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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Liebesroman mit einigen Längen und einer detaillierten Figurenzeichnung

Man sieht sich
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„Man sieht sich“von Julia Karnick konnte mich ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistern. Während ich ihr vorhergehendes Buch aufgrund seiner Leichtigkeit und Humors mochte, erschien mir die Lektüre hier ...

„Man sieht sich“von Julia Karnick konnte mich ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistern. Während ich ihr vorhergehendes Buch aufgrund seiner Leichtigkeit und Humors mochte, erschien mir die Lektüre hier nun fast schon zäh. Denn nach fast 500 Seiten bin ich froh die Geschichte nun hinter mir lassen zu können. Dabei ist der Autorin eine durchaus realistische, lebensnahe „Liebes“- oder wohl eher Lebensgeschichte gelungen. Beide Hauptfiguren haben Ecken und Kanten, sind aber so detailreich und authentisch, dass ich mich gut in beide hineinversetzen konnte. Immer wieder verpassen sich die Beiden und es gibt mal gute, mal weniger gute Gründe für ein „Man sieht sich“ in der Zukunft. Der Titel ist hier also wirklich Programm. Am Anfang und in der Mitte des Romans ergaben sich für mich aber deutliche Längen, erst zum Ende hin konnte mich die Story dann wieder mehr gefangen nehmen. Insgesamt machte mir aber auch die Stimmung zu schaffen, durchgehend empfand ich die Geschehnisse als deprimierend und so zog mich das Buch stellenweise richtig runter. Klar darf es bei einer lebensnahen Liebesgeschichte auch Tiefen geben, hier überwogen sie aber einfach zu stark. Der Schreibstil ist darüber hinaus unaufgeregt und spricht in meinen Augen weder für, noch gegen das Buch. Wer aber auf lebensnahe Geschichten mit viel Herzschmerz steht, könnte sich hier wohlfühlen. Ich persönlich kann allerdings nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Ein sehr persönlicher Fall

Mord stand nicht im Drehbuch
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„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist nun schon bereits der 4. Band der Reihe rund um Detektiv Hawthorne in welchem Autor Anthony Horowitz Fiktion und Realität verschmelzen lässt. Ich kann nicht genau sagen ...

„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist nun schon bereits der 4. Band der Reihe rund um Detektiv Hawthorne in welchem Autor Anthony Horowitz Fiktion und Realität verschmelzen lässt. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie konnte mich dieser Krimi nicht so recht mitreißen. Dabei ist die Geschichte an sich stimmig, orientiert am klassischen englischen Kriminalroman álla Agatha Christie, kann fleißig mitgeraten werden. Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar und soweit logisch. Allerdings fragte ich mich diesmal häufiger was sich Autor Anthony Horowitz nun ausgedacht hat und welche Details tatsächlich stimmen. Dies lenkte mich von der eigentlich spannenden Geschichte ab. Auch der ausschweifende und detailreiche Schreibstil las sich für mich nicht so flüssig wie gewohnt, immer wieder gab es auch Längen. Alles in allem konnte mich das Buch deshalb nicht so richtig packen. Ob ich auch zum nächsten Band greifen werde ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Veröffentlicht am 07.08.2024

Interessante Erzählweise, Inhalt mitunter irritierend bis unterhaltsam

Der Salon der kühnen Frauen
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Zunächst einmal war „Der Salon der kühnen Frauen“ von Clare Pollard irgendwie ganz anders, als ich es erwartet hatte. Der Schreibstil und die gewählte Erzählform heben sich auf jeden Fall ab und sorgen ...

Zunächst einmal war „Der Salon der kühnen Frauen“ von Clare Pollard irgendwie ganz anders, als ich es erwartet hatte. Der Schreibstil und die gewählte Erzählform heben sich auf jeden Fall ab und sorgen für ein besonderes Leseerlebnis. Zum einen spricht uns Leser:innen der Erzähler immer wieder direkt an, zusammen mit der lebendigen Schilderung entsteht so das Gefühl selbst dem Salon beizuwohnen. Zum Anderen nehmen die jeweils erzählten Märchen sehr viel Raum ein, hier wäre mir ein größerer Fokus auf die Charaktere lieber gewesen. Alles in allem war es für mich aber schon spannend die ursprünglichen Märchenversionen zu erleben und auch der damalige Zeitgeist wirkte sehr authentisch. Irritiert haben mich hingegen die doch etwas vulgär beschriebenen sexuellen Abenteuer und Ausschweifungen der Figuren. Das hatte für mich keinen Mehrwert zumal gerade diese Szenen, wie die Autorin im Nachwort schreibt, rein fiktiv sind. Ansonsten gibt der Roman einen gelungenen Einblick in die Gepflogenheiten eines Salons und las sich insgesamt flüssig. Vielleicht hätten dem Buch noch einige Seiten mehr gut getan, um die Geschichte runder wirken zu lassen. Die Sternebewertung fällt mir im diesem Fall, besonders schwer. Letztlich konnte mich das Buch aber nicht voll und ganz überzeugen, so dass ich bei 3 Sternen lande.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Ein Klassiker im neuen Gewand

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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"Stolz und Vorurteil" als Graphic Novel: Funktioniert dass? Von mir gibt es auf diese Frage ein eindeutiges Jein. Für Fans des Originals ist diese doch besondere Umsetzung einen Blick wert. Es ist schon ...

"Stolz und Vorurteil" als Graphic Novel: Funktioniert dass? Von mir gibt es auf diese Frage ein eindeutiges Jein. Für Fans des Originals ist diese doch besondere Umsetzung einen Blick wert. Es ist schon ein Erlebnis auf moderne Weise in die historische Geschichte abzutauchen. Für meinen Geschmack bleibt aber ehrlich gesagt zu viel Inhalt auf der Strecke. Letztlich lebt die Geschichte von Jane Austens herrlich poetisch-scharfen Schreibstil. Wie es das Medium aber will, soll hier nun der Großteil der Handlung in Bildern transportiert werden. Die grundsätzlichen Szenen sind dabei dargestellt, aber natürlich längst nicht alles. Wenn ich die Geschichte nicht kennen würde, hätte ich darüber hinaus Probleme gehabt durchzublicken. Bis auf Lizzy und Jane waren die restlichen jungen weiblichen Figuren für mich nur schwer zu unterscheiden. Alles in allem konnte mich die Umsetzung auch deshalb nicht überzeugen. Deshalb: Lest das Buch lieber auf klassische Weise!

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Schwächer als gewohnt, aber dennoch fesselnd

Wenn sie lügt
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Linus Geschke ist normalerweise ein echter Spannungsgarant und seine zwei vorhergehenden Werke überzeugten mich auf ganzer Linie. Im Vergleich mit diesen kann "Wenn sie lügt" leider nicht ganz mithalten. ...

Linus Geschke ist normalerweise ein echter Spannungsgarant und seine zwei vorhergehenden Werke überzeugten mich auf ganzer Linie. Im Vergleich mit diesen kann "Wenn sie lügt" leider nicht ganz mithalten. Der Autor erzählt darin zwar gewohnt fesselnd und im mitreißenden Schreibstil. Die Handlung war in meinen Augen allerdings nicht ganz rund. Zudem kenne ich die Gegend in welcher die Geschichte spielt persönlich, was mir auch manche kleine Unstimmigkeit deutlich machte. Zwar ist das kleine Dorf Waldesroda fiktiv, die anderen thüringischen Ortschaften bzw. Städte gibt es aber durchaus. Die allgemeine Atmosphäre der Umgebung wurde zwar meist treffend eingefangen. An anderen Stellen erlaubt sich der Autor aber eine größere künstlerische Freiheit. Damit kann ich letztendlich leben. Mein größter Kritikpunkt bleibt da eher der Plot, welcher mich nicht voll überzeugen konnte. Im letzten Drittel fand ich es recht vorhersehbar, worauf das Ende hinaus läuft. Insgesamt gab es für mich weniger überraschende Wendungen, Spannung war dennoch durchgehend vorhanden, wenn auch nicht immer auf hohem Niveau. Im Vergleich mit anderen Werken des Genres kann ich leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben. Hoffentlich findet Linus Geschke beim nächsten Werk wieder zur gewohnten Höchstform zurück.

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