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Veröffentlicht am 30.10.2017

Schöne Liebesgeschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren

Taste of Love - Zart verführt
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In "Zart verführt" geht es um Liz, eine Pâtissière, und Adam, einen Fitnesstrainer. Von der ersten Begegnung an fühlen sie sich zueinander hingezogen, doch da Adam eine Bemerkung über ihren Körper gemacht ...

In "Zart verführt" geht es um Liz, eine Pâtissière, und Adam, einen Fitnesstrainer. Von der ersten Begegnung an fühlen sie sich zueinander hingezogen, doch da Adam eine Bemerkung über ihren Körper gemacht hat, die man leicht falsch verstehen konnte, ist sie nicht unbedingt von ihm begeistert. Dazu kommt, dass er eigentlich gar keine feste Beziehung möchte und nicht denkt, dass er mit ihr etwas anderes haben könnte. Die beiden haben die Rechnung allerdings ohne Liz' Familie gemacht, die fest davon überzeugt sind, sie verkuppeln zu müssen.

Es war unterhaltsam zu lesen, wie gerade ihre Schwester Vicky, die man bereits aus dem zweiten Band kennt, versucht hat, die beiden zusammenzubringen, und dadurch gibt es einige komische Momente. Natürlich wäre es im realen Leben weniger unterhaltsam, wenn die Familie den eigenen Willen übergeht und entschlossen ist, eine Romanze herbeizuführen, von der man nicht weiß, von der man sie will. In der Fiktion ist es etwas anderes - allein schon, weil es funktioniert und Liz selbst es letztlich akzeptiert. Dadurch, dass die Protagonisten immer mehr Zeit miteinander verbringen, lernen sie sich schon bald besser kennen und kommen sich näher. Durch ihre sehr unterschiedlichen Berufe sollte man denken, dass sie nicht viel gemeinsam haben, doch das ist keineswegs der Fall. Zwar haben sie in einigen Dingen verschiedene Ansichten, aber sie ergänzen sich, können sich für die Interessen des anderen begeistern und sind bereit, auch einmal nachzugeben. Die Kommunikation der beiden verlief die meiste Zeit über gut, was den großen Streit gegen Ende umso tragischer und emotionaler macht.

Adam und Liz sind interessante, gut ausgearbeitete und sympathische Charaktere, mit denen man mitfühlen und mitfiebern kann. Sie kämpft die Geschichte über mit einigen Unsicherheiten, während er stark durch seine Kindheit geprägt wurde und nach wie vor von den Ereignissen belastet ist, was sein ganzes Leben und selbst die Beziehung der beiden beeinflusst. Es war interessant zu sehen, wie sie mit diesen Problemen umgegangen und sowohl unabhängig voneinander als auch gemeinsam daran gewachsen sind. Ich mochte ebenfalls, dass die Vergangenheit als Erklärung, aber nicht als Entschuldigung von Adams Verhalten diente, das an einer Stelle wirklich furchtbar war.

"Zart verführt" ist wieder eine leichte und lockere Liebesgeschichte, die mir sehr gefallen hat, und bekommt deshalb von mir wie die beiden Vorgänger 4 Sterne.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Erneut eine gelungene Liebesgeschichte

Taste of Love - Küsse zum Nachtisch
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"Küsse zum Nachtisch" erzählt die Liebesgeschichte von Nick, einem begabten Koch, und Claire, einer Restaurant-Kritikerin, die sein Essen nicht so positiv bewertet hat, wie er es gerne hätte. Dies gefällt ...

"Küsse zum Nachtisch" erzählt die Liebesgeschichte von Nick, einem begabten Koch, und Claire, einer Restaurant-Kritikerin, die sein Essen nicht so positiv bewertet hat, wie er es gerne hätte. Dies gefällt Nick überhaupt nicht, sodass er den Autor zur Rede stellen will - ohne zu wissen, dass es sich um eine Frau handelt, zu der er sich sofort hingezogen fühlen wird. Trotzdem hat ihn der Ehrgeiz gepackt, weshalb er ihr eine Wette vorschlägt, in der es darum geht, dass er sie innerhalb von sechs Wochen mit seinem Essen überzeugen wird. Die Köstlichkeiten, die er ihr zaubert, klingen dabei wirklich lecker und können beim Lesen zu gesteigertem Appetit führen ;)

Wie schon der erste Band hat mir dieses Buch gut gefallen. Die Autorin schildert die Romanze der beiden Protagonisten einfühlsam und zugleich leicht und voller Humor. Ich mochte, dass es trotz der Chemie zwischen ihnen und dem offensichtlichen Knistern eine Weile gedauert hat, bis sie sich näher gekommen sind. Die beiden liefern sich einige Wortgefechte, die unterhaltsam sind, doch zugleich lernen sie einander besser kennen und bauen Vertrauen und Respekt auf. Die Liebesgeschichte hat mich voll und ganz überzeugt und besonders gut fand ich, dass die Konflikte der beiden gut zu den Charakteren und den zuvor etablierten Eigenschaften passten und auch, dass man das Handeln von beiden verstehen konnte. Der Epilog war besonders süß und ein perfektes Ende für das Buch.

Nick und Claire selbst waren mir beide von Anfang an sehr sympathisch. Nick ist ein Hitzkopf, während Claire eher zurückhaltend und unterkühlt wirken kann, sodass sie auf unterschiedliche Art mit ihren Problemen umgehen (und sich ergänzen). Die Vergangenheit spielt für beide eine wichtige Rolle und es hat wirklich gut getan zu sehen, wie sie langsam lernen, damit umzugehen. Ich habe mit ihnen mitgelitten und gehofft, dass alles gut werden wird, also hat die Autorin es auf jeden Fall geschafft, mir die Figuren nahe zu bringen. Ich fand es zudem schön, dass Andrew und Brooke hier wieder eine Rolle gespielt haben und dass man die Protagonistin des dritten Bandes bereits kennen gelernt hat.

Auch "Küsse zum Nachtisch" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch lässt sich gut lesen, die Charaktere sind interessant und die Liebesgeschichte ist schön und glaubwürdig dargestellt.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Packend und erschütternd

SOG
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"SOG" befasst sich, wie schon der erste Band der Reihe, mit einem Fall, der grausam und erschütternd, aber sehr spannend ist. Von Anfang an ist klar, dass der zwölf Jahre zurückliegende Mord an einem jungen ...

"SOG" befasst sich, wie schon der erste Band der Reihe, mit einem Fall, der grausam und erschütternd, aber sehr spannend ist. Von Anfang an ist klar, dass der zwölf Jahre zurückliegende Mord an einem jungen Mädchen mit den aktuellen Ermittlungen zu tun haben muss, und einige Zusammenhänge werden dem Leser auch früh bewusst, doch trotzdem hat man noch lange kein vollständiges Bild. Dieses setzt sich erst mit der Zeit zusammen und je mehr über die furchtbaren Ereignisse enthüllt wird, desto offensichtlicher wird, wie viel Leid und Elend mit der Geschichte verbunden sind - für alle Beteiligten.

Ich fand gut, dass die Ereignisse aus "DNA" Konsequenzen hatten und sich dies zunächst darauf auswirkte, inwieweit Huldar und Freyja an dem Fall beteiligt waren. Die Ermittlungen waren interessant dargestellt und mit jeder neuen Entdeckung ist die Spannung angestiegen, sodass man zusammen mit den Protagonisten mehr herausfinden wollte. Zugleich war da aber auch ein gewisses Grauen, da der Leser zusammen mit den Polizisten immer tiefer in ein Gewirr aus Gewalt, Elend und Kindesmissbrauch hineingezogen wird. Die Beschreibungen waren nicht zu graphisch, allerdings detailliert genug um zu verdeutlichen, wie schrecklich die Opfer zugerichtet wurden. Im Laufe der Geschichte habe ich viele verschiedene Theorien aufgestellt und mich gefragt, wer so etwas denn warum tut; einige meiner Vermutungen waren richtig, doch bis zuletzt hat die Autorin mit weiteren Enthüllungen überrascht, bis schließlich eine stimmige Auflösung da war, die ich sehr tragisch fand.

Ein wenig gestört hat mich in diesem Band das Drama um die private Beziehung zwischen Huldar und Freyja, die nicht wirklich zustande kommt, obwohl beide nicht abgeneigt wären. Es war ein guter Ausgleich zu den Mordfällen und natürlich ist ein gewisses Interesse da, ob sie sich nun näher kommen werden oder nicht. Zudem hatte Sigurðardóttir so die Gelegenheit zu zeigen, dass ihre Protagonisten nicht perfekt sind, sondern grobe Fehler machen, schrecklich stur oder zu stolz sein können, was mir gefallen hat... nur das Hin und Her kann mich nicht begeistern und es war irgendwie etwas ablenkend. Mal sehen, wie es im nächsten Band mit den beiden weitergehen wird.

Insgesamt ist "SOG" ein packendes Buch, das mich packen und erschüttern konnte. Der Fall ist gut aufgebaut und interessant, allerdings hätte die nebenbei laufende Romanze für mich mit weniger Drama und Missverständnissen erzählt werden können. Das hat die Spannung meiner Meinung nach ein wenig herausgenommen. Trotzdem vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Wieder ein spannender Fall

Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 3)
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"Der Knochenbrecher" ist wie die beiden ersten Bände der Reihe ein packender, gelungener Thriller. Carter hat sich hier wieder einen Täter einfallen lassen, dessen Vorgehen unvorstellbar schrecklich ist ...

"Der Knochenbrecher" ist wie die beiden ersten Bände der Reihe ein packender, gelungener Thriller. Carter hat sich hier wieder einen Täter einfallen lassen, dessen Vorgehen unvorstellbar schrecklich ist und der den Opfern im Tod furchtbare Qualen zugemutet hat. Alle sind zunächst ratlos und können sich nicht erklären, was den Mörder dazu bewogen hat so zu handeln, doch ihnen ist bewusst, dass die Zeit drängt, da nur wenige Tage nach der Auffindung der ersten Toten ein zweites Opfer gefunden wird.

Obwohl es wieder einige grausige Szenen gab, wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich fand den Fall sehr interessant, gerade wegen der vielen Fragen, die langsam aufgelöst werden mussten, aber auch die kurzen Kapitel, in denen der Täter selbst auftaucht, haben die Spannung ansteigen lassen. Man hat gesehen, dass er genau weiß, was er tun muss, dass er seine nächsten Schritte sorgfältig geplant hat und bestens informiert ist. Die Beschreibungen der Tatorte haben dagegen gezeigt, dass er sich nicht scheut, den Frauen große Schmerzen zuzufügen, und ich konnte sehr gut verstehen, wieso es den Polizisten bei dem Anblick schlecht geworden ist - allein darüber zu lesen war schon furchtbar. Insgesamt war das Buch atmosphärisch dicht und es ist dem Autor gelungen, die Szenen mit dem Mörder erschreckend und fast schon gespenstisch darzustellen. Die Auflösung hat gut zur Geschichte gepasst und das Ende ist insgesamt rund, auch wenn ich gerne noch ein paar Details zu einigen Entwicklungen gehabt hätte.

Die Ermittler haben ihr bestes getan, aber es gab nur wenige Hinweise, mit denen Hunter trotzdem überraschend viel anfangen konnte. Carter hat gezeigt, dass die Begabung seines Protagonisten beinahe übermenschlich ist; gestört hat es mich nicht wirklich, da die Lektüre trotzdem fesselnd war und die Ermittlungen nicht spielend leicht vonstatten gingen, sondern harte Arbeit erforderten. Außerdem spielte auch Garcia eine entscheidende Rolle und sein Beitrag zu dem Fall war sehr bedeutsam.

Wie die meisten Leser finde ich, dass der deutsche Titel nicht gut gewählt ist, da er nichts mit dem Täter oder seinem Vorgehen zu tun hat. Das Buch hat mir aber gut gefallen und ich bin schon gespannt auf den vierten Fall.

Veröffentlicht am 06.10.2017

Beschreibt das Leben auf der Flucht eindringlich

Das Schicksal der Sterne
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​"Das Schicksal der Sterne" erzählt die erschütternde, berührende Geschichte von Adib und Karl, zwei Flüchtlingen. Der eine ist gerade erst in Deutschland angekommen und muss immer noch gegen die Abschiebung ...

​"Das Schicksal der Sterne" erzählt die erschütternde, berührende Geschichte von Adib und Karl, zwei Flüchtlingen. Der eine ist gerade erst in Deutschland angekommen und muss immer noch gegen die Abschiebung kämpfen, der andere kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Berlin. Der Autor schildert die Erlebnisse der beiden sehr eindringlich und schonungslos, beschreibt die Todesangst und die nackte Panik, das elende Hungergefühl und die Ungewissheit, ob man je in Sicherheit sein und ob die Flucht irgendwann enden wird. Die Erfahrungen der Protagonisten ähneln sich dabei trotz der unterschiedlichen Umstände sehr und es ist bewundernswert, dass sie trotz all der Schrecken nie aufgegeben und immer weiter gekämpft haben. Es gab mehrere Szenen, bei denen ich einen Kloß im Hals hatte und die schockierend waren. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Buch insgesamt zu distanziert geschrieben war und es auch traurige Momente gab, die mich nicht richtig berühren konnten, sodass die Geschichte mich nicht hundertprozentig gefesselt hat.

Fremdenhass und Rassismus werden ebenfalls thematisiert und Höra macht deutlich, dass die sowieso schreckliche Situation der Flüchtlinge durch die Abneigung ihrer Mitmenschen nicht vereinfacht wird. Mir hat gefallen, dass dieses Thema angesprochen wurde und die Figuren auch erkennen, dass sie selbst nicht frei von vorgefertigten Meinungen sind, da dies für mich sehr glaubwürdig war. Trotz all der negativen Erfahrungen, die die Figuren machen, ist das Buch nicht deprimierend; zwar ist das Leben für sie auch in der Gegenwart nicht wirklich einfach und entspannt, doch unter anderem durch die Freundschaft zueinander gibt es schöne Erlebnisse. Obwohl Karl und Adib sehr unterschiedlich und in ganz anderen Lebensphasen sind, gibt es doch einiges, was sie verbindet und der Autor hat gut dargestellt, wie sie sich trotz der Probleme in der Kommunikation und den verschiedenen Umständen angefreundet haben.

In "Das Schicksal der Sterne" ist es dem Autor gelungen, sowohl realitätsnah als auch einfühlsam über die Ereignisse auf der Flucht zu berichten und dabei zwei verschiedene Charaktere mit ihrem jeweiligen Umfeld auszuarbeiten und Berührungspunkte für sie zu finden. Die Geschichte hat mich nicht immer berührt, aber insgesamt hat sie mir gut gefallen und die Schilderungen des Schreckens, den die Protagonisten erlebt haben, waren auf jeden Fall eindringlich.