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Venatrix

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Veröffentlicht am 24.06.2024

Von der Einsamkeit auf dem Gipfel

Der unendliche Gipfel
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»Hier oben zu sein hat keine Bedeutung – das zu begreifen, ist das Schwierigste.«

Der Tag, an dem Walter Welzenbach seinen ersten Berg bestieg, bestimmte sein Leben: Nie wieder würde er etwas anderes ...

»Hier oben zu sein hat keine Bedeutung – das zu begreifen, ist das Schwierigste.«

Der Tag, an dem Walter Welzenbach seinen ersten Berg bestieg, bestimmte sein Leben: Nie wieder würde er etwas anderes wollen. Jetzt steht er auf seinem letzten Gipfel, der 8188 Meter hoch ist, und blickt auf seine Einsamkeit, nur um zu erkennen, dass »...die Sehnsucht schöner ist als ihre Erfüllung.« (S.324)

Mit diesem Buch entführt Toine Heijmanns seine Leser in atemberaubende Höhen. Er gibt Einblick in menschliche Abgründe, stellt Fragen nach Bergkameradschaft in der Todeszone und nach dem Sinn des (Bergsteiger)Lebens. Gleichzeitig geht er der Frage nach, was Menschen den Bergen antun und die Berge den Menschen.

»Machen wir uns nichts vor: Wir trampelten den Berg zu Tode.« (S.149)

Heijmanns erzählt die Geschichte zweier fiktiver Bergsteiger und Freunde, Lenny Tichy und Walter Welzenbach. Die Nachnamen entlehnt er bei zwei realen Bergsteigern: Herbert Tichy (1912-1987), einem österreichischen Bergsteiger und Wilhelm „Willo“ Welzenbach (1899-1934), der 1934 an der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition teilgenommen hat. Welzenbach starb beim Abstieg am Nanga Parbat (8.125 Meter) an Erschöpfung.

In diese Geschichte eingeflochten sind auch die großen Mythen und Legenden des Bergsteigens, von Francesco Petrarca bis Edmund Hillary, von Toni Kurz bis Reinhold Messner. In zahlreichen Zitaten lässt er andere Bergsteiger zu Wort kommen, wie zum Beispiel aus Seite 201 Wanda Rutkiewicz (1943-1992), die als eine der wichtigsten Frauen im Bergsport gilt.

»Ich suche den Tod nicht, aber ich habe nichts gegen die Vorstellung, in den Bergen zu sterben. Die meisten meiner Freunde sind dort und warten auf mich.« ()

Am Kangchendzönga erfüllt sich im Mai 1992 ihr Schicksal. Sie gilt seither als verschollen.

Der Niederländer Heijmanns, in dessen Heimat die höchste natürliche Erhebung, der Vaalserberg, gerade einmal 322,4 m hat, lässt seine Leser an großen Triumphen und Tragödien seiner Protagonisten teilhaben. Das gelingt ihm vor allem durch Walter, der als Ich-Erzähler diesen Roman dominiert. Vor allem die Gedanken, die ihm auf dem Weg zu seinem letzten Gipfel durch den Kopf gehen, machen auch die Leser nachdenklich. Dabei ist es unerheblich, ob es sich hier um einen Bergbegeisterten handelt, der alles, auch seine Gesundheit der (Sehn)Sucht unterordnet oder jemanden, der die Berge lieber von unten sieht.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Roman über zwei fiktive Bergsteiger, der in einfühlsamen und doch eindringlichen Worten die (Sehn)Sucht nach den Bergen erzählt, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.06.2024

Hat mir gut gefallen

Revolutions: Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten
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Hannah Ross erzählt in diesem Buch, welche Bedeutung die Erfindung des Fahrrads für die Frauen des späten 19. Jahrhunderts hatte und welche Revolution dieses neue Fortbewegungsmittel auslöste.

In vier ...

Hannah Ross erzählt in diesem Buch, welche Bedeutung die Erfindung des Fahrrads für die Frauen des späten 19. Jahrhunderts hatte und welche Revolution dieses neue Fortbewegungsmittel auslöste.

In vier großen Abschnitten, die in zahlreiche weitere Kapitel gegliedert sind, erfahren wir, wie die Revolution auf zwei Rädern begann:

Teil 1: Die Revolution
Teil 2: Widerstand und Rebellion
Teil 3: Auf freier Strecke
Teil 4: Königinnen der Bahn, der Straße und der Berge

Wenn sich heute Königinnen wie Maxima der Niederlande auf dem Drahtesel ablichten lassen, ist dies, außer einem Bericht über ihre Kleidung oder Frisur, den meisten Medien keine Zeile mehr wert. Das war nicht immer so. Als der Vorgänger des Fahrrades von Baron Drais erfunden wurde, galt es als Spielzeug für gelangweilte männliche Adelige. Auch sein Nachfolger, das Hochrad taugte nicht wirklich als Massenverkehrsmittel. Das gelingt erst dem „Sicherheits-Niederrad“. Wobei es zunächst als Sportgerät für Männer gedacht ist. Als sich einige beherzte Frauen sich des Fahrrads der Väter oder Brüder bemächtigten, löste dies veritable Krisen aus. Unschicklich! Shocking! Macht unfruchtbar! (Davon sind heutzutage eher die Männer betroffen, wenn sie in engen Radfahrhosen Tausende Kilometer abspülen.) Ja, es begann eine regelrechte Hexenjagd auf jene Frauen, die sich die Freiheit nahmen, das Fahrrad für sich in Besitz zu nehmen! Die Frauen wurden im besten Fall ausgelacht, meistens beschimpft und oftmals mit Steinen oder Unrat beworfen.

Doch das Fahrrad ist nicht nur Zeichen der Emanzipation, sondern auch Zeichen des (politischen) Widerstandes. So radelten niederländische Widerstandskämpferinnen wie Hannie Schaft und die Schwestern Oversteegen im, von der deutschen Wehrmacht, besetzten Amsterdam, von Attentat zu Attentat (siehe „Wir waren nur Mädchen“ von Buzzy Jackson).

Wer lernen Annie Londonderry (1870-1947), eine begnadete Selbstdarstellerin, die auf dem Fahrrad rund um die Welt fuhr, sowie Alfonsina Strada (1891-1959), die Frau, die es, genau vor 100 Jahren also 1924 mit den Männern beim Giro d’Italia aufgenommen hat. Über beide gibt es Romanbiografien.

Meine Meinung:

Hannah Ross erzählt die Geschichte der ersten Radfahrerinnen mit Leidenschaft. Dass es heute - mit Ausnahme von wenigen Ländern - den Frauen möglich ist, den Drahtesel für Alltagsfahrten und Sport zu benützen, ist das Verdienst jener unerschrockenen Frauen, die sich gegen alle Drohungen und Widerstände auf das Fahrrad setzten und lozuradeln.

Die Autorin geht auch der Frage nach, warum viele Frauen, die in ihrer Kindheit das Rad fahren erlernt haben, im Erwachsenenalter damit aufgehört haben. Schwingt da nach wie vor die alte Leier „das schickt sic für Frauen nicht“ mit? Oder fürchten die Männer unliebsame Konkurrenz?

Jedenfalls, und das finde ich großartig, ermuntert Hannah Ross Frauen, die bislang das Rad fahren nicht erlernen durften oder konnten, das nachzuholen und anschließend den Drahtesel zu besteigen, um auf neuen Wegen die Welt zu erobern. Es muss ja nicht gleich das „Race across America“, die „Vuelta“ oder die „Tour de France“ sein.

„Ich darf erst mal weiter Rad fahren, und ich hoffe, Sie können das auch. Und wenn Sie damit noch nicht angefangen haben, hoffe ich, dass die Geschichten hier Sie dazu inspirieren. Denn aufs Fahrrad zu steigen ist nur der Anfang vieler neuer Geschichten und Abenteuer.“ (S. 316)

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem informativen Buch über die Anfänge der Radfahrerinnen 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.06.2024

Fesselnd bis zur letzten Seite

Martensen und das wehrlose Wasser
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Dieser Krimi beginnt mit einem kurzen Abstecher nach Frankreich, der zunächst in keinem Zusammenhang mit dem Tod eines dänischen Politiker zu stehen scheint.

Der dänische Hauptkommissar Erik Martensen ...

Dieser Krimi beginnt mit einem kurzen Abstecher nach Frankreich, der zunächst in keinem Zusammenhang mit dem Tod eines dänischen Politiker zu stehen scheint.

Der dänische Hauptkommissar Erik Martensen soll, auf Betreiben seines Vorgesetzten Valby, den Tod des Politikers, der sich als Mord entpuppt, untersuchen. Valby, ein Freund schneller Ermittlungserfolge schießt sich auf die Ehefrau des Politikers ein.

Als dann noch ein Journalist auf ähnliche Weise wie der Politiker ermordet wird, ist Martensen klar, dass die eifersüchtige Ehefrau nicht dahinter stecken kann. Nun muss er noch Valby davon überzeugen.

Während die Leser das mögliche Motiv sowie einige Hintergründe, nämlich den geplanten Bau einer Trinkwasser-Pipeline von Dänemark nach Deutschland bereits kennen, muss sich Martensen akribisch in grenzüberschreitenden Ermittlungen auch gegen seinen Chef durchsetzen.

Nach und nach erfahren sowohl Leser als auch Martensen, warum diese Trinkwasserpipeline gebaut werden soll und wer daran verdienen will:

Auf Grund des Braunkohleabbaus im Tagebau in der Lausitz wird das dortige Grundwasser abgepumpt. Das Wasser wird in die Spree geleitet, die Berlin mit (mehrfache gefiltertem) Trinkwasser versorgt. Dieser fragile Zustand steht nun auf der Kippe, denn der Braunkohleabbau soll eingestellt werden. Daher fällt das Abpumpen des Grundwasser weg und die Versorgung der Millionenstadt Berlin mit Wasser ist gefährdet. Findige Geschäftsleute sind nun auf die Idee gekommen, sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge aus Dänemark zu importieren.

„...Wer das Wasser kontrolliert, kontrolliert in Zukunft die Welt...“

Obwohl das Motiv nun klar ist, sind es die gesamten Zusammenhänge und das Dickicht der unterschiedlichen Interessen noch nicht, mischen doch ein ehemaliger Rotlicht-König samt Gorilla, Abkömmlinge eines verarmten Adelsgeschlechtes und eine Stiftung über die man nichts Genaues weiß, mit.

Martensen deckt letztlich die Verschwörung, die eigentlich gar keine ist, weil sich die möglichen Geschäfte innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen bewegen, auf. Auch der Mörder wird entlarvt, verschwindet aber in den Weiten Frankreichs. Somit ist der Kreis zum Prolog geschlossen.

Meine Meinung:

Dieser fesselnde Krimi, der einen realen Hintergrund besitzt, hat mir sehr gut gefallen.

Denn, um den Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung stellen zu können, wird immer wieder an Pipelinelösungen gedacht, die eine Umverteilung vornehmen können. In vielen Ländern ist das Wassermanagement in öffentlicher Hand, um Preisdiktate und Erpressung von Privaten zu verhindern. Trotzdem versuchen Firmen hier einzusteigen. Die Idee, die diesem Krimi zu Grunde liegt, nämlich mittels einer Pipeline über die Ostsee dänisches Grundwasser nach Deutschland zu bringen, gibt es tatsächlich. Bekannt ist darüber nur wenig, da man bislang keine echte Lösung präsentieren kann. Eine Umverteilung würde zahlreiche neue Probleme aufwerfen, die der Versorgung mit Erdgas und/oder Erdöl ähneln. Wasser ist eine mehr als kritische Infrastruktur.

Ich kenne den Autor bereits von anderen Krimis. Der Schreibstil gefällt mir. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Der Star des Krimis ist für mich Hallgrimm. Wer das ist? Das müsst ihr selbst lesen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich trotz des ernsten Themas, bestens unterhalten hat, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.06.2024

Fesselnd bis zur letzten Seite

Der 1. Patient
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Dass das Thema „Einsatz von KI in der Medizin“ Eingang in die Krimi-Reihe des Autorenduos Schwiecker & Tsokos finden würde, ist - wie man in der Fußballsprache sagt - aufgelegt. Wie immer, wenn sich Schwiecker ...

Dass das Thema „Einsatz von KI in der Medizin“ Eingang in die Krimi-Reihe des Autorenduos Schwiecker & Tsokos finden würde, ist - wie man in der Fußballsprache sagt - aufgelegt. Wie immer, wenn sich Schwiecker & Tsokos mit brandaktuellen gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen, kommt ein fesselnder Krimi mit einem durchaus überraschenden Ende heraus.

Doch von Beginn an:

Während einer Routine Operation, deren OP-Plan von einer KI generiert worden ist, stirbt der Patient an einem anaphylaktischen Schock. Es scheint, dass er auf das injizierte Kontrastmittel allergisch reagiert hat.

Rocco Eberhardt übernimmt die Verteidigung der operierenden Ärztin Sasha Müller. Ist sie schuld an dem Vorfall? Hätte sie den von der KI generierten OP-Plan nicht doch überprüfen sollen. Birgt die Technikgläubigkeit nicht immense Gefahren? Und, welche Interessen verfolgen die Hersteller der Software?

Daneben müssen sich alle Beteiligten mit einer von den Medien gepushten Diskussion stellen.

Als sich herausstellt, dass die Patientenakte manipuliert worden ist, bekommt der Fall eine völlig andere Wendung.

Meine Meinung:

Nachdem ich schon die drei vorherigen Krimis von Schwiecker & Tsokos begeistert gelesen habe, musste ich diesen natürlich auch lesen.

Ich gebe zu, das Thema KI verursacht bei mir, obwohl ich eine Technikerin bin, besonders in der Medizin, auch ein leicht mulmiges Gefühl. Allerdings bietet die durch KI-unterstützte Diagnostik auch Vorteile. Das Für-und-Wieder sowie die gegensätzlichen Meinungen werden hier sehr gut in die Handlung eingewoben. Der Schlagabtausch zwischen Befürwortern und Gegner findet in TV-Diskussionen sowie im Gerichtssaal statt.

Geschickt legen Schwiecker & Tsokos zahlreiche, zu Beginn, viel versprechende Spuren, die letztlich in Sackgassen enden.

Das Cover passt sehr gut zu den Vorgängern, somit ist auf jeden Fall der Wiedererkennungswert gegeben.

Die Spannung steigt wie immer durch kurze knackige Kapitel, bis sie sich zum Ende in einer unerwarteten Wendung entlädt. Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet.

Diesmal ist der Beitrag von Rechtsmediziner Justus Jarmer nur ein kleiner, aber der dafür gewichtig.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 4. Fall für Rocco Eberhardt wieder 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.06.2024

Fesselnd bis zur letzten Seite

Gefährlicher Sog
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In ihrem 8. Fall muss sich Liv Lammers nicht nur mit einer Wohngemeinschaft von Jugendlichen, deren Sozialpädagoge Timus Roters, mit 23 Messerstichen ermordet worden ist, herumschlagen, sondern auch mit ...

In ihrem 8. Fall muss sich Liv Lammers nicht nur mit einer Wohngemeinschaft von Jugendlichen, deren Sozialpädagoge Timus Roters, mit 23 Messerstichen ermordet worden ist, herumschlagen, sondern auch mit ihrem Kollegen Andreas, der nach einer schweren Kopfverletzung zwar wieder im Dienst ist, aber nicht wirklich dienstfähig ist. Durch sein eigenartiges Verhalten, das im Laufe der der Zeit sich zu einer wahren Paranoia auswächst, gefährdet er nicht nur die Ermittlungen, sondern auch Liv persönlich.

Meine Meinung:

In diesem Krimi, der in Hörnum am südlichen Zipfel von Sylt spielt, zieht Sabine Weiss wieder alle Register. So greift sie mehrere gesellschaftspolitische Themen auf. Da ist zum einem, das Kaputt-Sparen der Exekutive, die mit eklatanten Personalmangel kämpft und Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückholt oder rekonvaleszente Dienst schieben lässt. Und zum anderen die Unterbringung von auffälligen Jugendlichen in einer sozialpädagogischen Wohngruppe, der liberale Führung durch das Ehepaar Roters einigen Einwohnern Hörnums gegen den Strich geht. Jedes Mal, wenn es einen Vorfall gibt, richtet sich der erste Verdacht gegen die Jugendlichen und sei es nur ein platter Reifen bei einem Fahrrad.

Wie in jedem der Bücher der Reihe spielt auch Liv Lammers Privatleben eine große Rolle. Livs Tochter Sanna engagiert sich in einer Gruppe für benachteiligte Jugendliche und kommt so mit einer Jugendlichen aus der Wohngemeinschaft in Kontakt. Dass sie dabei die Ermittlungen ihrer Mutter erschwert, ja beinahe torpediert, ist nicht unbedingt Absicht. Die durch den Job der Mutter stellenweise angespannte Beziehung der beiden eskaliert, als Sanna die Wahrheit über ihren Vater erfährt. Diese privaten Einblicke fügen sich wieder gut in die Ermittlungen ein und haben mir gut gefallen.

Die Charaktere sind wie immer sehr gut herausgearbeitet. Wer die Reihe um Liv Lammers von Beginn an verfolgt, wird die Entwicklung der verschiedenen Charaktere erkennen. Während Liv und Sanna an ihren Aufgaben wachsen, wird Andreas langsam aber stetig zum Sicherheitsrisiko. Natürlich ist eine schwere Kopfverletzung keine Kleinigkeit, aber die Weigerung psychologische Hilfe anzunehmen, sowie sich als Leitender Ermittler aufzuspielen, dabei aber falsch Anordnungen zu treffen und übergriffig zu sein, ist ein absolutes NoGo. Mit den Konsequenzen wird er vermutlich nicht zurecht kommen, was bei mir ein ungutes Gefühl für den nächsten Fall aufkommen lässt.

Auch die Bewohner der Wohngruppe sind alles andere als einfache Charaktere, das Betreuerpaar Roters ist dabei nicht ausgenommen.

Der Spannungsbogen ist, wie bei Autorin Sabine Weiss üblich, gewohnt hoch. Es gibt zahlreiche Verdächtige sowie einige Spuren im im sprichwörtlichen Sand (von Hörnum) verlaufen. Die Auflösung ist ein wenig überraschend, aber stimmig.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 8. Fall für Liv Lammers 5 Sterne.