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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2024

Frie und Robert

Man sieht sich
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Katrin Daliot hat dieses Buch sehr gefühlvoll eingesprochen und mich gut durch die Geschichte von Frie und Robert begleitet.
Es beginnt mit einem kurzen Prolog in der Gegenwart: das 30jährige Klassentreffen ...

Katrin Daliot hat dieses Buch sehr gefühlvoll eingesprochen und mich gut durch die Geschichte von Frie und Robert begleitet.
Es beginnt mit einem kurzen Prolog in der Gegenwart: das 30jährige Klassentreffen steht an und Frie hat eigentlich gar keine Lust, dorthin zu gehen, denn der Einzige, den sie treffen möchte, hat sich nicht angemeldet. Da hat sie sich extra erkundigt.
Doch dann ist Robert doch da und schon begeben wir uns auf eine Zeitreise zurück in die 1980er, als die beiden sich kennen gelernt haben.
Robert hat die Schule gewechselt und Frie zeigt ihm den Weg zu seinem Klassenraum. Sofort fühlen sie sich zueinander hingezogen, wagen das aber nicht dem anderen zu zeigen. Besonders die Passagen aus der Sicht von Robert zeigen, dass er Frie so gerne wiedersehen möchte und dabei aber auch cool erscheinen möchte.
Robert lebt mit seiner kranken Mutter in einer kleinen Wohnung und muss viele Aufgaben übernehmen, Frie lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einer Villa. Allerdings ist der Vater jähzornig und unberechenbar.
Nach dem Abi verlieren sie sich aus den Augen, treffen sich aber immer wieder - Man sieht sicht, das ist die Standardverabschiedung. Aber wird es mehr als Freundschaft zwischen ihnen geben?
Ein unterhaltsames Buch, das uns auf eine Zeitreise schickt und das von (verpassten) Chancen handelt und immer emotional ist, aber nicht in den Kitsch abrutscht.

Veröffentlicht am 30.06.2024

Mystisch

Bretonische Sehnsucht
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Und schon ermittelt Kommissar Dupin in seinem 13. Fall und da passt es natürlich wegen des Aberglaubens besonders gut, dass es auf nach Ouessant geht und der Schwerpunkt im Mystischen, Geheimnisvollen ...

Und schon ermittelt Kommissar Dupin in seinem 13. Fall und da passt es natürlich wegen des Aberglaubens besonders gut, dass es auf nach Ouessant geht und der Schwerpunkt im Mystischen, Geheimnisvollen und Übersinnlichen liegt.
Wieder einmal spielt die Landschaft und dieses Mal diese besondere Insel am Ende der Welt eine große Rolle und ich werde es nicht müde, immer wieder Neues über die Bretagne zu lernen und habe Dupin gerne wieder bei seinem neuen Fall begleitet. Steinkreise, Natur, Mythen - aber natürliche kommt auch der kulinarische Aspekt wieder nicht zu kurz.
War der Tod des keltischen Musikers gar übernatürlichen Elementen geschuldet? Und spielt das Mystische auch bei den weiteren Toten eine Rolle? Von den Inselbewohnern kann Dupin keine Hilfe erhoffen und auch er gerät auch in die Fänge des Übernatürlichen.
Ein interessanter Fall, den ich gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 30.06.2024

Spannender historischer Krimi

Maybrick und die Toten vom East End
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Ich liebe historische Kriminalromane und dieser hat schon so ein geheimnisvolles und düsteres Cover und wir werden sofort ins London des Jahres 1910 "katapultiert" und sind mit Maybrick nervös vor seinem ...

Ich liebe historische Kriminalromane und dieser hat schon so ein geheimnisvolles und düsteres Cover und wir werden sofort ins London des Jahres 1910 "katapultiert" und sind mit Maybrick nervös vor seinem ersten Tag als Divisionsinspektor. Und wir werden gut in die Polizeiarbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt und neben dem spannenden, düsteren und manchmal auch brutalen Krimi erfährt man eben auch so einiges über damalige Ermittlungen. Allerdings nehmen diese Fakten nicht überhand, sondern die spannende Handlung.
Maybrick war ein interessanter Protagonist, der durch seine eigene Vergangenheit aus der Unterschicht gute Arbeit geleistet hat. Zusammen mit seinem Freund dem Arzt und Gerichtsmediziner Dave Roberts versucht er tief in die Slums einzutauchen. Hilfe erhalten sie dabei von Hester und Heath, zwei Bandenkindern aus dem Slum.
Der Krimi ist nichts für Zartbesaitete und wer Probleme mit Gewalt gegen Kinder hat oder mit der Darstellung von Elendsvierteln, für den ist dieses Buch sicherlich nichts, aber mir haben diese düsteren Einblicke gefallen und die Ermittlungen von Maybrick und Roberts ebenso. Ich hoffe, es wird bald weitergehen mit dieser Reihe.

Veröffentlicht am 28.06.2024

Iris und Roman

Divine Rivals
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Schon als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, war ich total gespannt und die Werbung für das Buch hat auch dazu beigetragen.
Die Briefe, die Iris und Roman sich geschrieben haben, waren wirklich ...

Schon als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, war ich total gespannt und die Werbung für das Buch hat auch dazu beigetragen.
Die Briefe, die Iris und Roman sich geschrieben haben, waren wirklich wunderschön. Die beiden haben sehr unterschiedliche Hintergründe. Iris hat es schon schwer gehabt im Leben und stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihre Mutter hat ein Alkoholproblem , ihr Bruder muss im Krieg gegen die Götter kämpfen und Iris muss die Schule vorzeitig abbrechen, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Deshalb hat sie sich gefreut, einen Job in der Redaktion zu erhalten. Doch sie konkurriert ausgerechnet mit dem arroganten, reichen Roman um eine Stelle als Kolumnist*in. Allerdings steht auch Roman unter Druck, denn sein Vater erwartet viel von ihm.
Ein klassisches Szenario: die beiden schreiben sich Briefe, treffen sich und wissen nichts, dass gerade dies der Briefpartner ist. Aber eingebunden in eine tolle Geschichte hat es mir dennoch gut gefallen.
Zum Glück ist der Nachfolger bereits erschienen.

Veröffentlicht am 21.06.2024

Ermittlungen aus der Psychiatrie heraus

Eingewiesen
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Ich kenn schon viele Bücher von Billingham und weiß, dass er ein Autor für besondere Geschichten ist und so war es auch bei diesem Buch.
Al war in ihrem früheren Leben Polizistin, aber als bei einem Einsatz ...

Ich kenn schon viele Bücher von Billingham und weiß, dass er ein Autor für besondere Geschichten ist und so war es auch bei diesem Buch.
Al war in ihrem früheren Leben Polizistin, aber als bei einem Einsatz ihr Freund und Kollege Johnno getötet wird, gerät sie in einer Abwärtsspirale. Die posttraumatische Belastungsstörung wird immer größer, Alkohol und Drogen sowie manch ein Ausraster kommen dazu. Deswegen ist sie in der Psychiatrie. Erzählt wird aus ihrer Perspektive und anfangs hatte ich schon etwas Mühe, die einzelnen Patienten und das Personal auseinanderzuhalten, die detailreich beschrieben wurden. Vermutlich ist das einfacher, wenn man bzw. ich das Buch lesen würde, aber andererseits genieße ich Hörbücher und habe mir das Buch sehr schön von Claudia Schwartz vorlesen lassen. So gibt es eine Mitpatientin, die sicherlich unter Magersucht leidet und ständig auf den Fluren auf- und abläuft. Ein anderer verschmiert ständig alle Kameras, einer fragt jeden, ob er mit ihm Schachspielen möchte,... Aber dann ändert sich alles. Denn Kevin wurde ermordet. Wer hat das getan und weshalb? In Al startet der Ermittlermodus und gegen alle Widerstände ermittelt sie.
Einiges hatte ich schon vermutet, aber dennoch ein gut konstruierter Roman, eher das als ein Thriller. Mir hat es gefallen.