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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Solala

Four Ruined Realms
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Nachdem mir „Five Broken Blades“ wirklich gefallen hatte, war ich von dieser Fortsetzung leider enttäuscht. Im Vergleich zum ersten Buch waren die Fantasy-Elemente und der Aufbau der Welt zwar deutlich ...

Nachdem mir „Five Broken Blades“ wirklich gefallen hatte, war ich von dieser Fortsetzung leider enttäuscht. Im Vergleich zum ersten Buch waren die Fantasy-Elemente und der Aufbau der Welt zwar deutlich stärker, was mir prinzipiell gefallen hätte. Aufgrund dieser Fokussierung haben meiner Meinung nach aber die Elemente, die das erste Buch so glänzen ließen, in dieser Fortsetzung gelitten.

Die Charakterdynamiken machten das erste Buch in meinen Augen so besonders. Die Found Family Tropes zwischen den Figuren und all ihre Beziehungen untereinander sind der Grund, warum ich mich so sehr auf diese Serie eingelassen habe. Dieses Buch hat diese Beziehungen zerstört und es lange dabei belassen.

Ich verstehe, dass dies aufgrund des Endes des ersten Buches zwangsläufig passieren musste, aber sobald man glaubte, dass die Charaktere ihre Probleme gelöst hätten, ging es direkt wieder zurück in den Streitmodus und dabei wurden auch noch immer wieder die gleichen Argumente vorgebracht. Und das ging immer weiter! So viel Hin und Her und Wiederholung derselben Konflikte. Es fühlte sich wirklich so an, als ob in den mittleren 50 % des Buches nichts passiert wäre.

Ich bin auch enttäuscht, weil Sora im ersten Buch mein Lieblingscharakter war. Sie war eine richtige Draufgängerin und in diesem Buch wird sie zu einem Spielverderber, der alle Probleme durch die Kraft der Freundschaft lösen will. Ohne Tiyung als Partner tritt ihre ausführlichere Charakterisierung definitiv in den Hintergrund. Es ist, als dürfe sie keine Figur ohne ihr romantisches Gegenstück sein, und das war frustrierend.

Der dritte Akt ist dann aber wieder ein Knaller und es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie sich die Geschichte noch weiterentwickeln kann. Ich bin also gespannt, wie die Serie im nächsten Buch abgeschlossen wird und habe die Hoffnung, dass sich das Durchhalten in diesem Band gelohnt haben wird.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Spannend

Killer Potential
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Vom fesselnden Beginn von „Killer Potential“ an dachte ich, ich wüsste genau, wohin die Reise geht. Und obwohl ich Teile dieses provokanten Romans, einschließlich der unerwarteten Wendung, durchaus durchschaute, ...

Vom fesselnden Beginn von „Killer Potential“ an dachte ich, ich wüsste genau, wohin die Reise geht. Und obwohl ich Teile dieses provokanten Romans, einschließlich der unerwarteten Wendung, durchaus durchschaute, überraschte er mich größtenteils auf ganzer Linie. Es war nämlich überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte – sowohl im Guten als auch im Schlechten. Mit einer Thelma-und-Louise-Atmosphäre, einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel und einer prickelnden Liebesgeschichte, die mich völlig überraschte, hatte dieses Thriller-/Romantik-Suspense-/Drama-Debüt klare Vor- und Nachteile. Obwohl ich mich mit den Figuren nur schwer identifizieren konnte, zog mich jede von ihnen während ihrer Reise tief in ihre Geschichte hinein.

Zu den größten Pluspunkten zählten das Gone-Girl-artige Gefühl, die zum Nachdenken anregenden Kommentare und die spannenden, tiefgründigen Charakterstudien der beiden verfolgten Frauen. Leider überwogen die negativen Aspekte im weiteren Verlauf des Romans etwas. Die erste Hälfte war extrem zäh, voller Hintergrundgeschichten und innerer Gedanken, und ich habe sie nur überflogen, während ich auf die Action wartete. Und die kam auch. Leider hat sie das Buch aber blitzschnell ins Übertriebene getrieben. Kaum zu glauben und voller fragwürdiger Ereignisse, passten die beiden Teile des Romans einfach nicht zusammen. Trotzdem konnte ich das Buch irgendwie nicht aus der Hand legen und habe es im Nu verschlungen.

Letztendlich hat mich das Ende dank einer Wendung, die die meisten schockierend finden werden, einer vollständig ausgearbeiteten Protagonistin und einer Kritik an Beziehungen und Liebe, die mich lange und intensiv nachdenken ließ, größtenteils überzeugt. Natürlich war das kein absoluter Volltreffer, aber die komplexen Charaktere und die zwischenzeitlich mitreißende Action haben dafür gesorgt, dass das, was ein DNF hätte werden können, alles andere als das war. Wenn man also einen introspektiven Schreibstil mit einer prickelnden, spicy Note mag, der auch LGBTQ+-Repräsentationen einschließt, ist dieses Buch genau das Richtige. Man darf nur nicht vergessen, dass es trotz der Andeutungen im Klappentext alles andere als rasant und treibend war.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Solide

Die Elite von Ashriver - Hidden Secrets
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Ich habe "Die Elite von Ashriver" von Valentina Fast gelesen und muss sagen, dass die Grundidee der Geschichte wirklich spannend ist. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, hat viel Potenzial und die ...

Ich habe "Die Elite von Ashriver" von Valentina Fast gelesen und muss sagen, dass die Grundidee der Geschichte wirklich spannend ist. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, hat viel Potenzial und die Charaktere sind größtenteils gut ausgearbeitet. Besonders die Dynamik zwischen den Protagonisten hat mir gefallen.

Allerdings gab es einige Aspekte, die mich etwas gestört haben. An manchen Stellen fühlte sich die Handlung etwas langatmig an, und ich hätte mir gewünscht, dass die Spannung früher aufgebaut wird. Auch die Dialoge wirkten manchmal etwas klischeehaft, was das Eintauchen in die Geschichte beeinträchtigt hat. Zudem sind mir viel zu viele Fragen offen geblieben und einiges wurde einfach nur sehr oberflächlich abgehandelt.

Insgesamt ist Die Elite von Ashriver ein unterhaltsames Buch, das einige interessante Ideen bietet, aber es könnte in der Ausführung noch verbessert werden. Ich würde es Fans von Fantasy und Jugendromanen empfehlen, die auf der Suche nach einer neuen Geschichte sind, aber vielleicht nicht die höchsten Erwartungen haben.

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Veröffentlicht am 24.06.2024

Romantasy

Sturmtochter, Band 1-3 - Sturmtochter
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Die Trilogie lässt sich wunderbar in einem Rutsch lesen und bietet Elementarmagie in Schottland mit einer Prise Romantik. Mir hat die Kombination gut gefallen, wobei der Plot teilweise etwas schwächer ...

Die Trilogie lässt sich wunderbar in einem Rutsch lesen und bietet Elementarmagie in Schottland mit einer Prise Romantik. Mir hat die Kombination gut gefallen, wobei der Plot teilweise etwas schwächer war. Vieles wirkte austauschbar und willkürlich, aber es gab auch einige tolle Momente. Das Finale ging mir dann etwas zu schnell, aber insgesamt eine schöne Reihe mit Motiven, die vielen gefallen dürften.

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Veröffentlicht am 19.06.2024

Teenie-Thriller

Thin Air
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Das Konzept von „Thin Air“ ist richtig genial: Eine Gruppe Jugendlicher befindet sich auf einem Langstreckenflug nach Europa, um ein hoch dotiertes Stipendium zu ergattern und einer von ihnen wird ermordet. ...

Das Konzept von „Thin Air“ ist richtig genial: Eine Gruppe Jugendlicher befindet sich auf einem Langstreckenflug nach Europa, um ein hoch dotiertes Stipendium zu ergattern und einer von ihnen wird ermordet. Diese Idee verspricht Höchstspannung durch das interessante Setting im Flugzeug und die Locked Room Krimi-Komponente, die ablaufende Zeit bis zur Landung und natürlich die Dynamik einer Gruppe Teenager mit all ihren persönlichen Dramen. Teilweise hat das Buch dieses Versprechen auch eingelöst und mich zum großen Teil wirklich gut unterhalten!

Spannung kommt eigentlich von Beginn an auf, da man im Prolog eine Schlüsselszene erlebt und dann bis zu ihrem Eintreten darauf hinfiebert. Auch bei den folgenden Kapiteln hat man immer einen gewissen Zug zum Ziel, da z.B. Zeitangaben für eine Art Countdown sorgen und man immer weiß, dass das Ganze auf irgendetwas hinausläuft. Leider flacht diese Spannungskurve dann doch immer wieder ab, da ein großer Fokus auf Teenagerschwärmereien gelegt wurde und manchmal viel Tempo durch die Aufarbeitung persönlicher Konflikte verloren ging. Gerade im Rahmen eines Mordfalls hätte ich mir doch etwas mehr Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Thema und der Gesamtsituation gewünscht und weniger „er ist so gutaussehend“, sondern mehr „Wir sind hier wirklich in Gefahr“. Dadurch ist es mir tatsächlich manchmal etwas schwergefallen, den ganzen Plot ernst zu nehmen, auch wenn es auf gewisse Weise seinen eigenen Unterhaltungswert hatte.

Der Schreibstil war ganz angenehm zu lesen, wenn auch sehr einfach gehalten. Klar, es handelt sich um ein Jugendbuch, aber ich finde, auch hier darf die Sprache etwas ausgefeilter sein und man kann sich bestimmt ein besseres Synonym als „Ausklappdinger“ für die Beschreibung der Klapptische im Flugzeug überlegen.
Insgesamt bin ich so aber zügig durch die Geschichte gekommen und es gab auch immer wieder Spannungselemente und man konnte ganz gut miträtseln, was es mit dem Mord und den Umständen auf sich hatte. Die Auflösung war dann ebenfalls recht gelungen und die wesentlichen Fragen wurden beantwortet. Für mich war das Buch also kein absolutes Highlight oder Lese-Muss, dennoch war es unterhaltsam und wer Lust auf einen Jugendroman mit Thriller-Elementen in einem etwas ungewöhnlichen Setting hat, dürfte hier auf alle Fälle Spaß haben!

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