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Veröffentlicht am 10.06.2024

Ohne Leiche kein Fall, oder?

Unheilvolles Lançon
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In seinem elften Fall wird Capitaine Blanc zum Weingut Chateau Richelme gerufen. Die dortige Winzerin hat bei einem Drohnenflug eine leblose Frau auf einem Kletterfelsen entdeckt. Als Blanc dort eintrifft, ...

In seinem elften Fall wird Capitaine Blanc zum Weingut Chateau Richelme gerufen. Die dortige Winzerin hat bei einem Drohnenflug eine leblose Frau auf einem Kletterfelsen entdeckt. Als Blanc dort eintrifft, fehlt von der Frau jede Spur.

Sowohl sein Chef als auch Madame le Juge sind der Meinung, dass es ohne Leiche auch keinen Fall gibt. Aber Blanc wäre nicht Blanc, wenn ihn das aufhalten würde. Ihm kommt die Familie Merlin auf dem Weingut nicht ganz koscher vor und daher ermittelt er quasi unter dem Radar – auch ohne Opfer, dabei kommen ihm seine Beziehungen zugute.

Cay Rademacher hat es wieder aufs vortrefflichste geschafft, mich zu verwirren. Ich musste auf meiner Liste der Verdächtigen ständig neue Personen hinzufügen und andere streichen, aber schon einige Seiten weiter gerieten sie wieder in meinen Fokus und auch die Rangliste änderte sich. Am Ende war ich erstaunt aus welchem Grund da jemand über Leichen ging.

Die Beschreibungen von Land und Leute der Provence waren wieder so anschaulich, dass ich den heißen Wind in der Garrigue auf der Haut zu spüren meinte und diese förmlich undurchdringliche Gegend genau wie die Weinreben vor meinem inneren Auge zu sehen glaubte. Fast ließen diese Beschreibungen mich den Fall vergessen.

Mir gefiel diese Mischung aus Ermittlungen, Spannung, Privatleben und französischem Flair sehr und nebenbei habe ich noch etwas über den Weinanbau gelernt. Es waren rundum angenehme Lesestunden mit einem Krimi, der auch ohne Brutalität auskam.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Schicksalsgemeinschaft

Das Licht in den Birken
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In ihrem neuesten Roman schreibt Romy Fölck über drei sehr unterschiedliche Menschen, die das Schicksal zusammengeführt hat. Aber eins haben alle drei gemeinsam: sie belastet eine schwierige bzw. abgebrochene ...

In ihrem neuesten Roman schreibt Romy Fölck über drei sehr unterschiedliche Menschen, die das Schicksal zusammengeführt hat. Aber eins haben alle drei gemeinsam: sie belastet eine schwierige bzw. abgebrochene Beziehung zu einer geliebten Person.

Da gibt es Benno, der nach einem Schicksalsschlag die Beziehung zu seinem Sohn gekappt hat und nun einsam auf seinem überschuldeten Gnadenhof am Rande eines Naturschutzgebietes lebt. Um zusätzliche Einnahmen zu generieren vermietet er eine Wohnung an Thea, die nach über 20 Jahren aus Portugal in ihre Heimat in der Heide zurückkehrt und auch noch zwei Ziegen aus ihrer Herde mitbringt. Die Dritte im Bunde ist die junge Juli, die auf ihrem Weg zu Fuß nach Amsterdam verletzt auf dem Hof strandet.

Zuerst gestaltet sich das Zusammenleben gar nicht so einfach, denn alle drei müssen sich erstmal daran gewöhnen und auch die Privatsphäre des jeweils anderen respektieren lernen. Die Autorin erzählt sehr anschaulich von den Problemen und wie sie sich langsam und allmählich den anderen gegenüber öffnen. Nur so ist es möglich, dass sie sich gegenseitig helfen und zu einem Neustart finden.

Ich mag den anschaulichen und bildhaften Schreibstil von Romy Fölck sehr, der mir dieses Mal wunderschöne Landschaften aus der Heide vor Augen geführt hat. Auch mit ihrem zweiten Roman zeigt sie, dass sie nicht nur hervorragende Krimis schreiben kann.

Für mich war es ein schöner und einfühlsamer Roman, der in einer wunderschönen Landschaft spielt und bei dem ich es verzeihlich finde, dass sich Probleme ohne größere Schwierigkeiten beseitigen ließen.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Interessanter Regionalkrimi mit viel Flair

Lavendel-Sturm
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Dies ist bereits Band sechs aus der Reihe mit der Kommissarin Lilou Braque, kann m. E. aber unabhängig von den Vorgängern gelesen werden, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Schöner ist es natürlich ...

Dies ist bereits Band sechs aus der Reihe mit der Kommissarin Lilou Braque, kann m. E. aber unabhängig von den Vorgängern gelesen werden, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Schöner ist es natürlich den Werdegang und die Entwicklung der Protagonisten von Beginn an zu verfolgen.

Eine Drogentote in einer Sandsteinhöhle entpuppt sich als die Schwester von Lilous Kollegin Valerie. Sowohl Lilou als auch Valerie fällt es schwer, an einen Unfall zu glauben und sie würden gerne selbst ermitteln, aber der Fall liegt in der Zuständigkeit der Gendarmerie und nicht in der der Police nationale. Sie selbst sind bald darauf mit einem eigenen Mordfall beschäftigt.

Lilou und ihr Freund Simon sind mir inzwischen ein wenig ans Herz gewachsen, da dies nicht mein erster Krimi dieser Reihe ist. Ich mag aber auch die Crew aus Simons Restaurant und mehrere Kollegen von Lilou. Carine Bernard führt in diesem Buch einige neue und teilweise sehr interessante Charaktere ein, von denen ich besonders die Café-Besitzerin Digne mochte und gerne wiedertreffen würde.

Die Autorin hat einen einfachen und flüssigen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Ich konnte von Beginn an miträtseln. Geschickt eingebaute Wendungen ließen meine Vermutungen verpuffen und das Ende hat mich überrascht. Carine Bernard kann mit wenigen Sätzen sowohl die jeweilige Atmosphäre als auch das besondere Flair der Provence zu ihren Lesern transportieren.

Mir hat dieser spannende und abwechslungsreiche Krimi gut gefallen und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Verzwickter Fall für Emmenegger

Merano fatale
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Auf der Terrasse des bekannten Cafés Unterweger sitzt ein zusammengesunkener Gast – tot wie die Kellnerin feststellt. Selbstmord oder Mord? Das ist die Frage mit der sich Ispettore Emmenegger und seine ...

Auf der Terrasse des bekannten Cafés Unterweger sitzt ein zusammengesunkener Gast – tot wie die Kellnerin feststellt. Selbstmord oder Mord? Das ist die Frage mit der sich Ispettore Emmenegger und seine Kollegin und Freundin Eva Marthaler in der nächsten Zeit beschäftigen müssen.

Für mich ist es die erste Begegnung mit „Emmi“ und Eva. Den etwas kauzigen Ispettore, der sich auch nicht scheut, seine Freunde aus dem Motorradclub um Hilfe zu bitten, wenn es brenzlig wird, mochte ich sofort. Eva hat ihr meiner Meinung nach manchmal nicht angebrachtes Verhalten im Privatbereich einige Sympathiepunkte gekostet. Insgesamt fand ich die Ausarbeitung der unterschiedlichen und teilweise speziellen Charaktere sehr gut gelungen.

Der Fall ist sehr verzwickt und immer wieder ergeben sich neue Verbindungen von Personen vor Ort zu dem Mordopfer. Nicht einfacher machte es da das Geständnis von Evas Mutter. So führte es auch dazu, dass sich mein Verdacht mal gegen diese und mal gegen jene Person richtete. Erst ziemlich zum Schluss kam ich kurz vor Emmenegger auf den Täter.

Der Schreibstil von Elisabeth Florin gefiel mir gut. Er ließ sich flüssig lesen und die detaillierten Beschreibungen der Landschaft ließen sowohl Bilder vor meinem inneren Auge als auch Urlaubsgefühle entstehen. Zusätzlich sorgte eine ordentliche Portion Humor, insbesondere verursacht durch den Hund Hilde für Lacher meinerseits.

Nicht unerwähnt möchte ich die am Ende beigefügten Rezepte lassen, die Emmenegger mit seinem Chef kochen durfte.

Mir hat dieser Krimi mit seiner gelungenen Mischung aus Ermittlungen, Privatleben, regionalem Flair und Humor gut gefallen und ich wäre bereit für weitere Begegnungen mit „Emmi“ und Eva.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Kunst - alles andere als langweilig

Bildspringer (Band 2)
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Ich kannte Band eins dieser Reihe vorher nicht und obwohl ich der Handlung gut folgen konnte, halte ich es für sinnvoll, den Vorgänger gelesen zu haben, damit man alle Zusammenhänge versteht.

Die Bildspringer ...

Ich kannte Band eins dieser Reihe vorher nicht und obwohl ich der Handlung gut folgen konnte, halte ich es für sinnvoll, den Vorgänger gelesen zu haben, damit man alle Zusammenhänge versteht.

Die Bildspringer Vincent, Holly und Sam könne in ein Gemälde hineinspringen und sich von dort in andere Gemälde desselben Künstlers begeben – egal wo das Bild sich befindet. Eigentlich wollen die drei Jugendlichen nach verschollenen Bildern suchen, bekommen es aber plötzlich mit dunklen Mächten zu tun. Ein spannendes, rasantes und nicht ungefährliches Abenteuer beginnt.

Eigentlich sind Vincent, Holly und Sam ganz normale Kinder. Sie müssen zur Schule und haben Hobbys. Wenn da nicht ihre zusätzliche Gabe als Bildspringer wäre. Mir waren die drei auf Anhieb sympathisch. Eine Bereicherung für die Geschichte finde ich Vincents indische Großmutter, die nicht nur für einige Schmunzler meinerseits verantwortlich war, sondern durch die ich auch etwas über die indische Kultur erfahren habe.

Mir gefallen an dieser Reihe die Informationen, die man über bedeutende Kunstwerke und ihre Künstler erhält. Im Anhang werden die erwähnten Bilder samt Maler und ihrem Aufenthaltsort zusätzlich aufgelistet.

Ein fantasievolles Abenteuerbuch, bei dem insbesondere Wissen über bedeutende Maler und ihre Bilder vermittelt wird. Ich möchte diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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