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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2024

Ein neuer Fall

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff
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Bei dem neuen Fall der Hausboot-Detektive geht es wieder um ein ganz anderes Thema. Nach Sterneküche und Tiefseebergbau erwartet dieses Mal die schillernde Welt der Modedesigner unsere Detektive. Eine ...

Bei dem neuen Fall der Hausboot-Detektive geht es wieder um ein ganz anderes Thema. Nach Sterneküche und Tiefseebergbau erwartet dieses Mal die schillernde Welt der Modedesigner unsere Detektive. Eine Szene, die mehr Abgründe birgt, als man anfangs erwartet...
Wie gewohnt besticht die Buchreihe mit liebenswerten und etwas schrulligen Figuren, süßen Haustieren und - typisch Niederlande - einer selbstverständlichen Integration und Inklusion von der Deutschland nur träumen kann.
Der Fall kam mir im Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas überkonstruierter vor, aber er war trotzdem spannend und ziemlich verwickelt. Das Ende war jedenfalls nicht vorherzusehen und konnte mich überraschen.
Ich würde die Reihe auf jeden Fall wärmstens empfehlen und warte ungeduldig darauf, dass es bald weitergeht. Denn der Cliffhanger am Ende lässt einen ziemlich zapplig zurück und verspricht weiterhin gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 27.05.2024

Utopie oder Dystopie

Wir werden jung sein
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Maxim Leo kann auch über ernste Themen schreiben! Dabei muss jeder für sich entscheiden, ob er dieses Buch als Dystopie oder Utopie lesen möchte.
Auf jeden Fall klingt es erstmal richtig gut: Menschen ...

Maxim Leo kann auch über ernste Themen schreiben! Dabei muss jeder für sich entscheiden, ob er dieses Buch als Dystopie oder Utopie lesen möchte.
Auf jeden Fall klingt es erstmal richtig gut: Menschen werden wieder jünger, als unvorhergesehene Nebenwirkung von Medikamenten. Daraus entspinnt sich eine Geschichte voller philosophischer Denkanstöße über das Für und Wider einer Gesellschaft, die selber bestimmen kann, wie und wann sie altert.
Der Schreibstil ist - wie von dem Autoren gewohnt - sehr gut lesbar und trotz des kontroversen Themas unterhaltsam.
Leider fangen sich die Themen recht schnell an zu wiederholen, da wir nur einen kleinen Personenkreis haben, den wir begleiten und die als Betroffene alle relativ schnell eine feste Meinung haben. Dabei gibt es soviele offene Fragen, die man ebenfalls noch hätte beleuchten können ...
Das Ende fand ich wirklich krass und es hat dem Buch für mich nochmal einen Twist gegeben, allerdings kam es für meinen Geschmack auch ein bisschen zu schnell und ohne Vorwarnung.
Insgesamt gefiel mir das Buch zwar gut, aber es hätte auch noch einige Seiten länger sein können. So wurde das Potential leider nicht ganz ausgereizt.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Für Fans von Volker Kutscher und co.

Das Lächeln der Königin
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Dieser Roman mit der Geschichte, wie die Büste der Nofratete nach Deutschland kam, liest sich wie ein Krimi von Volker Kutscher. Es ist vor allem ein spannendes Sittenbild mit Einblicken in die verschiedenen ...

Dieser Roman mit der Geschichte, wie die Büste der Nofratete nach Deutschland kam, liest sich wie ein Krimi von Volker Kutscher. Es ist vor allem ein spannendes Sittenbild mit Einblicken in die verschiedenen Lebensbereiche der damaligen Zeit. Sei es das Thema arrangiere Ehe, Judentum, die "Arbeit" als Mäzen oder Archäologe und noch einiges mehr.
Da ich persönlich die Büste nur von Bildern kenne, kann ich die Lobgesänge auf die Schönheit der Königin nicht ganz nachvollziehen - habe jetzt aber Lust sie mir mal in echt anzusehen. Dann wirkt vieles sicher nochmal ganz anders.
Was mich wirklich schockiert hat, war die damalige Archäologie (und der Gedanke, dass es heute vermutlich nicht viel anders ist?) ... dieser sorglose Umgang mit den Kulturschätzen eines anderen Landes. Das hinterlässt kein gutes Gefühl trotz bester Absichten.
Was mir an dem Buch allerdings ein bisschen komisch vorkam, war die Zeitlinie, die auf mich einen verzerrten Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Richtige Wohlfühllektüre

Das Licht in den Birken
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Das war endlich mal ein richtig schöner Wohlfühlroman über das Landleben - wie erwartet mit Happy End!
Besonders gut gefallen haben mir dabei Romy Fölcks Landschaftsbeschriebungen. Leider leiden manchmal ...

Das war endlich mal ein richtig schöner Wohlfühlroman über das Landleben - wie erwartet mit Happy End!
Besonders gut gefallen haben mir dabei Romy Fölcks Landschaftsbeschriebungen. Leider leiden manchmal die Fakten etwas darunter... auf mich wirkte es, als schriebe eine Städterin über das Landleben? Z.B. gibt es eine Szene, bei der ein Pferd mit Kolik liegt und alle setzen sich im Kreis drumherum und streicheln es und erst als der Tierarzt kommt, bringt er es auf die Beine. Dabei muss ein Pferd mit Kolik so schnell wie möglich mindestens stehen, besser laufen. Hier stellt es entweder das Wissen der Autorin oder die Kompetenz des Hofbesitzers im Roman in Frage.
Um einer anderen Rezension Recht zu geben: Das glückliche Ende kam zwar wirklich etwas abrupt, allerdings kann ich mir im heutigen Veggie-Zeitalter sehr gut vorstellen, dass ein Streit, bei dem einem Gnadenhofbesitzer mit Schlachtung der Tiere gedroht wird, viral geht und zu Spenden führt.
Auf jeden Fall ein schöner sommerlicher Unterhaltungsroman, mit der hoffnungsvollen Botschaft, das man nie zu alt für einen Neuanfang ist!

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Schönes Buch mit falscher Zielgruppe?

Mühlensommer
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Mir hat Mühlensommer sehr gut gefallen, obwohl ich völlig andere Erwartung hatte. Von der Vermarktung her hatte ich gedacht, dass es ein sommerlicher Wohlfühlroman sein wird, aber bekommen habe ich a) ...

Mir hat Mühlensommer sehr gut gefallen, obwohl ich völlig andere Erwartung hatte. Von der Vermarktung her hatte ich gedacht, dass es ein sommerlicher Wohlfühlroman sein wird, aber bekommen habe ich a) ein Buch, das nur zweitweise im Sommer spielt und b) das auch die harten Seiten des Landlebens detailgetreu nachzeichnet.
Die Autorin hat auf jeden Fall viel Talent Dinge gut zu beschreiben und man merkt auch, dass sie viel Erfahrung in dem hat, worüber sie schreibt. Leider werden dadurch einige Szenen sehr plastisch, bei denen es um Dinge geht, die früher als normal angesehen wurden und die wir heute als Tierquälerei verurteilen. Hier hätte ich gerne auf einige Detail verzichtet, die nicht wirklich notwendig für die Handlung sind!
Bzw. wenn man von vornherein anders auf den Roman eingestimmt worden wäre und es ggf. auch eine Triggerwarnung gegeben hätte, wären diese Szenen nicht so unangenehm aufgefallen.
Wer jetzt vorgewarnt ist und damit umgehen kann, der bekommt einen sehr interessanten und wirklichkeitsnahen Roman.

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