoch leider nicht hundertprozentig gerecht geworden ...

Heartless Hunter war das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Aufgrund des Hypes hatte ich recht hohe Erwartungen, welchen das Buch jedoch leider nicht hundertprozentig gerecht geworden ist.

Der Schreibstil der Autorin war auf jeden Fall angenehm zu lesen.

Schwierig hingegen fand ich es, mir vorzustellen, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Es ist von Kutschen, Bällen und Dienerschaft die Rede, gleichzeitig gibt es aber auch Studentenunterkünfte und Boxringe. Auch die Sprache wechselte zwischen „Tölpel“ und „Schisser“, was es nicht gerade leichter gemacht hat, sich das Setting genau vorstellen zu können.

Die Geschichte rund um Magie und Hexen sowie das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Protagonisten Rune und Gideon hatte auf jeden Fall sehr viel Potential, jedoch wurde dieses meiner Meinung nach nicht vollkommen ausgeschöpft.

Anfangs ist die Geschichte einfach vor sich hin „geplätschert“ und hatte leider keine Sog-Wirkung auf mich – erst ab 70% des Buches konnte sie mich etwas fesseln. Grund dafür waren häufige Wiederholungen, teilweise recht langatmige Kapitel und vorhersehbare Wendungen.

Mir hat es jedoch sehr gut gefallen, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird – sowohl aus der Sicht von Rune als auch aus der Sicht von Gideon.

Das Ende des Buches hat mich, obwohl es zwischendurch sehr vorhersehbar war, doch noch überraschen können und ich frage mich, wie es wohl in dem zweiten Band weitergehen wird.

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