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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2024

Eine emotional berührende Familiengeschichte

Eifelfrauen: Der Ruf der Nachtigall
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Endlich ist der zweite Teil von "Eifelfrauen" von Brigitte Riebe erschienen – darauf hab ich ein Jahr lang gewartet. Die Geschichte beginnt ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils und führt uns ...

Endlich ist der zweite Teil von "Eifelfrauen" von Brigitte Riebe erschienen – darauf hab ich ein Jahr lang gewartet. Die Geschichte beginnt ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils und führt uns erneut in die zauberhafte Eifel, wo wir die zwei Töchter von Johanna begleiten.
Die Schwestern Mia und Klara sind in ihrem Wesen und ihren Interessen sehr unterschiedlich: Mia begeistert sich für Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge, während Klara in der Musik ihre Bestimmung findet und uns durch die Autorin faszinierende Einblicke in die Welt der Oper bietet. Trotz ihrer Unterschiede teilen sie eine tiefe Sehnsucht nach dem Haus der Füchsin in der Eifel, das ihnen Heimat und Identität schenkt.
Brigitte Riebe gelingt es auch in diesem Buch meisterhaft, die Leser mit ihrem bildhaften und fesselnden Schreibstil in die Geschichte hineinzuziehen. Die Landschaftsbeschreibungen sind so lebendig, dass man die Eifel fast vor sich sehen kann. Besonders hervorzuheben sind die detaillierten und liebevollen Beschreibungen der Tierwelt und die symbolträchtige Verbindung zum Fuchs und seinen Vorfahren aus dem ersten Band.
Die Handlung ist reich an überraschenden Wendungen und tiefen Emotionen. Viele bekannte Charaktere aus dem ersten Teil treten wieder auf. Das Personenverzeichnis am Anfang des Buches erleichtert es, den Überblick zu behalten. Die Autorin führt die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zusammen und beantwortet alle offenen Fragen. Die Eifelfrauen - Der Ruf der Nachtigall" ist eine gelungene Fortsetzung, die den Leser nicht nur unterhält, sondern auch emotional berührt und zum Nachdenken anregt. Für alle Fans des ersten Teils und Liebhaber gut erzählter Familiengeschichten ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Eine starke Frau in schweren Zeiten

Die stille Heldin
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Das Buch war mein erster Tatsachenroman von Hera Lind, und ich bin positiv überrascht. Die Geschichte klang schon im Klappentext interessant.

In „Die stille Heldin“ erzählt Hera Lind die wahre Lebensgeschichte ...

Das Buch war mein erster Tatsachenroman von Hera Lind, und ich bin positiv überrascht. Die Geschichte klang schon im Klappentext interessant.

In „Die stille Heldin“ erzählt Hera Lind die wahre Lebensgeschichte einer Frau, die in schweren Zeiten – vom Landleben über die NS-Zeit bis hin zu den Herausforderungen mit zwölf Kindern – unvorstellbare Prüfungen meistern muss. Der Roman zeigt, wie sie trotz Leid, Krieg und persönlicher Schicksalsschläge immer wieder Stärke beweist und für ihre Familie kämpft.

Der Schreibstil ist leicht, gut verständlich und flüssig, sodass ich sehr schnell in die Handlung hineingefunden habe. Obwohl das Buch mit etwas über 400 Seiten nicht besonders umfangreich ist, passiert unglaublich viel. Wir begleiten die Protagonistin durch ihr bewegtes Leben – einschließlich der enormen Herausforderungen, die sie mit ihren zwölf Kindern meistern musste. Was sie alles durchstehen musste, ist heftig und berührt sehr.
Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch Hera Lind die Zeit des Nationalsozialismus darstellt. Es wird deutlich, wie schnell Menschen den Versprechungen und vermeintlichen Idealen der Nazis verfielen. Auch das Leben auf dem Bauernhof und die damalige Zeit werden sehr bildhaft beschrieben, sodass man sich die Umgebung und den Alltag lebhaft vorstellen kann. Das Nachwort fand ich interessant und informativ; man erfährt einiges von den Nachkommen der Protagonistin.

Das Buch hat mich durchgehend gefesselt und bestens unterhalten. Ich habe es gern gelesen und möchte nun definitiv mehr Tatsachenromane von Hera Lind entdecken.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Dunkle Geheimnisse auf der Klosterinsel

Mord auf der Klosterinsel
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Ich habe mich gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Die Geschichte hat mich sofort interessiert und klang sehr spannend. Ich kenne die Autorin bereits und habe schon ein anderes Buch von ihr gelesen, das ...

Ich habe mich gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Die Geschichte hat mich sofort interessiert und klang sehr spannend. Ich kenne die Autorin bereits und habe schon ein anderes Buch von ihr gelesen, das mir sehr gut gefallen hat.

Auf der Klosterinsel Reichenau sorgt in der Karolingerzeit eine grausame Mordserie für Angst und Schrecken. Abt Walahfrid Strabo und seine Nichte Lindberga machen sich auf die gefährliche Suche nach dem Täter und stoßen dabei auf dunkle Geheimnisse.
„Mord auf der Klosterinsel“ ist ein spannender historischer Roman, der von Anfang an fesselt. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und bildhaft, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Die Autorin verbindet Spannung und historische Fakten auf gelungene Weise, und man erfährt ganz nebenbei viel über die Zeit der Karolinger. Besonders gut hat mir gefallen, wie anschaulich das Leben im Kloster und auf der Insel beschrieben wird – man kann sich alles richtig gut vorstellen. Auch die Figuren sind sympathisch und glaubwürdig. Abt Walahfrid Strabo wirkt klug und ruhig, während seine Nichte Lindberga mutig und neugierig ist. Zusammen sind sie ein tolles Ermittlerduo, dem man gerne folgt. Am Ende gibt es sogar noch einige überraschende Wendungen.

Ein packender Bodenseekrimi mit spannender Handlung, lebendigen Figuren und einer tollen historischen Atmosphäre – ein Buch, das Lust auf weitere Bände macht.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Familiengeschichte und Venezuela eng verwoben

Der Traum des Jaguars
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Schon das Cover hat mich sehr angesprochen – es wirkt geheimnisvoll und schön, und ich war sofort neugierig. Auch der Inhalt hat mich interessiert, weil ich schon lange mehr über Venezuela erfahren wollte. ...

Schon das Cover hat mich sehr angesprochen – es wirkt geheimnisvoll und schön, und ich war sofort neugierig. Auch der Inhalt hat mich interessiert, weil ich schon lange mehr über Venezuela erfahren wollte. Da ich Das Geisterhaus von Isabel Allende sehr gerne gelesen habe, war ich gespannt, ob mich auch dieses Buch mit einer Familiengeschichte über mehrere Generationen fesseln würde.

Und genau das ist passiert. Bonnefoy erzählt die Geschichte einer Familie, die eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Man begleitet sie über viele Jahre, erlebt ihre Hoffnungen, ihre Kämpfe, ihre Verluste. Dabei habe ich nicht nur die Figuren besser kennengelernt, sondern auch viel über Venezuela erfahren – über seine Schönheit, seine Probleme und seine Entwicklung.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist verständlich, leicht zu lesen, und trotzdem voller Bilder und Atmosphäre. Ich konnte mir vieles gut vorstellen, und das hat mich richtig in die Geschichte hineingezogen.
Besonders beeindruckt hat mich, dass das Buch gar nicht so dick ist – unter 300 Seiten – und trotzdem sehr viel passiert. Es ist dicht erzählt, ohne langweilig zu werden, und man hat das Gefühl, eine große Geschichte in relativ kurzer Zeit zu erleben.

Es war für mich ein interessantes und schönes Leseerlebnis. Eine Familiengeschichte, die berührt, und gleichzeitig ein Buch, das einem ein Stück Venezuela näherbringt.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Zwischen Schweigen und Wahrheit

Die Verlorene
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Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil mich der Inhalt sofort angesprochen hat. Ich habe schon mehrere Romane von Miriam Georg gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch schreibt sie ...

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil mich der Inhalt sofort angesprochen hat. Ich habe schon mehrere Romane von Miriam Georg gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch schreibt sie wieder schön, leicht und bildhaft. Man kommt schnell in die Geschichte rein.
Auch das Buchcover ist auffällig und besonders – es hebt sich von vielen anderen ab.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Das gefällt mir sehr, denn so wird nach und nach die Vergangenheit klarer. Besonders spannend war für mich, wie langsam die Geheimnisse ans Licht kommen. Es geht um mehrere Generationen von Frauen – Großmutter, Mutter und Enkelin – und ihre Schicksale, die miteinander verbunden sind. Die Protagonistinnen sind sehr lebendig und feinfühlig dargestellt. Laura, die in der Gegenwart auf Spurensuche geht, wirkt sehr nahbar – ihre Fragen, Zweifel und das Bedürfnis nach Wahrheit machen sie sehr menschlich. Auch ihre Mutter und besonders die Großmutter Änne sind starke Figuren mit Tiefe. Man spürt ihre inneren Kämpfe, ihre Verletzlichkeit und ihre Stärke. Ich konnte beim Lesen richtig mitfühlen – vor allem, wenn es um schwierige Entscheidungen, Schuldgefühle oder das Schweigen innerhalb der Familie ging.
Sehr interessant fand ich auch die Einblicke in das frühere Leben auf dem Bauernhof. Die harte Arbeit, die Abhängigkeit vom Wetter, die familiären Pflichten – all das wird sehr authentisch beschrieben und zeigt, wie entbehrungsreich und gleichzeitig bedeutungsvoll das Landleben damals war.
In der Vergangenheit passieren auch grausame Dinge, die einen als Leser bewegen und betroffen machen.
Man erfährt außerdem viel über die Geschichte Schlesiens und die Zeit des Zweiten Weltkriegs .

Mich hat das Buch berührt und gut unterhalten. Es war spannend und gefühlvoll.
Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Miriam Georg!

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