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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2024

Eine Scharade, die ihresgleichen sucht...

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Zum Buch: Die Schriftstellerin Julia Malmros hat eine neue Buchidee und fängt an, im Kreis der „Wahren Schweden“ einer rechtspopulistischen Partei, zu recherchieren. Prompt wird sie zuhause von einem Unbekannten ...

Zum Buch: Die Schriftstellerin Julia Malmros hat eine neue Buchidee und fängt an, im Kreis der „Wahren Schweden“ einer rechtspopulistischen Partei, zu recherchieren. Prompt wird sie zuhause von einem Unbekannten bedroht.
Zeitgleich zieht die junge Astrid, die vor kurzem ihre Eltern bei einem Attentat verloren hat, bei dem IT-Experten Kim Ribbing ein. Dann verschwindet plötzlich der Arzt, der Kim als Jugendlicher behandelt hat. Und ausgerechnet Johnny, Julias Ex-Mann, ahnt, dass Kim etwas damit zu tun hat…

Meine Meinung: In erster Linie liebe ich die Charaktere in dieser Reihe! Zum einen der verletzliche, scheinbar unnahbare Kim. Dann seine Freundin, die etwas ältere Julia, die manchmal in ihrem Selbstmitleid badet, obwohl es sie ärgert. Und dann Astrid, dieses junge, gerissene Mädchen mit einer angeknacksten Seele, aber viel Mut und ausgefallenen Ideen! Dieses Trio ist einfach unschlagbar!

Die Handlung in dem Buch ist natürlich auch spannend! Denn man muss sich als Leser fragen, wie viel Selbstjustiz vertretbar ist. Gerade Julia muss sich das fragen… Mit dem Ende war ich auf jeden Fall versöhnt!

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang und chronologisch aufgebaut. Der Autor hat es schon in seinem ersten Band „Refugium“ geschafft, mich voll abzuholen und das ist ihm hier auch wieder sehr gut gelungen! Die Story ist etwas verrückt, aber gerade das mochte ich sehr gerne!

Mein Fazit: Dieses unfreiwillig zusammengewürfelte Trio konnte mich auf jeden Fall voll in den Bann ziehen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Wieso zeichnet Lilly plötzlich so schlimme Bilder?

Der Betrachter: Thriller
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Zum Buch: In der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie malt die Patientin Lilly jeden Tag wunderschöne Blumenbilder. Doch eines Tages zeichnet sie schrecklich zugerichtete Frauenleichen. Kurz darauf ...

Zum Buch: In der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie malt die Patientin Lilly jeden Tag wunderschöne Blumenbilder. Doch eines Tages zeichnet sie schrecklich zugerichtete Frauenleichen. Kurz darauf wird eine Frau tot aufgefunden, genauso, wie Lilly es in ihrer Zeichnung dargestellt hat! Wie kann das sein? Lilly kommt nicht aus der Einrichtung und spricht auch seit Jahren mit niemandem mehr. Die Ermittler Laura Kern und ihr Kollege Max vom LKA versuchen die Verbindung herzustellen, als eine neue Leiche auftaucht…

Meine Meinung: Diese Autorin schafft es einfach jedes Mal, mich erstens sofort an die Handlung zu fesseln und zweitens, mich bis zum Ende völlig im Dunkeln zu lassen, was den Täter angeht! Man fiebert mit den Ermittlern mit, die man ja vielleicht auch schon aus den Vorgänger-Bänden kennt. Man muss sie aber nicht zwingend gelesen haben, da die Fälle immer völlig unabhängig voneinander sind. Es gibt durchaus Verdächtige, denen die Polizei aber nichts nachweisen kann.

In diesem Teil wird die Ehe von Max auf eine Probe gestellt, als die junge Streifenpolizistin Sophie sich für die Arbeit des LKA interessiert und von Max sogar in die Ermittlungsarbeit einbezogen wird. Laura kann das nur mit Bauchschmerzen beobachten…

Am Ende wird es wieder richtig spannend, die Geschichte endet in einem fulminanten Showdown! Ich kann wieder nur den Schreibstil von Catherine Shepherd loben, die bis jetzt noch fast jeden Leser mitnehmen konnte! Man fliegt einfach nur so durch die Seiten und ist fast traurig, wenn das Buch zuende ist!

Mein Fazit: Für mich ist „Der Betrachter“ wieder ein absoluter Pageturner und es hat wieder Spaß gemacht, mitzurätseln! Ich vergebe hier gerne wieder die volle Punktzahl und empfehle die Autorin mit allen ihren Büchern uneingeschränkt weiter!

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Veröffentlicht am 27.06.2024

Wieder einmal unbegreiflich, wozu Menschen fähig sind...

Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie
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Zum Buch: Als im Sommer im Rhein der Pegel sinkt, wird eine einbetonierte Frauenleiche gefunden. Da es mehrere Frauenleichen gibt, wird Sophie Kaiser vom BKA dazu gerufen. Durch ihr Asperger-Syndrom kann ...

Zum Buch: Als im Sommer im Rhein der Pegel sinkt, wird eine einbetonierte Frauenleiche gefunden. Da es mehrere Frauenleichen gibt, wird Sophie Kaiser vom BKA dazu gerufen. Durch ihr Asperger-Syndrom kann sie Zusammenhänge anders sehen und ihr wird schnell klar, dass es hier durchaus Parallelen gibt. Aber ganz eindeutig sind die Tatvorgänge nicht und sie müssen sich beeilen, denn gerade ist wieder ein junges Mädchen verschwunden. Sophie will die junge Katherine unbedingt lebend retten…

Meine Meinung: Es handelt sich hierbei um einen fiktiven Thriller mit einem wahren Hintergrund als Basis. Das bedeutet, dass das Buch sehr spannend zu lesen ist, ohne dass man von Fakten gleich erschlagen wird. Die Überschneidungen zu den wahren Verbrechen werden im Nachwort genau aufgezeigt. True Crime berührt mich immer mehr als rein fiktive Geschichten, das wirkt bei mir immer noch länger nach. So auch hier.

Was das Buch für mich besonders gemacht hat, ist Sophie. Das Asperger-Syndrom wird hier sehr gut dargestellt und ich habe Sophie für ihre Gedankengänge bewundert. Ihr Partner Leonhard, der mehr ist als nur ein Partner, steht ihr immer freundschaftlich zur Seite. Die beiden ergänzen sich in meinen Augen ganz prima, denn Leonhard vermittelt Sophie die Gedankengänge der „normal-denkenden“ Welt und Leonhard bekommt von Sophie phantastische Eingebungen, die niemand anders sehen kann. Sie kann sich in Menschen und Tatorte „einfühlen“. Diese Symbiose fand ich sehr gut geschrieben.

Der Spannungsbogen steigt stetig nach oben und spätestens ab der Hälfte des Buches kann man es wirklich nicht mehr aus der Hand legen! Immer im Hinterkopf, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt! Gut gefallen haben mir auch die kleinen „Gedankenauszüge“ am Anfang eines jeden neuen Kapitels. Insgesamt konnte mich der Stil der beiden Autoren überzeugen und ich überlege, mir auch den ersten Band zuzulegen. Es ist zwar eine Reihe, aber völlig unabhängig zu lesen. Das Hauptaugenmerk wird hier auf die Arbeit der Fallanalytiker gelegt. Das konnte mir das Buch richtig gut vermitteln!

Mein Fazit: Grausame Verbrechen an jungen Frauen, an Rohheit kaum zu überbieten. Ich glaube, die Welt braucht mehr Fallanalytiker! Besonders solche wie hier in dem Fall Sophie Kaiser! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 21.06.2024

Ein Thema, was uns leider alle betrifft...

Partikel
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Zum Buch: Auf einer Hochzeitsfeier stirbt ein Mann, mehrere werden mit Unwohlsein und Bauchkrämpfen ins Krankenhaus gebracht. War das Essen vergiftet? Der Rechtsanwalt Dr. Koch wittert seine Chance und ...

Zum Buch: Auf einer Hochzeitsfeier stirbt ein Mann, mehrere werden mit Unwohlsein und Bauchkrämpfen ins Krankenhaus gebracht. War das Essen vergiftet? Der Rechtsanwalt Dr. Koch wittert seine Chance und lässt das Essen untersuchen. Man findet Mikroplastik im Fisch. Melissa, eine aufstrebende Journalistin, recherchiert zu dem Fall, als bei ihrer zweijährigen Nichte Zoe Leberkrebs festgestellt wird. Auch bei ihr findet man Plastik im Blut. Ist das die Pest der Neuzeit? Melissa verstrickt sich während ihrer Recherchen immer tiefer in den Fall und gerät dann selber in Gefahr…

Meine Meinung: Gleich vorweg: dieses Buch ist beängstigend! Wie eigentlich alle Bücher des Autors Wolf Harlander, die sich mit aktuellen Umweltthemen beschäftigen. Denn aus unserer Welt ist der Kunststoff ja nicht mehr wegzudenken. Jeder, wirklich alle Menschen, sind von Kunststoff nur so umgeben. Und der verrottet leider nicht, sondern wird auf seinem Weg in die Ursprungsbestandteile immer kleiner. So klein, dass sich Mikropartikel überall absetzen, auch in unseren Körpern.

Soviel zur nüchternen Theorie. Der Autor hat daraus einen dermaßen spannenden Thriller geschrieben, dass ich diese mehr als 600 Seiten in zwei Tagen inhaliert habe! Er hat mehrere Handlungsstränge eingebaut, die aber alle miteinander zusammenhängen. Einmal Melissa mit ihrer kranken Nichte. Dann ermittelt Melissa in einer Algenfabrik, die hier in Düsseldorf angesiedelt ist, die an einer Lösung forscht, wie man diese Kunststoffpartikel wieder aus unserem Ökosystem herausfiltern kann. Doch geht das problemlos, oder öffnet sich dann eine Büchse der Pandora? Und ist die Firma mit seinem charismatischen Geldgeber Ryan Hill wirklich so selbstlos? Militante Umweltschützer sehen das anders.

Einer der vermummten Aktivisten hat es persönlich auf Melissa abgesehen, doch warum? Und dann sind auch wieder Diana und Nelson vom BND dabei, die mir in den letzten Büchern schon so gut gefallen haben! Die beiden decken illegale Mülldeponien und deren Geldgeber auf, was für ein dreckiges Geschäft. Wenn man versteht, dass man Müll zu Gold machen kann, tun sich wirklich Abgründe auf!

Mein Fazit: Ich hoffe, man merkt mir meine Begeisterung für dieses Buch an! Ich kann es nur wirklich jedem ans Herz legen, denn es betrifft uns auch alle! Einziger Wermutstropfen für mich: ich hätte mir ein persönliches Nachwort vom Autor gewünscht mit einigen Infos zu seinen eigenen Recherchen. Aber das Thema werde ich wohl weiterverfolgen!

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Veröffentlicht am 12.06.2024

Die Schatten der Vergangenheit...

Wenn sie lügt
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Zum Buch: Goran wollte eigentlich nie wieder nach Waldesroda zurückkehren. Zuviel ist dort in der Vergangenheit geschehen. Doch als Elisabeth, die Mutter seiner Jugendliebe Norah, ihn um Hilfe bittet, ...

Zum Buch: Goran wollte eigentlich nie wieder nach Waldesroda zurückkehren. Zuviel ist dort in der Vergangenheit geschehen. Doch als Elisabeth, die Mutter seiner Jugendliebe Norah, ihn um Hilfe bittet, kann er ihr das nicht abschlagen. Kaum angekommen, wird er überrannt von seinen Erinnerungen. An den Sommer 2004, als die Welt, die doch so in Ordnung war in seiner Clique, plötzlich durch ein schreckliches Verbrechen aus den Fugen geriet. Gemeinsam mit Norah versucht er herauszufinden, wer ihr Drohbriefe schreibt und kommt dabei der wirklichen Wahrheit immer näher…

Meine Meinung: Dieser Thriller fesselt den Leser gleich zu Beginn, wenn Goran in seine alte Heimat zurückkehrt und man sofort die düstere Vergangenheit am ganzen Körper spüren kann! Die Umgebung ist sicherlich sehr schön, mitten im Thüringer Wald gelegen, kommt aber dennoch bedrohlich rüber. Das liegt sicher an den Briefen, die Norah plötzlich bekommt. Jemand, der ihr nahesteht, weiß etwas aus der Vergangenheit über sie. Gemeinsam mit dem alten Jugendfreund Rolaf beginnen sie, über das Vergangene zu sprechen. Denn Norah war damals mit David zusammen, der kurz nach ihrer Trennung zwei Menschen brutal erschossen hat. Seitdem klebt dieses Mal an Norah. Zusammen kommen sie der Wahrheit von früher immer näher, denn nicht jeder weiß alles vom anderen.

Die Geschichte ist aus den verschiedenen Sichtweisen erzählt und immer in Kapitel von heute und damals eingeteilt. So weiß der Leser immer genau, wo man sich befindet. Der Spannungsbogen ist durchgehend vorhanden. Auch wenn ich kurz vor dem Ende bereits ahnte, auf was es hinausläuft, hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan!

Die Charaktere sind gut gezeichnet, man merkt den Unterschied zwischen den jugendlichen und schließlich erwachsenen Protagonisten. Und doch bleiben manche Dinge erst einmal verborgen und der Leser kann dieses nach und nach entblättern. Damit hat der Autor wieder voll meinen Geschmack getroffen!

Mein Fazit: Nachdem mich das letzte Buch von Linus Geschke nicht zu 100% abholen konnte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch muss man als Thriller-Freund einfach unbedingt mit auf seine Leseliste setzen! Volle Punktzahl gibt es von mir!

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