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Veröffentlicht am 01.10.2024

Owens Geschichte berührt

Ocean View Avenue – Eine Chance für die Liebe
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Nach dem Tod seiner Frau und Mutter seines Sohnes Theo muss Owen von vorne anfangen, deswegen ziehen sie nach Jamestown.
Auch Brooke McNally steht alleine mit ihrer Tochter Reeva da. Nun nicht ganz alleine, ...

Nach dem Tod seiner Frau und Mutter seines Sohnes Theo muss Owen von vorne anfangen, deswegen ziehen sie nach Jamestown.
Auch Brooke McNally steht alleine mit ihrer Tochter Reeva da. Nun nicht ganz alleine, denn sie hat ihre Schwester und Freunde bei sich. Mehr brauch sie nicht. In der Schreinerei, die sie von Ray übernommen hat, ist sie glücklich und kann das tun was sie liebt: Möbel restaurieren und bauen.
Als Reeva und Theo sich anfreunden, laufen auch Owen und Brooke sich öfter über den Weg. Owen, der den Tod seiner Frau noch nicht verarbeitet hat, kann mit der fröhlich lachenden Brooke, die so aussieht als hätte sie nie etwas schlimmes erlebt, nichts anfangen. Ihre Little Miss Sunshine Art geht ihm gehörig auf die Nerven. So geraten die Regenwolke Owen und der Sonnenschein Brooke aneinander, aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Nachdem mich Band 1 nicht ganz überzeugt hat, ich Band 2 aber schon hatte, hab ich der Reihe noch eine Chance gegeben. Dieser Band hat mir dann viel besser gefallen, was zum größten Teil daran lag, dass ich Owen als Protagonisten viel lieber mochte.
Man erfährt schnell, dass Owen seinen Sohn alleine großzieht, seine Frau gestorben ist und er noch nicht über diesen Verlust hinweg ist. Seine Trauer und Gefühle kamen bei mir an und so hab ich schnell gemerkt, dass mir dieses Buch besser gefällt als der Vorgänger.
Man lernt beide Hauptpersonen kennen und versteht so was zwischen ihnen schief läuft. Die beiden haben Gemeinsamkeiten und sind doch vollkommen das Gegenteil des anderen. So gefiel mir ihre Dynamik und auch der Verlauf ihrer Geschichte hat mir gut gefallen.
Auch Reeva und Theo wurden mit einbezogen, was mir ebenfalls gefallen hat. Auch der Auftritt der alten Mrs Wilson war ein kleines Highlight. Ihre Sprüche waren ein kleines Highlight
Für mich war das Buch nicht perfekt und hat kleine Schwächen, aber es hat mir viel besser gefallen als Band 1, so dass ich Band 3 ebenfalls lesen werde.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Kaum Liebesgeschichte

Wintervanille
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Im winterlichen San Francisco wohnt die 28-jährige Cecilia genannt CeCe, wo sie eine Vanillefarm führt. Sie liebt das hochwertige Gewürz und stellt Produkte damit her, wie köstliche Plätzchen und führt ...

Im winterlichen San Francisco wohnt die 28-jährige Cecilia genannt CeCe, wo sie eine Vanillefarm führt. Sie liebt das hochwertige Gewürz und stellt Produkte damit her, wie köstliche Plätzchen und führt einen Online-Shop.
Ihre Leidenschaft nimmt viel Zeit in Anspruch, so dass sie nicht viel Zeit für ihre beste Freundin Julia hat und auch für die Liebe ist zu sehr eingebunden.
Da Weihnachten vor der Tür steht und Vanille das Trendgewürz ist, fragt eine TV-Produktion bei ihr an, um ihre Vanillefarm und ihr Gebäck vorzustellen.
Das intensive Vanillearoma überzeugt auch Richard Banks, Inhaber luxuriöser Hotels, als dessen Freund ihm Ceces Kekse zu kosten gibt. Als er sie dann in der Sendung erkennt, setzt er alles daran die junge Frau kennen zu lernen und stellt ein Seminar für Gewürze auf die Beine. Natürlich sind Cece und Julia, die Cece als ihre Assistentin ausgibt eingeladen, nicht ahnend dass Richard an mehr als nur an der Vanille interessiert ist.

Von der Autorin hab ich schon eine Reihe gelesen die mir gut gefallen hat, und so hab ich mich an eine andere Reihe gewagt.
Cece war mir sympathisch und auch ihre Vanillefarm hat mir gut gefallen. Sie hat die Liebe zu dem Gewürz von ihrer Familie geerbt und man merkt wie sie die Pflanzen liebt. Cece’s Oma war eine Nummer für sich und war eine nette Nebenhandlung.
Julia lernt man auch kennen, sowie deren Kindheit, die nicht immer so leicht war. Von ihr habe ich erst spät ein Bild bekommen, aber ich mochte sie eigentlich gerne.
Ich hab das Buch in dem Glauben angefangen, dass es eine schöne gemütliche Liebesgeschichte wird. Ich muss sagen es war eine sehr, sehr langsame Liebesgeschichte. Ich finde man muss nichts überstürzen, aber es hat locker ¾ des Buches gedauert bis Cece und Richard aufeinander treffen. Ich hab mich irgendwann gefragt ob es noch vor Ende der Geschichte passiert. Man erfährt sehr viel über Cece und ihr Leben, abwechseln mit Julia und deren Leben und Vorgeschichte, aber nichts über Richard. So ging der Rest zu schnell und es gab natürlich noch Drama kurz vor Ende.
Trotzdem fand ich Richard sympathisch.
Beim lesen dachte ich öfter, dass das Buch schon älter ist, da es nicht den aktuellen Zeitgeist trifft. So werden zum Beispiel ständig auf Fakebrüste hingewiesen oder auf die immer jünger werden Stiefmütter oder erwähnt, dass ein Mann der gerne in der Badewanne liest, nicht hetero sein kann. Selbst das Tragen einer Brille wird beleidigend hingestellt. Dass eine Frau namens Candy nicht mal den Weg von der Toilette zurück findet war die Kirsche auf der Torte.
Die Geschichte an sich fand ich toll. Man bekommt ein Gefühl vom winterlichen San Francisco und erfährt viel über den Anbau von Vanille. Der Winter ist dezent eingestreut, so dass man das Buch ohne Probleme im Sommer lesen kann. Ein bisschen hat mir was beim Schreibstil gefehlt, etwas das noch mehr über sie Stadt verrät. Ansonsten ging mir das „Oh nein“ das gegen Ende öfter wiederholt wurde, langsam auf die Nerven und auch manche Dialoge fand ich nicht ganz authentisch aber noch okay.
Ich fand das Buch nicht schlecht, aber die versprochenen Liebesgeschichte kam definitiv zu kurz und auch die Klischees waren mir zu viel, so dass ich nicht wirklich Lust auf weitere Bände habe.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Welche Wörter kommen ins Wörterbuch

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
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England, 19. Jahrhundert: Esme wächst in einer Welt der Wörter auf. Unter dem Schreibtisch ihres Vaters, der als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary arbeitet, liest sie neugierig heruntergefallene ...

England, 19. Jahrhundert: Esme wächst in einer Welt der Wörter auf. Unter dem Schreibtisch ihres Vaters, der als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary arbeitet, liest sie neugierig heruntergefallene Papiere auf. Nach und nach erkennt sie, was die männlichen Gelehrten oft achtlos verwerfen: Es sind allesamt Begriffe, die Frauen betreffen. Entschlossen legt Esme ihre eigene Sammlung an. Sie findet Verbündete, entdeckt die Liebe und beginnt, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

Sonst haben mich historische Bücher nie angesprochen, doch dank Bridgerton bin ich dem nicht mehr ganz so abgeneigt. Als ich „Die Sammlerin der verlorenen Wörter“ in einem Bücherschrank entdeckt habe, hat es mich angesprochen, vor allem das Thema um verlorenen Wörter hat mich interessiert.
Es hat etwas länger gedauert bis ich wirklich mit dem Buch gestartet bin und schneller voran kam, aber ich bin froh das Buch gelesen zu haben.
Man begleitet die Protagonistin Esme vom Kindesalter bis ins Erwachsene. Schon früh sitzt die kleine Esme unter dem Schreibtisch ihres Vaters und sammelt Wörter die nicht gut genug für das Wörterbuch sind, dabei haben die Wörter eins gemeinsam: Sie betreffen Frauen, oder sind einfach zu schmutzig für das „feine“ Wörterbuch.
Dadurch dass man Esme begleitet, sieht man wie sie erwachsen wird und sich verändert. Es war auch interessant wie manches damals gehandhabt wurde in der damaligen Zeit.
Das Buch beschreibt die Zeit zwischen 1887 und 1928, darunter auch Krieg und Auswirkungen davon, was nicht immer leicht war zu verdauen, auch da es Themen sind über die ich eher selten lese.
Die „verlorenen Wörter“ selbst wurden immer erklärt, auf englisch und deutsch, was schön gestaltet war. Bei manchen Wörtern war ich überrascht, dass es die damals schon gab.
Für Zwischendurch fand ich das Buch gut und da es mit dem Setting, das nicht mein bevorzugtes Jahrhundert ist, mich trotzdem überzeugen konnte, will was heißen. Auch wenn mir das Buch gefallen hat, so findet es ein zuhause im Bücherschrank.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Very slow burn

Genau jetzt mit dir
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Alma braucht einen Neustart und so zieht die Halbschwedin in das Heimatland ihres Vaters um dort als Hebamme zu arbeiten. Zusammen mit ihren beiden Katzen und einer Pflanze kommt sie in der Kleinstadt ...

Alma braucht einen Neustart und so zieht die Halbschwedin in das Heimatland ihres Vaters um dort als Hebamme zu arbeiten. Zusammen mit ihren beiden Katzen und einer Pflanze kommt sie in der Kleinstadt Nora an, wo ihre Tante auf sie wartet. Sie geht ihrer Tante zu Hand und übernimmt Hausbesuche und betreut so die Schwangere Elsa die mit ihrem Sohn Fynn alleine ist. So lernt sie auch den Bruder von Elsa kennen, Liam, der gleich ein Kribbeln in ihr auslöst. Liam Hansen geht ihr danach nicht mehr aus den Kopf und auch er scheint Interesse an ihr zu haben. Doch Liam darf auf keinen Fall erfahren was in ihrer Vergangenheit passiert ist

Ich wurde durch das tolle Cover auf das Buch aufmerksam und habe mich für die Leserunde auf Lovelybooks beworben und gewonnen.
Der Einstieg ins Buch fand ich toll gewählt. Man erfährt etwas über Alma, wo sie herkommt und dass wohl etwas in ihrer Vergangenheit passiert ist, so wurde mein Interesse geweckt.
Liam war mir auf Anhieb sympatisch. Der junge Mann arbeitet in einem Outdoorladen und liebt es draußen auf Felsen herumzuklettern. Dazu kümmert er sich um seine Schwester und ist nebenbei Vaterersatz für seine Neffen.
Fynn, Elsas Sohn, ist ein kleines Energiebündel, der ständig herumrennt, und manchmal mehr auf einer Seite macht als andere in Tagen. Er wirkte aufgeschlossen und lebhaft und auch anstrengend für seine schwangere Mutter. Ich mochte ihn recht gerne.
Die Liebesgeschichte begann ruhig, mit ein paar Dates, was ich mochte. Allerdings blieb es leider beim ruhigen. Liam und Alma haben einige Dates, die auch gut und kurz beschrieben waren, aber das Gefühl für die beiden als Paar oder das Interesse aneinander wurde für mich nicht greifbar. Wenn Romantik aufkam war es schnell wieder damit vorbei.
Anfangs wurde die Kleinstadt Nora beschrieben, so dass ich einen ersten Eindruck von Schweden bekam. Von den roten Fassaden bis zum Essen waren ein paar Details dabei. Für meinen Geschmack hätte es noch mehr sein können, kleine Sätze oder mehr Beschreibungen von dem See. Ich hatte mir mehr erwartet.
Ebenso ging es mir bei Almas Job als Hebamme. Ich hatte noch nie ein Buch mit dem Thema und so war ich gespannt wie diese Tätigkeit beschrieben und erklärt wurde. Leider wurde nur immer wieder gesagt, dass Alma die Herztöne aufzeichnet und das war es dann. Das hat mich enttäuscht.
Vom Schreibstil her fand ich das Buch gut. Ich bin leicht voran gekommen und so manche Szene blieb mir im Gedächtnis. Was ich allerdings schade finde ist, dass im ganzen Buch über der Pepp fehlt. Die Slow Burn Romance fand ich sehr sehr slow und es gab auch kaum eine Überraschung und wenn es mal ein Konflikt gab wurde der sofort aus der Welt geschafft.
Leider fand ich das Buch insgesamt nicht so gut wie erwartet.

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Veröffentlicht am 08.02.2024

Jack geht ein bisschen unter

Du irgendwo
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Als die 19-jährige Victoria durch Zufall erfährt, dass sie adoptiert ist, ist sie schockiert und wütend. Unzählige Fragen nach ihrer leiblichen Mutter tauchen in ihrem Kopf auf, doch ihre Eltern können ...

Als die 19-jährige Victoria durch Zufall erfährt, dass sie adoptiert ist, ist sie schockiert und wütend. Unzählige Fragen nach ihrer leiblichen Mutter tauchen in ihrem Kopf auf, doch ihre Eltern können kaum welche beantworten, denn es ist nicht bekannt wer ihre Mutter ist. Vic muss unbedingt wissen wer sie ist, und warum sie sie nicht wollte. Mit nichts als einem Namen und einem Ort, macht sich Vic zusammen mit ihrem besten Freund Jack auf den Weg durch die Highlands. Doch dabei kreisen nicht nur die Gedanken an ihre Mutter in ihrem Kopf, sondern wandern auch ständig zu dem Kuss mit Jack am Strand. Sie und Jack sind doch beste Freunde, da können sie nicht mehr als das sein, oder?


Nachdem ich Because it’s true, mit dem Prequel der Geschichte rereaded habe, ging es direkt mit Du irgendwo weiter, so hatte ich die Geschichte wieder im Kopf und kam flüssig ins Buch hinein.
Victoria macht in diesem Buch so vieles durch, dass es mir schwer fällt zu sagen ob ich sie mochte oder nicht. Sie war eine tolle Protagonistin, es war eher die Verteilung der Themen die es mir ein bisschen schwer mit ihr gemacht haben. Sie erfährt ein Geheimnis und macht ihren Eltern Vorwürfe. Ich fand ihre Gedanken durchaus real und verständlich und ich fand auch gut wie sie reagiert. Allerdings haben sich ihre Gedanken gegenüber ihrer Adoptiveltern und auch ihrer leiblichen Mutter so oft wiederholt, dass es irgendwann zuviel wurde. Natürlich konnte ich sie verstehen, aber ich hätte es besser gefunden, wenn nicht jedes Mal alles wiederholt werden würde. So auch der Name ihrer Mutter der gefühlt 100 Mal in der ersten Hälfte vorkam.
Ich habe Jacks Sicht in diesem Buch vermisst. Auch er macht viel durch, mit seinem kleinen Brüder, einem älteren Bruder der irgendwas nimmt und sich nicht kümmert und einem Vater der ständig betrunken ist. Mir hat Victorias Mitgefühl gefehlt, und auch dass sich auch um seine Probleme gekümmert wird.
Die Reise an sich hat mir gut gefallen. Vorallem die Landschaft und die Orte an denen Jack und Vic bleiben wurden schön beschrieben und mit Sehenswürdigkeiten gespickt. Auch Willow mochte ich gerne, denn sie hat ein bisschen Abwechselung in die Geschichte gebracht. Sie war mir mit ihrer Art gleich sympathisch.
Gegen Ende wurde es dann noch einmal chaotisch und spannend was mir gut gefallen hat und ich wissen wollte wie die Sache ausgeht. Das Buch hat Lust auf Band 2 gemacht, den ich demnächst lesen möchte.

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