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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Extrem spannend

Todeswächter
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Clara Vidalis dritter Fall! In einer Berliner Wohnung wird eine Frauenleiche gefunden. Sie wurde unter einer Gummimaske erstickt. Schnell wird der Täter identifiziert, die DNA stammt vom Ehemann, der seitdem ...

Clara Vidalis dritter Fall! In einer Berliner Wohnung wird eine Frauenleiche gefunden. Sie wurde unter einer Gummimaske erstickt. Schnell wird der Täter identifiziert, die DNA stammt vom Ehemann, der seitdem spurlos verschwunden ist. Doch dann geschehen noch zwei weitere Morde, die alle die gleichen Merkmale aufweisen: es wird immer eine antike Münze im Mund der Leichen und die Täter-DNA ist immer unterschiedlich. Doch die dazugehörigen Personen sind jeweils verschwunden... Clara und ihr Team stehen vor einem Rätsel....

Auch der dritte Teil dieser Serie, der auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesbar ist, ist nichts für schwache Nerven. Die Morde sind absolut brutal und detailreich beschrieben. Die Spannung selbst wird jedoch leider oft durch sehr intensive, ausschweifende pathologische Erklärungen unterbrochen. Das muß man mögen und sich dafür interessieren, ansonsten sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und diese Stellen einfach "überfliegen". Der Schreibstil von Veit Etzold ist sehr flüssig, so daß man aufgrund dessen und der Spannung durch das Buch fliegt. Die Charaktere Clara Vidalis und McDeath entwickeln sich hier richtig gut weiter und haben endlich auch mal ein Privatleben, so daß sie dem Leser hier dem Leser doch ein gutes Stück näher gebracht werden.

Hier liegt ein richtig spannender Thriller vor!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gelungener Serienauftakt

Codename E.L.I.A.S. – Kaltgestellt
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Agent Michael Cavenaugh muß nach einem gefährlichen Einsatz feststellen, daß seine Identität gelöscht wurde. Es gibt ihn einfach nicht mehr, sogar seine Bekannten und sein Chef kennen ihn angeblich nicht ...

Agent Michael Cavenaugh muß nach einem gefährlichen Einsatz feststellen, daß seine Identität gelöscht wurde. Es gibt ihn einfach nicht mehr, sogar seine Bekannten und sein Chef kennen ihn angeblich nicht mehr. Er bekommt nirgends mehr Geld, steht somit völlig mittellos da. Was ist passiert? Warum verleugnet das CIA ihn? Einzig seine Ex-Freundin Brianna und sein Freund Luke, von Beruf Kopfgeldjäger, helfen ihm. Wird Michael seine Identität zurück bekommen?

Hier hat Mila Roth eine tolle neue Serie geschaffen. Sie nimmt den Leser sofort in ihren Bann, der Spannungsbogen ist vom ersten bis zum letzten Satz gleichbleibend hoch. Da dies der erste Teil einer Serie ist, wird man hier sehr gut an die Charaktere herangeführt, so daß man einen guten Einblick in deren Eigenschaften und Leben erhält. Man erfährt hier, wer "die Guten" und wer "die Bösen" sind und kann sich in die Charaktere einfühlen. Der Schreibstil von Mila Roth ist wunderbar flüssig, die Spannung knistert hier in jedem Wort und man kann einfach nicht anders: Man muß weiterlesen!

Eine tolle neue Serie, die unbedingt fortgesetzt werden muß!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Bitte nicht beim Lesen stören!

Die verbotene Zeit
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Bei einem Unfall verliert Carla im Jahre 1975 ihre Erinnerungen an die letzten Monate. Gegen den Willen ihres Vaters und ihres Ehemannes beginnt sie diese Zeit zu rekonstruieren. Von dem Journallisten ...

Bei einem Unfall verliert Carla im Jahre 1975 ihre Erinnerungen an die letzten Monate. Gegen den Willen ihres Vaters und ihres Ehemannes beginnt sie diese Zeit zu rekonstruieren. Von dem Journallisten David Grant erfährt sie, daß sie auf der Suche nach ihrer vor 16 Jahren verschwundenen Schwester war. Dazu war sie auf dem Weg zum Flughafen. Sie wollte nach Berlin, um eine Spur in eine lange vergangene Zeit zu verfolgen. Als sie die Reise jetzt mit David antritt, entdeckt sie eine Geschichte, die für viele Beteiligte schmerzhaft ist. Auch Carlas Leben wird sich verändern, wenn sie die Wahrheit aufdeckt.

Ich finde es sehr mutig, zu einem so sensiblen Thema wie Alt-Nazis in der Zeit lange nach dem Krieg zu schreiben. Das ganze dann in eine so rührende Geschichte verpackt, berührt es den Leser und läßt wohl keinen kalt. Die Verknüpfungen zwischen der Kriegszeit und den 70er Jahren kommen erst nach und nach ans Licht und so entsteht eine gute Spannung. Man leidet mit den Personen im Krieg und fängt an, gewisse Personen richtig zu hassen. Da tut es einem auch nicht leid, wenn ein Bösewicht über die Klippen geht. In dieses Buch kann man sich so reinsteigern, daß man vergißt, daß es "nur" eine erfundene Geschichte ist. Am Besten, man schließt sich mit dem Buch irgendwo ein und kommt erst wieder heraus, wenn man alles gelesen hat.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Außergewöhnlich

Eike
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Winter 1176. Der Bauernjunge Eike muß vor dem Vogt seines Heidehofes fliehen. Er findet eine neue Heimat in den Lüneburger Salinen. Dort jedoch kann er nicht lange bleiben, da er die falschen Freunde findet ...

Winter 1176. Der Bauernjunge Eike muß vor dem Vogt seines Heidehofes fliehen. Er findet eine neue Heimat in den Lüneburger Salinen. Dort jedoch kann er nicht lange bleiben, da er die falschen Freunde findet und auch hier wieder fliehen muß. Er reist nach Rheine, Münster und Köln, dort wird er in eine Urkundenfälschung involviert. Schlußendlich erlangt er Österreich, verliebt sich und erlernt im Kloster Waldhausen die Kunst des Schreibens. Auf der Clamburg wird ihm die Ausbildung als Knappe zuteil. Er schließt sich dem Kreuzzug Barbarossas an und gelangt so nach Konstantinopel.

"Eike" ist ein sehr außergewöhnlicher historischer Roman. Hier wird wirklich alles sehr detailreich und liebevoll beschrieben. Man lernt hier das harte Leben der damaligen Bevölkerung in allen Facette kennen. Die Unterdrückung, die Armut und die Abhängigkeit von den Grundherren wird hier sehr deutlich gemacht und die Bilder, die dabei entstehen, sind wirklich sehr eindringlich. Hier merkt man deutlich, daß der Autor für dieses Buch intensiv recherchiert hat. Die Charaktere sind wundervoll beschrieben, vor allem die Entwicklung Eikes vom Bauernjungen zum Kreuzzügler ist sehr interessant zu verfolgen. Schön ist es, daß hier neben den erfundenen Figuren von Eike und seinen Freunden auch reale Charaktere der Geschichte mitspielen. So hat man oft das Gefühl, daß sich die Geschichte genau so zugetragen haben könnte. Durch die vielen Wendungen in der Geschichte entsteht eine gute, durchgängige Spannung.

Ein Buch, das nicht nur ein wunderschönes, außergewöhnliches Cover aufweist, sondern auch vom Inhalt her außergewöhnlich ist.


Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr authentisch

Der Schwur des Normannen
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Im Jahre 1054 macht sich Gilbert mit seinen Gefährten Thore und Ivain auf nach Sizilien um seien Geliebte Gerlaine aus den Fängen von Sklavenjägern zu befreien. Auf ihrer Reise müssen die Freunde eine ...

Im Jahre 1054 macht sich Gilbert mit seinen Gefährten Thore und Ivain auf nach Sizilien um seien Geliebte Gerlaine aus den Fängen von Sklavenjägern zu befreien. Auf ihrer Reise müssen die Freunde eine Menge Gefahren bestehen, sie werden selbst zu Gefangenen und es stehen ihnen einige Feinde im Weg. Doch sie setzen alles daran, Gerlaine zu befreien. Mit Erfolg?

Auch hier beweist Ulf Schiewe wieder, daß er bei den historischen Romanen einer der führenden Autoren ist. Sein Schreibstil ist einfach toll, schön flüssig, leicht lesbar, ohne viel Schnickschnack sondern klar und deutlich. Man fliegt nur so durch den Text. Man wird von der ersten bis zur letzten Seite in der Handlung gefangen genommen, da die Spannung, wie es nun mit den Charakteren weitergeht und was für Abenteuer sie noch bestehen müssen, einfach nicht endet, sondern sich im Gegenteil immer mehr steigert. Die Charaktere sind mir sofort wieder vertraut gewesen, für mich war es wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Auch die Beschreibung des Lebens in der damaligen Zeit wird hier sehr detailgetreu beschrieben. Da hat man manchmal Bilder vor Augen, die allzu realistisch sind. Aber so war das Leben damals halt. Hier wird auf jeden Fall nichts beschönigt. Und genau das macht das Buch so authentisch.

Dies Buch ist der dritte Teil der Normannen-Saga von Ulf Schiewe. Man kann diesen Band auch einzeln lesen, man kommt auch dann sofort mit den Charakteren und der Handlung klar. Allerdings würde man dann zwei sehr gute Bücher verpassen...