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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2024

Momentaufnahme unserer Gesellschaft

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Welche Themen sind aktuell in den Medien, in der Politik und in den Köpfen der Menschen? Worüber diskutiert unsere Gesellschaft momentan und wie wird es sich in Zukunft entwickeln? Kling beschreibt einen ...

Welche Themen sind aktuell in den Medien, in der Politik und in den Köpfen der Menschen? Worüber diskutiert unsere Gesellschaft momentan und wie wird es sich in Zukunft entwickeln? Kling beschreibt einen möglichen Verlauf in diesem Buch.

Ist dies realistisch? Ich kann es nicht sagen. Viele Abschnitte sind extrem erschreckend, gerade die beschriebenen Abgründe der menschlichen Seele regen zum Nachdenken an, da sie sehr glaubhaft erscheinen. Hierbei gelingt dem Autor eine gute Mischung aus Unterhaltung, Spannung und Gesellschaftskritik: Die Seiten fliegen nur so weg, schreckliche Geschehnisse werden durch Humor etwas entschärft, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften.

Die Protagonistin Yasira wirkt authentisch, gerade ihre Sorgen als Mutter werden gut wiedergegeben. Besonders sympathisch fand ich auch ihren Partner Michael, der sich so schnell durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Vom Rest des Teams bekommt man nicht so viel mit, was vermutlich der Seitenzahl geschuldet ist, aber ich fande es schade.

Das Ende hat mich leider nicht komplett überzeugt, es wirkte etwas hektisch und übereilt im Vergleich zum Rest des Buches. Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten und dabei auch zum Nachdenken gebracht. Manches im Buch mag dabei übertrieben erscheinen, jedoch hilft dies auch, die Botschaft dahinter zu vermitteln.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Spurensuche

Seinetwegen
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Was auf den ersten Blick wie eine Art Tagebuch oder Autobiographie der Autorin wirkt, entpuppt sich im Verlauf des Buches dann doch eher als Lebensgeschichte von so vielen Menschen: Auf der Suche nach ...

Was auf den ersten Blick wie eine Art Tagebuch oder Autobiographie der Autorin wirkt, entpuppt sich im Verlauf des Buches dann doch eher als Lebensgeschichte von so vielen Menschen: Auf der Suche nach dem Verursacher des Autounfalles, der ihren Vater das Leben kostete, gewährt uns Zora del Buono nicht nur Einblicke in ihr eigenes Leben und das des gesuchten Mannes, sondern bruchstückhaft auch in das ihrer Eltern, Familie, Freunde sowie längst verstorbenen Personen der Zeitgeschichte.
Dies geschieht oft sprunghaft und teilweise ohne direkt erkennbaren Zusammenhang, was es dann doch aber wiederum sehr authentisch wirken lässt, als befände man sich im Kopf der Autorin. Wie oft recherchiert man selber etwas, liest dabei etwas Interessantes und lässt sich davon erstmal komplett ablenken, wie oft stellt das Gehirn abstruse Verbindungen her und drängt einem diese Bilder auf. Anstatt dies zu ignorieren lässt uns die Autorin daran teilhaben und verleiht der Geschichte dadurch etwas sehr Menschliches.
Dieses für den Verlauf der Handlung "unnütze Wissen" ist dabei teilweise sehr interessant, jedoch kann ich mir auch vorstellen, dass es nicht Jedermanns Geschmack ist.
Wenn man eine direkte Spurensuche wie in einem Krimi erwartet, ist dieses Buch vermutlich nicht zu empfehlen, dafür umso mehr, wenn man für eine Weile in das Leben und den Kopf eines anderen Menschen eintauchen mag.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

(Zu lange) Einführung in die Welt von Oz

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Man nehme die Geschichte vom Zauberer von Oz, forme sie neu und packe eine Menge typischer Romantasy-Elemente rein.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen ...

Man nehme die Geschichte vom Zauberer von Oz, forme sie neu und packe eine Menge typischer Romantasy-Elemente rein.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen und ich fand es spannend zu sehen, wie diese eingebaut bzw. umgeändert wurden. So finden sich hier sowohl die bekannten Charaktere als auch Handlungsorte und Kernpunkte der Geschichte, manche hingegen werden aber erst angedeutet und kommen vermutlich im nächsten Band richtig vor.
Generell wirkte das ganze Buch sehr wie ein langer Prolog - man lernt Dorothy und ihr Leben in Kansas kennen, landet in Oz, trifft einige Charaktere und dann ist das Buch gefühlt auch schon wieder rum.
Besonders im Mittelteil ist nicht groß was passiert, dafür wirkte das Ende etwas überhastet.
Zwar begegnet man dort einigen Nebencharakteren, allerdings sind diese Beziehungen recht oberflächlich und bleiben kaum im Gedächtnis.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was mir grundsätzlich auch gut gefallen hat, allerdings wird die Relevanz mancher Charaktere hierbei noch nicht so deutlich. Ich schätze dies wird in der Fortsetzung aufgeklärt bzw. ausgebaut, hier war es dadurch aber teilweise ein wenig überladen. Ich hätte es denke ich besser gefunden, wenn man mit weniger Perspektiven mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Auch Dorothy konnte mich nicht immer überzeugen, ihre Handlungen waren für mich öfters nicht ganz nachvollziehbar, genau wie die Spice-Szenen zu unpassenden Momenten.
Sehr interessant fand ich hingegen den Blechmann, hier sehe ich durchaus großes Potential für Band 2, genau wie für die Antworten auf viele Fragen.
In diesem Sinne hat mir der Ausflug nach Oz überwiegend gut gefallen, jedoch hat es sich mehr wie eine lange Einleitung angefühlt und dementsprechend hoffe ich auf mehr Entwicklungen in der Fortsetzung - (aufgerundete) 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Kindheit und Studium im Chaos

Chaos
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Während Hedda in der Gegenwart mit ihrer Masterarbeit kämpft und frisch schwanger ist, erkunden wir in wechselnden Kapiteln ihre Vergangenheit und erfahren, wie sie aufgewachsen ist.
Die kurzen Kapitel ...

Während Hedda in der Gegenwart mit ihrer Masterarbeit kämpft und frisch schwanger ist, erkunden wir in wechselnden Kapiteln ihre Vergangenheit und erfahren, wie sie aufgewachsen ist.
Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Zeitebenen haben mir hierbei grundsätzlich gut gefallen, durch vergangene Erlebnisse kann man oft ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen im Jetzt besser verstehen und schön interpretieren.
Gleichzeitig liegt hierin aber auch eine Schwachstelle des Romans: Passend zum Titel ist alles ein wenig chaotisch, teilweise wusste ich nicht direkt, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, und musste mich erstmal wieder kurz orientieren.
Statt einer zusammenhängenden Erzählung gibt es oft eher nur fragmentarische Ausschnitte, kurze Szenen aus dem Leben der Protagonistin.
Eine wirkliche Beziehung habe ich zu ihr jedoch nicht aufbauen können, sie ist für mich auf Distanz geblieben, nur zwischendurch konnte ich ein wenig mitfühlen und auch mitleiden, da es teilweise sehr bedrückend und traurig wurde.
Die Nebencharaktere sind gar nicht im Gedächtnis geblieben, auch Heddas Beziehung blieb recht blass.
Sehr gelungen fand ich dagegen die Symbolik: Immer wieder werden spannende Metaphern eingebaut, die viel über die Charaktere verraten, hier hatte ich echt Spaß, diese zu finden und zu interpretieren.
Insgesamt erzähltechnisch eigentlich ein sehr interessantes Buch, dessen Handlung mich jedoch nicht übermäßig packen konnte.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Fragile Familienbande

Summer Storms
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Eine unglaubliche reiche Familie, ein verstorbener Vater und diverse Aufgaben um das Erbe zu bekommen - was soll schon schiefgehen?
Alice trifft auf der Familieninsel nach Jahren ihre Mutter und Geschwister ...

Eine unglaubliche reiche Familie, ein verstorbener Vater und diverse Aufgaben um das Erbe zu bekommen - was soll schon schiefgehen?
Alice trifft auf der Familieninsel nach Jahren ihre Mutter und Geschwister wieder, dazu lernt sie Jack kennen, mit dem sie eine Nacht verbracht hat, ohne zu wissen, dass er die Aufgaben fürs Erbe überwachen wird.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Alice erzählt, zwischendurch gibt es jedoch auch einzelne Kapitel aus der Sicht der Geschwister. Diese haben mir immer sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr davon gehabt, da man so die Nebencharaktere noch besser kennenlernen und verstehen konnte.

Das Erzähltempo habe ich zu Beginn als sehr angenehm empfunden, jeder Charakter wird nach und nach einzeln eingeführt, sodass man sich alle gut merken kann und gleichzeitig in die Handlung eintaucht. Es werden einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen und ein wenig Spannung aufbauen. Im Mittelteil flacht diese jedoch dann etwas ab und ich fand es teilweise sogar leicht zäh. Es passiert nicht wirklich viel, dafür gibt es immer wieder sehr lange Dialoge. Einerseits lerne ich die Personen gerne so besser kennen, andererseits hätte man sie auch durch mehr Handlungen zusätzlich charakterisieren können.
Im Fokus standen hier regelmäßig auch die Familienbeziehungen und ich fand es schön, diese zu erkunden und ihre Entwicklung zu verfolgen, besonders bei den Geschwistern gab es hier viele kleine schöne Momente.
Gar nicht packen konnte mich hingegen die Liebesgeschichte - ich habs einfach nicht gefühlt. Zu Beginn hatte es Potential, aber im weiteren Verlauf war für mich die Chemie nicht wirklich vorhanden, daher würde ich es als "Sommerromanze" eher nicht weiterempfehlen.
Wer jedoch einen Einblick in die Welt der Superreichen werfen und dabei Geschwisterbande erkunden möchte, der wird hier gut unterhalten.

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