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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2024

Anders als im Klappentext und doch lesenswert

Tee für die Geister
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Zwei Schwestern, die ziemlich unterschiedlich erzogen wurden. Agonie war immer der Sündenbock und gleichzeitig die Rebellin während Felicite viel gefördert wurde und auch gelobt. Beide hatten fast dreißig ...

Zwei Schwestern, die ziemlich unterschiedlich erzogen wurden. Agonie war immer der Sündenbock und gleichzeitig die Rebellin während Felicite viel gefördert wurde und auch gelobt. Beide hatten fast dreißig Jahre keinen Kontakt zueinander. Bis jetzt.
In zwei Handlungssträngen und Zeitebenen erlebt man einerseits deren Kindheit und andererseits die Gegenwart. Ihre Mutter starb und beide versuchen die Umstände, die dazu führten, aufzuklären. Dafür müssen sie zusammenarbeiten.

Die Geschichte ist völlig anders als es der Klappentext mich vermuten ließ. Ich hatte mit Fantasy gerechnet und bin in einer komplexen Familiengeschichte gelandet. Die einerseits dramatisch ist und mit vielen Überraschungen aufwartet, aber andererseits öfter mal den Roten Faden verliert. Dennoch sehr spannend und durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 11.09.2024

Umgang mit Trauer

Späterland
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Tarjas geliebter Kater ist tot und die Trauer ist groß. Oder lebt er doch noch, die Erwachsenen sagen nein. Aber Tarja bekommt komische Hilferufe und entdeckt, dass das erfundene Späterland eventuell doch ...

Tarjas geliebter Kater ist tot und die Trauer ist groß. Oder lebt er doch noch, die Erwachsenen sagen nein. Aber Tarja bekommt komische Hilferufe und entdeckt, dass das erfundene Späterland eventuell doch existiert.
Ein Haustier zu verlieren ist immer schlimm. Und Tarja hat eine ganz eigene Art mit ihrer Trauer umzugehen. Mittendrin entspinnt sich eine eigene Geschichte, sehr fantasievoll. Denn Tarja spinnt sich etwas zurecht und kommt so besser mit allem klar. Es ist ganz normal, dass man sich Gedanken macht, was nach dem Tod kommen mag oder ob überhaupt etwas kommt. Reinkarnation nur für das Säugetier Mensch? Und die Katzenwelt? Und andere? Jorges erschafft mit Späterland eine eigene Welt. Ähnlich, wie es Andrea Schacht mit ihrem Land hinter dem Jägermond in ihren Katzenromanen für Erwachsene getan hat. Hier nun eine Welt für Kinder.

Veröffentlicht am 21.07.2024

Herrlich

Zwischen uns ein Licht
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Eigentlich ist der Roman ziemlich banal, dennoch fesselnd. Weder Krimi noch Liebesgeschichte, aber mit viel Liebe für die Natur und spontane Begegnungen.

Gayle war zuerst eine erfolgreiche Anwältin und ...

Eigentlich ist der Roman ziemlich banal, dennoch fesselnd. Weder Krimi noch Liebesgeschichte, aber mit viel Liebe für die Natur und spontane Begegnungen.

Gayle war zuerst eine erfolgreiche Anwältin und ist nun Lehrerin, die im Studium mit Martin zusammen war. Die Liebe hielt nicht und nun ist Martin Leuchtturmwärter. Um ihn herum hat er viel Natur, teilweise sogar Wildnis und er hat sich verändert. Lauscht auf die kleinen Dinge des Lebens und erfreut sich an den alltäglichen Begebenheiten. Nach fast 10 Jahren kommt Gayle beruflich auf „seine“ Insel. Und beide trifft fast der Schlag, Funken sprühen unsichtbar.

Die sich entwickelnde Romanze ist sehr vorhersehbar und so wird sich nie und nimmer eine echte entwickeln. Aber sie hat ihren Reiz. Martin hat bei keiner seiner Tätigkeiten Erfolg gehabt. Er spricht auf seiner Insel mit den Tieren, die ihn umgeben, weil er einsam ist. Gayle möchte einen „richtigen“ Mann, keinen der nur so dahin lebt. Aber es hat auch etwas, wie Martin lebt. Mit der Natur anstatt gegen sie. Und ist er wirklich einer, der abgehängt wurde? Er hat das Herz auf dem richtigen Fleck, ist handfest und vernünftig. Keiner, wie ihr derzeitiger Lebensgefährte, der um der Karriere willen von ihr erwartet sich vom künftigen Chef begrapschen zu lassen. Dazu kommt noch eine herrlich direkte Freundin als Nebenfigur.
Herrlicher Roman für Strand, Garten oder Sofa!

Veröffentlicht am 16.07.2024

Netter Wohlfühlroman, der ein bisschen anders ist als gewohnt

Sommertage im Veneto
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Flora lebt mit einer älteren Verwandten in München. Als ihr ein altes Foto auffällt, auf dem sie an der Adria lacht und glücklich ist, fragt sie sich, was aus ihr geworden ist. Sie spricht fließend italienisch ...

Flora lebt mit einer älteren Verwandten in München. Als ihr ein altes Foto auffällt, auf dem sie an der Adria lacht und glücklich ist, fragt sie sich, was aus ihr geworden ist. Sie spricht fließend italienisch und hat Zeit zu reisen. Mit ihrem altersschwachen Fiat reist sie durch Italien, bis der Wagen schlapp macht. In einem Dorf mitten am Rande der Toskana. Sie hat Glück, findet eine Herberge und jemanden, der ihr ein Velo leiht. Und wie das so ist, wird sie kreativ, findet im Nu neue Bekannte und entdeckt sich neu. Dazu kommen ein paar Probleme und der Roman ist rund.

Der Roman ist nett, ein Wohlfühlroman, der ein bisschen anders ist. Keine Liebesgeschichte, die sich sofort entwickelt sondern die zwischendurch auch entsteht, aber nicht den wesentlichen Kern bildet. Die Landschaft spielt eine große Rolle und auch das typische Dorfleben.

Veröffentlicht am 05.06.2024

Netter Wohlfühlkrimi

Mord und Espresso
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Carlotta schippert mit Commissario Angelotti verliebt über den Gardasee. Eine traute Zeit ist ihnen nicht vergönnt, denn sie entdecken auf dem See eine Leiche.

Der Krimi ist kurz und hat es in sich. So ...

Carlotta schippert mit Commissario Angelotti verliebt über den Gardasee. Eine traute Zeit ist ihnen nicht vergönnt, denn sie entdecken auf dem See eine Leiche.

Der Krimi ist kurz und hat es in sich. So malerisch der Gardasee sich mit den um ihn herum türmenden Bergen sein kann, so düster sind manche Machenschaften in den Dörfern und Palazzi rings um den See herum. Carlotta und Angelotti ermitteln gekonnt und trotz des düsteren Falles gibt es so manche amüsante Begegnung, viel italienische Lebensart mit Krimi-Touch. Beides wechselt sich ab, so dass sich eher eine Art Wohlfühlkrimi mit gut gesetzten Spannungsbögen ergibt.

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