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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2024

Schräg!

Der Hund des Nordens
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"Dieser exzentrische, detailverliebte und empathische Roman mit seiner durch und durch sympathischen Heldin lässt sich kaum aus der Hand legen und zeigt, dass nicht nur alle Familien auf ihre Art unglücklich ...

"Dieser exzentrische, detailverliebte und empathische Roman mit seiner durch und durch sympathischen Heldin lässt sich kaum aus der Hand legen und zeigt, dass nicht nur alle Familien auf ihre Art unglücklich sind – sondern vor allem auf ihre Art verrückt."
Irgendwie ist das die Quintessenz dieser Geschichte.... Ich konnte und wollte nicht aufhören zu lesen. Die Hauptfigur Penny, Mitte dreißig, ist eine so liebenswerte Person und ihr Roadtrip ist schon sehr seltsam.... Sie hat ihren ungeliebten Job gekündigt, sich endlich von ihrem untreuen Mann getrennt und ist nun unterwegs zu ihrer Großmutter, die zwar etwas dement, aber sehr lebensbegabt und halsstarrig ist. Außerdem ist die zweite Frau ihres Großvaters daran interessiert, diesen loszuwerden. Pennys Eltern sind vor 5 Jahren in Australien verschollen und sie wehrt sich gegen die logische Schlussfolgerung, dass sie wohl auch nicht wieder auftauchen werden. Ihre Schwester lebt mit Mann und Kindern und super Job in Australien und hat ihr Leben scheinbar so was von im Griff, wie Penny es noch nie hatte, denn aus ihrer Kindheit trägt sie auch noch ein unverarbeitetes Vater-Trauma mit sich herum. Nun will sie vorerst beim Steuerberater ihrer Großmutter unterkommen - und auch dieser entpuppt sich als sehr hilfebedürftig. Die sich entwickelnden Dramen inklusive Sepsis erscheinen in ihren Abläufen als so logisch, dass man einfach nur staunend zuschaut, wie sich die Geschichte rasant in alle irgendwie möglichen und unmöglichen Richtungen entwickelt. Zwischendrin will man Penny einfach nur in den Arm nehmen und sie vor dieser irren Welt beschützen.
Und mittendrin schwebt immer der Hund des Nordens... von Anfang bis Ende!

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Ergreifend!

Windstärke 17
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Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Ida verlässt fluchtartig die Wohnung, in der sie mit ihrer alkoholkranken Mutter bis zu deren Suizid lebte. Sie fühlt sich schuldig und hatte doch nicht mal eine echte ...

Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Ida verlässt fluchtartig die Wohnung, in der sie mit ihrer alkoholkranken Mutter bis zu deren Suizid lebte. Sie fühlt sich schuldig und hatte doch nicht mal eine echte Kindheit. Auf ihrer Flucht vor sich selbst landet sie zufällig auf Rügen und findet Menschen, die nicht fragen und ihr für den Augenblick Halt und ein Zuhause geben.
Es ist schwer auszuhalten, wenn nach und nach zu Tage tritt, wie Idas Leben bisher verlief. Ich habe den hochgelobten Vorgängerroman nicht gelesen, werde das aber nachholen, denn wenn ich es richtig verstehen, geht es dabei quasi um die Vorgeschichte.
Mir hat sehr gefallen, wie lebensnah und realistisch auch die Figuren und die Geschichte an sich sind, wie Ida darum kämpft, sich zu fühlen und an ihre Grenzen und darüber hinaus geht... Vielleicht fehlt eine Triggerwarnung, denn was der eine aushält, kann für den anderen tödlich sein...
Große Geschichte mit der Hoffnung auf weitere Entwicklung.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Gruselig!

Vergebens
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Dieses Buch ist mein erstes der Autorin und überhaupt mein erster sogenannter Spreewaldkrimi, obwohl ich ganz in der Nähe wohne. Es hat mich fasziniert und berührt und die Düsternis, die der Spreewald ...

Dieses Buch ist mein erstes der Autorin und überhaupt mein erster sogenannter Spreewaldkrimi, obwohl ich ganz in der Nähe wohne. Es hat mich fasziniert und berührt und die Düsternis, die der Spreewald so oft ausstrahlt, umfing mich beim Lesen. Die Protagonisten fand ich sehr gelungen portraitiert und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen traten gut hervor. Vielleicht hat man in den Vorgänger-Geschichten schon mehr über die einzelnen Leute erfahren, es ist jedenfalls hier noch viel Raum zur Charakteristik und Entwicklung vorhanden.
Den Plot empfand ich als schlüssig und spannend bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

cozy Crime

Mord im Antiquitätenladen
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Ich liebe "Bares für Rares" und so wurde ich natürlich schnell hellhörig, als ich Waldi Lehnertz als Autor eines Buches vernahm.
Passt das? Der manchmal etwas plump wirkende "80-Euro-Waldi", ...

Ich liebe "Bares für Rares" und so wurde ich natürlich schnell hellhörig, als ich Waldi Lehnertz als Autor eines Buches vernahm.
Passt das? Der manchmal etwas plump wirkende "80-Euro-Waldi", der sich offensichtlich wunderbar selbst inzenieren kann und ein Krimi?
Ich wurde nicht nur nicht enttäuscht, sondern sogar positiv überrascht, denn ich empfinde diese Geschichte als gelungen, spannend und sehr unterhaltsam!
Sicherlich ist es keine überaus ausgeklügelte Story, aber ich fühlte mich als Lesende so herrlich im Geschehen...
Die handelnden Personen nicht gut beschrieben, vielleicht stellenweise etwas zu überspitzt. Es zeigen sich sehr schnell Bilder im Kopf, wobei die Popularität von Waldi hier natürlich seine Vorteile hat, denn er ist ja auch in Social Media präsent, so dass man anhand der Geschehnisse schnell einsteigen und mitermitteln kann. Da kommt bestimmt noch mehr!

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Wunderbar!

Wolke Sieben ganz nah
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"Mit 27 Jahren in ihrem leicht peinlichen Nachthemd an einem Mikrowellen-Burger zu ersticken, stand definitiv nicht auf Delphi Bookhams To-do-Liste. Trotzdem findet sich die Londonerin genau auf diese ...

"Mit 27 Jahren in ihrem leicht peinlichen Nachthemd an einem Mikrowellen-Burger zu ersticken, stand definitiv nicht auf Delphi Bookhams To-do-Liste. Trotzdem findet sich die Londonerin genau auf diese Weise im Nachleben wieder – das leider ganz und gar nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte." Was genau erwartet man von einem Buch, das mit diesen Sätzen vorgestellt wird? Mmh, schwierig... Aber nach der Lektüre dieser sogenannten Dramedy kann ich versichern - Ihre Erwartungen werden übertroffen werden.
Delphi hatte es nicht leicht in ihrem noch nicht so langem Leben und sie hat aufgrund ihrer Erfahrungen für sich beschlossen, dass Menschen nicht gut für sie sind und verhält sich dementsprechend, abgesehen von ihrem Engagement für ihren nicht sprechenden Nachbarn... Nun bekommt sie eine zweite Chance für ihr Leben und muss sich so völlig anders verhalten als bisher. Und sie stellt fest, dass das Leben schön sein kann, selbst wenn es so gar nicht nach Plan läuft. Und sie entdeckt, dass Freunde nicht das Schlechteste sein müssen...
Wunderbar! Und - wie vorhergesagt - enthält diese Geschichte von allem etwas..
Ich habe mich köstlich amüsiert, Tränen weggedrückt, den Kopf geschüttelt... ich war quasi dabei! Toller Schreibstil! Irre Story!

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