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Veröffentlicht am 14.09.2025

Es wäre deutlich mehr drin gewesen - 3 ½ Sterne

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 20
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Die Ereignisse in Yorkshire haben Oscar Wilde und Hawthorne eigentlich als Erfolg abgehakt – schließlich wurden alle Vampire vernichtet, aber die blutleere Leiche eines von Mycroft Holmes´ Agenten, die ...

Die Ereignisse in Yorkshire haben Oscar Wilde und Hawthorne eigentlich als Erfolg abgehakt – schließlich wurden alle Vampire vernichtet, aber die blutleere Leiche eines von Mycroft Holmes´ Agenten, die direkt in Mycrofts geheimen Hauptquartier abgeladen wurde, alarmiert die Sonderermittler. Damit ist klar, dass der neue Gegner nicht nur weiterhin aktiv ist, er kennt sogar die sorgsam gehüteten Verstecke Mycrofts. Oscar Wilde, Hawthorne und Wheeler ziehen los, um dem neuen Gegner endgültig das Handwerk zu legen.

Ich hatte mich auf diese Folge gefreut, da die Sonderermittler hier erstmals direkt mit ihrem neuen Gegner Dracula konfrontiert werden, der nicht nur von einem genialen Torsten Michaelis zum Leben erweckt wurde, mit einer Stimme, die Gänsehaut verursacht, sondern auch als äußerst vielversprechender Charakter eingeführt wurde. Umso erstaunter war ich wie diese Folge bei allem Potential – und durch die vorangehende Folge schön aufgebaute Spannung, so dahin dümpeln konnte. Halbwegs gerettet wird das Hörspiel von Sprechern wie Sascha Rotermund als brillanter Oscar Wilde, den trockenen Sprüchen Wheelers, Mycrofts und Hawthornes und wie schon gesagt einem umwerfend inszenierten Dracula. Inhaltlich war dieses Hörspiel allerdings eine Enttäuschung. Sehr schade. So viel verschenktes Potential war schon schmerzhaft.

3 ½ Sterne, da die Sprecher viel geleistet haben.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein neues Abenteuer mit kleinen Schwächen

Flucht nach Kalifornien
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Als Old Shatterhand bei seinem Freund, dem Verleger Oliver Hartmann in New York besucht gerät er mitten in einen Mordfall. Der Westmann kann den Mord aufklären, doch dem Mörder gelingt die Flucht. Nur ...

Als Old Shatterhand bei seinem Freund, dem Verleger Oliver Hartmann in New York besucht gerät er mitten in einen Mordfall. Der Westmann kann den Mord aufklären, doch dem Mörder gelingt die Flucht. Nur kurze Zeit später kommen Old Shatterhand und Winnetou dem Flüchtigen auf die Spur, der als angeblicher Priester Indianerstämme um ihr Gold betrügt. Begleitet werden die Helden von Bertha Schneider, der Tochter des Mannes, der irrtümlich des Mordes beschuldigt worden war. Mittlerweile ist sie Nonne und will alles tun, um dem Mörder Vergebung zu bringen.

Der erste Teil des Romans erinnert an eine gute Agatha Christie-Geschichte. Ein spannender Kriminalfall mit ausgefeilter Detektivgeschichte Selbst die Flucht des Täters ist noch super inszeniert. Das sich daran anschließende Westernabenteuer beginnt ebenfalls gut, wird aber zäh sobald Bertha Schneider dazukommt, die mir mit ihrer dominanten und sehr nervtötenden Gutmenschenart auf den Keks ging. Außerdem ging die Motivation der Geschichte den Bach runter. Sowohl der Mord selbst als auch die folgende Geschichte schwächelte immer wieder, wenn es darum ging die Ereignisse zu verankern und zu begründen.

Damit landet dieses Buch bei 3 ½ Sternen mit Tendenz zu 4.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Mehr erwartet

Arsène Lupin und der Schatz der Könige von Frankreich
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Ein mysteriöser Einbruch auf dem Landsitz des Grafen de Gesvres, doch niemand weiß was fehlt. Dann geschieht auch noch ein Mord und die Nichte des Grafen verschwindet. Die Polizei ist ratlos, nur der junge ...

Ein mysteriöser Einbruch auf dem Landsitz des Grafen de Gesvres, doch niemand weiß was fehlt. Dann geschieht auch noch ein Mord und die Nichte des Grafen verschwindet. Die Polizei ist ratlos, nur der junge Gymnasiast Beautrelet kann sich die Dinge zusammenreimen und heftet sich an die Fersen des berühmten Meisterdiebes Arsène Lupin.

Ich war sehr gespannt auf meinen ersten Lupin-Roman. Er begann äußerst vielversprechend, aber dann trat Beautrelet auf und mit diesem arroganten, neunmalklugen, äußerst lästigen Bürschchen wurde ich nicht warm. Die Geschichte selbst entwickelt sich dann auch sehr abwegig. Nicht unbedingt schlecht – ein buntes Abenteuer, das immer komplexer wird, aber man hat bei den etwas merkwürdigen Wendungen oft den Eindruck, dass viel einfach unnötig ist und nicht passiert wäre, wenn nicht das Ego sämtlicher Protagonisten allem gesunden Menschenverstand zum Trotz es unbedingt gewollt hätten. Dabei agieren Polizei wie Privatdetektiv und Verbrecher gleichermaßen skrupellos, selbstverliebt und arrogant. Aus irgendeinem Grund neigt man dazu Lupin mehr nachzusehen als den Gesetzeshütern, aber diese Egotrips fordern vom Leser einiges an Geduld.
Immer wieder gibt es aber auch spannende, geheimnisvolle und aufregende Passagen, die den Leser fesseln und überraschen. Lupin ist eine schillernde Figur, der man sehr gerne folgt und mit der man mitfiebert.

Fazit: Mich hat der nervtötende Jungdetektiv gestört. Er war mir von Anfang an unsympathisch und hat für mich die Geschichte runtergezogen. Ich werde es gerne mit einem weiteren Lupin-.Abenteuer versuchen, da mir der Grundton des ganzen trotzdem gefiel.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Verhängnisvolle letzte Worte

Ein Schritt ins Leere
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Bobby ist der Letzte der sein Golfspiel als brillant einschätzen würde, trotzdem hat er nicht damit gerechnet, dass die letzte Partie des Tages mit einem Sterbenden am Fuße eines Abhangs enden würde. Während ...

Bobby ist der Letzte der sein Golfspiel als brillant einschätzen würde, trotzdem hat er nicht damit gerechnet, dass die letzte Partie des Tages mit einem Sterbenden am Fuße eines Abhangs enden würde. Während Bobby auf Hilfe wartet, vernimmt er noch die letzten Worte des Verunglückten: „Warum nicht Evans?“ Eigentlich misst Bobby diesen Worten keine Bedeutung dabei, doch dann erhält er aus heiterem Himmel ein mysteriöses Stellenangebot aus Südamerika und – als er dieses nicht annimmt – wird er Opfer eines Mordanschlags. Seine Freundin Frankie wird sofort hellhörig und beide beginnen zu ermitteln.

Die ersten 2/3 dieses Buches haben mir außerordentlich gut gefallen. Sympathische Protagonisten, ein wirklich schön mysteriös aufgebauter Kriminalfall und die wunder Agatha Christie-Atmosphäre aus Nostalgie und Gemütlichkeit. Mit Witz, originellen Twists und wunderbaren klassischen Krimielemente konnte mich das Buch begeistern. Umso enttäuschter war ich als das Buch mit dem Schluss völlig abstürzte. Sehr abwegig, absurd und aufgebauscht wirkten die letzten Szenen unglaubwürdig. Sehr schade. Das hat Agatha Christie schon sehr viel besser hinbekommen. Damit bleibe ich bei 3 ½ Sternen.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Ein unruhiger Ruhesitz

Alter schützt vor Scharfsinn nicht
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Tommy und Tuppence sind endlich in den wohlverdienten Ruhestand getreten und haben sich von der Welt der Geheimdienste verabschiedet. In Beresford wollen sich die beiden zur Ruhe setzen, doch schon beim ...

Tommy und Tuppence sind endlich in den wohlverdienten Ruhestand getreten und haben sich von der Welt der Geheimdienste verabschiedet. In Beresford wollen sich die beiden zur Ruhe setzen, doch schon beim Einzug findet Tuppence in einem alten Buch eine merkwürdige Botschaft, die auf einen Mord hinweist. Als alte Secret Service-Hasen können die beiden es nicht lassen und nehmen die Spur auf, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Ein Cold Case, der unverhofft wieder „heiß“ wird.

Der 5. und letzte Band von Tommy und Tuppence und Agatha Christies letztes Werk. Ein doppelter Grund zur Wehmut, in die sich ein bisschen Bedauern mischt, da sich die so vielversprechend beginnende Geschichte immer mehr verläuft und sich in Schleifen, Rückblicken und Wiederholungen verliert. Agatha Christie scheint für Spionagegeschichten wenig Talent gehabt zu haben, obwohl mir ihre Tommy und Tuppence-Bände sonst immer außergewöhnlich gut gefielen.

Die Atmosphäre der Geschichte ist toll, der Fall sehr vielversprechend und auch die Charaktere gefielen mir sehr gut – so gut, dass ich dem Buch trotz der geradezu verheerenden Art wie die Kriminalhandlung auf der Strecke bleibt, noch mal 4 Sterne gebe. Allerdings ein Tipp für alle, die gerne noch mehr von Tommy und Tuppence lesen möchten: Das Buch „N oder M?“ sollte unbedingt als erstes gelesen werden. In diesem Band gibt es viel zu viele und viel zu detaillierte Rückblicke darauf, sodass man gut gespoilert wird.

Ich liebe die Tommy und Tuppence-Bände, aber dieses Buch weist erhebliche Schwächen im Story-Aufbau aus. Sehr schade, weil einem damit eine an sich sehr schöne Lektüre etwas verdorben wird.

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