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Veröffentlicht am 14.06.2024

Zu viel gewollt

Blue Skies
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Ich wurde mit dem Roman nicht wirklich warm. Die Dystopie ist einfach nur schrecklich und ich denke, dessen sollte mensch sich vorm Lesen wirklich bewusst sein. Gerade angesichts der sehr realen Klimakrise ...

Ich wurde mit dem Roman nicht wirklich warm. Die Dystopie ist einfach nur schrecklich und ich denke, dessen sollte mensch sich vorm Lesen wirklich bewusst sein. Gerade angesichts der sehr realen Klimakrise fand ich es nämlich phasenweise sehr schwer auszuhalten. Das Leben und Handeln der Protagonist*innen ist einfach irgendwie komplett absurd. Sicherlich war das beabsichtigt, aber spätestens ab dem grausamen Zwischenfall etwa in der Hälfte hat mich T. C. Boyle einfach verloren. Die Schreckensszenarien schienen sich irgendwie nur noch überbieten zu wollen, die Figuren blieben meiner Meinung nach wiederum sehr flach.

Zusätzlich sind alle Haupt- und Nebenfiguren einfach nur schrecklich unsympathisch. Daher fiel es mir total schwer, mich auch nur ein bisschen mit ihnen zu identifizieren oder ihnen mein Mitgefühl zu schenken. Alle Beziehungen sind ebenfalls irgendwie oberflächlich, angespannt oder schlicht und ergreifend furchtbar. Eigenartige Charaktere scheinen bei dem Autor ja wiederholt eine Rolle zu spielen, aber das ist in dieser Intensität einfach nichts für mich.

Meine Erwartungen an eine zynische, aber humorvolle Betrachtung menschlichen Handelns in Reaktion auf die Klimakrise wurden damit nicht zufriedenstellend erfüllt. Während der Zynismus durchaus vorhanden ist, fehlt es der Geschichte für meinen Geschmack an Zusammenhang und menschlicher Tiefe. Es schien manchmal, als hätte T. C. Boyle hier einfach zu viel gewollt und durchaus wichtige Appelle gehen bei aller Diffusität irgendwie unter.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Leichte Geschichte, deren Figuren ich emotional jedoch zu wenig greifen konnte

Das Lied der Biene
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„Das Lied der Biene“ lässt sich als Geschichte dank der sehr kurzen Kapitel wirklich gut und schnell lesen. Sie passte trotzdem einfach nicht zu mir persönlich, weil ich mich mit den Figuren nicht wirklich ...

„Das Lied der Biene“ lässt sich als Geschichte dank der sehr kurzen Kapitel wirklich gut und schnell lesen. Sie passte trotzdem einfach nicht zu mir persönlich, weil ich mich mit den Figuren nicht wirklich identifizieren konnte. Die Handlung fühlte sich an vielen Stellen zu vorhersehbar und seicht an, an anderen Stellen konnte ich die Handlungen der Figuren nicht gut nachvollziehen.

Mit Margas unsicherer und zurückhaltender Art konnte ich nicht so viel anfangen, sie hat mich an einer unangenehmen Stelle getroffen. Die Figur hatte aber durchaus eine spürbare Entwicklung im Buch, das fand ich schön zu begleiten. Die Beziehungen der Figuren zueinander konnte ich vielmals nicht richtig greifen, ebenso ihre jeweiligen Gefühlswelten. Am ehesten ist mir das noch bei den jüngeren Charakteren (Inga und Conny) gelungen. Das veranlasst mich auch zu dem Schluss, dass ich für die Geschichte und ihre Sprache vielleicht schlicht zu jung bin - und das meine ich in keine Richtung abwertend! 🫶🏻 Geschmäcker sind ja super verschieden und „Das Lied der Biene“ hat einfach nicht zu meinem aktuellen Leben gepasst.

Es war schon spürbar, dass die Charaktere Liebe füreinander empfinden - egal ob platonisch oder romantisch. Manche Beziehungen entstehen erst im Laufe der Handlung, andere dürfen mit der Zeit wachsen und/oder heilen. Es schien mir nur jeweils eher an der Oberfläche zu bleiben und ich hätte mir oft mehr Tiefe in den jeweiligen Szenen gewünscht. Im letzten Drittel gab es dann doch einige Szenen, die mich emotional auch ergriffen haben.

Mich konnte das Buch somit nicht überzeugen, weil ich Geschichten mit deutlich ambivalenteren Figuren, die ich auch intensiver in ihren Gefühlen begleiten darf, einfach lieber mag.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Klappentext passt nicht zum Inhalt

Schrödingers Grrrl
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Ich bin mit dem Buch einfach nicht warm geworden, obwohl es vielversprechend klang. Zu einem größere Teil liegt das für mich wahrscheinlich daran, dass mich die Schilderungen von Maras Depression und ihrem ...

Ich bin mit dem Buch einfach nicht warm geworden, obwohl es vielversprechend klang. Zu einem größere Teil liegt das für mich wahrscheinlich daran, dass mich die Schilderungen von Maras Depression und ihrem Abhängigkeitsverhalten sehr unangenehm erinnert haben. Mir ging das aber auch alles zu wild hin und her, ich konnte oft den Faden nicht behalten durch die abwechselnde Erzählperspektive und fehlenden Kapitel. Einige Aspekte, die die Literaturbranche kritisieren, fand ich spannend. Spätestens der Tod der Katze hat mich aber auch einfach richtig sauer gemacht.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Aufgrund der Sprache leider nichts für mich

Gewässer im Ziplock
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Das Buch und ich haben einfach nicht zusammengefunden, obwohl ich das sehr gewollt hätte. Die größte Hürde war die Sprache für mich. Dana Vowinckel springt zwischen Deutsch, Englisch und Hebräisch teils ...

Das Buch und ich haben einfach nicht zusammengefunden, obwohl ich das sehr gewollt hätte. Die größte Hürde war die Sprache für mich. Dana Vowinckel springt zwischen Deutsch, Englisch und Hebräisch teils rasant hin und her. Ein Glossar am Ende erklärt einige Wörte und ihre Bedeutung, aber ich war dadurch einfach ständig raus, um das Wort nachzuschlagen. Teilweise erschließt sich die Wortbedeutung auch nur aus dem Text. Auch zu den Figuren konnte ich einfach keine Bindung aufbauen. Passagenweise hatte ich einen guten Lesefluss und habe ein Gefühl für die Charaktere und ihre Probleme bzw. Gefühle bekommen, wurde dann aber sprachlich wieder herausgerissen.
Für andere Menschen bestimmt ein spannendes Buch, es ist ja auch viel gelobt worden, nur passte es leider nicht zu mir.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Konnte mich emotional leider nicht so erreichen wie gehofft

Rift
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Eine Geschwistergeschichte, die vom nahenden Tod eines Geschwister bedroht wird, hat mich emotional sehr gereizt. Doch beim Lesen habe ich schnell festgestellt, dass die starke Introspektion Zuzannas und ...

Eine Geschwistergeschichte, die vom nahenden Tod eines Geschwister bedroht wird, hat mich emotional sehr gereizt. Doch beim Lesen habe ich schnell festgestellt, dass die starke Introspektion Zuzannas und die eher nüchterne Erzählweise meine Hoffnungen auf eine emotionale Geschichte nicht erfüllen können.

Einige Absätze fand ich durchaus stark, da sie die Zerrissenheit der Protagonistin gut abbilden konnten. Einerseits die enorme Sorge um ihren Bruder sowie die Liebe zu ihm, andererseits aber auch die Beklemmung aufgrund der Last, die sie sich bei dieser letzten Reise mit ihm aufgebürdet hat. Von so einer leisen und doch auch eindrücklichen Gefühlswucht habe ich bislang selten gelesen.

Doch neben diesen wenigen Absätzen stand zu viel Text, der auf mich oberflächlich und nüchtern wirkte, in dem ich die Protagonistin einfach nicht greifen konnte. Für mich war es einfach zu wenig Dialog und zu viel Monolog bei gleichzeitig eher bildhafter und poetischer Sprache, die nur selten für mich funktioniert. Mit deutlich mehr greifbaren Emotionen hätte mein Urteil vielleicht anders ausgesehen, aber so bleibe ich sehr ernüchtert zurück.

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