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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2024

Unter Kumpels

Genug gegrübelt, lieber Kopf!
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ist man hier, denn die Autorin Dr. Katharina Tempel spricht ihre Leser auf lockere, kumpelhafte Weise an, indem sie diese duzt - da musste ich mich erstmal dran gewöhnen. Ansonsten sind ihre ...

ist man hier, denn die Autorin Dr. Katharina Tempel spricht ihre Leser auf lockere, kumpelhafte Weise an, indem sie diese duzt - da musste ich mich erstmal dran gewöhnen. Ansonsten sind ihre Vorschläge vielseitig und durchaus kreativ.

Nur leider gehen sie nicht allzusehr - ich würde sagen, eigentlich gar nicht - in die Tiefe. Es werden auch keine Hintergründe erläutert, so dass es als Leser:in schwerfällt (mir zumindest), die gesamte Vorgehensweise zu hinterfragen und damit auch in Gänze zu verstehen.

Daher muss ich leider feststellen, dass ich nicht das bekomme, was ich erwartet habe. In diese Richtung drängen auch die Abbildungen, die leider ähnlich nichtssagend und teilweise wie Werbefotos daher kommen. Auch das trägt nicht gerade zu einer besonders eindringlichen, tiefgehenden, nachhaltigen und verbindlichen Präsentation des Themas bei, die lange in mir nachhallt. Eher ist es für mich eine erste Bekanntschaft mit dem Thema.

Veröffentlicht am 05.10.2024

Etwas schwer nachzuvollziehen

Das Wohlbefinden
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Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, es kam mir von der Thematik her so unglaublich spannend vor. Als ich es in den Händen hielt, brannte ich förmlich darauf, zu beginnen und überlegte bereits, wie ...

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, es kam mir von der Thematik her so unglaublich spannend vor. Als ich es in den Händen hielt, brannte ich förmlich darauf, zu beginnen und überlegte bereits, wie ich mich denn soweit zurückhalten könnte, um wirklich nur den jeweils vorgegebenen Abschnitt - ich las es im Rahmen einer Leserunde - zu genießen.

Nun, diese Befürchtung war vollkommen grundlos - leider, muss ich sagen, denn bereits der Einstieg bedeutete für mich den Start in ein ziemliches Wirrwarr und das, obwohl ich einst - zugegeben vor sehr langer Zeit - Geschichte studiert habe und leidenschaftlich gerne Romane über historische Themen lese. So war ich auch auf diesen gekommen: Er handelt von der Autorin Johanna,, die Anfang des 20. Jahrhunderts ein Buch über eine Heilanstalt schreiben wollte und nicht ihren Gatten, einen Arzt, sondern eine ehemalige Insassin dieser Einrichtung, die dem Vernehmen nach hellsichtige Anna zu Rate zog, die zum Verdruss des Gatten bei ihnen einzog.

Die zweite Erzählebene widmet sich Vanessa, der Urenkelin Johannas, die sich auf die Spuren ihrer Ahnin begibt.Und eigentlich gibt es auch noch eine dritte, nämlich Johanna selbst als alte Frau in den 1960er Jahren zur Zeit der Studentenunruhen. Was für tolle Themen!

Doch ach, wie verzwickt wird das alles dargestellt, ich fühlte mich von Beginn an nicht zum Weiterlesen ermuntert, sondern fand mich häufig verwirrt oder gelangweilt mitten in einem Leseabschnitt, von dem ich hoffte, er wäre doch bitte schon längst vorbei. Es fällt mir schwer, es zu beschreiben, aber ich konnte der Handlung oft nicht recht folgen, verlor den Faden , das Interesse oder gar beides.

Nun, ich bin enttäuscht, wobei ich nicht so recht sagen kann, ob von dem Buch oder von mir selbst. Kannte und mochte ich doch bereits einen Roman der Autorin Ulla Lenze, "Der Empfänger", den ich vollkommen anders empfunden habe als diesen hier. Aber es hilft alles nichts, besser kann ich ihn einfach nicht bewerten!

Veröffentlicht am 20.09.2024

Zieht sich wahnsinnig

Im Unterholz
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Ich mag generell lieber Krimis als Thriller, Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder mal. Eine der Krimi-Eigenschaften, die ich neben der klaren Auflösung von bisher Geheimnisvollem am Ende besonders ...

Ich mag generell lieber Krimis als Thriller, Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder mal. Eine der Krimi-Eigenschaften, die ich neben der klaren Auflösung von bisher Geheimnisvollem am Ende besonders schätze, ist, dass es nicht unbedingt flott zugehen muss: ein Krimi darf gemütlich, ja sogar behäbig daher kommen, wenn er immer wieder auf Spannungselemente zurückgreift und diese beibehält.

Das ist hier leider nicht der Fall. Ich verliere ständig den Faden und muss zurückblättern - ab der Mitte war ich wirklich dankbar, dass die Protagonistin nicht mehr auf jeder Seite an ihren langjährigen, inzwischen ehemaligen Mann, der sie wegen einer Jüngeren verlassen hatte, dachte und zwar in aller Ausgiebigkeit. Jedoch erwies sich das leider nur als temporäres Phänomen.

Der Fall an sich ist eigentlich interessant: das Opfer ist eine Frau, deren Anwesenheit an dem Ort ihres Auffindens nicht zu begründen ist und mit deren besonders grausamen Tod auch weitere Rätsel verbunden sind. Aber meiner Ansicht nach konnte diese Spannung aufgrund der sehr langsamen Entwicklung mit vielen Abweichungen vom Thema nicht aufrecht erhalten werden.

Schade!

Veröffentlicht am 26.06.2024

Bildende Kunst im Fokus

Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen
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Ein Buch, auf das ich sehr gespannt war: ein Roman im Roman und dann auch noch zum Thema Kunst! Ich habe mich sehr auf diese Lektüre gefreut. Leider jedoch verpuffte mein Interesse recht bald, da die Zusammenhänge ...

Ein Buch, auf das ich sehr gespannt war: ein Roman im Roman und dann auch noch zum Thema Kunst! Ich habe mich sehr auf diese Lektüre gefreut. Leider jedoch verpuffte mein Interesse recht bald, da die Zusammenhänge zwischen den beiden Erzählsträngen nicht so gestaltet waren, dass ich als Leserin ungeduldig dem weiteren Handlungsverlauf entgegen blickte.

Ganz im Gegenteil: Mit dem Eintritt in diese spezielle Welt der Kunst habe ich mich leider sehr schwer getan. Das kann natürlich mit überhöhten Erwartungen zusammenhängen. Mir gingen gewisse stilistische Feinheiten, vor allem die wiederholten Parallelen in beiden Erzählsträngen (weiße Hütchen, um nur ein Beispiel zu nennen) gehörig auf den Keks.

Was als geschickter Kniff gedacht war, um die Spannung zu erhöhen, kam bei mir leider nicht an.

Veröffentlicht am 12.06.2024

Mord mit Duft

Tödlicher Duft
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Beziehungsweise im Umfeld der tollsten Düfte. Denn Parfumeur Eric Sentir, einer der besten, nein: begnadetsten Duft-Kompositeure ist ermordet worden und noch hat niemand eine Idee, wer der Schuldige sein ...

Beziehungsweise im Umfeld der tollsten Düfte. Denn Parfumeur Eric Sentir, einer der besten, nein: begnadetsten Duft-Kompositeure ist ermordet worden und noch hat niemand eine Idee, wer der Schuldige sein könnte und aus welchem Grund. Dass der Mord im Umfeld der Düfte stattfand, erstaunt hingegen niemanden, denn wir befinden uns in Grasse in der Provence, DER Hauptstadt der Düfte schlechthin. Commissaire Campanard, ein eigenwilliger, dabei sehr erfahrener Ermittler, stellt flugs ein kleines Team zusammen - neben ihm sein junger Kollege Olivier und die berühmte Polizeipsychologin Linda Delacours aus Paris, die sich gerade in einem Tal ihres Schaffens befindet und daher siist. Mit ihr hat Campanard etwas besonderes vor: sie soll undercover an der Parfumeursschule, an der der Mord stattfand, an einem Lehrgang, der gerade beginnt, teilnehmen.

Ein interessantes Szenario, das sich aus meiner Sicht leider etwas schwerfällig entwickelte, so dass die Spannung zu kurz kam. Wenn die komplizierten Ausführungen der Aktivitäten des Teams weniger umständlich dargestellt worden wären, hätte mich der Krimi sicher begeistern können.

Das Show Down allerdings macht einiges wett, ebenso wie der originelle Humor des Autors, der ab und zu hervorblitzt. Daher werde ich mich vor dem nächsten Band sicher nicht drücken!