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Veröffentlicht am 27.09.2024

Einblicke in die Gerichtsmedizin.

Über Leben und Tod
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Der Journalist Florian Klenk gibt in diesem Buch Einblicke in das Leben von Christian Reiter, der Gerichtsmediziner ist. Man darf an unterschiedlichen Fällen dabei teilhaben, erfährt, was hier in der Gerichtsmedizin ...

Der Journalist Florian Klenk gibt in diesem Buch Einblicke in das Leben von Christian Reiter, der Gerichtsmediziner ist. Man darf an unterschiedlichen Fällen dabei teilhaben, erfährt, was hier in der Gerichtsmedizin am Seziertisch schon erlebt wurde.

Tatsächlich habe ich ja aus diesem Genre schon einige Bücher gelesen und mir sind auch einige Gerichtsmediziner*innen bzw. Fachleute auf diesem Gebiet bekannt. Nun habe ich also noch einen neu kennengelernt.

Der Schreibstil des Buches ist ganz in Ordnung, es liest sich gut und interessant, manchmal war es mir ein bisschen zu umständlich oder ausführlich geschrieben. Es ist eben auch teilweise einfach sehr sachlich und personenbezogen. Wer nun also ein absoluter True Crime Fan ist, der wird hier nicht unbedingt Spaß daran haben. Dennoch waren es interessante Fälle, die hier geschildert werden, von denen ich bislang noch nichts wusste.

Die Einblicke, die man erhält, sind wirklich vielfältig und interessant. Tatsächlich hatte ich mit österreichischen Fällen bislang eher weniger zu tun, so dass mir nicht unbedingt alles direkt bekannt war. Ich empfinde das auch als Vorteil, da sich manche geschilderten Taten ansonsten oftmals in anderen Büchern überschneiden.

Ganz gepackt hat mich dieses Buch leider nicht, dafür war der Schreibstil einfach zu sachlich, vielleicht sehr journalistisch, eher hoch angesiedelt. Ich lese es lieber unterhaltsamer, natürlich gespickt mit vielen Informationen und Details, aber hier war es mir manchmal einfach zu viel des Guten.

Von mir gibt’s hier 4 von 5 Sternen, eine Empfehlung gibt es für alle, die sich mit diesem Thema gerne näher auseinandersetzen möchten.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Einhorntastische Abenteuer…

Sternenschweif, Wimmelbuch, Abenteuer im Einhornland
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In diesem kunterbunten Wimmelbuch begleitet man Laura und Sternenschweif in das magische Land der Einhörner. Das kleine Einhornfohlen Schimmerhorn weiß leider nicht, wann es Geburtstag hat, weshalb es ...

In diesem kunterbunten Wimmelbuch begleitet man Laura und Sternenschweif in das magische Land der Einhörner. Das kleine Einhornfohlen Schimmerhorn weiß leider nicht, wann es Geburtstag hat, weshalb es sehr traurig ist. Nun wollen ihm die beiden helfen bei ihrer Reise durch Arkadia.

Tatsächlich habe ich zuletzt nichts von Sternenschweif gelesen, wenn überhaupt ist es schon sehr lange her. Insofern war ich auf die Art und Weise des Wimmelbuchs sehr gespannt.

Das Format des Buches gefällt mir gut, es ist knapp DIN A 3 groß, besteht aus stabilen Pappseiten. Tatsächlich ist auf den Seiten immer wieder einiges los, manchmal ist es sehr wimmelig, auf anderen Seiten dann nicht mehr so. Die Farben des Buches gefallen mir gut, manche Seiten sind echt knallig bunt, andere eher in zarten Pastelltönen gehalten.

Die Motive kann man meiner Ansicht nach gut erkennen, kann hier viele Einhörner und andere magische Wesen zählen. Die Texte je Seite sind überschaubar und für die Altersgruppe der Kinder ab drei Jahren meiner Ansicht nach gut verständlich. Aufgaben werden soweit nicht gestellt, man kann also einfach die Geschichte lesen und die Bilder entdecken.

Für mich war es eine relativ neue Welt, denn mit magischen Büchern und Einhörnern hatte ich bislang eher wenig zu tun. (Worüber ich grundsätzlich jetzt nicht böse bin, da ich solche Fantasiebücher bzw. -geschichten nicht so sehr mag.) Für mich war es ein interessanter Einstieg in eine solche Welt, für Kinder ist es ein spannendes Abenteuer, komplett umgehauen hat mich die Geschichte einfach nicht. Es ist ein schönes Buch, man kann auf den vielen Bildern einiges entdecken, allerdings sind auch Seiten mit eher wenigen Bildern drauf enthalten. Beim Kind kam das Buch total gut an, vielleicht auch weil es quasi das erste Einhorn-Buch war.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und für Fans eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Kindern Demenz erklären.

Opa Rainer weiß nicht mehr
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Mit ihrem Opa kann Mia die tollsten Sachen machen, sie macht Wettlauf zur Schule mit ihm, sie liebt ihn über alles. Aber auf einmal ändert sich alles: Opa ist so komisch und weiß die einfachsten Sachen ...

Mit ihrem Opa kann Mia die tollsten Sachen machen, sie macht Wettlauf zur Schule mit ihm, sie liebt ihn über alles. Aber auf einmal ändert sich alles: Opa ist so komisch und weiß die einfachsten Sachen nicht mehr. Er vergisst, warum der Wasserkocher einen Stecker hat, wie man ein Frühstücksei isst. Sogar, wer Mia überhaupt ist. So lernt Mia nach und nach mit der Krankheit ihres Opas umzugehen, wie sie ihm dabei helfen kann.

Tatsächlich war ich auf dieses Thema in der Umsetzung als Kinderbuch sehr gespannt, da ich selbst schon Umgang mit an Demenz erkrankten Personen hatte. Ich finde es toll, dass es zu diesem Thema inzwischen Kinderbücher gibt, damit Kinder hier auch schon etwas sensibilisiert und vor allem informiert/aufgeklärt werden.

Die Illustrationen des Buchs gefallen mir gut, man kann klar und deutlich erkennen, wer der Opa ist, was die Kinder gerade mit ihm unternehmen. Farbenfroh wird dies alles wirklich schön dargestellt.

Die Texte je Seite sind gut verständlich, thematisch würde ich das Buch für Kinder ab vier Jahren empfehlen, vielleicht auch eher ab fünf Jahren.

Inhaltlich hat mir selbst leider ein bisschen mehr Hintergrund gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass man Kindern das Thema Demenz deutlicher erklärt, was hier genauer beim Opa los ist. Sicher ist dies nicht ganz einfach, aber für meinen Geschmack haben mir hier einfach noch Erläuterungen gefehlt.

So habe ich beim Vorlesen das dem Nachwuchs noch selber erläutert - mit meinen eigenen Worten und womöglich viel zu ausführlich.

Von mir gibt’s hier 4 von 5 Sternen für ein Buch, das ein wirklich wichtiges Thema behandelt - und ich spreche dafür eine Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Frischer Meerrettich schmeckt absolut fantastisch.

Aufgegabelt. Das Kochbuch
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In diesem offiziellen Begleitbuch zur Sendung „Aufgegabelt“ begibt man sich mit Koch Alexander Hermann auf eine kulinarische Entdeckungsreise. So kann man die unterschiedlichsten Rezepte entdecken, die ...

In diesem offiziellen Begleitbuch zur Sendung „Aufgegabelt“ begibt man sich mit Koch Alexander Hermann auf eine kulinarische Entdeckungsreise. So kann man die unterschiedlichsten Rezepte entdecken, die er auf seinem kulinarischen Streifzug quer durch Bayern gefunden hat. Von der Bratwurst mit Meerrettichzwiebeln über die geröstete Forelle mit Kräuterseitlingen und Salat bis hin zu Tassensoufflées aus Nuss-Nougat-Creme.

Ehrlich gesagt kannte ich die Sendung „Aufgegabelt“ bisher gar nicht, wenn gleich der BR ja bei uns beheimatet ist. Rezepte von Alexander Hermann hingegen sind mir schon bekannt, da diese auch im Radio gelegentlich mitgeteilt werden. Auf neue Rezepte bin ich jedoch immer wieder gespannt und habe mich auch hier inspirieren lassen können.

Eingeteilt ist das Buch in verschiedene Kapitel, von den Vorspeisen quasi Gängetechnisch aufsteigend bis hin zur Kategorie Süßes und Desserts. Es gibt auch eine eigene Hauptgerichte-Kategorie für vegetarische Hauptgerichte. Außerdem werden auch spezielle Produkte in einzelnen Abschnitten vorgestellt, beispielsweise der Spargel und die Zuckerschoten, ebenso aber dann auch Pilze, Wildkräuter und Lindenblätter.

Der Aufbau des Buches gefällt mir gut, die Rezepte sind wirklich schön abgebildet, so dass man hier direkt Appetit bekommt. Die Zutaten sind übersichtlich aufgeführt, ebenso die einzelnen Zubereitungsschritte.

Die Rezepte sind durchaus sehr vielfältig, ich mag es, wie hier die unterschiedlichsten Zutaten zum Einsatz kommen. Tatsächlich muss ich sagen, dass ich manche Zutaten leider nicht immer zu Hause habe, wenn gleich ich zum Beispiel frischen Meerrettich echt lecker finde.

Für mich ist dies ein interessantes Kochbuch, das schon echt tolle Rezepte enthält. Manche waren mir eine Spur zu abgefahren, manche ist aber einfach absolut raffiniert gemacht. (Lachs mit Pilzhaube - wow!)

Die Abschnitte, in denen man Fachwissen zwischendurch bekommt, finde ich gelungen. Die Mischung aus Kochbuch und Informationen ist für mich durchaus gelungen.

Mir gefällt dieses Kochbuch gut, es enthält abwechslungsreiche Rezepte, bei denen man immer wieder mal etwas ausprobieren kann. Im Alltag muss es für mich eher schnell gehen, für spezielle Rezepte brauche ich schon einfach Muse und Zeit.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Liebe ist so wichtig.

Eine leise Ahnung von Glück
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Frankreich, 1940: in einem kleinen Dorf bei Amiens marschieren deutsche Soldaten durch den Ort. Die junge Französin Carole kümmert sich liebevoll um den Nachbarsjungen Emile. Als dann der deutsche Soldat ...

Frankreich, 1940: in einem kleinen Dorf bei Amiens marschieren deutsche Soldaten durch den Ort. Die junge Französin Carole kümmert sich liebevoll um den Nachbarsjungen Emile. Als dann der deutsche Soldat Manfred bei ihr und ihrem Vater im Haus einquartiert wird, möchte sie mit ihm eigentlich nichts zu tun haben. Bald jedoch ändern sich ihre Gefühle, was sie nicht wahrhaben will… Düsseldorf, im Jahr 2023: Louisa sucht verzweifelt eine Pflegekraft für ihren Vater, da dieser wieder die bisherige Dame vergrault hat. Bei seinem Geburtstag kommt dann ein Familiengeheimnis zutage, weshalb sie sich ausführlich mit der Vergangenheit beschäftigt. Hilft ihr dies vielleicht, ihren Vater endlich besser zu verstehen?

Tatsächlich klang die Geschichte für mich interessant und durch die zwei Zeitabschnitte auch abwechslungsreich. Letztlich war sie das definitiv auch.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Erzählungen waren gut nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Manchmal tat ich mir inhaltlich insofern etwas schwer, weil ich eine gewisse Ungerechtigkeit (die Louisa entgegengebracht wird) beim Lesen gefühlt habe.

Die Geschichte ist durch die zwei zeitlichen Handlungsstränge durchaus spannend und abwechslungsreich. Man erfährt auch einiges an historischen Hintergründen. Manches war mir hier bisher auch noch nicht bekannt, ich habe mich aber mit dieser Gegend noch nicht beschäftigt.

An manchen Stellen war mir das Buch etwas zu langatmig. Zum Schluss hin wurde es für mich sehr emotional und hat mich ziemlich berührt. Es ist interessant, wie die Geschichte dann aufgelöst wird.

Für mich war es eine spannende, unterhaltsame und emotionale Geschichte, die mir generell echt gut gefallen hat. Etwas kürzer und manches kompakter zusammengefasst hätte mir noch besser gefallen.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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